Montag, 12. Dezember 2011

Kurze Haare - kleine Sorgen, lange Haare - große Sorgen?

Normalerweise bin ich nicht der Typ Bloggerin, der über Kosmetik, Styling oder weiß der Geier was bloggt. Darum mache ich mir auch im Allgemeinen nicht so arg viel Gedanken, obwohl ich mich schminke und mehr als nur Kernseife zum Waschen benutze ;-) Ein Thema beschäftigt mich allerdings schon - im wahrsten Sinne des Wortes - seit längerem: Meine Haare. Ich habe fast alle Haarlängen durch, die man sich denken kann, bis auf komplett Kurzhaarschnitt. Als Kind reichten mir die Haare bis zum Po, da gab es dann Geschrei beim Kämmen und wenn die Haare nass waren, bekam ich Nackenschmerzen. Mit den Jahren wurden die Haare dann irgendwie immer kürzer, bis ich sie so kurz hatte, dass ich keine Haargummis mehr brauchte (aber wie gesagt: dennoch kein Kurzhaarschnitt, damit sähe ich vermutlich auch dämlich aus ...). Mein größtes Problem in Sachen Haare ist, dass ich den Friseurbesuch so sehr hasse wie andere Leute den Zahnarztbesuch. Ich kann dabei nicht entspannen und glücklich bin ich selten, wenn die Damen und Herren mit mir fertig sind. Seit einem Desaster mit einem Friseur, der mir die Haare total versaut hatte, lasse ich sowieso keinen Mann mehr an meine Haare ... Mir ist es auch inzwischen zuwider, Unmengen an Geld in Friseurläden zu lassen. Das meiste waren mal siebzig/achtzig Euro für Schneiden und Tönung plus dreißig Strähnchen. Meist gehe ich aber mit knapp zwanzig Euro raus. Lange Rede, kurzer Sinn: Seit ich im letzten Winter eine Katie-Holmes-Frisur haben wollte und die Friseurin mich wieder heimschickte mit den Worten: "Dafür hast du viel zu viele Haare, länger würde dir besser stehen" war ich nun mehr zweimal beim Friseur, zum Spitzenschneiden. Seitdem lasse ich gnadenlos wachsen und so lang waren meine Haare (und vor allem mein Pony!) nicht mehr seit ich vierzehn war. Mit dem Pony habe ich es aufgegeben, weil mein Traum-Maxi-Pony à la Liv Tyler sowieso nie Wirklichkeit wurde.
Ich lasse meine Haare auch wachsen, weil ich nicht mehr so oft zum Friseur will - bei langen Haaren muss man mal die Spitzen nachschneiden lassen, bei kürzeren wächst ja dauernd der Schnitt raus. Hatte ich aber bei kürzeren Haaren eher mal das Problem, dass sie in alle Himmelsrichtungen standen, verknoten die Haare jetzt bei Schulterlänge dauernd, ich kann gar nicht locker mit den Fingern durchgehen ohne auf Widerstand zu stoßen ... :-(  Leider klemmen mir die Haare auch oft zwischen den Schultern und dem Rucksackgurten fest - auch nicht gut. Um sie zu flechten sind sie noch nicht lang genug, da würden noch zu viele Haare rausfallen. Aber ich will durchhalten und sie auf eine Länge kriegen. Da ich aber auch eher die Shampoo-und-Spülung-Fraktion bin und das war es, muss ich wohl noch viel lernen was Haarpflege angeht (so paradox das auch klingt). 

Habt ihr Tipps für die Pflege langer Haare? Was macht ihr, damit eure Haare nicht verknoten? Wie oft geht ihr zum Friseur, wie lang sind eure Haare? und und und ... Ich bin gespannt auf eure Berichte!

Kommentare:

  1. Meine Haare sind superlang und superviel, aber auch superfein und - dank einer wunderbaren Friseurin - endlich wieder gesund und hübsch.

    * Professionelle Haarpflege vom Friseur auch zu Hause nutzen, und bei einer Marke bleiben.

    * Lieber öfter und weniger schneiden als warten bis alles hin ist. Ich schneide ca. alle 2 Monate Spitzen, max. 1-2 cm.

    * Keine Haargummis mit so Metalldingsen verwenden, die brechen die Haare ab. Lieber Clips verwenden, udn wenn Gummi sein muss, dann "Scrunchies".

    * Keine Hauben, und wenn, dann keine mit Gummi und Kunstfaser, die machen die Haare kaputt und strubblig.

    * So selten wie möglich föhnen, und niemals nasse Haare bürsten.

    Sooo... viel mehr fallt ma jetzt auch nimmer ein ;-)

    AntwortenLöschen
  2. Hej Han,

    leider ist mir die Pflege vom Friseur erstens zu teuer und zweitens ist die meist von Firmen, die nicht tierversuchsfrei sind - geht für mich inzwischen absolut gar nicht mehr.

    Haargummis benutze ich seit Jahren nur die ohne Metalldingern. Dafür mache ich in Sachen Föhnen fast alles falsch, weil ich meine Haare fast jedes Mal, wenn ich sie gewaschen habe, föhne und auch die nassen Haare kämme. Ich bin ein Morgenduscher, da geht das anders nicht und selbst wenn ich abends duschen würde, muss ich föhnen, weil ich morgens sonst aussehe wie ein explodierter Pudel oder die Haare wie Spaghetti schlaff herunterhängen ...

    Was meinst du mit Hauben?

    LG,
    Frau v. S.

    AntwortenLöschen
  3. Ja, die Friseurpflege ist teuer, dafür habe ich den Eindruck, dass sie länger hält. Tierversuchsfreie Öko-Haarpflege habe ich bis jetzt nur einmal probiert, davon wurden meine Haare stumpf, brüchig und filzig. Geht gar nicht. Wenn ich mal was finde, was öko ist und trotzdem nicht scheiße aussieht, ja immer nur her damit.

    Auf Empfehlung meiner Friseurin sieht föhnen bei mir so aus: Haare nach dem Haarewaschen so gut wie möglich ausdrücken und ca. 15 Minuten unter einem Handtuch antrocknen lassen. Wenn sie nur mehr ganz leicht feucht sind (also, die Spitzen so gut wie trocken und nur an der Kopfhaut feucht) mit einem breiten Kamm entwuseln, dann erst föhnen, und erst dann bürsten wenn die Haare ganz trocken sind.
    Klappt bei mir auch in der Früh, zuerst Duschen und Haarewaschen und dann alle anderen Routinen machen (Kaffee trinken, Zeitunglesen, Küche, Anziehen) während die Haare antrocknen.

    Eine Haube ist beispielsweise http://bit.ly/ujMYHQ <-- das hier. Sollte auch in Deinen Gefilden bekannt sein ;-)

    LG H

    AntwortenLöschen
  4. Aaaah, eine Mütze - sag das doch gleich ;-) Ich dachte bei Haube eher an "Trockenhaube".

    Bei mir ist das Haar auf dem Kopf eher trocken als die Haarspitzen ... Das Problem ist auch, dass es bei mir sehr sehr lange dauert, bis meine Haare mal trocken sind, föhnen allein dauert meist schon zehn Minuten und wenn ich sie lufttrocknen lasse, mehrere Stunden.

    In Sachen Pflege hab ich dann wohl noch Glück, meine Haare sind nicht so problematisch, außerdem hab ich meine Prioritäten gesetzt und da kommt Friseurpflege nicht in Frage.

    AntwortenLöschen
  5. Hey,

    falls du mal nach KS kommst mach ich dich mit Cora bekannt. Friseurmeisterin und eine meiner besten Freundinnen. Sie übernimmt gerade ein Geschäft und die Inhaberin davor war auch sehr auf ökologische Sachen fixiert. Drum schau mal hier: http://www.logona.com/Haar/Haar_D/index.html
    Ich hab bisher nur ne Waschcreme von denen, aber die ist Top.
    Vielleicht sagt dir das ja zu.

    Lg

    AntwortenLöschen
  6. Hej Amber, danke für den Tipp! Logona kannte ich sogar aus dem Bioladen. LG.

    AntwortenLöschen