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Samstag, 15. Juni 2013

Nussecken - oder: Sünde mit Butter und Zucker

(c) Frau von Saltkrokan
Vor ein paar Wochen gelüstete es M. nach Nussecken und ich kaufte ihm eine beim Bäcker. Die hat die Gelüste zwar einigermaßen gestillt, aber wirklich glücklich gemacht hat sie nicht. Sie hat kaum nach Nuss geschmeckt, was ja schon an sich absurd ist und war auch nicht so groß wie man es sich erwartet (Ich kann es bezeugen, ich habe nämlich auch probiert). Die zweite Nussecke von einem anderen Bäcker war nicht zufriedenstellender. Also blieb nur noch eins: Selbst backen! Habe ich noch nie gemacht und selbst gegessen hatte ich Nussecken auch schon seit Jahren nicht mehr (wegen oben im Titel genannter Butter-Zucker-Sünde-Kombination), aber bei chefkoch.de machte ich mich auf die Suche nach einem guten Rezept.
Die meisten hatten endlos lange Zutatenlisten und oftmals so etwas wie "Aprikosenkonfitüre" dabei stehen ... Okaaaaay ... Nein ... Muss nicht ... Dann fand ich aber ein Rezept, das nach ausgiebiger Kostprobe bestanden hat und deswegen bedenkenlos mit euch geteilt werden kann.

Für ein Blech benötigt ihr:

Für den Boden

270g Mehl
80g gemahlene Haselnüsse
70g Zucker
1 Ei
165 g weiche Butter
4 EL Sahne (zum Bestreichen des Bodens)

Für den Belag

165g Zucker
4 EL Honig
135g Butter
100g gehackte Mandeln
200g gehackte Haselnüsse
1 Päckchen Zartbitterkuvertüre

Die Zutaten (abgesehen von der Sahne) für den Boden miteinander vermischen und zu einem Knetteig verarbeiten. Ungefähr eine halbe Stunde kalt stellen (Geht bei der Hitze momentan und Südseite nur nicht so gut ...).
Den Teig auf einem eingefetteten Backblech oder in einer eckigen Springform ausrollen und mit der Sahne bestreichen.

Für den Belag den Zucker, den Honig und die Butter in einem Topf erwärmen bis alles geschmolzen und eine zähe Masse entstanden ist. Die Nüsse unterrühren und die Masse auf dem Boden verteilen. Bei ca. 200 Grad eine Viertelstunde/zwanzig Minuten backen.
Den "Kuchen" in Dreiecke schneiden, wenn er noch warm ist und die Kanten nach dem Erkalten mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen.

Im Sommer bewahrt man die Nussecken am besten im Kühlschrank auf, weil die Kuvertüre sonst wieder schmilzt.

Freitag, 7. Juni 2013

[Immer schon mal] Eis selbst machen: Schokoladeneis mit Fleur de Sel

(c) Frau von Saltkrokan
Das Projekt, Eis selbst zu machen, konnte vor zwei Wochen starten: Eine Eismaschine zog bei uns ein. Es handelt sich hierbei erst einmal um ein günstiges Modell vom Discounter, immerhin sind wir Anfänger und wollten nicht sofort Unsummen für ein Gerät ausgeben, das dann am Ende im Schrank vor sich hin dümpelt.
Das erste selbstgemachte Eis (Erdnussbutter mit Schokostückchen und Erdnüssen) war allerdings leider ein Reinfall, weil es fast nichts von Eis hatte, mehr von einer Creme und auch nicht süß genug war, aber wir geben ja nicht auf! Das zweite Eis (Erdbeer-Joghurt) machte ich, als M. auf der Arbeit war, und ich muss sagen, es war gar nicht so leicht, ihm es nicht sofort wegzuessen! Sehr cremig, sehr lecker und durch die Sahne auch nicht "zu" leicht. Wenn man Eis in der Eismaschine macht, muss die Grundmasse einigermaßen Fett haben, jedenfalls habe ich aufgrund von Rezeptrecherche den Eindruck, dass die meisten Rezepte irgendetwas beinhalten, dass Fett beisteuert - meistens Sahne. 

Nun aber zum titelgebenden Eis: Als das Erdbeereis aufgegessen war (Ich schwöre, ich habe es nicht alleine verputzt!), musste sofort Nachschub her und es traf sich wunderbar, dass am Tag vorher das Ben&Jerry's-Kochbuch per Post bei uns eintrudelte. Das einfachste Eis, für das wir auch noch alle Zutaten da hatten, war Schokoladeneis und so versuchte ich mich leicht abgewandelt daran:

ca. 100 g Zartbitterschokolade
(Soja)Milch nach Gefühl
2 Eier
Zucker nach Gefühl
200 ml Schlagsahne
Vanille-Extrakt
1 Prise Fleur de Sel

Die Zartbitterschokolade in einem Topf schmelzen (Gerne auch im Wasserbad, da mir das aber immer zu viel dreckiges Geschirr gibt, schmelze ich die Schokolade auf der untersten Stufe). Wenn die Schokolade geschmolzen ist, nach und nach Milch hinzugeben und rühren, bis eine glatte Masse entstanden ist.
Anschließend zwei Eier aufschlagen und mit dem Zucker (Ich schätze, bei mir waren es ca. 100 bis 150 g) schaumig rühren. Die Sahne und den Vanille-Extrakt hinzuführen und die Schokoladenmasse unterrühren.
Zum Schluss die Prise Fleur de Sel hinzufügen.
Die Masse dann laut Bedienungsanleitung der Eismaschine behandeln, bei unserer muss man die Eisgrundmasse beispielsweise ca. vier Stunden kühl stellen. Nach dieser Zeit die Masse zügig in die bereits eingeschaltete und arbeitende Eismaschine füllen und so lange rühren lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (Hier waren es ca. dreißig Minuten).

Wie viel Eis am Ende dabei herauskam, kann ich leider nicht sagen, es war in jedem Fall deutlich weniger als beim Erdbeereis.
Bis jetzt bin ich mit der Eismaschine ganz zufrieden, allerdings friert noch immer ein großer Teil der Eismasse an den Innenwänden fest, so dass das Eis dort sehr fest wird, während es innen bereits cremig genug ist. Das müssen wir noch üben, denke ich. Besonders toll ist natürlich, dass man sein Eis so machen möchte, wie man will und nicht das nehmen muss, was der Supermarkt hergibt.
Vom Geschmack her erinnerte das Eis eher an Mousse au chocolat denn an handelsübliches Schokoladeneis und ich glaube, mit dem Fleur de Sel hätte ich ruhig noch etwas mutiger sein können. Aber dennoch sehr lecker und empfehlenswert!

Als nächstes möchte ich ein Sorbet ausprobieren - ich halte euch auf dem Laufenden - und bin euch bis dahin für Rezepttipps sehr dankbar!


Dienstag, 19. Februar 2013

[Kuchengelage] Notfallmuffins mit Äpfeln, Marzipan und Zimt

(c) Frau von Saltkrokan

Diese Woche war ich mit Backen für das Kuchengelage an der Reihe [Der Bericht vom ersten Rezept folgt übrigens noch] und nachdem ich die Quarkbällchen, die ich dafür geplant hatte, vollkommen verhunzt hatte, wollte ich einen Hefezopf machen. Da ich durch die Masterarbeit momentan aber vollkommen verkopft und durch den Wind bin, hatte ich am Samstag keine Nerven dafür. Und was backe ich, wenn ich nicht groß denken mag? Muffins. Denn die gehen immer, auch ohne Rezept. Am Ende wurden es die typischen Rum-Fort-Muffins: Alles was so herumlag und weg musste, kam rein (naja, nicht alles, ihr wisst schon, wie ich das meine ...). Da ich ohne irgendein Rezept oder irgendwelche Mengenangaben gebacken habe, hier die Pi mal Daumen-Version:

Für 12 Muffins braucht ihr:
3 Eier
Zucker nach Belieben
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Päckchen Backpulver
ungefähr 200 g Mehl Pi mal Daumen
Milch, genügend zum Glattrühren
vier Müssen-weg-Äpfel
1 Päckchen Marzipanrohmasse
Zimt nach Belieben
Puderzucker zum Verzieren

Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillinzucker schaumig rühren. Die Marzipanrohmasse in Stückchen dazugeben und so gut es geht glatt rühren. Dann das Backpulver und das Mehl dazu, mit der Milch glatt rühren. Die Äpfel schälen und in möglichst kleine Stücke schneiden und mit dem Teig verühren. Mit dem Zimt nach Belieben abschmecken. In eine Muffinform Papier- oder Silikonförmchen geben und mit dem Teig befüllen. Pi mal Daumen im Ofen backen bis die Muffins goldbraun und gar sind (Stäbchenprobe!). Nach Belieben mit Puderzucker und/oder Zimt verzieren.

Dienstag, 12. Februar 2013

Sesam-Leinsamen-Brot - oder: Mein erstes selbstgebackenes Brot

(c) Frau von Saltkrokan
Natürlich habe ich schon mal Brot selbst gebacken, aber bisher beschränkten sich meine Ausflüge in diese Selbstmach-Gefilde auf Fertigbackmischungen, von denen ich jetzt weiß: Kann man machen, ist aber letzten Endes genauso widernatürlich wie diese Fertig-Nudel-Beutel, die man nur noch fünf Minuten mit Wasser aufkochen muss.
Aber so richtiges Brot selbst backen, das wollte ich schon immer mal, aber es erschien mir immer so mühsam und langwierig. Das richtige Rezept für dieses Vorhaben habe ich dann aber drüben bei Arne gefunden, den ich sehr gerne lese und der immer tolle Rezepte bloggt.
Unter Zuhilfenahme starker Männerarme habe ich nicht mal eine Küchenmaschine gebraucht (An dieser Stelle gebe ich offen zu: Ich hätte es auch selbst gekonnt, habe aber liebend gerne Hilfe angenommen, weil der Muskelkater mir immer noch die Arme schwer machte). 
Langwierig ist das Brotbacken aber auch mit diesem tollen Rezept, insgesamt hat man praktisch den ganzen Tag damit zu tun. Für die Wartezeiten kann ich eine heiß geliebte Serie auf DVD empfehlen, in unserem Falle die zweite Staffel von "True Blood".

(c) Frau von Saltkrokan
Für zwei kleine Brote à ca. 440 g braucht ihr:
Für den Vorteig: 
100 g Weizenmehl (ich hatte nur Type 405 da, ging prima)
65 g Wasser
2 g frische Hefe
2 g Salz

Für den Teig:
445 g Weizenmehl
310 g Wasser
9 g Salz
4 g frische Hefe
5 g Agavendicksaft
den Vorteig (aka Pâte Fermentée)
25 g Sesam
25 g Leinsamen





Die Zutaten für den Vorteig gut miteinander vermischen und abgedeckt für eine Stunde stehen lassen. Anschließend ca. acht Stunden ab damit in den Kühlschrank (Da ich das Brot für Sonntagmorgen fertig backen wollte, kam der Vorteig über Tag in den Kühlschrank, über Nacht bietet sich ansonsten natürlich an).
Für den "Hauptteig" Mehl und Wasser verkneten und ca. eine Viertelstunde stehen lassen. Hefe, Agavendicksaft, Salz und den Vorteig dazugeben und mit der Küchenmaschine vom Mann ein paar Minuten lang durchkneten lassen.
Zum Schluss nach und nach Sesam und Leinsamen in den Teig einkneten. Den Teig abgedeckt für eine Dreiviertelstunde an einem warmen Ort gehen lassen, dann einmal falten (Dazu den Teig erst flach drücken und zusammenfalten), und anschließend wieder eine Dreiviertelstunde gehen lassen.
Teig in zwei Teile teilen, in die gewünschte Form formen und eine Viertelstunde ruhen lassen. Die Oberfläche mit etwas Wasser befeuchten und mit Sesam und Leinsam bestreuen. Noch mal für eine Stunde gehen lassen. (Hier fällt mir auf: Das habe ich mir gespart, weil ich es überlesen hatte, das Brot schmeckt dennoch wunderbar).
Ofen auf 220°C vorheizen und die Brote vierzig Minuten lang backen und dabei den Duft genießen - herrlich!

Samstag, 2. Februar 2013

Om Om Veggie-Burger

(c) Frau von Saltkrokan

Wer Tarantino-Filme mag, kennt auch den "Big Kahuna"-Burger. Bei chefkoch.de hat sich jemand die Mühe gemacht und diesen Burger nachgemacht. Das wollten wir dann auch, aber leider hatte ich Volldepp beim Einkauf die Ananas vergessen, so dass wir (Nachdem ich auch kurzerhand die dazugehörige Sauce als zu kalorienlastig erklärt hatte) einfach nur Burger ohne "Big Kahuna" gemacht haben. Für mich natürlich in der Veggie-Variante mit Gemüseburgern vom Discounter. Dazu gab es selbstgemachte Pommes.

Für zwei mordsgroße Burger braucht ihr: 
zwei Burgerbrötchen 
eine Packung Gemüseburger
eine Tomate
zwei Blätter Salat nach Belieben
ein paar Scheiben Zwiebeln
zwei Scheiben Schmelzkäse (in unserem Fall Cheddar)
Senf, Ketchup und/oder BBQ-Sauce

Die Gemüseburger nach Packungsanleitung zubereiten (zu Burgern formen, die so groß sind wie die Burgerbrötchen). Wenn die Burger fertig sind, jeweils eine Scheibe Käse darauf legen.
Die Burgerbrötchen, wenn man möchte, im Ofen angrillen, und dann die eine Hälfte mit Senf und BBQ-Sauce und die andere mit Ketchup bestreichen. Auf die untere Hälfte ein Blatt Salat und die Zwiebeln darauf legen, dann den Gemüseburger, die Tomaten und die obere Brötchenhälfte - voilà, der Big Kahuna Om Om Veggie-Burger ist fertig!

Falls euch noch interessiert, wie wir die Pommes gemacht haben:
Kartoffeln schälen und in schmale Streifen schneiden (Breite je nach Geschmack, unsere waren etwas breiter). Zum Würzen habe ich vom Gewürzehändler meines Vertrauens eine Pommes-Gewürzmischung genommen, aber ihr könnt auch etwas edelsüßes Paprikapulver, Salz und Pfeffer miteinander mischen, mit einem bis zwei Esslöffel Olivenöl glatt rühren, über die Pommes geben und diese gut durchmengen. Auf einem Backblech verteilen und bei ca. 200 °C für ca. eine halbe Stunde im Ofen backen.

Montag, 28. Januar 2013

Das Kuchengelage - oder: "Dann sollen sie eben Kuchen essen!"

(c) Frau von Saltkrokan
Der M. und ich, wir haben dem Schweinehund ja den Krieg erklärt. Allerdings wollen wir nicht den Weg des Hardcore-Fastens einschlagen, dafür sind wir beide viel zu sehr Genussmenschen und noch dazu Süßmäuler. Als mein Blick am Samstag, als wir wartenderweise im Bahnhofsbuch/zeitschriftenhandel herumwanderten, an der neuen "Lecker Bakery" kleben blieb und wir kurz durchblätterten, war es um uns geschehen: Die Zeitschrift musste mit! Irgendwann kam die Idee auf, uns - analog zum Bekochen - gegenseitig mit diesen leckeren Todsünde-Rezepten zu "bebacken" und das Gerangel um die Rezepte ging los. Doch wir konnten uns einigen und die grünen Post-its sind nun die seinen, die pinkfarbenen die meinen. 

Wie das zum Projekt Schweinehund passt? Nun, ich hatte angeregt, dass man doch eventuell Süßes nun selbst zubereiten könne statt es zu kaufen. Erstens kommen wir damit wieder mehr zum backen und zweitens hat man eine gewisse Mühe und schätzt das Süße wieder mehr wert. Wir werden also ab sofort wöchentlich (? Die Regelmäßigkeit wird noch diskutiert) abwechselnd backen was das Zeug hält. Zur Auswahl stehen neunzehn Rezepte; das ungerade überhängende hat einen pinkfarbenen Post-it bekommen. Zwischendrin werden sicherlich auch mal altbekannte und heiß geliebte Rezepte oder ganz andere neue zum Zuge kommen, aber das Kuchengelage, das erhält seinen Input aus der Zeitschrift. Und nun, ganz nach (nicht) Marie Antoinette: "Dann sollen sie eben Kuchen essen!"

Sonntag, 20. Januar 2013

Wochenrückblick 14.01.-20.01.

(c) Frau von Saltkrokan

Umsorgt worden. Chucks gekauft. Auf seltsame Menschen getroffen. Zum ersten Mal auf Automatik fahren wollen und erbärmlich gescheitert. Im Schnee versunken und fast ausgerutscht. Rotkohlsalat gemacht. Mit einer lieben Freundin telefoniert. Den Trailer zu "Stirb langsam 5" gesehen und ein Date für den Valentinstag ausgemacht. Den neuen Tarantino gesehen und in Gedanken schon die Blu-ray vorbestellt. Bei "Game of Thrones" eingeschlafen (Asche auf mein Haupt ...). Von meinen Plänen für den Sommer erzählt. Gefroren. Meine Masterarbeit vor dem hohen Gericht vorgestellt. Wunderbar bekocht worden. Mal wieder festgestellt, dass ich kichernde, kreischende Weiber einfach nicht ausstehen kann. Den Keller entrümpelt. Chucks umgetauscht (doch eine halbe Nummer zu klein). Gefroren, während ich auf die verspätete Bahn warten musste. Mangolassi selbst gemacht. Ein Ärzte-Konzert auf DVD angeschaut. Den Mann à la Jamie Oliver bekocht und nach ewiger Zeit mal wieder Pudding gegessen. Den Abend mit Sookie und Bill verbracht <3. Den inneren Schweinehund bekämpft und schwimmen gewesen. Über den frisch gefallenen Schnee gefreut. Entsetzt über die Kalorienzahl eines Caffe Latte bei Starbucks gewesen. Den Montag durchgeplant. Gedanken über die Recherchereise gemacht.

Dienstag, 8. Januar 2013

[WIP] "Jeder liebt ein Mädchen, das strickt" - oder: Loop für M.

(c) Frau von Saltkrokan
"Jeder liebt ein Mädchen, das strickt" lautet die Aufschrift einer Postkarte, die ich mir letztens gekauft habe und getreu diesem Motto habe ich mich an einen Schal für den Freund gemacht. Ich werde ihn übrigens ab sofort einfach "M." nennen - das ist zwar bei Alexandra Reinwarth geklaut, die ihren Lebensgefährten "L." nennt, aber sie möge mir das Plagiat verzeihen.
Ich stricke M. nun also einen Schal - einen Rundschal, um genau zu sein, einen sogenannten "Loop". Der Einfachheit halber ganz normal geradeaus, am Ende wird dann zusammengenäht. Da das Muster zwar schön aber auf Dauer langweilig ist, habe ich mich spontan dazu entschlossen, mehrere Muster abzuwechseln. Leider ist nun der Teil, den ich nur einfach rechts gestrickt habe, breiter als der Musterteil. Ich hoffe aber, dass sich das gibt, wenn ich wieder ein zweites Muster anfange. Das Foto zeigt übrigens erst mal nur den ersten Musterteil, vom Rest habe ich aufgrund akuter Dunkelheit kein gescheites Foto hinbekommen.
Die Wolle hat Muttern hier bestellt, es handelt sich um eine sehr dünne Wolle aus hundert Prozent Alpaca, die sehr ergiebig ist. Mit dünner Wolle habe ich es ja nicht so, dicke Wolle befriedigt mich beim Stricken mehr, so dass ich stundenlang stricken könnte, eben auch, weil man schnell Ergebnisse sieht. Bei dünner Wolle komme ich immer irgendwann an einen Punkt, wo ich die Nerven verliere und das Strickzeug ruhen lassen muss. Mal sehen, wie es dieses Mal sein wird ...

Donnerstag, 20. September 2012

Vegan Wednesday - das erste Mal


Durch gourmande bin ich auf den Vegan Wednesday gestoßen, komme allerdings erst diese Woche dazu, mich damit auseinander zu setzen und es anzupacken.
In den letzten Wochen merkte ich immer mehr, dass vegane Ernährung gar nicht soooo schwer ist wie ich immer dachte. Diese Aktion ist für mich ein toller Anlass, einen weiteren Schritt in diese Richtung zu tun. In den eigenen vier Wänden habe ich Milch und Joghurt durch die pflanzlichen Alternativen ersetzt und selbst Käse esse ich nicht mehr so oft auf dem Brot wie früher. Dennoch stehe ich weiterhin sehr auf solche Sachen wie Parmesan oder Feta. Und Ziegenkäse, mein Laster.
Für das erste Mal hat es schon viel Spaß gemacht, einen kompletten Tag vegan zu leben, aber das Obst und das Gemüse kamen ein wenig zu kurz ...
Die Beiträge sammelt diesmal Cara ein.

Morgens gab es Pancakes mit Ahornsirup und Erdbeer-Quittenmarmelade. Dazu Früchtetee.
Mittags ein kleiner Snack: Möhrensalat mit Soja-Joghurt und Brot mit Auberginen-Streichcreme und Paprika.
Abends gab es Lauch-Apfel-Suppe mit Sojasahne. Rezept kommt demnächst!
Zum Abschluss des Tages für die Süßgelüsste einen Kakao und Vanille-Pudding.

Dienstag, 18. September 2012

Kürbis-Curry

(c) Frau von Saltkrokan

Eigentlich bin ich nicht so wild auf Kürbis wie so manche/r Food-Blogger/in (jedenfalls habe ich so den Eindruck). Ich finde Kürbis ganz lecker, aber es ist bei weitem nicht mein Lieblingsgemüse. Dennoch muss ich einfach regelmäßig Kürbis essen, ich versuche immer neue Rezepte. Dieses habe ich in der letzten (?) Ausgabe der "köstlich vegetarisch" entdeckt und ein wenig abgewandelt.

Die Mengenangaben sind mal wieder sehr Pi mal Daumen, für zwei Portionen:

1/2 Hokkaido-Kürbis
1 rote und 1 gelbe Paprika
2 Handvoll Staudensellerie
1 Knoblauchzehe
Paprika, edelsüß
Chiliflocken
1 Prise Zimt
Salz, Pfeffer
Öl zum Braten

dazu Reis

Das Gemüse in Würfel schneiden, den Knoblauch hacken und in einer Pfanne anbraten, das Gemüse dazu, mit den Gewürzen abschmecken. Mit Wasser ablöschen und weich kochen. 

Donnerstag, 6. September 2012

[WIP] XL-Schal

(c) Frau von Saltkrokan

Nachdem ich meine erste Mütze gestrickt hatte, ist eine leichte Strickflaute über mich hereingebrochen. Von der restlichen Wolle habe ich ein Stirnband gestrickt, aber sonst bin ich immer noch an meinem XL-Schal, der bei den heißen Temperaturen der letzten Wochen ruhen musste. Schurwolle ist viel zu warm, um sie bei über 30 Grad zu stricken ...

(c) Frau von Saltkrokan
Die Wolle hatte ich günstig bei Wolle Rödel bekommen, das Knäuel nur 1,25. Und da ich den Schal bis auf Knielänge stricken wollte, brauchte ich einen ganzen Haufen Wolle ;-) Der Schal hat nur fünfundzwanzig Maschen Breite und weil die Wolle relativ dick ist (Ich stricke mit 8er Nadeln), lässt er sich auch schnell stricken - trotz Überlänge. Aber wie gesagt, bei tropischen Temperaturen zieht sich so ein Projekt dann mal gerne in die Länge ...

Ich hoffe, dass ich jetzt bald neue Projekte anfangen kann, denn die Wolle liegt schon bereit: für ein paar Stulpen, für eine zweite Mütze, für zwei Tücher und ein Weihnachtsgeschenk. Es gibt also theoretisch genug zu tun!


Edit:
"Game of Thrones" sei Dank habe ich den Schal beendet. Er ist jetzt eher XXL und reicht fast bis zu den Fußgelenken.

Donnerstag, 16. August 2012

[WIP] Meine erste Mütze ist fertig!

(c) Frau von Saltkrokan
Schon lange gab es kein "WIP" mehr von mir, weil ich einfach nicht die Muße dazu hatte und meine Projekte mir nicht sehr aufregend erschienen. A propos aufregend: Für dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, etwas anderes als einen Schal stricken zu lernen. Schals zu stricken macht mir zwar Spaß, aber selbst wenn man anspruchsvollere Muster nimmt, ist es auf Dauer irgendwann auch mal langweilig. Seit ich letzten August mit Stricken begonnen habe, habe ich sieben oder acht Schals gestrickt - und irgendwann reicht das auch mal ... 
Das Erste, was ich jetzt in Angriff genommen hatte, war eine Mütze und das tolle ist, dass es wirklich überhaupt nicht lange dauert bis man sie fertig gestrickt hat! Gestern Abend hatte ich dann keine Ruhe und habe sie beendet, wobei ich mit dem Abschluss ein wenig überfordert war. Insgesamt hat es aber Spaß gemacht, mal etwas Neues zu lernen und mich etwas weiter zu entwickeln. Übrigens habe ich wohl einen typischen Anfängerfehler gemacht: Die Maschen zwischen den Nadeln waren viel zu breit gezogen - hat eine der Strickerinnen unter euch einen Tipp, wie man das am besten vermeiden kann?

Übrigens: Letzte Woche habe ich mich endlich bei Ravelry angemeldet und am Dienstag war ich zum ersten Mal beim Stricktreff der ortsansässigen Ravelry-Gruppe mit dabei und es war toll! Besonders, den Anderen beim Stricken zuzusehen, die alle schon viel länger stricken als ich. Ich werde auf jeden Fall öfters hingehen, weil alle auch sehr nett waren und mir direkt bei einem Projekt geholfen haben. Verraten wird davon erst einmal nichts, weil es ein Geheimprojekt ist.

Entschuldigt die schlechten Bilder, aber leider war es mir nicht möglich, die Mütze nett zu fotografieren ... Das muss ich wohl noch genauso üben wie das Stricken selbst ...

Dienstag, 3. Juli 2012

Die Immer-schon-Mal-Liste

(c) Frau von Saltkrokan

Gerade lesen irgendwie mal wieder mehrere Blogger/innen das gleiche Buch: "Sachen machen" von Isabel Bogdan. Erst dachte ich, es sei ein ähnliches Buch wie "Hab ich selbst gemacht" von Susanne Klingner, aber es geht wohl eher in die Teilnehmen-Ecke, also solche Sachen wie Yoga, Boot fahren etc. Die Auswahl fand ich anhand des Inhaltsverzeichnisses einigermaßen unspektakulär. Dennoch fiel mir wieder etwas ein: Eine liebe Freundin von mir (meine liebste Wienerin) hat mal mit einer Freundin eine "Before 30"-Liste erstellt, mit allen möglichen Sachen, die sie machen wollen, bevor sie dreißig werden. Das Zweite, was mir in den Sinn kam, war Mirkas "101 Dinge in 1001 Tagen"-Liste (von der ich auch ein paar Punkte übernommen habe).
Und dann dachte ich: Das wollte ich auch schon immer mal, aber ich war immer zu feige. Das wäre dann so etwas, das mich eines Tages daran erinnert, was ich alles nicht gemacht habe (Ihr erinnert euch, das halb leere Glas?). Da aber einige Veränderungen hinter mir und einige vor mir liegen, will ich es wagen und mir jetzt auch so eine Liste machen. Die einzelnen Punkte müssen nicht realistisch sein und ich muss auch nicht alles stumpf abarbeiten. Diese Liste soll mich auch an meine Herzenswünsche erinnern. An jene Sachen, die mir mal durch den Kopf gegangen sind, die mich nicht mehr los lassen. 
Diese Liste werde ich auch ins Menü stellen und ständig überarbeiten und erweitern.

01. Einmal im Leben nach Neuseeland, Japan, Schweden und Island.
02. Wieder mit dem Reiten anfangen.
03. Eine Bibliothek besitzen.
04. Eine Rundreise mit dem Auto oder Motorrad machen.
05. Auf dem Flohmarkt Sachen verkaufen.
06. Silvester in Paris feiern.
07. Einen Pullover stricken.
08. Aus der Kirche austreten.
09. Einen eigenen Garten haben.
10. Oder Gemüse auf dem Balkon anpflanzen.
11. Hühner halten.
12. Einen Tag lang im Café sitzen.
13. Pilates und Yoga ausprobieren.
14. Endlich ein Tattoo stechen lassen.
15. Eine krasse Typveränderung.
16. Abnehmen.
17. In Berlin leben.
18. Die Bibel lesen.
19. Selbst Marmelade kochen.
20. Einen eBook-Reader anschaffen.
21. Für längere Zeit vegan leben.
22. Ferien am Meer machen.
23. Zum Pferderennen gehen und wetten.
24. In die Oper und/oder ins Ballett gehen.
25. Einen ganzen Tag im Museum verbringen.
26. Tauchen.
27. In einen Tabledance-Club gehen.
28. Selbst vegane Würstchen machen.
29. Alle Romane von John Irving lesen (3/13).
30. Per Interrail reisen.
31. Eine Katze haben.
32. Und/oder einen Hund.
33. Türkisch/Polnisch/Niederländisch/Japanisch/Isländisch lernen.
34. An einem Auto oder Motorrad schrauben.
35. Eine Schiffsreise unternehmen.

...


Mittwoch, 11. April 2012

Heeeefezopf, ich hab nen Heeeeefezopf!


Hefezopf, so ein Osterding, das ich aber das ganze Jahr über essen kann. Ich finde, ein guter Hefezopf braucht eigentlich sonst nichts, man kann ihn wie Kuchen essen. Höchstens bisschen Margarine (ich esse ja keine Butter) drauf und ich bin im siebten Himmel. Da brauche ich dann auch keinen Kuchen oder sonst was.

Das Rezept habe ich aus der "köstlich vegetarisch" (Ausgabe 2/2012), habe aber nur die gute Hälfte von den Zutaten genommen, Pi mal Daumen:
200 g Weizenvollkornmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
ca. 150 ml lauwarme Milch
ca. 50 g Margarine
2 Eier
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz

für die Glasur:
1 Eigelb
1 Prise Zucker
2 EL Hagelzucker

Das Mehl in eine Schüsselgeben, die Hefe dazu und mit der lauwarmen Milch verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Margarine, Eier, Zucker, Vanillinzucker, Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. 
Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat. 

Für die Glasur 1 Eigelb mit einer Prise Salz und dem Zucker verquirlen. 
Den Teig noch mal gut durchkneten und in drei gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einer Rolle formen und die drei Rollen zu einem Zopf flechten. Die Enden gut zusammendrücken. (Das nochmalige Gehenlassen hatte ich vergessen - und es hat trotzdem gut geklappt). Auf das mit Backpapier belegte Backblech legen, mit dem Eigelb bestreichen und den Hagelzucker drüberstreuen. 
Goldbraun backen und genießen!

Sonntag, 25. März 2012

Frühstücken wie ein Kaiser II


 Heute gab es zum Frühstück Hirsebrei. Es gibt ja viele, die Brei an sich nicht mögen, was ich persönlich absolut nicht verstehen kann - ich liebe Brei. Am liebsten warm, das schmeichelt dem Magen. Als Grundlage oder besser gesagt als Inspiration diente mir dieses Rezept bei chefkoch.de
Meine Variante sah so aus:

60g Hirse (von Alnatura)
ca. 350 ml Sojadrink
1 EL getrocknete Cranberries
1 Apfel
1 Päckchen Vanillinzucker
Zimt nach Belieben

Die Hirse mit dem Sojadrink und den Cranberries aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen - Achtung! Rühren nicht vergessen, sonst brennt es an. Den Apfel reinschneiden, wenn die Flüssigkeit fast weg ist und u.U. bisschen Flüssigkeit nachgießen. Mit dem Zucker und dem Zimt abschmecken.

Rosinen mag ich nicht so und am Morgen muss es auch nicht so süß sein, aber leider hatte ich keine pure Vanille (so wie im Rezept) da. Zimt muss für mich bei so was aus Prinzip rein und der Apfel hat das Ganze auch noch mal bisschen aufgepeppt.

Übrigens, wer jetzt Angst hat, ich schreibe künftig nur noch begeistert über Frühstück, dem sei gesagt: Keine Sorge, es kommt bald sicherlich auch wieder etwas anderes ;-)

Sonntag, 18. März 2012

Frühstücken wie ein Kaiser I


Da man ja frühstücken soll wie ein Kaiser (und Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettelmann), habe ich mir heute mal etwas Besonderes gegönnt. Weil ja Sonntag ist und ich schön viel Zeit hatte: Pancakes mit Ahornsirup. Das Rezept ist von gourmande, allerdings hatte ich keinen Naturjoghurt daheim und habe stattdessen "Sojaghurt" genommen.
Die Pancakes sind sehr fluffig geworden und mit dem Ahornsirup herrlich lecker - das gibt es sicherlich wieder mal!

Inspiriert von gourmande wird es auf meinem Blog vielleicht jetzt öfters mal Beiträge unter der Kategorie "Frühstücken wie ein Kaiser" geben.

Samstag, 3. März 2012

Selbstgemacht: Mett ohne Tier

Bevor ich auf Fleisch verzichtete, habe ich ab und an auch gerne mal Mett gegessen oder rohe Bratwurst auf einem Brötchen, das machen wir in unserer Familie. Die Bratwurst wird dann wie z.B. Leberwurst auf das Brötchen gestrichen. Mettbrötchen gab es in meiner Wahlheimat dann auch, Bratwurst eher weniger.
Ich habe selten Gelüste nach diesen Sachen von "früher", von "v.v." - vor vegetarisch, aber als ich bei vegan guerilla ein Rezept für veganes Mett entdeckte, musste ich es unbedingt probieren. Vor allem, weil viele Kommentare verkündeten, es schmecke täuschend echt. Und tatsächlich: Sogar als ich es noch nicht habe durchziehen lassen, schmeckte es so sehr wie Mett, dass ich es fast wieder reflexartig ausgespuckt hätte. Ich finde das faszinierend, dass man aus so wenigen und billigen Zutaten so etwas leckeres zaubern kann, das viel gesünder ist als die Fleischvariante. Man muss natürlich Mett mögen (falls man so etwas früher gegessen hat), ansonsten auf Zwiebeln und Herzhaftes stehen.

Ihr braucht:
Naturreiswaffeln (ich habe zum probieren nur 4 Stück genommen)
Wasser nach Gefühl zum Zermatschen
eine halbe Zwiebel
einen guten Esslöffel Tomatenmark
Salz, Pfeffer

Die Naturreiswaffeln zerbröseln und mit Wasser zermatschen. Ich habe nach und nach Wasser dazugegeben, weil ich es nicht abgemessen und weniger Waffeln als im Originalrezept genommen habe. 
Die halbe Zwiebel klein hacken und dazu geben, ebenso das Tomatenmark und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Alles schön vermischen. 

Sonntag, 26. Februar 2012

Waffeln mit Zimtcreme

Hier wie versprochen das Rezept für meine Frühstückswaffeln von Samstag. Das Rezept hatte ich von chefkoch, habe die Waffeln aber weniger weihnachtlich gemacht. Sie waren wirklich richtig lecker, besonders die Zimtcreme war etwas besonderes.



Für ca. fünf bis sechs Waffeln (in meiner Variante) braucht ihr:
75 g Margarine
1 Ei
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
100 g Vollkornmehl
1 TL Backpulver
Sahne, Milch (nach Gefühl)

Die Margarine mit dem Ei cremig rühren, Zucker und Vanillinzucker dazugeben und zum Schluss das Mehl und das Backpulver dazu. Mit der Sahne und der Milch (man kann auch nur Milch oder nur Sahne nehmen) zu einem glatten Teig verrühren. Das Waffeleisen einfetten und die Waffeln backen.

Für die Zimtcreme:
200 g Doppelrahmfrischkäse
2 EL Wasser
Zucker, Zimt (nach Gefühl)

Den Frischkäse mit dem Wasser glatt rühren und mit Zucker und Zimt abschmecken.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Topfenpalatschinken

Vegan gesehen der totale Obergau, denn in bei einem Topfenpalatschinken kommt einiges zusammen: Eier, Milch, Quark (österreichisch "Topfen") und saure Sahne (jedenfalls nach meinem Rezept aus dem Goldenen "Kochen!"-Buch von GU).
Meinen ersten Topfenpalatschinken aß ich in der Mensa - ja, ich musste erst zwanzig Jahre alt werden, um solch eine Köstlichkeit zu probieren. Als wir dann mal in Wien urlaubten, habe ich mir jedes Mal im Café einen Topfenpalatschinken bestellt und schwebte im siebten Himmel.
Nun habe ich mich mal selbst herangetraut, ganz nach meinem Vorsatz, Süßes so gut es geht nur noch selbst zu machen. Geschmeckt hat er ganz lecker, aber irgendwie fehlte dieses Wien-Gefühl. 

Ihr braucht für 4 Personen:

3/8 l Milch
130 g Mehl
Salz
5 Eier
100 g Margarine (oder Butter, wie im Rezept)
2 Äpfel
(50 g Rosinen, die ich weggelassen habe)
5 EL Zucker
(1/2 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone, den ich mir geschenkt habe)
250 g Magerquark
100g saure Sahne
Margarine (oder Butter) für die Form

Für die Palatschinken 1/4 l Milch mit Mehl und einer Prise Salz verrühren, zwei Eier dazugeben. Teig zehn Minuten ruhen lassen. Die Palatschinken backen.
Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden.
Eine Auflaufform einfetten. Die übrigen drei Eier trennen. Die Margarine mit zwei EL Zucker, einer Prise Salz und zwei (!) Eigelben schaumig rühren, den Quark, die saure Sahne (und die Rosinen, wenn ihr welche benutzt) einrühren. Die Eiweiße mit zwei EL Zucker steif schlagen und unterheben.
Die Äpfel und die Quarkcreme auf den Pfannkuchen verteilen und aufrollen, in die Auflaufform legen. Achtung, am besten nicht zu viel Füllung nehmen, weil die Pfannkuchen sich sonst schwer aufrollen lassen!
Die übrige Milch (125 ml) mit einem Eigelb und einem EL Zucker verrühren und die Palatschinken damit übergießen.
Im Backofen bei 200° ca. eine halbe Stunde backen.

Freitag, 27. Januar 2012

[04/52] Schoko-Orangen-Scones

Gestern war ein sehr blöder Tag für mich, also stellte ich mich um neun Uhr abends noch in die Küche und machte mich ans Backen. Die Schoko-Orangen-Scones vom kleinen Kuriositätenladen hatten es mir angetan seit ich den Blog vor ein paar Tagen entdeckt hatte und weil sie so schnell und unkompliziert gebacken werden können, entschied ich mich für dieses Rezept. Wie immer habe ich es etwas abgewandelt und habe nur die halbe Portion gebacken, zum Testen:

200 g Mehl
50 g Dinkelvollkornmehl
3 gestrichene TL Backpulver
1/2 TL Salz
2 EL Zucker
120 g Margarine
Orangen-Backaroma 
75 g Schokotropfen 
120 ml Sojadrink

Leider musste ich heute feststellen, dass meine Margarine, die ich zum Backen verwende, nicht vegan ist, sonst wären die Scones sogar vegan geworden.
Das Mehl, das Backpulver, das Salz und den Zucker vermengen, dann die Margarine unterrühren und mit dem Sojadrink zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss das Aroma und die Schokotropfen unterrühren. Den Teig rund ausrollen, ca. 2 cm dick und wie einen Kuchen in acht Teile teilen. Die einzelnen Segmente auf ein Backblech mit Backpapier legen und ca. eine Viertelstunde backen bis die Scones leicht gebräunt sind.

Mit dem Abrieb einer Orange schmecken die Scones vielleicht sogar noch besser, weil das Ganze gestern aber eine recht spontane Aktion war, hatte ich natürlich keine Bio-Orange da. Die Scones sind etwas trocken, aber so sollen Scones, glaube ich, auch sein. Normalerweise werden Scones ja mit Clotted Cream und/oder Marmelade bestrichen. Das Angenehmste an den Scones ist, dass sie nicht so furchtbar süß sind, weil nur zwei Esslöffel Zucker reinkommen. Vor allem fürs Frühstück oder zum Kaffee sind sie deswegen ideal und ich werde sicherlich noch öfters Scones backen. Einfrieren kann man sie nämlich sicherlich auch sehr gut.