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Dienstag, 7. Januar 2014

[Rezension] "Weihnachten! Das Goldene von GU"

(c) Frau von Saltkrokan
Ja, Weihnachten ist schon lange vorbei und ja, leider habe ich die Rezension nicht zum geplanten Zeitpunkt fertig geschrieben, Vorweihnachtsstress sei Dank. Da ich das Koch-/Backbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, aber wirklich gut finde, vergesse ich mal kurz, dass Weihnachten gerade erst war und schwelge in Rezepten mit Zimt, Nelken und Zuckerguss.

Zuerst einmal sei festgehalten, dass ich das Buch bekam, als ich noch Vegetarierin war, denn eines ist es ganz sicher nicht: Vegan. Es finden sich sogar einige Fleischgerichte darin, was mich aber nicht stört, schließlich gibt es noch genug andere tolle Kapitel, wegen derer ich nach dem Buch geschielt habe. Aber der Reihe nach ...

Das Koch-/Backbuch ist unterteilt in fünf Kapitel:
  • "Alles für den Plätzchenteller" versammelt Rezepte für Süßes, das mit einem Haps im Mund verschwunden ist
  • "Feines zum Adventskaffee"; wenn es etwas mehr als nur Plätzchen sein darf, besonders mehr Hüftgold!
  • "Weihnachtsgeschenke zum Vernaschen" vereint alles mögliche, das man zu Weihnachten (oder auch wann anders!) verschenken kann: Von süßen Leckereien über Flüssiges bis hin zu Eingelegtem
  • "Glühwein, Schokomilch & Apfelpunsch" umfasst alle erdenklichen Getränke, die in die Weihnachtszeit passen
  • "Festliche Weihnachtsmenüs" stellt Rezepte für die Festtage vor, von Vorspeise über Hauptgang bis zum Dessert, ob mit Fleisch, mit Fisch oder vegetarisch
Die Rezepte sind auch hier wie in den anderen "Das Goldene"-Büchern alle mit einem Bild ausgestattet und bei den Zutatenlisten ist angegeben, für welche Menge das Rezept ausgelegt ist, die Zubereitungszeit und die Kalorienzahl. Bei manchen Rezepten gibt es als kleine Dreingabe "Profi-Tipps", in denen Hinweise zur Zubereitung gegeben werden, "Aroma-Tipps", in denen man erfährt, wie lange das Zubereitete haltbar ist, und "Styling-Tipps" für Dekoration und Co.. Der Hinweis "Das schmeckt dazu" gibt Tipps, welche Getränke beispielsweise zum Gebäck passen.
Am Anfang eines jeden Kapitels fasst die "Küchenpraxis" praktische Tipps und Tricks zusammen. Das Register am Ende des Buchs listet alphabetisch die Zutaten auf, unter denen man die einzelnen Rezepte findet.

Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Klassikern und Außergewöhnlicherem. Außerdem haben die Rezepte einen unterschiedlichen Anspruch, so dass sich Anfänger über einfachere Rezepte an die schwierigeren herantasten können.
Da nicht nur der klassische Inhalt eines Weihnachtskochbuchs mit hinein genommen wurde, sondern auch kulinarische Geschenke und Getränke in einer breiten Bandbreite ihren Platz gefunden haben, hebt "Weihnachten" sich außerdem von den üblichen Koch- und Backbüchern ab, die sonst vielleicht nur eines der fünf Kapitel thematisieren.

Ein bisschen was zu meckern habe ich zum Schluss aber doch: Der Buchrücken ist nicht wie bei den anderen "Das Goldene"-Büchern (Ich besitze "Vegetarisch!" und "Backen!") goldfarben so wie das Cover, sondern gelb. Das schmerzt das Bibliophilenherz ein wenig, immerhin sähe ein goldener Buchrücken neben den anderen schöner aus.

Was mich sehr ärgert: Durch den ganzen Weihnachtsstress bin ich nicht dazu gekommen, das Kochbuch selbst auf Herz und Nieren zu testen, was ich aber sicherlich in diesem Jahr nachholen werde - veganisiert natürlich! Ich kann euch also nur bedingt etwas zum Thema Schwierigkeitsgrad und Durchführbarkeit sagen, da aber so viele sehr unterschiedliche Rezepte in dem Buch sind, unterscheidet sich dieser natürlich. Immerhin ist ein Gänsebraten schwieriger als eine Marmelade.
Markiert habe ich sicherlich dreißig oder vierzig Rezepte - ich habe also viel vor!



"Weihnachten! Das Goldene von GU" ist eine schöne Sammlung von Rezepten, mit denen man sich prima auf Weihnachten einstimmen kann. Der Preis von fünfzehn Euro ist unschlagbar, denn in diesem Buch wird wohl Jede/r Rezepte finden, die sie/ihn ansprechen. Ein Koch- und Backbuch, das das Zeug zu einem Standardwerk hat!



GU. Hardcover. 352 Seiten. ISBN: 9783833833120. 15,00 €.
Ich danke dem GU Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 13. November 2013

[Vegan Wednesday] 13.11.2013

Während der "Vegan Wednesday" schon in die 65. Runde geht, ist es für mich erst das dritte Mal. Bei den beiden vergangenen Malen hatte ich mir fest vorgenommen, regelmäßig teilzunehmen, habe es aber irgendwie nie geschafft. Als meine liebe Freundin S. mir vorschlug, zusammen einen veganen Tag einzulegen, war ich natürlich sofort mit dabei - und schlug meinerseits vor, den Tag auf mittwochs zu legen. Deswegen bin ich jetzt wieder dabei, in der Hoffnung, dass es nicht nochmal Wochen bis zum nächsten Mal dauert! 
S. und ich hatten und außerdem als Bedingung für den heutigen Tag gesetzt, dass wir etwas mit Wirsing machen, passend zur Jahreszeit.
Leider sind die Bilder nicht so gut geworden (Ich brauche endlich ein Handy mit einer besseren Kamera ...).

Morgens zwei Brote, eins mit veganem Mett und eins mit veganer Schokocreme, die es bei "Netto" gibt und die urlecker ist. Dazu eine Banane und eine Tasse Tee, mit Agavendicksaft gesüßt.
Unterwegs hatte ich mir nur schnell eine Laugenbrezel und einen Tee geholt, weil der eigentlich geplante Cafébesuch ins Wasser fiel.
Zuhause gab es dann schnell ein Brot mit Oliven-Pastete von Alnatura, weil ich so einen Kohldampf hatte.

Zum Abendessen gab es Wirsing-Kartoffel-Durcheinander-Gemüse, ein Lieblingsessen aus Kindertagen, mit Sojamilch.
Als süßes Leckerli habe ich mir noch einen Soja-Kakao gemacht und ein Stückchen Marzipan-Schokolade von Rittersport gegessen.



Fotos (c) Frau von Saltkrokan

Mittwoch, 16. Oktober 2013

[Rezension] "Vegan backen" von Nicole Just

(c) Frau von Saltkrokan
Nicole Just kenne ich schon etwas länger von ihrer Website "vegan sein". Sie widerspricht so dermaßen dem Vorurteil, das man von Veganern haben mag, dass man sich freut, wenn man selbst Vegetarier oder Veganer ist. Sie straft diejenigen Lügen, die behaupten, vegane Kost sei fade, langweilig und bestünde nur aus grünen Blättern. Vor allem beim Backen funktioniert das sehr gut und die Rezepte, die Nicole Just in ihrem neuen Buch "Vegan backen" präsentiert, riefen bei mir regelrechte Begeisterungsstürme hervor. Normalerweise sind mir die "Küchenratgeber" von GU zu schmal, sie versammeln selten genug Rezepte, die einen Kauf lohnend machen. Dieser schmale Band jedoch ist bis auf ein, zwei Rezepte sofort einladend auf mich gewesen

Die Rezepte sind in "Leckere Kleinigkeiten", "Kuchen und Torten" und "Brot und Quiche" unterteilt. Hier stößt man auf bekannte Klassiker wie Muffins, Chocolate Cookies, Nussecken, Streuselkuchen, Apfelstrudel und Quiche. Genauso jedoch auch Birnen-Hefe-Schnecken, Mangotörtchen, die nicht gebacken werden müssen, Biskuitrolle, Maronen-Vanille-Torte, Käsekuchen mit Tofu und Brotrezepte. Für fast jede Gelegenheit und Geschmack ist etwas dabei und nichts klingt so kompliziert, dass man abgeschreckt wird.
Vegan zu backen ist nicht sehr kompliziert, besonders das Ersetzen von Milch und Eiern ist einfach. Aber auch Gelatine lässt sich 1:1 durch Agar-Agar ersetzen. Sowieso ist dies das Angenehme an Nicole Justs Backbuch: Dass sie keine Ersatzprodukte verwendet, die man nur schwer bekommen kann oder die kaum erschwinglich sind. Sojamehl als Ersatz für Ei ist sicherlich auch für Leser interessant, die nicht vegan leben, weil es im Vergleich zu Eiern günstiger und ergiebiger ist. In den Klappen des Buches finden sich Tipps zum Ersetzen von Eiern, Butter, Kuhmilch und Sahne sowie Dekotipps und eine Auflistung von veganen Spezialzutaten. Am Ende des Buches steuert Nicole Just außerdem nochmal zwei Rezepte zu der übrigen Sammlung hinzu und verrät, wie man Mandelmilch und Cashewnusskäse selbst machen kann.
Die Rezepte sind einfach beschrieben und präzise, gleichzeitig aber auch nicht zu knapp. An die Zutatenliste sind Angaben zu Zubereitungsdauer, Kalorienzahl (die man trotz veganer Zutaten manchmal nicht zu genau ansehen sollte ...) und Nährstoffzusammensetzung angehängt.
Am Anfang des Backbuchs sind außerdem Grundrezepte für Rührteig, Hefeteig und Quicheteig versammelt, die in genauen Schritt-für-Schritt-Anleitungen Bild für Bild erklären, wie man die Teige zubereitet. Sie kann man gut als Grundlage für eigene Rezepte und Ideen hernehmen.

(c) Frau von Saltkrokan
Getestet habe ich bisher die Rezepte der "Triple-Chocolate-Cookies", der Buchteln mit Pflaumen, der schwedischen Apfeltorte und des Pizzabrots mit Kräutern. Das waren vielleicht nicht gerade die "vegansten" Rezepte, da vor allem die Buchteln und das Pizzabrot auch ursprünglich schon vegan sind, da beides aus Hefeteig besteht. Bei den Cookies muss man besonders auf die Schokolade achten: Auch Zartbitterschokolade ist oft nicht vegan und erst dachte ich, es würde nicht sehr einfach werden, die Schokotropfen in der veganen Version zu finden, aber voilà - sogar beim Discounter findet man vegane Schokotropfen! In der schwedischen Apfeltorte wird Agar-Agar (oder auch Agartine) verwendet statt Gelatine. Aber auch hier ist die Handhabung denkbar einfach und unterscheidet sich nicht von der des nicht-pflanzlichen Produkts. Und lecker sind die Sachen auch!

"Vegan backen" ist ein schönes Backbuch, das zeigt, dass vegan backen keine Hexerei ist und jeder es ohne große Mühe kann. Die Rezepte könnten, abgesehen von den veganen Alternativen, in jedem "normalen" Backbuch stehen und verlangen keine exotischen Zutaten oder bestehen aus Bioprodukten wie besonderen Mehlen oder Gewürzen. Auch sonst sind die Rezepte nicht außerordentlich raffiniert - was in diesem Fall absolut positiv gemeint ist, da man sie problemlos nachbacken kann, ohne eine Konditorausbildung abgeschlossen zu haben.


GU. Klappenbroschur. 64 Seiten. ISBN: 9783833833373. 7,99 €.
Ich danke dem GU Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar!