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Freitag, 27. September 2013

[Lesestoff] "Biographie des Hungers" von Amélie Nothomb

(c) Frau von Saltkrokan
Amélie Nothomb ist eine der wenigen Autorinnen, die ich sehr schätze, die mich aber genauso oftmals ratlos und manchmal sogar verstört zurück lässt. Bisher habe ich "Mit Staunen und Zittern", "Der japanische Verlobte" und die neueren "Winterreise", "Den Vater töten" und "So etwas wie ein Leben" gelesen. Leider muss ich sagen, dass die neueren Romane nicht mehr so meinen Geschmack getroffen haben wie die älteren, die wesentlich mehr von Nothombs Biographie geprägt sind.
"Biographie des Hungers" ist so ein Roman, der zwischen Autobiographie und Fiktion changiert. Nothomb erzählt von ihrer Kindheit, die bestimmt ist vom Beruf ihres Vaters, der als Diplomat alle paar Jahre in ein anderes Land geschickt wird - und mit ihm seine Familie. Ihre ersten Lebensjahre verbringt sie in Japan, dem für sie gelobten Land, in dem sie aber auch Opfer ihres ewigen Hungers ist. Nicht nur dem physischen Hunger, sondern auch dem psychischen, dem Hunger nach Liebe, Zuneigung, Leben. Ständig ist sie damit beschäftigt, die Dinge, nach denen sie hungert, heranzuschaffen. "Biographie des Hungers" offenbahrt den Blick auf ein seltsames junges Mädchen, das ebenso gut eine Romanfigur sein könnte und es zu einem guten Teil auch ist. 
Der Roman erzählt aber nicht nur vom Hunger, sondern auch von der Heimatlosigkeit und den Versuchen Amélies, eine Heimat zu finden. Nach der "Verbannung" aus ihrem "Paradies" Japan wird der Vater ins kommunistische China geschickt, das die Familie drei Jahre später nur zu gerne wieder verlässt, um anschließend in New York dem Exzess zu verfallen - allen voran Amélie.

Wie auch in "Mit Staunen und Zittern" weiß man auch hier nie so wirklich, wie weit man Nothomb als Erzählerin trauen kann und wann das Fabulieren beginnt. Vom Ton her ist "Biographie des Hungers" allerdings wesentlich ernster und nachdenklicher und nimmt sich nicht so viel Zeit. Im Schnelldurchlauf erfährt man von Nothombs Leben bis zu ihrem einundzwanzigstem Lebensjahr, als sie wieder nach Japan zurückkehrt.


«Mein Land war ein Land des Wassers, in China herrschte Dürre. Die Luft war so trocken, dass das Atmen weh tat. [...] In der Fremde leben ist ein Atemleiden.» (S. 62) 



Diogenes. Taschenbuch. 207 Seiten. ISBN: 978-3257240429. 9,90 €

Sonntag, 7. Juli 2013

Wochenrückblick 1.7.-7.7.

(c) Frau von Saltkrokan

Einen unglaublich miesen Montag gehabt. Mini Cabrio gefahren. Fremde Menschen in der Wohnung herumführen lassen. Geärgert. Eine bittersüße Email geschrieben. Vollkorn-Shortbread gebacken und festgestellt: Manchmal muss es eben das ungesunde Weißmehl sein. Nach Strom-, Gas- und Telefon/Internet-Anbietern in Berlin recherchiert. Bewerbungen getippt. Linsen-Lasagne gegessen. "Gilmore Girls" auf Englisch gesehen und mehr verstanden als je zuvor. Blöd verhalten. Nach Wohnungen gesehen. Diskutiert. Nach Möbeln geguckt. Geschwitzt (Wieso ist das plötzlich wieder so heiß?!). Fotos ausgedruckt. Eis gegessen. Gemüse geschnibbelt und Süßkartoffeln gebacken. Wäsche gewaschen. Bewerbungen getippt. Lebenslauf überarbeitet. Im Park auf der Wiese gefläzt. Gelesen. Die neue Kamera getestet. Rückenschmerzen gehabt. Bekocht worden <3

Dienstag, 14. Mai 2013

[Tag] Harry Potter und ich

Gefunden habe ich diesen Tag bei Nina von libromanie. Und ihr denkt euch jetzt: "Harry Potter, das ist doch lange vorbei?" - Oh nein, Harry Potter ist nie vorbei. Always eben.

1. Deine Harry Potter Geschichte, deine erste Begegnung mit Harry Potter?
Als der erste "Harry Potter" erschien, war ich nicht großartig interessiert. Ich hatte schon immer eine Abneigung gegen gehypte Bücher (auch schon mit neun). Irgendwann jedoch, als der dritte Roman erschien (da war ich elf), lieh ich mir die Bücher von einer Freundin aus und war hoffnungslos angefixt. Seitdem habe ich mir die Bücher immer von ihr ausgeliehen, nur den siebten Band haben meine Ma und ich uns zusammen gekauft. Wieso wir die Bücher immer ausgeliehen haben? Weil wir es blöd fanden, so viel Geld für einen Tag Lesestoff auszugeben!
Und inzwischen ist "Harry Potter" irgendwie Teil der Familie, so ein nach Hause kommen. So sehr, dass ich irgendwann auch noch ein Tattoo zu den Büchern stechen lasse ...

2. Hast du alle Bücher gelesen/Filme gesehen?
Ja, allerdings habe ich die Bücher nur auf Deutsch gelesen, das Original möchte ich noch nachholen. Die Filme schaue ich inzwischen auch auf Englisch und finde es seltsam, sie beispielsweise im Fernsehen auf Deutsch zu sehen. Die Hörbücher höre ich regelmäßig, so wie als Kind "Bibi Blocksberg", rauf und runter.

3. Wenn du sie gelesen hast – bevor du den Film geguckt hast, oder danach?
Immer davor.
4. Dein liebster HP Band/Film? Und schlechtester?
Eigentlich "Der Gefangene von Askaban", aber inzwischen mag ich den "Feuerkelch" auch sehr gerne. Am schlechtesten fand ich den letzten, einfach, weil da zu viel zusammen kam und das Ende dann so lieblos erschien, da hatte ich mir mehr erwartet. Den geringsten Bezug habe ich zur "Kammer des Schreckens", weiß auch nicht, wieso ...

5. Dein Lieblingscharakter gut/böse?
Das ist eine sooo schwierige Frage. Sicherlich Sirius, die Zwillinge Fred und George, Luna, Remus, Hermine, Arthur Weasley. Und inzwischen irgendwie auch Snape. Manchmal. Wenn er "Always" sagt ... (Man merkt, ich habe eine starke Affinität zu den "Guten").

6. Lieblingsschauspieler/in?
Alan Rickman und Emma Watson.

7. In welchem Haus würdet ihr am liebsten sein, wenn ihr Schüler/in von Hogwarts wärt?
Ravenclaw. In der stillen Hoffnung, dass ich da auch hingehören würde ;-)

8. Welches Haustier hättet ihr gerne?
Eine Katze oder eine Eule.

9. Gefällt dir das Ende oder hättest du es dir anders gewünscht/vorgestellt?
Mit ein wenig Abstand betrachtet finde ich das Ende stimmig, aber insgesamt war mir der letzte Band zu lieblos und schnell heruntergearbeitet. Und das kitschige Ende-Ende fand ich furchtbar ...

10. Wolltest du auch schon immer mal Butterbier trinken?
Ja, und Rosmertas Met und Kürbissaft!

11. Lieblingsort? (Hogsmeade, Hogwarts, Fuchsbau, Gemeinschaftsturm…)
Der Fuchsbau. Weil es sich dort immer so nach Zuhause anfühlte und das Haus so schön verwinkelt und sonderbar ist.

12. Lieblingslehrer- und Schulfach?
Verwandlung. Tollster Lehrer ist aber Lupin.

13. Traurigster Moment?
Immer wenn jemand starb, den ich mochte. Der Rückblick von Snape. Als die Dursleys abreisen und Dudley fragt, wieso Harry nicht mitkommt.

14. Welches Fabelwesen ist dein Liebling? (z.B. Dobby..)
Seidenschabel und Norbert. Und Kreacher, als er später nett ist.

15. Welches Buchcover gefällt dir am besten?
Eigentlich finde ich alle irgendwie ein wenig platt, die englischen Cover gefallen mir auch viel besser als die deutschen.

16. Was wäre bei dir im Raum der Wünsche?
Eine riesige Bibliothek mit einem bequemen Ohrensessel in der Mitte. Oder ein Wald.

17. Hast du mit 11 auch auf einen Brief von Hogwarts gewartet?
Eigentlich nicht, so sehr Fan war ich damals ja noch nicht.

18. In was würde sich ein Irrwicht bei dir verwandeln?
Ich denke da in Richtung Molly Weasley, also die Leichen von Menschen, die ich liebe.

19. Was ist dein Lieblingsartefakt? (Zeitumkehrer, Schwert von Gryffindor, Denkarium)
Das Denkarium, es wäre toll, mal den ganzen Gedankenballast los zu werden. Und der Zeitumkehrer.

Freitag, 18. Januar 2013

"Django Unchained"


Bevor ich zu "Django Unchained" das eine oder andere Wort verliere, muss ich ein wenig ausholen und zum Regisseur Quentin Tarantino etwas schreiben.
Quentin Tarantino. Meine Liebe (man kann es durchaus so sagen) zu diesem Regisseur begann mit unschuldigen dreizehn Jahren, als ich "From Dusk Till Dawn" sah - die grausam geschnittene TV-Version. Und ja, bei diesem Film führte er nicht Regie, sondern spielte an der Seite von George Clooney eine der Hauptrollen, doch so wurde ich auf ihn aufmerksam. (Und ja, mir ist bewusst, dass "From Dusk Till Dawn" nicht für mein damaliges Alter geeignet war, aber mal ehrlich, wer hat in dem Alter nicht gerne solche Filme gesehen?) Es folgte wenig später "Pulp Fiction", lange Zeit einer meiner Lieblingsfilme, und auch "Kill Bill" und "Inglourious Basterds" mochte und mag ich sehr gerne.
Nach der Preview von "Django Unchained" fasste ich dann auch gleich den Vorsatz, die noch ausstehenden Filme von Tarantino zu sehen ("Reservoir Dogs", "Jackie Brown" und "Death Proof"), denn selten habe ich mich so gut unterhalten und dennoch nicht berieselt gefühlt wie bei "Django Unchained". Man ist ja schnell bei diesem "Ein typischer XY", aber hier stimmt es; "Django Unchained" hat das typische Tarantino-Feeling: Witz, Ironie, Skurrilität, Stilbrüche, Brutalität, eine Prise Drama, Musik, exzellent besetze Schauspieler und Blut, Blut, Blut. Und natürlich Waffen. Erstaunlicherweise waren die meisten, die am Mittwochabend im Kino waren, Männer. Ich selbst bin da ja vollkommen ungegendert, mir ist es egal, ob ein Film als "Männer-" oder "Frauenfilm" gilt, solange er mir gefällt. Ein bisschen verstehen kann ich es trotzdem, dass viele Frauen mit Tarantino nichts anfangen könnte - er ist eben nicht zimperlich in Sachen Gewalt und es fließt und spritzt eine Unmenge Blut. Dass ausgerechnet Männer solche Filme toll finden, versetzt mich allerdings ins Grübeln.
Beginnen wir bei den exzellent besetzten Schauspielern, allen voran Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio. Christoph Waltz habe ich inzwischen in allen seinen Hollywood-Filmen (außer "The Green Hornet") gesehen und ich mochte ihn jedes Mal sehr gerne. Als Dr. King Schultz konnte Tarantino keinen besseren Schauspieler besetzen und insgeheim habe ich den Verdacht, dass er ihm die Rolle auf den Leib geschrieben haben könnte. Für Leonardo DiCaprio ist es meiner Meinung nach geradezu ein Ritterschlag, in einem Tarantino-Film besetzt zu werden. Seine Entwicklung von Milchbubi/Mädchenschwarm zum Charakterdarsteller fand ich sehr interessant und auch in der Rolle des exzentrischen Plantagenbesitzers Calvin Candie beweist er einmal mehr, dass er mehr kann als ein hübsches Gesicht zu haben.
Vom Brutalitätsgrad her hat sich Tarantino hier sogar noch zurückgehalten, finde ich, und da das alles bei ihm oft sehr übertrieben ist, wirkt es nur halb so schlimm. Im Gegensatz zu anderen Tarantino-Filmen empfand ich "Django Unchained" außerdem als sehr witzig. Nicht dass ich sonst bei Tarantino nicht lachen könnte (Man denke nur an das miserabel artikulierte "Grazi" in "Inglourious Basterds"), aber hier war noch viel mehr Witz drin als in seinen bisherigen Filmen.
Vom Plot her ist "Django Unchained" schnell erzählt (Mal wieder eine Rachegeschichte) und trotzdem hat Tarantino ihn auf ganze hundertfünfundsechzig Minuten ausgebreitet. Langweilig wird der Film aber nicht, weil er auch immer wieder noch einen draufsetzt - und mit einem Tarantino-typischen Gemetzel endet.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wochenrückblick 24.12.-30.12.

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] "Mulan" und "Pocahontas".
[GEHÖRT] Florence And The Machine.
[GELESEN] "Unsere schönste Trennung", ein Weihnachtsgeschenk.
[GEGESSEN] Raclette und an Heiligabend leckeren Nussbraten.
[GETRUNKEN] Matcha Latte.
[GEDACHT] Blödes Internet. Blödes französisches Netz.
[GEFREUT] über tolle Geschenke, u.a. eine Starbucks-Tasse von meiner Heimatstadt :)
[GEÄRGERT] Immer noch krank ...
[GELERNT] Ich bremse auch für Tauben.
[GEWÜNSCHT] dass endlich der 6. Januar ist ...
[GEPLANT] Ein Wiedersehen.
[GEKAUFT] Einiges an Klamotten.
[GEKLICKT] Die Amazon eBook-Gratis-Tage.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Wochenrückblick 17.12.-23.12.

(c) Frau von Saltkrokan
[GESEHEN] Züge von innen.
[GEHÖRT] Das Black Album von Metallica. Yeah!
[GELESEN] Den ersten Band von "Shades of Grey".
[GEGESSEN] Nach ewigen Zeiten mal wieder weiße Schokolade.
[GETRUNKEN] Tee, Tee, nochmals Tee. Wegen Halsschmerzen.
[GEDACHT] Endlich, endlich ist es vorbei.
[GEFREUT] darüber, dass ich die ganze Welt umarmen könnte.
[GEÄRGERT] Krank geworden :-(
[GELERNT] dass auch ich bei einer Erkältung sterben kann wie ein Mann ...
[GEWÜNSCHT] Mehr Zeit bis Weihnachten.
[GEPLANT] Das neue Jahr in Gedanken.
[GEKAUFT] Ein letztes Weihnachtsgeschenk und Sportutensilien.
[GEKLICKT] Von einer ganz besonderen Hochzeit geschwärmt.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Wochenrückblick 3.12.-9.12.

(c) Frau von Saltkrokan
[GESEHEN] Die Umbaupause des Unplugged-Konzertes der Ärzte. Herrlich!
[GEHÖRT] Unterwegs in den Ohren: Eben dieses Unplugged-Konzert.
[GELESEN] Die neue Neon.
[GEGESSEN] Ein tolles spontanes Abendessen.
[GETRUNKEN] Neuen Tee von Alnatura.
[GEDACHT] Die Zeit rast ...
[GEFREUT] Eine tolle Frau kennen gelernt und sofort gemocht :)
[GEÄRGERT] Mhm ... Mmmh ... Öh ... Über nichts ...
[GELERNT] Es gibt Menschen, die kennt man scheinbar schon ewig.
[GEWÜNSCHT] dass mein Gasboiler wieder funktioniert ... Hmpf ...
[GEPLANT] Ein Wochenende in Mönchengladbach.
[GEKAUFT] Eintrittskarten für die Pixar-Ausstellung in Bonn. 
[GEKLICKT] Hier und da auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken.

Donnerstag, 29. November 2012

Lebenszeichen.

Mal wieder eines dieser ominösen Lebenszeichen, die in kryptischen Formulierungen genau das verschweigen, um das sie kreisen. Man kann es nicht anders sagen, zur Zeit hat mich das pure Leben in seinem Griff und ich genieße es unheimlich, nicht in irgendwelchen Medien bevergraben zu sein. Das kommt mit der heißen Phase der Abschlussarbeit früh genug ... Ich komme auf Facebook nicht mehr mit, mein Google Reader zeigt mir sehr viele ungelesene Blogposts an und meine Emails erscheinen mir wie Botschaften aus einer anderen Welt. Und es ist alles gerade nicht wirklich wichtig ... [Sieht man vielleicht von Freundinnen und Freunden ab, die auch mal wieder Aufmerksamkeit haben wollen und bei denen ich mich hiermit tausendfach entschuldigen möchte, dass ich sie etwas vernachlässige.]
Da die Romantikerin mit der Realistin in mir ringt, wird dieser Zustand noch anhalten, aber irgendwann wird die Realistin - angesichts der zwickenden, zwackenden Pflichten - Recht behalten und ich werde wieder öfters Zeit finden für die Medien, die Pflichten und den ganzen Rest.
Bis dahin gibt es zur Unterhaltung meinen derzeitigen Lieblingsohrwurm:


Sonntag, 11. November 2012

Wochenrückblick 5.11.-11.11.

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] "Skyfall" im Kino. Guter Film, aber kein wirklicher Bond.
[GEHÖRT] "Somewhat Damaged" hoch und runter. Laut. Mit Kopfhörern.
[GELESEN] Den Anfang von "Mockingjay" auf dem Kindle.
[GEGESSEN] Pizza!
[GETRUNKEN] Krefelder!
[GEDACHT] Mehr davon! (Also nicht vom Krefelder jetzt ...)
[GEFREUT] Einen schönen viel zu kurzen Abend lang die digitale Welt vergessen :)
[GEÄRGERT] Durchnässte Schuhe nach dem schönen Abend.
[GELERNT] dass "Butterblume" auf Englisch "buttercup" heißt.
[GEWÜNSCHT] Mehr davon!
[GEPLANT] Wieder mehr gute Musik hören. Das macht glücklich.
[GEKAUFT] Eine andere Hülle für den Kindle.
[GEKLICKT] Nichts besonderes.

Sonntag, 4. November 2012

Wochenrückblick 29.10.-04.11.

(c) Frau von Saltkrokan
[GESEHEN] Wunderschöne, ganz tief hängende Wolken.
[GEHÖRT] "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen".
[GELESEN] "Unterwegs im Namen des Herrn" von Thomas Glavinic.
[GEGESSEN] Lindor, Lindor, Lindor ...
[GETRUNKEN] Tee, Tee, Tee ...
[GEDACHT] Meine Güte, wie die Zeit vergeht ...
[GEFREUT] über neues technisches Spielzeug (Bericht folgt!).
[GEÄRGERT] Regen und Kälte am Samstag.
[GELERNT] dass Ohropax den häuslichen Frieden rettet.
[GEWÜNSCHT] Zubehör für das neue technische Spielzeug.
[GEPLANT] Dem neuen Bond eine Chance zu geben.
[GEKAUFT] Gaaaaanz viel Schokolade beim Lindt-Werksverkauf.
[GEKLICKT] Amazon.de

Samstag, 20. Oktober 2012

Was macht das Motorradl?

"Was macht das Motorradl?" hat mich mein Hausarzt immer gefragt und mich bei entsprechenden Krankheiten jedes Mal darauf hingewiesen, eine zeitlang nicht mit dem "Motorradl" zu fahren. [Man merkt: Der Mann kommt aus südlichen Gefilden.]
Ja ... Was macht das Motorradl? Seit ich aus dem elterlichen Nest geflogen bin, habe ich nur noch ein paar Mal im Jahr die Gelegenheit, auf zwei Rädern unterwegs zu sein und kurz nach meinem Auszug wurde mein eigenes Motorrad verkauft (eine BMW F650 ST). Nun nehme ich - wenn überhaupt - die Maschine meiner Mutter (Honda CBF 600) und das auch viel zu selten. Mit dem Auto ist oftmals eben doch bequemer ... Doch manchmal gibt es Tage, an denen ich das Motorradfahren vermisse, zum Beispiel wie gestern, wenn es trocken ist und nicht zu warm und die Sonne ein bisschen scheint, wenn eben ideales Wetter ist. Im Frühjahr jucken meine Gashand und mein Schaltfuß und ich merke: Sobald ich mal einen Job habe, mit dem ich mir das Ganze leisten kann, muss ein Motorrad her!

Ich komme aus einer absoluten Motorradfahrer-Familie. Mein Vater fährt ebenso wie meine Mutter und meine beiden Onkel väterlicherseits. Der Onkel meiner Mutter hat, glaube ich, auch den Führerschein. Und die meisten Kumpels meines Vaters fahren sowieso Motorrad - mit denen mein Vater jedes Jahr auf Tour fährt. Mein Fahrlehrer (bei dem auch meine Eltern schon ihre Motorradführerscheine gemacht haben) ist schon fast so was wie ein Freund der Familie. 
Meine Honda CLR 125 Cityfly
Schon als Kind bin ich als Sozia mitgefahren und da war es fast ein Unding, dass ich nicht den Führerschein machte (Und ich glaube fast, dass meine Eltern irgendwie enttäuscht oder zumindest irritiert gewesen wären, wenn es so gekommen wäre). Weil ich nicht warten wollte bis ich achtzehn werde, musste also schon der A1-Schein her, 125 Kubik auf 80 gedrosselt. Meine erste Maschine war eine Honda CLR 125 Cityfly und auch wenn es kein Vergnügen ist, mit achtzig Stundenkilometern über die Stadtautobahn zu schleichen, habe ich den kleinen Hüpfer geliebt! Das Motorrad war wendig und leicht und ich wusste bald, wie sie in welcher Situation reagiert - unerlässlich für ein gutes Fahrgefühl! [Ein Roller wäre doch auch schön und "cool" gewesen, meint ihr? Nie im Leben! Obwohl ich heute sage, dass so ein Roller für den Stadtverkehr vielleicht auch nicht so schlecht ist. Aber mit sechszehn wäre das nicht in Frage gekommen.]
Die BMW F650 ST.
Mit achtzehn dann (bzw. angefangen habe ich mit siebzehn) kam der große, der A-Schein, zusammen mit dem Autoführerschein. Und dann die BMW. Leider hatte der Mensch, von dem wir sie gebraucht gekauft hatten, falsch daran herumgeschraubt, so dass sie mir dauernd absoff - und ich das Vertrauen in sie verlor. Unfälle hatte ich zum Glück nie schlimme, ein paar Mal bin ich gestürzt (am meisten aber mit der 125er), was aber jedes Mal glimpflich ausging. 
Ich habe nicht viel Ahnung von Technik oder solchen Dingen, ich bin auch eine eher instinktive Fahrerin. Für die Technik war immer Papa zuständig ;-)

Noch heute steht das Nummernschild der BMW auf meinem Bücherregal und ich hoffe, dass es nicht das letzte Motorrad-Nummernschild bleiben wird ... Ich träume nämlich davon, größere Touren zu fahren, aber dafür brauche ich wieder wesentlich mehr Fahrpraxis, denn es ist ein Teufelskreis: Je länger man nicht mehr gefahren ist, desto unsicherer ist man und desto eher lässt man das Fahren lieber bleiben - was eine schlechte Idee ist.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

[Lesestoff] "In einer Person" von John Irving

(c) Frau von Saltkrokan
Auf einen neuen Irving freue ich mich jedes Mal, seit ich ihn vor ein paar Jahren für mich entdeckt habe. Meistens dauert es ja mindestens zwei Jahre bis Irving einen Roman fertig hat - kein Wunder bei seinen dicken Schinken!
Die meisten Romane stehen noch ungelesen im Regal, bisher habe ich "Witwe für ein Jahr", "Garp und wie er die Welt sah" und "Letzte Nacht in Twisted River" gelesen. Mit ungefähr vierzehn habe ich mal "Das Hotel New Hampshire" angefangen, was damals aber noch zu früh war. Nun lese ich also seinen neuesten Roman, "In einer Person" [OT: "In One Person"]. 
Irving lesen ist sehr intensiv, bei kaum einem Autor fällt es mir so leicht, die jeweiligen Protagonisten so schnell anzunehmen als hätte ich schon seit zig Seiten von ihnen gelesen. Gleichzeitig sind Irvings Romane aber auch sehr anstrengend, weil eben so ausufernd und episch angelegt. Sich kurz fassen kann dieser Autor auf jeden Fall nicht! Wer da thrillerartige Spannung erwartet, sollte lieber einen Bogen um Irving machen.
"In einer Person" wartet wieder einmal mit für Irving typischer Skurrilität auf: Protagonist Bill ist der Sohn eines davongelaufenen Vaters und als Junge sexuell recht orientierungslos. Er will Schriftsteller werden und ist ein begeisterter Leser. Da ich momentan leider nicht viel zum Lesen komme, habe ich es erst auf Seite 300 von über 700 geschafft, aber es gefällt mir wieder sehr gut. Rezension wird natürlich folgen!

Oftmals finde ich es auf der einen Seite ein wenig schade, dass Irving sich in seinen Motiven wiederholt: Typisch für ihn sind Bären, Wien, die Ostküste der Vereinigten Staaten, Ringen, Schriftstellerei, vaterlose Jungen, dominante Frauen und sexuelle "Abweichungen" (bitte bitte in dicken Anführungsstrichen!) von der Hetero-Norm. Bei Irving tragen Männer Frauenkleidung und es gibt Transsexuelle ebenso wie Bisexuelle und Homosexuelle. Oft fühlen sich schwache Männer zu starken Frauen hingezogen, ebenso wie jüngere Männer zu älteren Frauen. Auch in "In einer Person" finden sich viele dieser Elemente. 
Auf der anderen Seite ist es genau das, was einen Irving ausmacht und man kann ihn - selbst in der Übersetzung - unter vielen anderen Romanen sofort erkennen. Ich werde mir wohl nie einig sein, ob ich das nun gut oder schlecht finde ...

Samstag, 13. Oktober 2012

Wochenrückblick 8.10.-14.10.

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] "Die Wand" in der Preview.
[GEHÖRT] Christoph Maria Herbst, der "Er ist wieder da" liest ... Hihi ...
[GELESEN] "Alles öko!" von Colin Beavan, an einem einzigen Abend.
[GEGESSEN] Selbstgebackenen Marmorkuchen. Wunderbar!
[GETRUNKEN] Ein, zwei Gläschen Eierlikör (der in den Marmorkuchen kam).
[GEDACHT] Was ein seltsamer Mensch ich manchmal bin - mich zieht es nach Skandinavien und dorthin, wo es kalt ist, statt an Karibikstrände.
[GEFREUT] Einen tollen Mädelsabend verlebt :)
[GEÄRGERT] Über Ohr-/Kopfschmerzen und eine latente Erkältung.
[GELERNT] Dass alle Erstis jedes Jahr gleich verwirrt (und nervig) sind.
[GEWÜNSCHT] Eine Putzfrau und einen Packesel.
[GEPLANT] Leseabende.
[GEKAUFT] Weniger! Und ein Abo der "Neon" bestellt.
[GEKLICKT] Tauschticket.de - und gleich ein paar Bücher losgeworden :)

Sonntag, 16. September 2012

Wochenrückblick 10.9.-16.9.

(c) Frau von Saltkrokan

Ich bin wieder online und deswegen kommt wie gewohnt der Wochenrückblick, aber bei dem herrlichen Herbstwetter zieht man dann wieder gern den Stecker!

[GESEHEN] Eine liebe Freundin aus der Grundschule. Nach über zehn Jahren <3
[GEHÖRT] "Holy Wood" von Marilyn Manson. Bäm!
[GELESEN] Immer noch "Still" von Susan Cain.
[GEGESSEN] Sellerieschnitzel von Mama.
[GETRUNKEN] Soja-Chocolate Mocha von Starbucks. Geburtstagsaktion sei Dank für 1,50 €.
[GEDACHT] Vegan ist ja doch nicht so schwer.
[GEFREUT] Thank god it's fall!
[GEÄRGERT] Über immer weniger Zeug.
[GELERNT] Bei manchen Menschen hat man das Gefühl, sie seien nie wirklich weg gewesen.
[GEWÜNSCHT] Neue Schuhe für den Herbst. Aber keine gefunden ...
[GEPLANT] Spaziergänge, Spaziergänge, Spaziergänge.
[GEKAUFT] Die tollste Postkarte ever (siehe Foto).
[GEKLICKT] Lush

Dienstag, 11. September 2012

Der Herbst.

(c) Frau von Saltkrokan

Während ihr das hier lest, bin ich eigentlich nicht wirklich da, ich habe mal wieder den Stecker gezogen und genieße das Offline-Leben. Dennoch fiel mir etwas ein, das ich noch festhalten wollte, solange ich gerade nichts in die Welt hinaus schreiben kann: Worauf ich mich freue in den nächsten Wochen, die die schönsten Wochen des Jahres sind, wie ich finde. Ich liebe den Spätsommer und frühen Herbst nämlich, wenn sich die Blätter verfärben und die Sonne tief steht. Wenn es schon so kalt wird, dass man sich dicker anziehen muss, die Schals herauskramt und eine Jacke.
Ich freue mich auf das Rascheln der Blätter am Boden, auf meinen Mantel, auf Schals und Stiefel. Auf Spaziergänge im Park, wenn es schon anfängt dunkel und kühler zu werden. Ich freue mich auf meine Lieblingsäpfel beim Obst- und Gemüseladen um die Ecke, genauso auf deftige Eintöpfe und süße Breie und die ersten Bratäpfel, die ich esse, sobald es draußen um die zehn Grad hat. Ich freue mich auf neue Produkte von Alverde und Balea, auf Düfte, die schon die Weihnachtszeit erahnen lassen.
In diesem Jahr freue ich mich außerdem auf meine Abschlussarbeit (ja, wirklich!), weil ich ein tolles Thema habe, in das ich mich hineinstürzen will. Etwas später dann freue ich mich auf den Besuch meiner Mama und das Toten-Hosen-Konzert mit meinem Papa. Ich werde die ersten Weihnachtsgeschenke vorbereiten und will viel backen und kochen. Sauna möchte ich auch ausprobieren.
Es wird ein - hoffentlich toller - Herbst, in dem vieles anders sein wird als in den Jahren davor.

Samstag, 8. September 2012

[Alltime-Favourite] "Eat Me, Drink Me"

Man hat sich schon durchaus sehr überrascht gezeigt, wenn ich von meiner Vorliebe für etwas härtere Musik erzählt habe - wobei ich mich frage, wieso ... Ob ich wirklich so unschuldig aussehe?! Und falls ja, was hat das mit meinem Musikgeschmack zu tun?
Eine dieser Vorlieben gilt seit Jahren Marilyn Manson, von dem ich eine einigermaßen hohe Meinung habe, zumindest von ihm als Künstler. Denn ich denke, dass so ein Künstler sein muss: Eigen, etwas exzentrisch und kritisch. Marilyn Manson fällt auf und auch wenn seine Art manchmal sehr übertrieben scheint, trifft er anscheinend gerade in den Vereinigten Staaten einen Nerv damit: Sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht (oder hasst ihn sogar). In den letzten Jahren ist er - so empfinde ich es zumindest - etwas salonfähiger geworden, was sicherlich viel mit seinem Imagewechsel zu tun hat, immerhin kleidet er sich jetzt schon fast normal, aber auch mit seiner Ehe mit Dita von Teese, die ihn auf die roten Teppiche gebracht hat. 
Für mich entdeckt habe ich Marilyn Manson mit unschuldigen zwölf Jahren, als "The Fight Song" bei MTV gespielt wurde. [Ihr erinnert euch, ich war auch als Teenie schon in anderen musikalischen Gefilden als Gleichaltrige unterwegs.] Ich kaufte mir die Single und dann lieh ich mir das Album aus, "Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)". Und war begeistert und bin es bis heute, denn hey, wer schreibt heutzutage noch richtig gute Konzeptalben? "Holy Wood" ist bis heute neben "Eat Me, Drink Me" eines meiner Lieblingsalben, die ich ohne Unterbrechung von Anfang bis Ende durchhören kann. "Eat Me, Drink Me" kam heraus als ich Abitur machte und ich genoss es, mit dem Auto an der Schule vorzufahren während aus den Boxen in voller Lautstärke Marilyn Manson dröhnte (Man muss seine Andersartigkeit ja pflegen ...).
Es ist übrigens nicht so leicht, die Band Marilyn Manson und den Musiker Marilyn Manson zu unterscheiden, denn die eine lebt vom anderen. Ganz ähnlich wie bei den Nine Inch Nails, die eigentlich genau genommen fest nur aus Trent Reznor bestehen.

Seit ein paar Tagen läuft "Eat Me, Drink Me" also wieder rauf und runter in meinem Player. Es ist das vielleicht zugänglichste Album von Marilyn Manson, weil es kein Konzeptalbum und zudem sehr persönlich ist. Mit diesem Album verarbeitet er die Scheidung von Dita von Teese und feiert gleichzeitig seine neue Beziehung zu Evan Rachel Wood (die inzwischen auch in die Brüche gegangen ist). 
Es ist schwierig zu sagen, welche Songs ich am liebsten höre, es kommt auch immer ganz auf die Stimmung an. Die erste Singleauskoppelung "Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)" kennt man vielleicht sogar aus dem Radio und anfangs hat mir der Song gar nicht gefallen, weil er so poplastig war, so sehr Mainstream, inzwischen finde ich ihn sogar ganz gut. Nur der Remix auf dem Album ist wirklich wirklich grottenschlecht - was soll so ein Schund auf einem Album? "Heart-Shaped Glasses" tanzbar, fertig verpackt für die Disko ...
Weitere tolle Songs sind "The Red Carpet Grave", "Evidence", "Are You The Rabbit?" und "Eat Me, Drink Me". Besonders der titelgebende Song ist textlich sehr stark und erinnert an ältere Songs von Marilyn Manson. Und nun, wieso ich Marilyn Manson so schätze: Ich denke, er ist sehr gebildet (Hier zeigt sich mal wieder, dass man immer hinter die Fassade blicken sollte) und das zeigt sich bei "Eat Me, Drink Me" in besonderer Weise, denn die Literaturliebhaber unter euch haben es sich sicherlich schon gedacht, hier spielt "Alice im Wunderland" eine wichtige Rolle. Da freut sich das Literaturwissenschaftlerinnen-Herz! Intermedialität in ihrer schönsten Form! Solche Kniffe unterscheiden in meinen Augen "normale" 0815-Musiker von richtigen Künstlern. Denn ein Lied über Liebe kann jeder schreiben, aber Bezug auf Kunst und Literatur nehmen, das tun nicht so viele. "Alice im Wunderland" hat schon viele Künstler inspiriert, Manson ist also bei weitem nicht der erste, aber es macht immer wieder Spaß, solche Bezüge zu entdecken.

Montag, 3. September 2012

Kulinarisches Fundstück: Süße Kokoschips

(c) Frau von Saltkrokan

Von der Veggie World habe ich mir etwas urleckeres mitgenommen: Süße Kokoschips. Sie schmecken leicht nach Kokos, angenehm süß und haben eine Menge Kalorien ;-) Immerhin 492 auf 100g, aber die ganze Dose hat 125g und nach ein paar Fingerchen voll hat man schon genug. Man kann sie für Desserts verwenden, außerdem zum Salat und im Müsli - aber ich finde, dafür schmecken sie viel zu lecker, pur essen ist doch viel toller.
Die Kokoschips gab es zum Messepreis, erhältlich sind sie - laut Dame am Stand - wohl vor allem erst über die Herstellerseite, nach und nach sollen sie aber auch in Bioläden Einzug erhalten.
Sehr lecker war auch der Kokosblütensirup, den meine vegane Freundin, die mit auf der Messe war, mitgenommen hat und der kaum nach Kokos geschmeckt hat. Ideal als Honigersatz für Veganer.




P.S.: Ich mache mit diesem Beitrag keine Werbung, weil ich Geld vom Hersteller bekommen habe, sondern weil ich das Produkt toll finde.

Dienstag, 21. August 2012

Pixar's "Merida" (OT: "Brave")


Ja, ja, ich weiß, ich hinke mal wieder ziemlich hinterher, der Film läuft schließlich schon seit Anfang des Monats, aber heute war es endlich soweit. Und: Ich war seit Jahren das erste Mal wieder allein im Kino und es war herrlich. Als Teenie hab ich das öfters gemacht, weil ich mir Filme angesehen habe, die meine Freundinnen nicht so interessierten. Nun habe ich beschlossen, das wieder zu pflegen - wieso soll ich auf Filme verzichten, nur weil ich keine interessierte Begleitung habe? In den letzten Jahren sind so leider einige Filme (zumindest im Kino) an mir vorbeigegangen. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich nur für bestimmte Filme ins Kino gehe und nicht für jede dahergelaufene Komödie (wie dieser "Ted", auf den alle so stehen ...). Das sind dann eben Filme wie früher "Harry Potter" oder im Dezember "Der Hobbit" - und Pixar-Filme.
Ich liebe Pixar-Filme, früher waren es natürlich Disney-Filme, die ich zwar immer noch mag, aber wenn dann die alten, die neuen kann man echt in den meisten Fällen in die Tonne kloppen (rühmliche Ausnahme der letzten Jahre "Rapunzel - Neu verföhnt"). "Merida" hat mich in doppelter Hinsicht gereizt, bereits als ich den Trailer gesehen hatte, war ich Feuer und Flamme. Eine eigensinnige Highland-Prinzessin, Schottland als Kulisse - genau mein Fall! Wer auch nur ein wenig mit Animationsfilmen anfangen kann, dem kann ich den Film nur ans Herz legen. Er ist unglaublich witzig, hat aber - wie so oft bei Filmen aus dem Hause Disney/Pixar - eine tiefgründige Botschaft. Die Figuren sind wieder sehr individuell und auch wenn ich den Film ganz stinklangweilig und retro nicht in 3D gesehen habe, war ich begeistert von der Animation. Besonders bemerkenswert bei den Pferden, die aussehen wie ihre Kollegen aus Fleisch und Blut (Meridas Pferd, Angus, ist übrigens ein Shire Horse! <3). Bei Pixar merkt man immer wieder eine unglaubliche Liebe zum Detail, die ich sonst nur von Ghibli kenne.
Absolutes Highlight ist natürlich das Bogenschießen, das im Trailer gezeigt wird, aber auch danach lässt der Film nicht nach. An manchen Stellen lag das ganze Kino am Boden vor Lachen, an manchen Stellen hatte ich Tränen in den Augen. Ich werde mir auf jeden Fall im Dezember die DVD holen, gerne auch zum Einführungspreis, das ist der Film in jedem Fall wert!


Ach ja ... Was ist das eigentlich, dass ich jedes Mal Pippi in die Augen bekomme, sobald auch nur ein Ton aus einem Dudelsack erklingt? Ob ich in einem früheren Leben auch mal eine Highland-Prinzessin war? ;-)

Sonntag, 5. August 2012

Ohrwurm


Zur Zeit absoluter Ohrwurm, seit Erscheinen immer wieder. Auch wenn sich mir der Zusammenhang zwischen Video und Lied nicht so erschließt ...

Samstag, 14. Juli 2012

Filmprojekt 02: Mona Lisas Lächeln

(c) Frau von Saltkrokan

Ich mag Julia Roberts nicht. Ich finde, sie ist als Schauspielerin maßlos überschätzt und ihre Rollen sind selten das, was ich mir gerne ansehe. Sieht man von "Mona Lisas Lächeln" ab ... Ich liebe liebe liebe diesen Film, er erzählt von einer Zeit, von der ich jedes Mal denke, dass ich froh bin, nicht in sie hinein geboren zu sein. Die spießigen 50er. Julia Roberts spielt die Hochschullehrerin Katherine Watson, die aus Kalifornien ans Wellesley-College nach New England kommt. Dort geht es sehr konservativ zu, sie empfindet das College als Wartestation für zukünftige Ehefrauen und Mütter. Bald gilt sie dort als Feindbild, als jemand, der die Studentinnen aufwiegelt. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht, ihren Studentinnen ein Leben jenseits von Kochtopf und Babyfläschchen vorzuleben.
Neben Julia Roberts spielen zwei meiner Lieblingsschauspielerinnen, Kirsten Dunst und Julia Stiles, und Maggie Gyllenhaal ist auch sehr wundervoll. "Mona Lisas Lächeln" ist ein Film, den ich eher seltener sehe, auf den ich aber regelmäßig Lust bekomme, so dass ich denke, dass ich ihn behalten werde.