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Freitag, 7. März 2014

Sieben Monate Berlin. Ein Fazit.

(c) Frau von Saltkrokan
Sieben Monate leben wir nun schon in Berlin, das Halbjährige habe ich ganz verschlafen. Zeit, zurück zu blicken und ein erstes Fazit zu ziehen. Hat Berlin gehalten, was es versprach oder trauere ich Düsseldorf doch noch hinterher?
Nach sieben Monaten habe ich mich zwar schon wesentlich besser eingelebt als das damals in Düsseldorf der Fall war, aber hundertprozentig heimisch bin ich noch nicht. Berlin ist eben viel größer als Düsseldorf und großstädtischer. Besonders als ich eben den Beitrag durchlas, in dem steht, was ich alles an Düsseldorf vermissen werde, fiel mir eines auf: Menschlich ist es doch weitaus distanzierter und man fühlt sich viel anonymer. Der Mann, der mir im türkischen Gemüseladen immer das Gemüse wiegt, erkennt mich zwar schon, ebenso wie der Kellner beim Inder ums Eck, und der Paketbote ist auch meist der gleiche, aber im Allgemeinen ist man doch eher Irgendjemand. Nie hätte ich gedacht, dass mir das so wichtig sein könnte, aber gerade in einer Großstadt sind solche Kontakte von Bedeutung - weil man eben eine größere Nachbarschaft hat und nur ein kleiner Teil einer großen Masse ist.

Als wir letzten Monat für einen Tag Düsseldorf - und damit J. - besucht haben, war ich ganz aufgeregt und nervös vor Vorfreude. Immerhin verlief der Umzug letztes Jahr dann doch sehr schlagartig und ich konnte mich nicht in Ruhe verabschieden, denn eines weiß ich jetzt: So oft ich auch über Düsseldorf, seine vielen Baustellen und reichen Snobs geschimpft habe, ich liebe diese Stadt heiß und innig und ich werde sie immer lieben. Hier habe ich meine ersten Schritte als Erwachsene getan, ganz selbstständig und alleine, wenn auch noch mit elterlicher Schützenhilfe. Ob ich mir vorstellen könnte, eines Tages wieder dort zu leben? Wieso nicht, das sollte man nie ausschließen! Was ich heute an Düsseldorf am meisten vermisse? Die Stadtbüchereien (denn die sind dort wirklich besser!), Altbier, die Altstadt und die Rheinuferpromenade, das "Sattgrün" und den "Schwan", das Brot von "Hinkel" und natürlich J., die uns allerdings immer ein guter Grund sein wird, nach Düsseldorf zu fahren.

Doch auch zu Berlin hat sich in den letzten Monaten eine starke Liebe entwickelt. Berlin ist rauer als Düsseldorf und nicht so schick, aber auch wesentlich weniger spießig. Hier gibt es so viel, was ich an einer Großstadt schätze, allem voran die vielen veganen Cafés und Restaurants. Was das angeht, steckt Düsseldorf nämlich noch ziemlich in den Kinderschuhen! Die U-Bahn ist für mich das Größte und wenn es sich vermeiden lässt, möchte ich hier auch kein Auto haben. Wozu auch? Bis auf ein paar Ausnahmen braucht man hier auch keins.
Bisher gibt es auch nichts, das mich an Berlin nervt. Manchmal finde ich es schade, dass es hier keinen klassischen Stadtkern gibt, ein anderes Mal finde ich gerade das sehr spannend und liebenswert. Es ist alles viel entzerrter, am Wochenende tummelt sich nicht die halbe Stadt auf einem Fleck, so wie in Düsseldorf, und auch wenn S. bei ihrem Besuch meinte, Berlin sei ihr persönlich zu groß, empfinde ich Berlin nicht als groß. Natürlich wohnen hier mehr als drei Millionen Menschen, aber davon merkt man nicht allzu viel etwas. Kieze sei Dank! Und unser Kiez ist wunderschön und hier gibt es alles, was man zum Leben braucht, wenn man nicht gerade einen besonderen Wunsch hat oder ausgehen möchte.

Die Stadtbüchereien (um das Thema wieder aufzugreifen) sind leider recht teuer, weil man aus einer anderen Zweigstelle nicht kostenlos bestellen kann - sowohl Hin- als auch Rückweg kosten etwas. Wir haben zwar direkt um die Ecke eine Bücherei, aber leider ist diese nicht besonders gut ausgestattet und ich muss öfters etwas bestellen oder in anderen Büchereien ausleihen, wenn ich nicht dauernd extra zahlen will. Da heißt es, den Überblick zu behalten, wo man was ausgeliehen hat! DVD-technisch sind die Büchereien auch nicht so gut ausgestattet wie die in Düsseldorf, aber zum Glück sind wir ja bei einer Online-Videothek angemeldet.

Insgesamt hält es sich also die Waage, beide Städte haben ihre Vor- und Nachteile und ich bin immer wieder überrascht, wie gut ich mich - trotz Gewohnheitsmenschentum - hier eingelebt habe. Das Heimatgefühl lässt noch ein wenig auf sich warten, aber das tat es auch in Düsseldorf, wo ich mich erst nach gut anderthalb Jahren wirklich heimisch gefühlt hatte.

Montag, 17. Februar 2014

[Leben in Cafés // 12 Monate - 12 Cafés] Der "Schwan" in der Düsseldorfer Altstadt

(c) Frau von Saltkrokan
Es gibt nur wenige Cafés, die bisher zur ganz großen Liebe in meinem Leben geworden sind. Dazu gehören die alte Version des "Alex" in Saarbrücken (als es noch ein wenig schäbig war und bevor es franchisemäßig zu seelenlosem Einheitsbrei wurde) und das "moccachili", ebenfalls in Saarbrücken. In Düsseldorf waren es eindeutig die "löffelbar", direkt bei mir um die Ecke, und der "Schwan" in der Altstadt. Hierbei fällt mir übrigens auf, dass es meistens jene Cafés auf die Große-Liebe-Liste schaffen, die nicht nur ganz spießig-klassisch Kaffee und Kuchen anbieten, sondern in denen man vom Frühstück über das Mittagessen bis hin zum Abendessen und Feierabendbier alles bekommen kann. Zufall?

Der "Schwan" ist von einem Zwillingspärchen gegründet worden und hat inzwischen drei weitere Ableger (in Düsseldorf-Derendorf, Düsseldorf-Pempelfort und in Neuss), aber meine ganz große Liebe ist der in der Altstadt. Hier habe ich schon viele schöne Stunden verbracht, habe mich mit Freundinnen getroffen, geschlemmt, getrunken und gequatscht. Immer wenn es einen Treffpunkt zu verabreden gab oder wenn Besuch aus der Ferne in der Stadt weilte, wählte ich den "Schwan" aus. Hier habe ich alleine bei einem Buch und einem Kaffee gesessen oder aus der Ferne auf den Geburtstag meines Vaters angestoßen. Hier war ich mit M. bei unserem ersten Date ein Bier trinken. Kurz: Der "Schwan" ist fast ein zweites Wohnzimmer für mich und genau das macht die Große-Liebe-Cafés aus, dass man sich pudelwohl dort fühlt und Geschichten mit ihnen verbindet. 
Daher war es absolut klar, dass wir hier etwas trinken gehen müssen, als feststand, dass wir für ein paar Tage in meine alte Wahlheimat fahren. Ich freute mich irrsinnig darauf!

Normalerweise würde ich um die Uhrzeit, zu der wir dort waren, ja eher einen Tee oder einen Kaffee bestellen, aber weil ich das gute Düsseldorfer Altbier so vermisst hatte, musste das her. 
Bezahlt haben wir für eine Cola 2,90 € und ein Alt 1,95 €.

Der Service war schnell, aber nicht übermäßig aufmerksam.
Ich hatte im "Schwan" immer ein, zwei Lieblingskellner, die auch zuverlässig und nett sind, alle anderen erscheinen mir immer wieder ein bisschen schluderig und unaufmerksam.

(c) Frau von Saltkrokan

Vom Konzept her ist der "Schwan" von sich aus schon als zweites Wohnzimmer angelegt. Früher war er nicht ganz so "stylisch", sondern noch ein bisschen gemütlicher, wenn auch düsterer. Heute hängen an den Wänden auch Familienfotos von Kerstin Rapp-Schwan, der Inhaberin, die die Cafés/Restaurants inzwischen mit ihrem Mann leitet. Auf der Speisekarte finden sich auf Gerichte von Oma Käthe, der Großmutter der Inhaberin.
Sein Wappentier, eine Ente, verdankt der "Schwan" übrigens einer netten Familien-Geschichte: In einem Tanzlokal spricht in den 60ern ein junger Mann eine junge Frau an, mit den Worten "Gestatten, mein Name ist Schwan!". Die junge Frau erwidert kess "Und mein Name ist Ente!" und denkt sich, dass der Mann sie wohl veräppeln wolle. Später heirateten die beiden und bekamen Zwillinge - die Inhaberin und ihren Bruder. Eine nette Geschichte, die auch auf den Speisekarten zu finden ist, und die ich jedem Besucher zu lesen gebe.


Den "Schwan" kann ich wirklich jedem empfehlen. Egal ob ihr euch mit Freunden, euren Date, den Eltern oder Schwiegereltern treffen wollt, ob ihr frühstücken, ordentlich satt werden oder nur ein Bierchen trinken wollt, hier seid ihr richtig. Zugegeben, für ein Geschäftsessen ist es vielleicht nicht ganz schick genug, aber man kann ja nicht alles haben ;-) Die Preise sind vollkommen in Ordnung, vor allem für die Altstadt. Ein Alt kostet z.B. nur fünf Cent mehr als bei der Brauerei Schlüssel auf der Bolkerstraße (nämlich 1,95 €), ein Espresso 1,95 €, ein Salat je nach Beilage 8-10 €, warme Speisen 8-12 €.

Leider ist der "Schwan" allerdings so gar nicht Vegetarier- oder gar Veganer-freundlich. Heißgetränke gibt es nur mit Kuhmilch, das Essen ist gutbürgerlich und sehr fleischlastig. Auf der Wochenkarte findet sich allerdings meistens ein vegetarisches Gericht und auf der Standardkarte zwei oder drei. Aber eben nur vegetarische. Fleischessern kann ich das Essen uneingeschränkt empfehlen, besonders die Schnitzel, Burger und Flammkuchen sind sehr lecker (Und ja, das sage ich als Veganerin, aber immerhin habe ich dort auch schon das ein oder andere Stück Fleisch zwischen die Zähne bekommen, als ich es noch gegessen habe!). Auch die Salate sind sehr lecker und riesengroß. Wenn ihr anschließend noch Platz habt, dann probiert das warme Schokoküchlein mit flüssigem Kern - himmlisch!
Wer mutig ist, kann ein Überraschungsessen bestellen, das unter dem Motto "Gegessen wird, was auf den Tisch kommt!" angepriesen wird. Für alle Frühstücks- und Brunchfans ist das Frühstücksbuffet am Wochenende sicherlich ein Fest; inzwischen ist es leider etwas teurer geworden, nämlich 11,95 € (früher 10,95 €). M. und ich hatten einmal das Vergnügen in Derendorf und haben dort mehrere Stunden nur mit Essen verbracht - es lohnt sich also!
An Getränken müsst ihr unbedingt die hausgemachte Limonade (die, glaube ich, auch vegan sein dürfte) und im Winter die Lebkuchenschokolade, falls auf der Sonderkarte vorhanden, probieren. Und wenn ihr Altbier nicht kennen solltet, ist dieses natürlich sowieso Pflicht in Düsseldorf!

P.S.: Beim Raussuchen der Adresse und ÖPNV-Verbindungen ist mir aufgefallen, dass ich mich schon so dermaßen daran gewöhnt habe, bei den meisten Berliner Adressen automatisch auch die nächste Haltestelle mit angegeben zu finden, dass es seltsam ist, wenn es mal nicht so ist ...

 

"Schwan". Mühlenstr. 2. 40213 Düsseldorf.
So.-Do. 10 – 0 Uhr. Fr. + Sa. 10 – 1 Uhr.
ÖPNV: Straßenbahnen 703, 706, 712, 715 oder (vom Hauptbahnhof aus) U-Bahnen U74, U75, U77, U78, U79 bis U Heinrich-Heine-Allee.




"12 Monate - 12 Cafés" ist eine Blogaktion von morgenrosa.

Sonntag, 2. Februar 2014

Wochenrückblick. Glücksversion. 27.1.-2.2.

(c) Frau von Saltkrokan
Schon lange gab es hier keinen Wochenrückblick mehr. Zunächst einmal, weil ich selten dazu kam, meine Woche festzuhalten (Und ich muss ehrlich gestehen, ich bekomme sonntags nicht immer alles zusammen, wenn ich es nicht unter der Woche regelmäßig notiere.) Andererseits war ich aber auch nicht mehr wirklich zufrieden mit der Art des Wochenrückblicks. Manchmal hat es mich deprimiert, wenn ich nicht viel erlebt habe oder wenn ich mich oft geärgert hatte oder es einfach allgemein eine blöde Woche war. Daher kam mir vergangene Woche eine Idee: Statt des normalen Wochenrückblicks, in dem ich festhalte, was ich gemacht habe (und der auch all das Negative umfasste), möchte ich im neuen Wochenrückblick festhalten, was mich gefreut und glücklich gemacht hat. Dinge, Momente, Menschen.

Schneeflocken. Das Knirschen von frisch gefallenem Schnee unter meinen Füßen. Eine große Portion Spaghetti mit Erbsen. Ein Espresso im Café um die Ecke. Eine angeregte Diskussion mit M.. Stolz angesichts M.s erster super Note. Die erste Staffel von "The Big Bang Theory" zu Ende gesehen und über Howards Erdnuss-Gesicht beömmelt. Seit langem mal wieder richtig Lust auf Stricken. Soja-Mangolassi mit Zimt zum Frühstück. Mit H. gechattet. Bewerbungen abgeschickt. Urleckerer Kuchen im "freckles". Der Bergmannkiez. Kartoffel-Blumenkohl-Curry. Ein schöner Abend im "Vaust". Leckeres selbstgebrautes Bier, das fast wie Altbier schmeckt, und ebenso leckere Weiße mit hausgemachtem Limette-Minze-Sirup! Einen tollen Film gesehen ("Epic"). Mit M. gekocht und nebenbei die zweite Staffel von "The Big Bang Theory" zu Ende gesehen. Selbstgemachte Burger mit selbstgemachten Burgerbrötchen gegessen. Mit H. geskyped und irrsinnig viel gelacht.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Mein Jahr 2013.

(c) Frau von Saltkrokan
Lange war es hier still, aber ihr kennt das ja vielleicht: Vorweihnachtsstress und so. Ab heute soll es aber wieder etwas aktiver hier werden, besonders ein paar Rezensionen wollen geschrieben werden und in Hinblick auf mein Veganwerden hat sich ein wenig getan.

Leider war die 13 nicht wie gehofft meine Glückszahl. Das Jahr 2013 meinte es insgesamt nicht gut mit mir, weswegen ich nun ganz besonders nach vorne schauen und das neue Jahr umso herzlicher begrüßen möchte. 
Von allen Negativen, das 2013 mir brachte, möchte ich gar nicht sprechen, aber von den positiven Dingen! 

Anfang des Jahres hatte ich eine besondere Erfahrung gemacht: Eine Recherchereise ins Deutsche Literaturarchiv in Marbach/Neckar, für meine Masterarbeit. Meinen Platz hatte ich schon bevor ich M. kennen lernte und meine Entscheidung kam durch ihn kurz ins Wanken: Ich wusste, ich würde ihn sehr vermissen und hatte plötzlich nur noch wenig Lust, die lange Reise nach Baden-Württemberg anzutreten, nur um mehrere Tage in einer Bibliothek zu sitzen. Doch er bestärkte mich darin, diese Erfahrung zu machen und ich habe es nicht bereut. Die Erkenntnisse für meine Masterarbeit hielten sich in Grenzen, allerdings habe ich es sehr genossen, ganz für mich allein zu sein und mich in der Arbeit vergraben zu können. Die Originalbibel von Alfred Döblin von 1928 in den Händen halten zu können, war sicherlich auch ein Highlight, das nur solch verrückte Büchernarren wie ich verstehen können!

Nach dem Aufenthalt in Marbach war Ackern angesagt: Die härtesten Monate kamen nun erst, ich lebte praktisch in der Bibliothek, in die ich mich zum Arbeiten zurück zog. M. trat mir immer wieder in den Hintern und hielt mich vom Sockenbügeln ab. Ende März war es dann endlich geschafft und ich hielt nach mehreren Formatierungsunfällen und einem zwischenzeitlichen Stottern des Druckers endlich meine fertige Masterarbeit in Händen - und hätte fast drauf geheult, wenn M. mich nicht ermahnt hätte.

Den Urlaub in Berlin über Ostern hatten wir uns dann beide wirklich verdient und die Vorfreude auf unseren Umzug stieg. Ich war das erste und letzte Mal 2004 in Berlin und es hatte sich so manches geändert: Beispielsweise war der Hauptbahnhof nun fertig. Es schien alles so unwirklich. Hier sollte ich bald wohnen? Ich konnte es kaum glauben. Doch nun wohnen wir schon seit September hier in der Wohnung von M.s Tante und wir fühlen uns beide sehr wohl, sowohl in der Wohnung als auch in der Stadt. Unser Kiez ist wunderschön und auch der Rest Berlins wird immer mehr erkundet und erobert. Dass ich hier eine zweite Familie habe, ist umso schöner und ich bin sehr dankbar dafür, dass wir einen entspannteren Neuanfang wagen können als wenn wir direkt eine eigene Wohnung hätten suchen müssen. DER Stress kommt dann 2014!
Berlin ist gerade jetzt, wo ich den Schritt zum Vegansein getan habe, ein Paradies. Ich würde nie wieder aufs Land ziehen wollen und in den nächsten Jahren auch nicht von hier weg, dafür gefällt es mir hier viel zu gut.

Das Schönste an 2013 waren wieder einmal meine Freunde und meine Familie, zu der nun auch M.s Familie gehört. Sie haben mich durch Hochs und Tiefs begleitet und ich habe wieder einmal festgestellt, wer meine wahren Freunde sind. Diese wahren Freunde sind wieder etwas weniger geworden, aber dafür sind sie umso wichtiger und wertvoller. Die, die beim Umzug ihre Hilfe angeboten haben. Die, die sich erkundigt haben, wie es mir geht und es auch wirklich wissen wollten. Die, die einfach nur da waren, ohne Fragen zu stellen. Die, die alle zwei Wochen aus Spanien Karten geschickt haben. Die, mit denen ich über mein Veganwerden reden konnte ohne dass sie auf Abstand gegangen sind. Die, die sich für mich gefreut haben, ganz ehrlich und ohne Neid. 
Ich habe mich gefreut, endlich einmal wieder H. zu sehen, nach viel zu langer Zeit, und mal wieder für viel zu kurze Zeit. Mit J. haben M. und ich schöne Zeiten verbracht, sowohl noch in Düsseldorf als auch nachher bei ihrem Besuch in Berlin. S. und C. sind noch mehr zu unseren gemeinsamen Freunden geworden und stets Ansprechpartner in Warhammer-Fragen. Eine Freundin von M. ist auch zu meiner Freundin geworden. 
Und es ist fest eingeplant, dass wir unsere Freunde besuchen oder sie uns besuchen, wann immer die Möglichkeit dafür besteht. 

Das Verhältnis zu meiner Mutti ist inniger denn je, da auch sie kein gutes Jahr hatte und wir enger zusammen gerückt sind. Bei ihr weiß ich: Sie ist immer für mich da, komme was wolle und was auch immer ich mir wieder für abstruse neue Ernährungsweisen aussuche. Auch zu meiner Cousine und Onkel und Tante väterlicherseits habe ich nun wieder ein bisschen mehr Kontakt, was ich sehr schön finde und weiterhin pflegen möchte.
M.s Familie hat mich so herzlich in ihrer Mitte aufgenommen, dass ich mich sofort als Mitglied der Familie gefühlt habe. Auch sie waren mir Stütze und Inspiration, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

Am dankbarsten bin ich natürlich für M., der so vieles für mich ist und mit dem ich alle Hürden nehmen kann, die das Leben uns stellt. Und alles andere, was ich ihm noch sagen würde, weiß er schon.


Vom neuen Jahr 2014 wünsche ich mir nicht viel, denn ich bin genügsamer geworden, habe ich das Gefühl. Ich wünsche mir keine Reichtümer mehr, aber dafür Gesundheit und Zeit mit meinen Freunden und der Familie und dass ich meinen Weg gehen kann, voller Elan und mit Mut in meinem Herzen. Für alles andere gibt es auch dieses Mal wieder ein "Was geht?", das regelmäßig aktualisiert wird.