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Freitag, 7. März 2014

Sieben Monate Berlin. Ein Fazit.

(c) Frau von Saltkrokan
Sieben Monate leben wir nun schon in Berlin, das Halbjährige habe ich ganz verschlafen. Zeit, zurück zu blicken und ein erstes Fazit zu ziehen. Hat Berlin gehalten, was es versprach oder trauere ich Düsseldorf doch noch hinterher?
Nach sieben Monaten habe ich mich zwar schon wesentlich besser eingelebt als das damals in Düsseldorf der Fall war, aber hundertprozentig heimisch bin ich noch nicht. Berlin ist eben viel größer als Düsseldorf und großstädtischer. Besonders als ich eben den Beitrag durchlas, in dem steht, was ich alles an Düsseldorf vermissen werde, fiel mir eines auf: Menschlich ist es doch weitaus distanzierter und man fühlt sich viel anonymer. Der Mann, der mir im türkischen Gemüseladen immer das Gemüse wiegt, erkennt mich zwar schon, ebenso wie der Kellner beim Inder ums Eck, und der Paketbote ist auch meist der gleiche, aber im Allgemeinen ist man doch eher Irgendjemand. Nie hätte ich gedacht, dass mir das so wichtig sein könnte, aber gerade in einer Großstadt sind solche Kontakte von Bedeutung - weil man eben eine größere Nachbarschaft hat und nur ein kleiner Teil einer großen Masse ist.

Als wir letzten Monat für einen Tag Düsseldorf - und damit J. - besucht haben, war ich ganz aufgeregt und nervös vor Vorfreude. Immerhin verlief der Umzug letztes Jahr dann doch sehr schlagartig und ich konnte mich nicht in Ruhe verabschieden, denn eines weiß ich jetzt: So oft ich auch über Düsseldorf, seine vielen Baustellen und reichen Snobs geschimpft habe, ich liebe diese Stadt heiß und innig und ich werde sie immer lieben. Hier habe ich meine ersten Schritte als Erwachsene getan, ganz selbstständig und alleine, wenn auch noch mit elterlicher Schützenhilfe. Ob ich mir vorstellen könnte, eines Tages wieder dort zu leben? Wieso nicht, das sollte man nie ausschließen! Was ich heute an Düsseldorf am meisten vermisse? Die Stadtbüchereien (denn die sind dort wirklich besser!), Altbier, die Altstadt und die Rheinuferpromenade, das "Sattgrün" und den "Schwan", das Brot von "Hinkel" und natürlich J., die uns allerdings immer ein guter Grund sein wird, nach Düsseldorf zu fahren.

Doch auch zu Berlin hat sich in den letzten Monaten eine starke Liebe entwickelt. Berlin ist rauer als Düsseldorf und nicht so schick, aber auch wesentlich weniger spießig. Hier gibt es so viel, was ich an einer Großstadt schätze, allem voran die vielen veganen Cafés und Restaurants. Was das angeht, steckt Düsseldorf nämlich noch ziemlich in den Kinderschuhen! Die U-Bahn ist für mich das Größte und wenn es sich vermeiden lässt, möchte ich hier auch kein Auto haben. Wozu auch? Bis auf ein paar Ausnahmen braucht man hier auch keins.
Bisher gibt es auch nichts, das mich an Berlin nervt. Manchmal finde ich es schade, dass es hier keinen klassischen Stadtkern gibt, ein anderes Mal finde ich gerade das sehr spannend und liebenswert. Es ist alles viel entzerrter, am Wochenende tummelt sich nicht die halbe Stadt auf einem Fleck, so wie in Düsseldorf, und auch wenn S. bei ihrem Besuch meinte, Berlin sei ihr persönlich zu groß, empfinde ich Berlin nicht als groß. Natürlich wohnen hier mehr als drei Millionen Menschen, aber davon merkt man nicht allzu viel etwas. Kieze sei Dank! Und unser Kiez ist wunderschön und hier gibt es alles, was man zum Leben braucht, wenn man nicht gerade einen besonderen Wunsch hat oder ausgehen möchte.

Die Stadtbüchereien (um das Thema wieder aufzugreifen) sind leider recht teuer, weil man aus einer anderen Zweigstelle nicht kostenlos bestellen kann - sowohl Hin- als auch Rückweg kosten etwas. Wir haben zwar direkt um die Ecke eine Bücherei, aber leider ist diese nicht besonders gut ausgestattet und ich muss öfters etwas bestellen oder in anderen Büchereien ausleihen, wenn ich nicht dauernd extra zahlen will. Da heißt es, den Überblick zu behalten, wo man was ausgeliehen hat! DVD-technisch sind die Büchereien auch nicht so gut ausgestattet wie die in Düsseldorf, aber zum Glück sind wir ja bei einer Online-Videothek angemeldet.

Insgesamt hält es sich also die Waage, beide Städte haben ihre Vor- und Nachteile und ich bin immer wieder überrascht, wie gut ich mich - trotz Gewohnheitsmenschentum - hier eingelebt habe. Das Heimatgefühl lässt noch ein wenig auf sich warten, aber das tat es auch in Düsseldorf, wo ich mich erst nach gut anderthalb Jahren wirklich heimisch gefühlt hatte.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Mein Jahr 2013.

(c) Frau von Saltkrokan
Lange war es hier still, aber ihr kennt das ja vielleicht: Vorweihnachtsstress und so. Ab heute soll es aber wieder etwas aktiver hier werden, besonders ein paar Rezensionen wollen geschrieben werden und in Hinblick auf mein Veganwerden hat sich ein wenig getan.

Leider war die 13 nicht wie gehofft meine Glückszahl. Das Jahr 2013 meinte es insgesamt nicht gut mit mir, weswegen ich nun ganz besonders nach vorne schauen und das neue Jahr umso herzlicher begrüßen möchte. 
Von allen Negativen, das 2013 mir brachte, möchte ich gar nicht sprechen, aber von den positiven Dingen! 

Anfang des Jahres hatte ich eine besondere Erfahrung gemacht: Eine Recherchereise ins Deutsche Literaturarchiv in Marbach/Neckar, für meine Masterarbeit. Meinen Platz hatte ich schon bevor ich M. kennen lernte und meine Entscheidung kam durch ihn kurz ins Wanken: Ich wusste, ich würde ihn sehr vermissen und hatte plötzlich nur noch wenig Lust, die lange Reise nach Baden-Württemberg anzutreten, nur um mehrere Tage in einer Bibliothek zu sitzen. Doch er bestärkte mich darin, diese Erfahrung zu machen und ich habe es nicht bereut. Die Erkenntnisse für meine Masterarbeit hielten sich in Grenzen, allerdings habe ich es sehr genossen, ganz für mich allein zu sein und mich in der Arbeit vergraben zu können. Die Originalbibel von Alfred Döblin von 1928 in den Händen halten zu können, war sicherlich auch ein Highlight, das nur solch verrückte Büchernarren wie ich verstehen können!

Nach dem Aufenthalt in Marbach war Ackern angesagt: Die härtesten Monate kamen nun erst, ich lebte praktisch in der Bibliothek, in die ich mich zum Arbeiten zurück zog. M. trat mir immer wieder in den Hintern und hielt mich vom Sockenbügeln ab. Ende März war es dann endlich geschafft und ich hielt nach mehreren Formatierungsunfällen und einem zwischenzeitlichen Stottern des Druckers endlich meine fertige Masterarbeit in Händen - und hätte fast drauf geheult, wenn M. mich nicht ermahnt hätte.

Den Urlaub in Berlin über Ostern hatten wir uns dann beide wirklich verdient und die Vorfreude auf unseren Umzug stieg. Ich war das erste und letzte Mal 2004 in Berlin und es hatte sich so manches geändert: Beispielsweise war der Hauptbahnhof nun fertig. Es schien alles so unwirklich. Hier sollte ich bald wohnen? Ich konnte es kaum glauben. Doch nun wohnen wir schon seit September hier in der Wohnung von M.s Tante und wir fühlen uns beide sehr wohl, sowohl in der Wohnung als auch in der Stadt. Unser Kiez ist wunderschön und auch der Rest Berlins wird immer mehr erkundet und erobert. Dass ich hier eine zweite Familie habe, ist umso schöner und ich bin sehr dankbar dafür, dass wir einen entspannteren Neuanfang wagen können als wenn wir direkt eine eigene Wohnung hätten suchen müssen. DER Stress kommt dann 2014!
Berlin ist gerade jetzt, wo ich den Schritt zum Vegansein getan habe, ein Paradies. Ich würde nie wieder aufs Land ziehen wollen und in den nächsten Jahren auch nicht von hier weg, dafür gefällt es mir hier viel zu gut.

Das Schönste an 2013 waren wieder einmal meine Freunde und meine Familie, zu der nun auch M.s Familie gehört. Sie haben mich durch Hochs und Tiefs begleitet und ich habe wieder einmal festgestellt, wer meine wahren Freunde sind. Diese wahren Freunde sind wieder etwas weniger geworden, aber dafür sind sie umso wichtiger und wertvoller. Die, die beim Umzug ihre Hilfe angeboten haben. Die, die sich erkundigt haben, wie es mir geht und es auch wirklich wissen wollten. Die, die einfach nur da waren, ohne Fragen zu stellen. Die, die alle zwei Wochen aus Spanien Karten geschickt haben. Die, mit denen ich über mein Veganwerden reden konnte ohne dass sie auf Abstand gegangen sind. Die, die sich für mich gefreut haben, ganz ehrlich und ohne Neid. 
Ich habe mich gefreut, endlich einmal wieder H. zu sehen, nach viel zu langer Zeit, und mal wieder für viel zu kurze Zeit. Mit J. haben M. und ich schöne Zeiten verbracht, sowohl noch in Düsseldorf als auch nachher bei ihrem Besuch in Berlin. S. und C. sind noch mehr zu unseren gemeinsamen Freunden geworden und stets Ansprechpartner in Warhammer-Fragen. Eine Freundin von M. ist auch zu meiner Freundin geworden. 
Und es ist fest eingeplant, dass wir unsere Freunde besuchen oder sie uns besuchen, wann immer die Möglichkeit dafür besteht. 

Das Verhältnis zu meiner Mutti ist inniger denn je, da auch sie kein gutes Jahr hatte und wir enger zusammen gerückt sind. Bei ihr weiß ich: Sie ist immer für mich da, komme was wolle und was auch immer ich mir wieder für abstruse neue Ernährungsweisen aussuche. Auch zu meiner Cousine und Onkel und Tante väterlicherseits habe ich nun wieder ein bisschen mehr Kontakt, was ich sehr schön finde und weiterhin pflegen möchte.
M.s Familie hat mich so herzlich in ihrer Mitte aufgenommen, dass ich mich sofort als Mitglied der Familie gefühlt habe. Auch sie waren mir Stütze und Inspiration, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

Am dankbarsten bin ich natürlich für M., der so vieles für mich ist und mit dem ich alle Hürden nehmen kann, die das Leben uns stellt. Und alles andere, was ich ihm noch sagen würde, weiß er schon.


Vom neuen Jahr 2014 wünsche ich mir nicht viel, denn ich bin genügsamer geworden, habe ich das Gefühl. Ich wünsche mir keine Reichtümer mehr, aber dafür Gesundheit und Zeit mit meinen Freunden und der Familie und dass ich meinen Weg gehen kann, voller Elan und mit Mut in meinem Herzen. Für alles andere gibt es auch dieses Mal wieder ein "Was geht?", das regelmäßig aktualisiert wird.

Sonntag, 8. September 2013

Wochenrückblick 2.9.-8.9.


(c) Frau von Saltkrokan
Diese Woche ist der Wochenrückblick ein bisschen anders als sonst, denn viel zu erzählen gibt es nicht. Unsere Woche war bestimmt von Umzugskartons und Packen, Packen, Packen. Umpacken, Auspacken, neu packen, Koffer packen. Und am Freitagabend hieß es dann Abschied nehmen - am Samstagmittag ging es in die neue Heimat, oben an der Spree. Zunächst noch mit "leichtem" Gepäck (drei Koffer, zwei Rucksäcke, eine Handtasche und fünf Pakete, die wir nachschicken). Wenn wir eine eigene Wohnung haben (zunächst beziehen wir ja Asyl in der Wohnung von M.s Tante) holen wir unser restliches Hab und Gut dann nach.
Als wir gestern Abend am Hauptbahnhof ankamen, empfing uns Berlin mit dem herrlichsten Wetter und einem atemberaubenden Himmel.
Kommende Woche werden wir dann auch offiziell zu Berlinern. Ich freu mich drauf!

Samstag, 24. August 2013

Vorfreude auf den Herbst

(c) Frau von Saltkrokan
Haltet mich für verrückt, aber ich spüre jetzt schon, wie der Sommer langsam, aber sicher stirbt und dem Herbst Platz macht. Und obwohl ich inzwischen durchaus die Vorzüge sämtlicher Jahreszeiten zu schätzen weiß, ist mir der Herbst immer noch die liebste Jahreszeit. Wenn es etwas kälter wird, aber die Sonne immer noch ein bisschen wärmt. Wenn es abends früher dunkel wird als in den letzten Wochen und man vielleicht auch schon Kerzen anzündet, um es gemütlich zu haben. Im Herbst bestehe ich jeden Tag auf meiner Kanne heißem Tee, genauso wie auf die selbstgestrickten Socken an den Füßen. Und obwohl der Herbst manchmal rau und ungemütlich sein kann, fühle ich mich zu dieser Jahreszeit am wohlsten - wesentlich wohler auf jeden Fall als im Sommer!

Der Herbst im letzten Jahr war schon anders als seine Vorgänger, aber dieses Jahr ist alles vollkommen anders. Im letzten Herbst trat M. in mein Leben, dieses Jahr ziehen wir gemeinsam nach Berlin. Hatte ich die Jahre zuvor den Vorlesungsbeginn als festen Termin im Kalender, steht nun nichts auf den Seiten Anfang Oktober - alles ist ein leeres Blatt, das darauf wartet, von mir beschrieben zu werden. Die nächsten Monate werden nicht leicht, aber ich freue mich umso mehr auf sie. Weil sie den Anfang meines Erwachsenenlebens und eines Neuanfangs markieren. Ich nehme mir deswegen dieses Jahr nichts vor, sondern versuche alles auf mich zukommen zu lassen und geduldig zu sein. Aber mit einem könnt ihr ganz fest rechnen: Zahlreichen Bildern vom herbstlichen Berlin!

Donnerstag, 6. Juni 2013

Freudentaumel

(c) Frau von Saltkrokan
Die Schufterei, die Nervenzusammenbrüche und die Stunden vor dem Bildschirm haben sich gelohnt. Heute kam der Bescheid vom Prüfungsamt, meine Masterarbeit wurde mit einer 1,3 benotet. Ich bin überglücklich!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Ein spontaner Trip nach Amsterdam


Da M. diese Woche direkt drei Tage hintereinander frei hatte (sonst sind es höchstens zwei), haben wir uns spontan dazu entschlossen, für einen Tag nach Amsterdam zu fahren. Für mich war es der zweite Trip, nach dem Abi war ich für zwei Tage mit meiner Mutter dort. 
Mit dem Zug ging es morgens früh um Viertel nach sieben los - nach einem Heißgetränk mit extra Espresso-Shot. Der Zug brauchte auch nur gute zweieinhalb Stunden und mit dem ICE fahren ist ja sowieso immer ein Vergnügen. Die Mitreisenden bestanden hauptsächlich aus Geschäftsleuten, von denen manche dann auch besonders laut und offensiv telefonierten (man muss ja auch sichergehen, dass wirklich jeder im näheren Umkreis mitbekommt, wie wichtig man ist ...). Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag unglaubliches Glück. Hatte es ja in den letzten Tagen meistens geregnet, schien am Dienstag die Sonne, kaum Wolken waren am Himmel und wir konnten sogar im T-Shirt die Stadt erkunden.
Wir waren am Bloemenmarkt, wo wir in der Nähe Pommes aßen. Im Viertel De Walletjes, dem Rotlichtviertel Amsterdams, warfen wir verstohlene Blicke auf die leichten Mädchen in ihren Schaufenstern und liefen durch die vielen kleinen Gassen, an den Grachten vorbei. In einem Souvenirshop lief eine Katze herum, die sofort gestreichelt wurde und in einem Café, in dem wir eine Cola-Pause einlegten, hockte sich eine andere Katze schnurrend auf meinen Schoß. Der krönende Abschluss war eine Grachtenfahrt, bei der wir noch eine zusätzliche Stunde bis zur Abfahrt totschlagen und uns den Wind um die Nase wehen lassen konnten.








Copyright Fotos (c) Frau von Saltkrokan

Sonntag, 28. April 2013

Wochenrückblick 22.-28.4.

(c) Frau von Saltkrokan
Mit J. und M. im "Sattgrün" gegessen und im "Pfau" eingekauft. Bärlauch-Pesto gezaubert. Mein Fahrrad zur Reparatur gebracht und dann endlich die Fahrradsaison eröffnet. Nach Kleidern für K.s Hochzeit geschaut und mich per Whatsapp von der Braut höchstpersönlich beraten lassen. Einen neuen legeren Blazer und Feinstrumpfhosen gekauft (Ich hatte keine hautfarbenen mehr!). Und nein, kein Kleid. Die Magnolien im Hofgarten bewundert (siehe Bild). Vollkommen k.o. vom Radfahren nach Hause gekommen (peinlich, peinlich). Pläne für einen Neustart des Projekts Schweinehund geschmiedet. Lange mit K. gechattet. Die vierte Staffel von "How I Met Your Mother" weitergeschaut. Bei Zalando nach Kleidern gesurft. Mit dem Fahrrad abgelegt und eine Schürfwunde und Prellungen eingehandelt. Zum Trost einen Becher Eis von M. spendiert bekommen. Schlecht geschlafen. Im liebsten Café frühstücken gewesen. Die Tetanus-Impfung auffrischen lassen. Über das Medimops-Päckchen gefreut und über einen defekten Warmwasserboiler geärgert. Wieder bei Zalando gesurft und festgestellt: Das Kleid ist weniger kompliziert als die Schuhe. Selbstzweifel gehabt. Mal wieder über das Chaos bei der Deutschen Bahn und Selbstmörder zum Feierabendverkehr geärgert. Über den R2D2 von Lego gefreut, den M. bestellt und zusammengebaut hat - ich liebe diesen kleinen Kerl! Ein Trostpflaster von der Schwiegermama in spe erhalten. M.s beste Freundin kennen gelernt. In L.s Kleiderschrank geräubert. Zuversichtlich gewesen. M. beim Monsterverkloppen zugesehen und Subway to Sally gehört. Das Wort "Azalee" inflationär oft gehört. Im Garten gearbeitet. Urleckere Lasagne gegessen. Bei der zweiten Staffel von "Sherlock" eingeschlafen.

Sonntag, 7. April 2013

Wochenrückblick 1.-7.4.

(c) Frau von Saltkrokan
Eine Berlin-Starbucks-Tasse gekauft. Das Holocaust-Mahnmal besucht. Einen Touri-Tag verbracht. In das Nikolai-Viertel verliebt. Viel zu oft den Fernsehturm fotografiert. Eine Berliner Weiße mit Himbeergeschmack getrunken. Bei Medimops umme Ecke für wenig Geld die FSK 18-Versionen von "Blade II" und "Fight Club" erstanden (Hrhr). Krank geworden (:-/) und einen Tag zwangsweise auf der Couch verbracht. Schlecht geschlafen. Einen Babyelefanten gesehen. Und Giraffen. Und Pinguine. Und Tiger! Und Shetland-Ponys gestreichelt. (Ja, wir waren im Zoo). Leckere Bonbons gekauft. In einer sooooo tollen Buchhandlung gestöbert. Das Langenscheidt-Schwedisch-Wörterbuch für 12,95 € statt 32,99 € ergattert (Bäm!). In einem schönen Spielzeugladen gewesen. Himalaya-Salz gekauft. Tiefkühl-Spinat-Pizza mit von M. angesetztem Kräuter-Knoblauch-Öl gepimpt und süchtig danach geworden. Emails von der Uni mit Absagen zu zwei Sprachkursen bekommen (aber wenigstens zum Neugriechisch-Kurs zugelassen worden). Die ZEIT probeabonniert. Pläne für die letzten beiden Tage in Berlin gemacht. Den türkischen Markt am Maybachufer besucht und Baklava mitgenommen. Im Yellow Sunshine urleckere Veggie-Burger gegessen (auch hier: Bericht folgt!). Die dritte Staffel von "How I Met Your Mother" weitergeguckt. Die Erkältung und ihr Timing verflucht. Zum Husten auf die Couch geflüchtet. Das jüdische Museum mit einer tollen Sonderausstellung besucht. Die Ferienwohnung aufgeräumt und Koffer gepackt. Zurück ins Rheinland gefahren. Gewusst: Bald sind wir wieder da. Höchstinteressante Gespräche von Mitreisenden belauscht. Pläne für den Countdown bis zum Umzug gemacht. Das Blogdesign verändert. Einen Zweitblog eingerichtet (bisher strenggeheim, aber mehr ganz bald!).

Samstag, 6. April 2013

Das Jüdische Museum in Berlin

(c) Frau von Saltkrokan

Nachdem ich krankheitsbedingt zunächst auf einen Besuch des Jüdischen Museums verzichten musste (die Couch, warmer Tee und Taschentücher waren da doch attraktiver), fuhr ich heute, am letzten Tag in Berlin, noch dorthin. M. ließ ich daheim im kuscheligen Bett, für das er sich dann doch etwas mehr interessierte.

Das Jüdische Museum ist in einem imposanten Bau untergebracht, teils im alten Gebäude, teils im - von Daniel Libeskind (Düsseldorfer kennen ihn vom KÖ-Bogen her) entworfenen - Neubau. Dieser Neubau ist ein typisches Beispiel moderner Architektur und, entschuldigung, wenn ich das jetzt so sagen muss, furchtbar. Riesiggroß, grau und düster. Von außen wirkt er hermetisch abgeschottet, fast schon wie ein Gefängnis oder eine Hochsicherheitsanlage. Im Inneren ist der Neubau dafür umso interessanter, weil sehr verwinkelt und weitläufig. Im Nachhinein erwieß es sich als klug, früh genug zum Museum zu fahren, da die Leute, als ich herauskam, in einer langen langen Schlange anstanden. Vor dem Weg zur Kasse sollte man Zeit für die Kontrolle mitbringen, die flughafenmäßig, aber sehr unkompliziert abläuft. Für Studenten kostet der Eintritt unschlagbare 3,50 € (wenn gerade keine Sonderausstellung ist, nur 2,50 €) und für Normalsterbliche 7 € (bzw. 5 €).

(c) Frau von Saltkrokan

Zunächst gelangt man in das Untergeschoss, wo sich die Ausstellung thematisch auf die Shoa und das Exil beschränkt. Dieses Geschoss ist in verschiedene sogenannte "Achsen" unterteilt plus den "Garten des Exils" und den "Holocaust-Turm" (hier fragte ich mich übrigens, wieso "Holocaust" und nicht "Shoa" - ausgerechnet im Jüdischen Museum). Die Wände sind hier mit den Namen von Orten beschrieben, zu denen Juden deportiert wurden oder auswanderten.
(c) Frau von Saltkrokan
Die Exponate sind meist sehr persönlich und reichen von Alltagsgegenständen bis zu Briefen. Gerade die Namen waren für mich hier - wieder einmal - das Beeindruckendste. Wenn man in der Schule oder im Studium Fakten zum Holocaust lernt, übersieht man oftmals das Menschliche, die Einzelschicksale, und hier waren diese präsent. Die Atmosphäre empfand ich hier als eher bedrückend, ganz besonders im "Holocaust-Turm", einem Raum, der nicht belüftet, beheizt oder künstlich beleuchtet wird und in den nur durch einen schmalen Spalt Tageslicht fällt. Die Bedeutung ist nicht explizit (So wie mir das inzwischen bei moderner Architektur und Kunst Gang und Gäbe erscheint // Zynismus Ende), sondern wird dem Besucher überlassen, doch schon durch den Namen ist die Bedeutung greifbar - ich persönlich fühlte mich wie eingesperrt.
Die Dauerausstellung zur Geschichte des Judentums ist da schon wesentlich freundlicher und verspielter eingerichtet, man kann Dinge nicht nur ansehen, sondern auch ausprobieren und erlernen und Filme ansehen.  Besonders zur Moderne hin erfährt man auch viel über die jüdische Lebenswelt, religiöse Feste und Bräuche. Sehr toll fand ich das koschere Geschirr, das sowohl in der älteren als auch der modernen (Plastik?-)Version (unterteilt in "Meat" und "Dairy") ausgestellt war, und die Kippot, die Motive aus Film und Fernsehen trugen (beispielsweise Batman oder die Darsteller aus "Friends").

(c) Frau von Saltkrokan

Die Sonderausstellung mit dem Titel "Die ganze Wahrheit ... was Sie schon immer über Juden wissen wollten" beantwortet alle erdenklichen Fragen zum Thema Judentum, meist jedoch implizit durch Zitate oder Ausstellungsstücke. Beispielsweise, ob ein Rabbiner heiraten darf, ob Juden an Satan glauben oder ob man über den Holocaust Witze machen darf. Vor Betreten der Sonderausstellung erhält man drei Plastikchips (ähnlich wie die beim Poker, nur etwas kleiner), die man später bei einer Art Umfrage in Behälter werfen kann: "Sind Juden besonders ... geschäftstüchtig? Intelligent? Schön? Einflussreich?" - Mir war bei dieser Umfrage nicht so wohl, bediente sie doch sämtliche Klischees, die man über Juden so hat und diese Fragen waren genauso absurd als würde man sie über eine andere Gruppe Menschen stellen (Bayern, Amerikaner, Frauen, Männer, Christen, Afroamerikaner etc.). Vielleicht soll man aber auch mit seinen eigenen Klischees konfrontiert werden, wer weiß ... Dennoch fand ich die Sonderausstellung sehr interessant und besonders für Leute sehenswert, die sich bisher kaum oder gar nicht mit dem Judentum beschäftigt haben.

Insgesamt hat mir das Jüdische Museum sehr gut gefallen und jedem, der sich für das Thema interessiert, kann ich es nur empfehlen. Man sollte aber nicht genervt sein, wenn oft auf das Dritte Reich Bezug genommen wird (durch den Schulunterricht wurde das Thema ja leider schon so manchem verleidet), immerhin ist das ein wichtiger Abschnitt in der jüdischen Geschichte. Wenn man sich ausführlich mit den Exponaten beschäftigen möchte, sollte man sehr viel Zeit mitbringen, ich denke, drei bis vier Stunden sind hier durchaus realistisch.

Mittwoch, 3. April 2013

Die neue Heimat

(c) Frau von Saltkrokan

Der "Urlaub" in Berlin fühlt sich seltsam an, so gar nicht wie Urlaub und schon gar nicht wie ein Städtetrip. Da sowohl M. als auch ich ziemlich fertig nach dem ganzen Masterarbeitsstress waren, gönnten wir uns am ersten Tag seliges Nichtstun, das längst überfällig war. Aber auch danach kam bisher kein Stress auf, so wie ich ihn sonst von Städtetrips kenne. Wenn man in den zwei bis vier Tagen so viel wie möglich sehen und erleben will. Von einem Ort zum anderen hetzt, dauernd fotografiert und alles festhält. Hier in Berlin fühlt sich alles schon so nach Heimat an. In dem Bewusstsein, dass wir bald hierher ziehen, legen wir gerne mal die Füße hoch und lassen die typischen Touristenziele aus (Sieht man vom Ostermontag ab, an dem ich unbedingt das Holocaust-Mahnmal sehen wollte). Hinzu kam heute, dass mich in der Nacht eine Erkältung packte und niederwarf. Tolles Timing ... Wo geduldig sein doch gerade jetzt nicht meine Stärke ist, denn etwas sehen will ich ja dennoch, auch wenn ich weiß, dass ich alle Zeit der Welt habe, Berlin zu entdecken. Krank sein kann ich auch daheim. Und da ist es wieder, dieses Wort: daheim, zuhause, Heimat. Wo ist das jetzt noch? "Home is where the heart is"? Und wenn das Herz an mehreren Orten schlägt, fühlt es sich dann bald zerrissen?

Es ist ein seltsamer Zwischenzustand, kein normaler Tourist zu sein, aber auch noch nicht hier zu wohnen. Wohin es uns wohntechnisch verschlagen wird, wissen wir noch nicht, wahrscheinlich werden wir froh sein, wenn wir etwas finden, egal wo. Hauptsache Berlin. Kreuzberg könnte ich mir vorstellen, aber auch Charlottenburg. Eine Altbauwohnung hätte was, gleichzeitig hat sie auch wiederum Nachteile. Zu Plattenbauten wurde uns geraten, weil günstig. Doch ist das das, was wir wollen für die nächsten drei bis fünf Jahre? Fragen über Fragen stellen sich gerade und ich fühle mich nervös tänzelnd in den Startlöchern, in der rheinischen Heimat alles vorzubereiten für den Umzug, das neue Leben an der Spree.

Sonntag, 31. März 2013

Wochenrückblick 25.3.-31.3.

(c) Frau von Saltkrokan
Berge von Büchern in die Unibibliothek zurückgebracht. Die Masterarbeit beim Prüfungsamt abgegeben (Yeah! Bäm!). Koffer gepackt. Mit dem Zug gerreist und über Mitreisende amüsiert. Den Berliner Hauptbahnhof bestaunt. Mit der S- und U-Bahn gefahren. Koffer geschleppt. Die Ferienwohnung bezogen und erst mal ein Nickerchen gehalten. Einkaufen gewesen. Spaghetti Veggienera gekocht und gegessen. Lange ausgeschlafen. Pläne für die nächsten Tage gemacht. Einen neuen Hoodie gekauft. Im KaDeWe in der Feinkostabteilung geschwelgt und in der Süßigkeitenabteilung der Versuchung erlegen. Den Alex besucht (jetzt endlich "in echt"). K.o. gewesen. M.s Tante kennen gelernt. Hund zu streicheln versucht. Indisch gegessen. Berliner Weiße mit Waldmeister probiert. Über die Zukunft geredet. Einen Tisch im Knofel reserviert. Vom Bett aus den Schneeflocken zugesehen. Den Finger eingeklemmt. Das neue Veganz am Eröffnungstag besucht (Bericht folgt!). Einer lieben vegan lebenden Freundin eine kulinarische Überraschung mitgenommen. Bei Lush Badezeugs geschenkt bekommen. Veggie-Döner gegessen. An der Havel spazieren gegangen. Einen geruhsamen Ostersonntag verlebt und lecker gegessen. Scrabble gespielt. "Rapunzel - Neu verföhnt" gesehen. Hefeteig angesetzt.

Montag, 25. März 2013

Endlich, endlich, endlich!

(c) Frau von Saltkrokan
Die Masterarbeit* ist geschrieben, Korrektur gelesen, ausgedruckt und liegt nun gebunden beim Prüfungsamt. Ich harre also der Dinge, die da kommen. Die letzten zwei Wochen waren die härtesten, die Unlust kam so langsam auf, ich musste jeden Tag ran. Aber nun - endlich, endlich, endlich - ist es geschafft und jetzt ist erst einmal Entspannung angesagt, denn: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Endlich keine Stapel von Büchern mehr, kein Bildschirm mehr vor meiner Nase, kein tagelanges Sitzen mehr. Wenigstens zwei süße Wochen lang, danach geht es an die letzte Seminararbeit meines Lebens.
An dieser Stelle möchte ich gerne allen danken, die in der letzten Zeit Verständnis dafür hatten, dass ich zum Einsiedler mutierte und kaum noch über die modernen und prämodernen Kommunikationsmittel erreichbar war.
Und M. fürs Korrekturlesen und Formatieren und den ganzen großen Rest.



* Wer diese ominöse Masterarbeit mal lesen möchte, dem schicke ich sie gerne zu - aber erst, wenn ich die Note erhalten habe und weiß, ob ich mich dafür schämen muss ;-)

Sonntag, 24. März 2013

Wochenrückblick 18.3.-24.3.

(c) Frau von Saltkrokan
Zum Einsiedlerkrebs mutiert. Das erste Mal seit drei Monaten beim Friseur gewesen. Pfannkuchen gegessen. Auf Berlin und damit das Ende des Masterarbeits-Marathons gefreut. Festgestellt: Alleine schlafen ist ein Arschloch. Im Endspurt-Exil wie verrückt geackert. Über das Prüfungsamt geärgert. Vergeblich auf den Frühling gehofft. Pizza bestellt statt gekocht. Ein Paket von Muttern erhalten - und einen Überraschungs-Lindt-Häschen vorgefunden. Bücher ausgepackt. Das Lindt-Häschen geschlachtet. Auf Berlin gefreut. M. zwischendrin Korrektur lesen lassen. Wiedersehen gefeiert. Ostergeschenke ausgepackt und unheimlich gefreut. Eier tanzen lassen und ein Häschen ins Regal gesetzt. Tränen der Rührung in den Augen gehabt. Auf den letzten Drücker noch ein Buch ausgeliehen. Mit einem geliehenen Auto nach Hause gefahren. Indisch gegessen. M. ein Geburtstagspaket zur Post bringen lassen. Tausende Worte getippt. Einer lieben Freundin zum Geburtstag gratuliert. Vollkommen erschöpft gewesen. Pancakes gegessen. Bekocht worden. Die Masterarbeit zu Ende geschrieben und ausgedruckt, damit sie am Montag zum Binden und zum Prüfungsamt kann (Yiha!). Auf Berlin gefreut.

Dienstag, 19. März 2013

[Was geht, 2013?] Ein neues Paar Chucks kaufen - oder: Die ganz große Schuhliebe meines Lebens

(c) Frau von Saltkrokan
Chucks. Sie begleiten mich mit Unterbrechungen nun schon seit über zehn Jahren. Mit vierzehn habe ich mein erstes Paar gekauft, vom eigenen Taschengeld, blau, low. Ich glaube, meine Mutter fand sie furchtbar, aber ich musste sie haben. Nicht aus modischen Gründen, sondern weil man die eben trug, wenn man zu den Coolen gehörte. Zu denen, die schon in den Windeln Punk und Rock hörten. Zu denen, die keinen Pfifferling auf das geben, was andere sagen. Zu denen, die Parka tragen und nicht auf ihre Frisur achten. Zu den ganz Harten eben. Die ganz Harten, die selbst im Winter bei zehn Zentimeter Schnee noch Chucks tragen (und damit, weil der Schulbus nicht fährt, nach Hause laufen mussten, vier Kilometer lang - eine wahre Geschichte, von der ich noch meinen Enkeln erzählen werde).
Zwei Jahre später folgten meine schwarzen hohen Chucks, die ganz große Liebe. Ich trug sie mit Unterbrechungen bis ich zweiundzwanzig war - und ja, so lange hielten sie wirklich durch! Wieso mit Unterbrechungen? Weil es mir irgendwann auf die Nerven ging, dass die Nicht-Harten auch Chucks trugen. Aus modischen Gründen. In Weiß. Und Beige. Oder Rosa. Oder Hellblau. Gelb. Igitt. Chucks aus Überzeugung trägt man nur in Schwarz, Blau, Rot. Oder Grün, wenn es ein bisschen ausgefallen sein soll. Aber doch nicht passend zur Longchamp-Handtasche. Oder mit Hose reingestopft. Und um Himmels Willen, Chucks putzt man nicht! Niemals! Als meine Mutter das einmal tun wollte, bekam ich einen Tobsuchtsanfall. Nein. Nein. Nein! Chucks putzt man nicht. Die sind erst genau richtig, wenn sie eine Geschichte haben, die man ihnen ansieht. Das verleiht Charakter. Und bitte: Eine Geschichte, die man selbst mit ihnen erlebt hat und nicht wer sonst, dessen Chucks man gebraucht bei eBay gekauft hat ...
Ganz ehrlich, neue Chucks habe ich mir - nachdem ich die schwarzen dann doch irgendwann in Würden beerdigt hatte - nicht gekauft, weil ich die Preise exorbitant fand. Fast siebzig Euro für ein bisschen Gummi und Stoff? Pah! Aber jetzt, wo ich einen ganz Harten, einen Chuck-Liebhaber an meiner Seite habe, kam die alte Sehnsucht wieder in mir hoch. Ich sehnte mich nach meiner ganz großen Schuhliebe. Und bestellte ein neues Paar. In einer ganz harten Farbe. Und in rot werde ich sie mir auch noch bestellen. Und natürlich nicht zum Originalpreis ...

Sonntag, 17. März 2013

Wochenrückblick 11.3.-17.3.

(c) Frau von Saltkrokan

Den Fuß an der scharfen Badewannenkante aufgeschnitten. Das Training gecancelt. Pläne für den Endspurt gemacht. Die Papstwahl im Live-Ticker verfolgt. Ein Kapitel der Masterarbeit beendet, das mir schwer im Magen lag. Hörbücher ausgeliehen (u.a. das und das) - für das Post-Masterarbeitsleben. Über das Wetter geärgert. Einen Termin beim Friseur gemacht. Neues Lieblingsbier konsumiert. Nach Harry Potter-Merchandise geschaut. Alte Fotos (aus)sortiert. "Wachen! Wachen!" angelesen. Noch warmen Apfel-Karamell-Streuselkuchen probiert. Korrekturvorschläge angenommen. Dauernd nach meiner Bibel gefragt und irritierte Blicke geerntet. Fußnoten gesetzt. Über Huren, Schnitter und Schlachthöfe geschrieben. Enchiladas Verdura gegessen. Berliner Adressen notiert. Bücher gewälzt. Das dreckige Geschirr stehen lassen und stattdessen gearbeitet. Suppe aufgetaut. Ins Endspurt-Exil gegangen.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Der Schweinehund und sein dicker Hintern

(c) Frau von Saltkrokan
Mein Schweinehund hat einen dicken Hintern. Er ist so dick, dass er schon zum Fenster hinaus hängt und letzte Woche konnte ich ihn fast nicht aus der Wohnung bewegen. Montag letzte Woche waren wir im Fitnessstudio, es wäre mein zweites Probetraining gewesen, aber ich merkte schon nach dem Aufstehen, dass mein Kreislauf verrückt spielte und nach ein paar Minuten auf dem Crosstrainer war es klar: Heute würde nichts gehen. Ich zog mich also wieder um und fuhr früher nach Hause, vollkommen deprimiert und demotiviert. Da wir dann für drei Tage nicht daheim waren, war eh nichts mit Training und freitags waren wir beide zu faul und gönnten uns einen freien Tag. Samstagmorgen hatte mich die Motivation wieder und ich merkte zum ersten Mal, dass ich den Sport brauche. Und ich habe es genossen, mich zu bewegen, zu trainieren. Erst mal habe ich es nicht übertrieben und am Tag danach wurde ich mit ausbleibendem Muskelkater belohnt. Leider rächte sich die Faulheit der Woche aber auf der Waage, ein paar Gramm waren wieder drauf. Gestern sind wir dann wieder zusammen trainieren gegangen - nachdem ich wegen Knieschmerzen am Montag aussetzen musste. So langsam wird es immer besser und nachdem M. mir ein paar weitere Geräte gezeigt hatte, habe ich Muskeln in meinen Armen gespürt, von denen ich nicht einmal wusste!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Projekt Schweinehund

Eigentlich hätte ich schon im vergangenen Jahr das Projekt Schweinehund anpacken wollen, doch dann kam das Leben dazwischen und ich wurde aus der Bahn geworfen. Nun habe ich die Kraft, den Rückhalt und den Mitsportelnden, um das Ganze wieder neu anzugehen. Ein bestimmtes Ziel habe ich (noch) nicht vor Augen, ich möchte einfach nur anfangen, von vorne beginnen und mein Leben umkrempeln. Sport in meinen Alltag integrieren, gesünder und bewusster essen und ja, auch abnehmen, aber vor allem straffer werden und fitter. Ein flacherer Bauch wäre schön, aber ein bestimmtes Zielgewicht habe ich nicht; ich schaue einfach, wohin der Weg mich führt (ganz spirituell-hippiemäßig).
Meine Zwischenziele werde ich mit euch teilen und euch auf dem Laufenden halten, was sich sonst so tut beim Projekt Schweinehund.

Freitag, 4. Januar 2013

Was geht, 2013?

Jaja, ich weiß, ich weiß, in meinem Jahresrückblick habe ich noch gemeint, ich wolle mir keine Vorsätze fassen, aber na ja ... Nun hat meine liebste Wienerin sich so eine schöne Liste erstellt und ich wurde schwach. Ich begann, mir Gedanken zu machen, wie mein Jahr 2013 so aussehen soll. Was will ich anpacken? Was will ich noch von der "Immer schon mal"-Liste erledigen? Ich würde das Ganze nicht als Vorsätze ansehen (schon allein deswegen nicht, weil ich eben solche ja nicht fassen wollte ;-) ), eher als ein "Was steht so an?", also eine auf 2013 bezogene "Immer schon mal"-Liste, sozusagen. Diese Vorsätze sollen mich - genauso wie die "Immer schon mal"-Liste - daran erinnern, das Jahr nicht einfach so verstreifen zu lassen, sondern aktiv zu sein und Dinge zu tun und zu erleben. Ich möchte mit ihr fixe Ideen genauso festhalten wie konkrete Pläne.
Ich werde sie regelmäßig aktualisieren, umändern, verwerfen, abhaken, wasauchimmer. Schaut doch einfach mal rein! :-)