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Mittwoch, 8. Mai 2013

[Lesestoff] "The Perks of Being a Wallflower" von Stephen Chbosky

(c) Frau von Saltkrokan

Damit der Kindle endlich mal wieder in Gebrauch ist, habe ich mir "The Perks of Being a Wallflower" (in der Übersetzung "Das also ist mein Leben") von Stephen Chbosky heruntergeladen. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch die gleichnamige Verfilmung mit Emma Watson (auf Deutsch allerdings "Vielleicht lieber morgen"), die ich jedoch erst nach Lektüre der Vorlage sehen möchte.
Bisher liest sich das Buch sehr nett, allerdings bin ich noch planlos, wo es hinführen wird und ich habe den Verdacht, dass es auch weiter vor sich hin plätschern wird. Es macht aber Spaß, mal ein englisches Buch zu lesen, ganz besonders, weil ich doch mehr verstehe als ich immer denke. Bisher hatte ich nie wirklich die Nerven und Ausdauer, ein englischsprachiges Buch zu lesen wie ich deutschsprachige Bücher lese und habe mich ganz gerne aufs Blättern und Vergleichen beschränkt ...

Der Roman ist in Briefform geschrieben, Briefe von Charlie an einen imaginären (?) Freund, in denen er von seinen Erlebnissen in seinem ersten High School Jahr berichtet. Charlie ist zeitweilig etwas anstrengend, weil er sehr naiv erscheint und ich mich wenig mit ihm identifizieren kann. 
"He's a wallflower."
And Bob really nodded his head. And the whole room nodded their head. And I started to feel nervous in the Bob way, but Patrick didn't let me get too nervous. He sat down next to me.
"You see things. You keep quiet about them. And you understand." (Seite 37)

Mittwoch, 10. April 2013

Ein halbes Jahr Kindle - eine Bilanz

(c) Frau von Saltkrokan

Im November letzten Jahres habe ich mir meinen Kindle gekauft. Was ist bis heute aus ihm geworden? Leider liegt er die meiste Zeit in einer Schublade und gelesen habe ich auf ihm bisher nur zwei Bücher. Das hat mehrere Gründe, erstens werde ich mich wohl nie wirklich damit anfreunden können, dass ich kein Buch zum Blättern in der Hand halte. Zweitens bin ich immer noch zu geizig, mir Bücher herunterzuladen, wenn sie fast so viel kosten wie die Buchausgabe. Mein Buchkaufverhalten hat sich außerdem geändert bzw. ich kaufe immer weniger Bücher, meist leihe ich sie mir aus oder wenn ich sie dann doch kaufe, zu reduzierten Preisen oder gebraucht. Das geht mit den eBooks leider nicht. 
Verkaufen werde ich den Kindle dennoch nicht, obwohl ich M.s Kindle mitnutzen könnte für die wenigen Male, die ich ihn doch mal gebrauchen möchte. Für meine Version bekomme ich wahrscheinlich eh nicht mehr viel Geld und da ich mir fest vorgenommen habe, mehr englische Bücher zu lesen, ist er mir dafür noch von Nutzen. Englische Bücher lese ich unter anderem nämlich auch so selten, weil ich das Papier schrecklich finde und bei englischen eBooks lohnt sich der Preisunterschied zur Printausgabe wesentlich mehr als bei den deutschen. Nur selten ist mir bisher ein Buch in der deutschen Ausgabe untergekommen, bei dem es sich gelohnt hätte, wenn ich mich für die eBook-Ausgabe entschieden hätte. Selten sind es mehr als ein, zwei Euro, die man spart - und ganz ehrlich? Dann habe ich doch lieber ein schönes Buch im Regal stehen als eine Datei auf dem Kindle. Ich finde, was das angeht, müssen die deutschen Verlage noch einiges tun, um attraktiver für die Leser zu werden.

Samstag, 10. November 2012

Mein neuer Mitbewohner: Der Kindle.

(c) Frau von Saltkrokan

Jahrelang habe ich geschimpft, der ebook-Reader sei der Untergang der Buchkultur. Aber insgeheim war ich ja doch neugierig. Manchmal bin ich in Buchhandelsketten um einen herumgeschlichen, hab sie in die Hand genommen, am Ende war mir das Ganze aber immer zu steril, zu "unpapierig". Einmal konnte ich auch ein Billig-Gerät testen und war gar nicht angetan.
Dann habe ich mich im weiten weiten Internet mal umgeschaut, was es so gibt - und bin unweigerlich auch bei Amazon gelandet. E-Ink und so, tolle Sache. Kein normales Bildschirmgestarre mehr, dafür halt auch kein Licht. Leider auch eigenes Dateienformat, also nichts mit sonst wo kaufen. Lebenslange Zwangsbindung an Amazon, die ich eh immer schon vorausgesehen hatte. Doch die Zweifel wurden von den Vorteilen tot geschrien: Kostenlose Klassiker! Riesenvorteil für jemanden, der sich bald "Master of Arts" in Germanistik schimpft. Dann englische Bücher, die ich wahrscheinlich mehr lesen würde, wenn das Papier der Buchausgaben nicht immer so himmelschreiend schlecht wäre. Bei anderen Anbietern gibt es zwar inzwischen vergleichbare Geräte, aber die Klassiker kosten etwas. Und mal ganz ehrlich: Manchmal ist Geiz eben doch geil.

Also bin ich letzte Woche über meinen Schatten gesprungen und habe auf "kaufen" geklickt, ganz besonders, da Amazon so nett war und den ganz einfachen Kindle um zwanzig Euro billiger angeboten hat, da war dann sogar eine Hülle drin ohne schlechtes Gewissen.
Bisher habe ich noch nicht so viel damit gelesen, weil ich noch so viele Bücher in Buchform lesen muss und - ehrlich gesagt - auch ein bisschen geizig bin, mir neue Bücher als ebook herunterzuladen, während noch so viele im Regal stehen. Klassiker sind schon eine Menge gespeichert, auch das ein oder andere englische Buch. Das Lesegefühl ist natürlich für einen Buchmenschen erst einmal sehr ungewohnt, aber das gibt sich irgendwann, wenn man es als eine eigenständige Sache akzeptiert und es nicht auf Biegen und Brechen zu vergleichen sucht.
Gegen den Touch habe ich mich hauptsächlich aus kostentechnischen Gründen entschieden, denn eine Freundin meinte, der mit Tasten wäre auch angenehm zu bedienen und fünfzig Euro Differenz sind ja nicht gerade ein Pappenstiel!

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wie es mit mir und dem Kindle so weitergeht. Ich habe ihn übrigens "Tjorven" genannt, nach dem kleinen rundlichen Mädchen aus "Ferien auf Saltkrokan".


Nachtrag: Ich habe gerade beim Verlinken gesehen, dass der Touch nur noch 109 Euro kostet, c'est la vie!