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Mittwoch, 5. März 2014

Lebenszeichen. Oder: Kochbücher über Kochbücher.

(c) Frau von Saltkrokan
Nachdem ich nun schon gut anderthalb Wochen nichts von mir habe hören lassen, hier ein kleines Lebenszeichen in Form einer Vorschau. Da ich zu meinem Geburtstag drei wundervolle Kochbücher geschenkt bekommen habe, wird es in nächster Zeit öfters wieder Rezepte hier auf dem Blog geben. 
Außerdem haben M. und ich gestern das Projekt "Gesünder leben und abnehmen" gestartet. Dabei halten wir uns zu großen Teilen an Attila Hildmanns 30-Tage-Challenge aus "Vegan for Fit", mit kleinen Abweichungen - Ich kann eben die anderen Kochbücher nicht einen vollen Monat lang unberührt und unbenutzt im Regal stehen lassen!

Schaut doch einfach mal rein; ich hoffe, ich schaffe es, wieder mehr zu bloggen.

Montag, 10. Februar 2014

Wochenrückblick 3.2.-9.2.

(c) Frau von Saltkrokan
Der Geruch von frischem Hefekuchen. Tolles Wetter mit viel Sonne. Vorfreude auf einen Kurztrip in die alte Wahlheimat (Altbier! Und Sattgrün mit J.! Und M.s Familie!). Mein neues Lieblingsgetränk: Leitungswasser mit zwei Scheibchen Zitrone. Ein Stapel Bücher neben dem Bett, aus dem ich die aktuelle Lektüre auswählen kann. Selbstgemachte Rote Bete Chips! The Big Bang Theory. Das Ende der sechsten Staffel von How I Met Your Mother (Grausamer Cliffhanger!). Und noch mal The Big Bang Theory. M.s Schal weitergestrickt. Noch warmer, saftiger Schokokuchen. Überschäumende Vorfreude auf Brötchen von Hinkel. Liebäugeln mit dem neuen Murakami. Artgerecht ist nur die Freiheit zu Ende gelesen. Avocado-Sushi. Mit J. telefoniert. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mango! Mit S. telefoniert. Pizza mit Knoblauchöl.

Dienstag, 7. Januar 2014

[Rezension] "Weihnachten! Das Goldene von GU"

(c) Frau von Saltkrokan
Ja, Weihnachten ist schon lange vorbei und ja, leider habe ich die Rezension nicht zum geplanten Zeitpunkt fertig geschrieben, Vorweihnachtsstress sei Dank. Da ich das Koch-/Backbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, aber wirklich gut finde, vergesse ich mal kurz, dass Weihnachten gerade erst war und schwelge in Rezepten mit Zimt, Nelken und Zuckerguss.

Zuerst einmal sei festgehalten, dass ich das Buch bekam, als ich noch Vegetarierin war, denn eines ist es ganz sicher nicht: Vegan. Es finden sich sogar einige Fleischgerichte darin, was mich aber nicht stört, schließlich gibt es noch genug andere tolle Kapitel, wegen derer ich nach dem Buch geschielt habe. Aber der Reihe nach ...

Das Koch-/Backbuch ist unterteilt in fünf Kapitel:
  • "Alles für den Plätzchenteller" versammelt Rezepte für Süßes, das mit einem Haps im Mund verschwunden ist
  • "Feines zum Adventskaffee"; wenn es etwas mehr als nur Plätzchen sein darf, besonders mehr Hüftgold!
  • "Weihnachtsgeschenke zum Vernaschen" vereint alles mögliche, das man zu Weihnachten (oder auch wann anders!) verschenken kann: Von süßen Leckereien über Flüssiges bis hin zu Eingelegtem
  • "Glühwein, Schokomilch & Apfelpunsch" umfasst alle erdenklichen Getränke, die in die Weihnachtszeit passen
  • "Festliche Weihnachtsmenüs" stellt Rezepte für die Festtage vor, von Vorspeise über Hauptgang bis zum Dessert, ob mit Fleisch, mit Fisch oder vegetarisch
Die Rezepte sind auch hier wie in den anderen "Das Goldene"-Büchern alle mit einem Bild ausgestattet und bei den Zutatenlisten ist angegeben, für welche Menge das Rezept ausgelegt ist, die Zubereitungszeit und die Kalorienzahl. Bei manchen Rezepten gibt es als kleine Dreingabe "Profi-Tipps", in denen Hinweise zur Zubereitung gegeben werden, "Aroma-Tipps", in denen man erfährt, wie lange das Zubereitete haltbar ist, und "Styling-Tipps" für Dekoration und Co.. Der Hinweis "Das schmeckt dazu" gibt Tipps, welche Getränke beispielsweise zum Gebäck passen.
Am Anfang eines jeden Kapitels fasst die "Küchenpraxis" praktische Tipps und Tricks zusammen. Das Register am Ende des Buchs listet alphabetisch die Zutaten auf, unter denen man die einzelnen Rezepte findet.

Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Klassikern und Außergewöhnlicherem. Außerdem haben die Rezepte einen unterschiedlichen Anspruch, so dass sich Anfänger über einfachere Rezepte an die schwierigeren herantasten können.
Da nicht nur der klassische Inhalt eines Weihnachtskochbuchs mit hinein genommen wurde, sondern auch kulinarische Geschenke und Getränke in einer breiten Bandbreite ihren Platz gefunden haben, hebt "Weihnachten" sich außerdem von den üblichen Koch- und Backbüchern ab, die sonst vielleicht nur eines der fünf Kapitel thematisieren.

Ein bisschen was zu meckern habe ich zum Schluss aber doch: Der Buchrücken ist nicht wie bei den anderen "Das Goldene"-Büchern (Ich besitze "Vegetarisch!" und "Backen!") goldfarben so wie das Cover, sondern gelb. Das schmerzt das Bibliophilenherz ein wenig, immerhin sähe ein goldener Buchrücken neben den anderen schöner aus.

Was mich sehr ärgert: Durch den ganzen Weihnachtsstress bin ich nicht dazu gekommen, das Kochbuch selbst auf Herz und Nieren zu testen, was ich aber sicherlich in diesem Jahr nachholen werde - veganisiert natürlich! Ich kann euch also nur bedingt etwas zum Thema Schwierigkeitsgrad und Durchführbarkeit sagen, da aber so viele sehr unterschiedliche Rezepte in dem Buch sind, unterscheidet sich dieser natürlich. Immerhin ist ein Gänsebraten schwieriger als eine Marmelade.
Markiert habe ich sicherlich dreißig oder vierzig Rezepte - ich habe also viel vor!



"Weihnachten! Das Goldene von GU" ist eine schöne Sammlung von Rezepten, mit denen man sich prima auf Weihnachten einstimmen kann. Der Preis von fünfzehn Euro ist unschlagbar, denn in diesem Buch wird wohl Jede/r Rezepte finden, die sie/ihn ansprechen. Ein Koch- und Backbuch, das das Zeug zu einem Standardwerk hat!



GU. Hardcover. 352 Seiten. ISBN: 9783833833120. 15,00 €.
Ich danke dem GU Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 16. Oktober 2013

[Rezension] "Vegan backen" von Nicole Just

(c) Frau von Saltkrokan
Nicole Just kenne ich schon etwas länger von ihrer Website "vegan sein". Sie widerspricht so dermaßen dem Vorurteil, das man von Veganern haben mag, dass man sich freut, wenn man selbst Vegetarier oder Veganer ist. Sie straft diejenigen Lügen, die behaupten, vegane Kost sei fade, langweilig und bestünde nur aus grünen Blättern. Vor allem beim Backen funktioniert das sehr gut und die Rezepte, die Nicole Just in ihrem neuen Buch "Vegan backen" präsentiert, riefen bei mir regelrechte Begeisterungsstürme hervor. Normalerweise sind mir die "Küchenratgeber" von GU zu schmal, sie versammeln selten genug Rezepte, die einen Kauf lohnend machen. Dieser schmale Band jedoch ist bis auf ein, zwei Rezepte sofort einladend auf mich gewesen

Die Rezepte sind in "Leckere Kleinigkeiten", "Kuchen und Torten" und "Brot und Quiche" unterteilt. Hier stößt man auf bekannte Klassiker wie Muffins, Chocolate Cookies, Nussecken, Streuselkuchen, Apfelstrudel und Quiche. Genauso jedoch auch Birnen-Hefe-Schnecken, Mangotörtchen, die nicht gebacken werden müssen, Biskuitrolle, Maronen-Vanille-Torte, Käsekuchen mit Tofu und Brotrezepte. Für fast jede Gelegenheit und Geschmack ist etwas dabei und nichts klingt so kompliziert, dass man abgeschreckt wird.
Vegan zu backen ist nicht sehr kompliziert, besonders das Ersetzen von Milch und Eiern ist einfach. Aber auch Gelatine lässt sich 1:1 durch Agar-Agar ersetzen. Sowieso ist dies das Angenehme an Nicole Justs Backbuch: Dass sie keine Ersatzprodukte verwendet, die man nur schwer bekommen kann oder die kaum erschwinglich sind. Sojamehl als Ersatz für Ei ist sicherlich auch für Leser interessant, die nicht vegan leben, weil es im Vergleich zu Eiern günstiger und ergiebiger ist. In den Klappen des Buches finden sich Tipps zum Ersetzen von Eiern, Butter, Kuhmilch und Sahne sowie Dekotipps und eine Auflistung von veganen Spezialzutaten. Am Ende des Buches steuert Nicole Just außerdem nochmal zwei Rezepte zu der übrigen Sammlung hinzu und verrät, wie man Mandelmilch und Cashewnusskäse selbst machen kann.
Die Rezepte sind einfach beschrieben und präzise, gleichzeitig aber auch nicht zu knapp. An die Zutatenliste sind Angaben zu Zubereitungsdauer, Kalorienzahl (die man trotz veganer Zutaten manchmal nicht zu genau ansehen sollte ...) und Nährstoffzusammensetzung angehängt.
Am Anfang des Backbuchs sind außerdem Grundrezepte für Rührteig, Hefeteig und Quicheteig versammelt, die in genauen Schritt-für-Schritt-Anleitungen Bild für Bild erklären, wie man die Teige zubereitet. Sie kann man gut als Grundlage für eigene Rezepte und Ideen hernehmen.

(c) Frau von Saltkrokan
Getestet habe ich bisher die Rezepte der "Triple-Chocolate-Cookies", der Buchteln mit Pflaumen, der schwedischen Apfeltorte und des Pizzabrots mit Kräutern. Das waren vielleicht nicht gerade die "vegansten" Rezepte, da vor allem die Buchteln und das Pizzabrot auch ursprünglich schon vegan sind, da beides aus Hefeteig besteht. Bei den Cookies muss man besonders auf die Schokolade achten: Auch Zartbitterschokolade ist oft nicht vegan und erst dachte ich, es würde nicht sehr einfach werden, die Schokotropfen in der veganen Version zu finden, aber voilà - sogar beim Discounter findet man vegane Schokotropfen! In der schwedischen Apfeltorte wird Agar-Agar (oder auch Agartine) verwendet statt Gelatine. Aber auch hier ist die Handhabung denkbar einfach und unterscheidet sich nicht von der des nicht-pflanzlichen Produkts. Und lecker sind die Sachen auch!

"Vegan backen" ist ein schönes Backbuch, das zeigt, dass vegan backen keine Hexerei ist und jeder es ohne große Mühe kann. Die Rezepte könnten, abgesehen von den veganen Alternativen, in jedem "normalen" Backbuch stehen und verlangen keine exotischen Zutaten oder bestehen aus Bioprodukten wie besonderen Mehlen oder Gewürzen. Auch sonst sind die Rezepte nicht außerordentlich raffiniert - was in diesem Fall absolut positiv gemeint ist, da man sie problemlos nachbacken kann, ohne eine Konditorausbildung abgeschlossen zu haben.


GU. Klappenbroschur. 64 Seiten. ISBN: 9783833833373. 7,99 €.
Ich danke dem GU Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 13. Oktober 2013

Wochenrückblick 7.10.-13.10.

(c) Frau von Saltkrokan
Einen verdammt miesen Tag gehabt. Nach Mitte gefahren. Bei Barcomi's Deli einen Mokka Cappuccino getrunken und über eine neue Kategorie im Blog nachgedacht. "Chill mal, Frau Freitag" gelesen und versucht, lautstarkes Lachen zu unterdrücken (Die Leute gucken sonst immer so komisch ...). Viele Fotos geschossen. In der Bücherei einiges ausgeliehen (u.a. dies hier und das da) und über die verlängerte Ausleihzeit aufgrund von Renovierungen gefreut. Agartine für Kuchen gekauft. Und weil ich nicht widerstehen konnte, Wackelpudding (Die Instantversion ist vegetarisch). Mit Muttern am Handy telefoniert. Matcha aus dem Briefkasten gefischt und wie Bolle darauf gefreut. "Desperate Housewives" weiter geschaut. Einen Matcha Latte zum Frühstück getrunken. Den Besuch von J. abgemacht. Nach Fernbus-Angeboten geschaut. Gnocchi mit Belugalinsen gegessen. Gelesen. Bei der BVG angerufen. Mit S. telefoniert und gemeinsam von saarländischem Essen geschwärmt. Zusammen mit M. nach Friedrichshain gefahren. Veganen Döner gegessen. Im "Veganz" gewesen. Auf dem türkischen Markt am Maybachufer eingekauft. Hingefallen. Mit dickem Knie nach Hause geschleppt. Bein hochgelegt und Knie gekühlt. Überweisungen erledigt. Eine Fahrt nach Leipzig geplant. Nach "Berlin leuchtet" geschaut. "Gute Besserung" ausgerichtet. Einen veganen Apfelkuchen à la Nicole Just gebacken. Termine in den neuen Kalender eingetragen. Berge an Geschirr gespült. Mit M. spazieren gegangen. Urleckere Schokolade in einem Café um die Ecke getrunken.

Montag, 7. Oktober 2013

Wochenrückblick 30.9.-6.10.

(c) Frau von Saltkrokan
Kürbisse nach Hause getragen und auf die Suppe gefreut, die ich daraus machen werde. Nach Potsdam gefahren. Einen vegetarischen Hot Dog gegessen. Klamotten anprobiert. Die leckerste Trinkschokolade der Welt getrunken. Einen Zuckerschock gehabt und gekichert. Bilder von herbstlich angehauchten Bäumen gemacht. Kastanien gesammelt und zuhause auf allen Tischen verteilt. Eine wunderschöne Postkarte gekauft. Meine Lieblingsstiefeletten zum Schuhmacher gebracht und gebetet, dass er sie wieder hinkriegt. Bei Alnatura gewesen. Zeit tot geschlagen. Die Lieblingsstiefeletten in sehr schönem Zustand abgeholt. Tortellini mit Koriander gegessen. Ein tolles Buch aus dem Briefkasten gefischt. Angefangen den vierten Schwertmeister zu bemalen. Brot gebacken. Am Feiertag "Ab heute vegan" auf einen Sitz gelesen. Buchteln mit Zwetschgenfüllung gemacht und verdrückt. Eine Rezension geschrieben. Veganes Mett gemacht. Unterwegs gewesen. Geärgert. Den vierten Schwertmeister fertig bemalt. Tipps für das Akzentuieren bekommen. Lange geschlafen. Gespannt gewesen. Den Kopf geschüttelt. Mörderschokoladige Cookies gebacken. Nach Lock&Lock-Dosen geschaut. Und gegessen! "Krampus" weitergelesen. Mit S. telefoniert. Pizza gebacken und mit unendlich leckerem Knoblauch-Kräuteröl verputzt.

Sonntag, 22. September 2013

Wochenrückblick 16.9.-22.9.

(c) Frau von Saltkrokan
Viel unterwegs gewesen. Meine neue Gynäkologin direkt gemocht.  Noch mal zu Ikea gepilgert und u.a. einen Nachtschrank gekauft. Ein Bücherpaket von einer Freundin erhalten. U-Bahn gefahren. Zum ersten Mal wie im Schlaf die richtigen Wege gefunden. Wieder Verlage kontaktiert. Über mein Smartphone geärgert. "Fool" von Christopher Moore für 4,99 € erstanden. Kaffee getrunken. Mit Reibekuchen bekocht worden. Über eine .de-Adresse nachgedacht. Kekse gebacken. Geputzt und aufgeräumt. Über den Facebook-Status eines Kommilitonen gelacht. Das Haushaltsbuch geführt. Das Ende der Wahl verfolgt. "So wie wir waren" angesehen.

Sonntag, 15. September 2013

Wochenrückblick 9.9.-15.9.

(c) Frau von Saltkrokan
Meinen neuen Hausarzt kennen gelernt. Gelacht. Eine Zeitung probeabonniert. Mit einer Freundin "von früher" gechattet. Ein Abo bei der BVG abgeschlossen. Berlinerin geworden. Bei der Stadtbücherei angemeldet. Mit Muttern telefoniert. Aus der Kirche ausgetreten (endlich, nach elf Jahren des Nachdenkens!). Bei Denn's eingekauft und die aktuelle "Schrot & Korn" mitgenommen. Kuchen gebacken und fast verhunzt. Einen Schal für M. angeschlagen. Heißhunger auf Pellkartoffeln gehabt. Einen Umschlag von Lovefilm aus dem Briefkasten gefischt. Spazieren gegangen und durchgeatmet. Fotografiert. Über Vegansein nachgedacht. Mit M. Kakao getrunken und Kuchen gegessen. Gelesen. U-Bahn gefahren. "Meine" Bücherei gefunden und enttäuscht festgestellt, dass sie bald für längere Zeit aufgrund von Baumaßnahmen schließt ... Kürbissuppe gekocht. Baguette in die Suppe gestippt. Den Rest Kürbissuppe eingefroren. Das Haushaltsbuch bestückt. Tee getrunken. "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" zu Ende gelesen. Einen faulen Sonntag gehabt.

Sonntag, 7. Juli 2013

Wochenrückblick 1.7.-7.7.

(c) Frau von Saltkrokan

Einen unglaublich miesen Montag gehabt. Mini Cabrio gefahren. Fremde Menschen in der Wohnung herumführen lassen. Geärgert. Eine bittersüße Email geschrieben. Vollkorn-Shortbread gebacken und festgestellt: Manchmal muss es eben das ungesunde Weißmehl sein. Nach Strom-, Gas- und Telefon/Internet-Anbietern in Berlin recherchiert. Bewerbungen getippt. Linsen-Lasagne gegessen. "Gilmore Girls" auf Englisch gesehen und mehr verstanden als je zuvor. Blöd verhalten. Nach Wohnungen gesehen. Diskutiert. Nach Möbeln geguckt. Geschwitzt (Wieso ist das plötzlich wieder so heiß?!). Fotos ausgedruckt. Eis gegessen. Gemüse geschnibbelt und Süßkartoffeln gebacken. Wäsche gewaschen. Bewerbungen getippt. Lebenslauf überarbeitet. Im Park auf der Wiese gefläzt. Gelesen. Die neue Kamera getestet. Rückenschmerzen gehabt. Bekocht worden <3

Samstag, 15. Juni 2013

Nussecken - oder: Sünde mit Butter und Zucker

(c) Frau von Saltkrokan
Vor ein paar Wochen gelüstete es M. nach Nussecken und ich kaufte ihm eine beim Bäcker. Die hat die Gelüste zwar einigermaßen gestillt, aber wirklich glücklich gemacht hat sie nicht. Sie hat kaum nach Nuss geschmeckt, was ja schon an sich absurd ist und war auch nicht so groß wie man es sich erwartet (Ich kann es bezeugen, ich habe nämlich auch probiert). Die zweite Nussecke von einem anderen Bäcker war nicht zufriedenstellender. Also blieb nur noch eins: Selbst backen! Habe ich noch nie gemacht und selbst gegessen hatte ich Nussecken auch schon seit Jahren nicht mehr (wegen oben im Titel genannter Butter-Zucker-Sünde-Kombination), aber bei chefkoch.de machte ich mich auf die Suche nach einem guten Rezept.
Die meisten hatten endlos lange Zutatenlisten und oftmals so etwas wie "Aprikosenkonfitüre" dabei stehen ... Okaaaaay ... Nein ... Muss nicht ... Dann fand ich aber ein Rezept, das nach ausgiebiger Kostprobe bestanden hat und deswegen bedenkenlos mit euch geteilt werden kann.

Für ein Blech benötigt ihr:

Für den Boden

270g Mehl
80g gemahlene Haselnüsse
70g Zucker
1 Ei
165 g weiche Butter
4 EL Sahne (zum Bestreichen des Bodens)

Für den Belag

165g Zucker
4 EL Honig
135g Butter
100g gehackte Mandeln
200g gehackte Haselnüsse
1 Päckchen Zartbitterkuvertüre

Die Zutaten (abgesehen von der Sahne) für den Boden miteinander vermischen und zu einem Knetteig verarbeiten. Ungefähr eine halbe Stunde kalt stellen (Geht bei der Hitze momentan und Südseite nur nicht so gut ...).
Den Teig auf einem eingefetteten Backblech oder in einer eckigen Springform ausrollen und mit der Sahne bestreichen.

Für den Belag den Zucker, den Honig und die Butter in einem Topf erwärmen bis alles geschmolzen und eine zähe Masse entstanden ist. Die Nüsse unterrühren und die Masse auf dem Boden verteilen. Bei ca. 200 Grad eine Viertelstunde/zwanzig Minuten backen.
Den "Kuchen" in Dreiecke schneiden, wenn er noch warm ist und die Kanten nach dem Erkalten mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen.

Im Sommer bewahrt man die Nussecken am besten im Kühlschrank auf, weil die Kuvertüre sonst wieder schmilzt.

Dienstag, 11. Juni 2013

Spinatstrudel à la liebste Wienerin

(c) Frau von Saltkrokan
Die liebste Wienerin hat vor einigen Wochen ein Rezept auf ihrem Blog gepostet, das wir unbedingt nachkochen wollten: Spinatstrudel! M. und ich sind begeisterte Spinat-Esser, von Kindesbeinen an (Soll ja gerüchteweise nicht so üblich sein bei Kindern) und da war das Rezept Pflicht.

Wir haben das Rezept - natürlich - mal wieder etwas umgeändert. Für einen großen Strudel für zwei gute ausgehungerte Esser braucht ihr:

1 Rolle Blätterteig (oder Filoteig)
500g TK-Blattspinat
200g Feta
3 Tomaten
2-3 Zehen Knoblauch (je nachdem, ob man noch das Haus verlässt)
1 halbe Zwiebel
2 Handvoll Pinienkerne
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer
Olivenöl

Den Spinat auftauen (Oder so wie ich, weil ich das mal wieder vergessen hatte, in der Mikrowelle im Schnellverfahren). Den Knoblauch und die halbe Zwiebel hacken und mit dem Olivenöl kurz anbraten. Die gewürfelten und entkernten Tomaten dazugeben und kurz mitbraten. Beiseite stellen.
Den Spinat gut ausdrücken, damit er trocken genug ist und den Feta zerbröselt dazu geben und beides miteinander vermengen. Mit den Tomaten vermischen und kräftig mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel (nur eine Prise) und Cayennepfeffer abschmecken).
(Die liebste Wienerin gibt noch Eier dazu, die ich schlicht vergessen hatte, und ohne die es auch super funktioniert).
Die Pinienkerne können nun entweder direkt in die Masse rein oder auf dem Blätterteig verteilt werden, klappt beides gut.
Die Masse auf den Blätterteig geben und den Blätterteig einschlagen/rollen. Kann dann sofort in den Ofen (so wie bei mir) oder noch mit Olivenöl und Ei bestrichen werden (so wie im Originalrezept).
Ab in den vorgeheizten Ofen und bei 180-200 Grad goldbraun backen (Dauerte in meinem Ultralangsam-Ofen ca. zwanzig Minuten/eine halbe Stunde)

Montag, 20. Mai 2013

[Immer schon mal] Vegan leben - die zweite Woche

Meine Lieben, heute ist nun auch die zweite Woche meines Experiments, vegan zu leben, vorbei. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Experiment wird nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern hat seine Spuren hinterlassen. Letztes Jahr hatte ich ja einmal beim Vegan Wednesday mitgemacht und ab dieser Woche möchte ich das nun regelmäßig machen; Mittwoch wird also mein veganer Tag in der Woche!
Aber auch sonst habe ich einiges mitgenommen für mich selbst: Wirklich schmerzlich vermisst habe ich nicht viel oder nicht wirklich etwas. Irgendwann stellte ich fest, dass Parmesan in Massen die Pastasauce eher verhunzt, dass Scheibenkäse nicht das höchste der käsigen Genüsse ist und dass eine Pizza auch ohne dicke Käseschicht auskommen kann. Die Pfannkuchen klappen mit Sojamehl genauso gut wie mit Eiern, so dass wir hier wohl auch in Zukunft öfters zur pflanzlichen Alternative greifen werden. Allerdings habe ich nach M.s Milch/Schokocreme (ihr wisst schon, die gestrudelte) gegiert, ebenso vermisse ich sein Rührei (er macht ein gigantisch leckeres Rührei) und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich jetzt doch ein wenig auf ein Stück Camembert freue (das französische Blut in mir giert danach).
Doch die zwei kurzen Wochen haben mich sensibilisiert und ich werde versuchen, in Zukunft vor allem unveganen Fertigprodukten aus dem Weg zu gehen. Das bringt es mit sich, dass ich auch Kalorien einspare, wenn ich nicht einfach mal so im Vorbeigehen irgendwo etwas zu essen kaufen kann. Und es macht mich gesünder, weil ich weniger Zusatzstoffe zu mir nehmen werde/möchte. Abgenommen habe ich auch schon ein bisschen - ob das nun allerdings am Kalorienzählen oder am Vegansein liegt, keine Ahnung!

Nun aber möchte ich Bilder sprechen lassen:
(c) Frau von Saltkrokan
Montags gab es endlich das Linsengemüse, das eigentlich schon für die Woche davor geplant gewesen war. Inspiriert von Attila Hildmanns "Vegan for Fit" und außerdem eine gute Gelegenheit, endlich die Tellerlinsen zu verkochen, die noch vom Winter im Vorratsregal vor sich hin dümpelten.
(c) Frau von Saltkrokan
Dienstag war mein Highlight der Woche: Es gab die Soja-Rinderfilets, die wir in Berlin im "Veganz" gekauft hatten. M. zauberte noch eine Sauce dazu, als Beilage gab es Reis. Ich kann die Filets nur empfehlen, allerdings muss ich Leuten, die Fleisch nicht mögen oder Ersatzprodukten skeptisch gegenüberstehen, vehement davon abraten, da es wirklich sehr fleischig schmeckt. Das nächste Mal müssen wir es nur länger marinieren, damit es würziger wird. Ein absolutes Nachkaufprodukt!
(c) Frau von Saltkrokan
Die Tomatensuppe am Mittwoch rief dann weniger Begeisterung hervor. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich sie nun gut oder schlecht fand, sagen wir, sie ist so lala. Sie erinnerte mich eher an flüssige Tomatensauce denn an Suppe. Vielleicht fehlten einfach ein paar Gewürze und das Tomatenmark, das wir leider nicht mehr da hatten. Das Rezept hatte ich aus "Ab jetzt vegan!", ein tolles Kochbuch, das sicher noch öfters zum Einsatz kommen wird. Die Focaccia, die ich dazu buk und die von einem Rezept aus der neuen  "Deli" inspiriert war, wird allerdings auf jeden Fall noch einmal nachgebacken.
(c) Frau von Saltkrokan
Ein zweites Highlight gab es am Donnerstag: Vegane Pizza (bzw. in M.s Falle vegetarisch, mit Mozzarella). Inspiriert mal wieder von Attila Hildmann, allerdings sparte ich mir die Cashew-Creme obendrauf. Die Pizza war urlecker, auch ohne Käse, und ich kann sie mir außerdem sehr gut noch mit (halb)getrockneten Tomaten vorstellen. Da wir noch Tiefkühlspinat da hatten, kam der zum Einsatz, mit frischem Spinat ist das sicherlich noch einmal ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Von der Sauce (in die wir übrigens fünf Knoblauchzehen hauten) machten wir direkt zu viel, damit wir am nächsten Tag eine schnelle Pasta mit Gemüseresten (Champignons und Zucchini) zaubern konnten. 
(c) Frau von Saltkrokan
Samstags gab es etwas, das viele von euch in der Form sicherlich nicht kennen: Schnittlauch-Pfannkuchen mit Kopfsalat. In meiner Familie essen wir die Pfannkuchen mit dem Salat gefüllt und aufgerollt. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, ist aber sehr sehr lecker und besonders im Sommer ein tolles, schnelles Gericht, das mit wenigen Zutaten auskommt. Die zwei Eier in den Pfannkuchen ersetzte ich durch Sojamehl, das im Verhältnis 1:2 mit kaltem Wasser angerührt wird. Zum ersten Mal schaffte ich es auch, die richtige Konsistenz zu erreichen, die Masse muss nämlich schön cremig sein, zu wässrig schadet sie dem Teig mehr. Dem Pfannkuchenteig hat man weder vom Geschmack her noch vom Backverhalten her angemerkt, dass die Eier "fehlen" und da Sojamehl länger und unkomplizierter haltbar und im Vergleich zu Eiern viel billiger ist, werden wir beim Backen nun auch öfters Sojamehl benutzen - M. fand das Ganze nämlich auch super.
(c) Frau von Saltkrokan
Ausgerechnet sonntags, am großen Finaltag, habe ich kein Bild vom Essen gemacht, aber es gab auch nichts Besonderes: Schnelles Wokgemüse mit Reis und Erdnusssauce.
Abends eine große Schüssel Salat und zum Nachtisch Himbeersorbet, das wir fix aus Tiefkühlhimbeeren, etwas Zucker (und in meinem Fall noch Agavendicksaft) herstellten.

Über die ganze Woche verteilt gab es außerdem veganes Mett aufs Brot, um die Fleischgelüste meines Omnivoren zu befriedigen, der seltsamerweise bisher eben solche Gelüste noch nicht hat und den es vielmehr nach Sushi gelüstet (mit Fisch natürlich, weswegen er mein selbstgemachtes veganes Sushi bisher verschmäht).
Was sonst noch aufs Brot kam? Alsan, vegetarischer Aufstrich von Alnatura, Erdnussbutter, Marmelade und Pflaumenaufstrich.

Montag, 13. Mai 2013

[Immer schon mal] Vegan leben: Die erste Woche

Da es in der letzten Woche etwas drunter und drüber ging, konnte ich euch gar nicht so auf dem Laufenden halten wie ich es gerne getan hätte (und deswegen gibt es auch keinen normalen Wochenrückblick). Daher kommt meine erste (von zweien) vegane Woche hier kompakt und in aller Schnelle zusammengefasst:
Das Wichtigste für alle besorgten Verwandten und Freunde zuerst: Ich lebe noch und bin nicht an Mangelerscheinungen gestorben. Manchmal rumpelt es ganz schön im Magen, das mag durch die nun ausschließlich pflanzliche Kost so sein oder auch durch den Stress, weiß der Himmel. Vermissen tue ich bisher auch noch nichts, obwohl ich am Samstagmorgen neben M. saß und ihm sehnsüchtig beim Rührei-Verspeisen zusah. Da ich mich im letzten Sommer eh schon mit großen Schritten in Richtung vegane Ernährung bewegt hatte, sind mir auch noch keine großen neuen Erkenntnisse gekommen, allerdings war das Brotkaufen etwas ernüchternd. M. und ich standen bei Real und wollten abgepacktes Brot bzw. Toast kaufen, weil das auch einfacher zum Kalorienzählen ist. In den ersten drei Sorten war direkt schon mal Natriumstearoyl-2-lactylat, das - man kann es sich wegen des "lactylat" denken - nicht vegan ist. Sehr schön. Dann erfuhr ich auch noch im Nachhinein, dass einer meiner Lieblingstoasts nicht einmal zu hundert Prozent vegetarisch ist (wegen des Emulgators E471), wodurch es mir nachträglich fast hochkam.
Auf große Ablehnung oder Irritiertheit bin ich bisher nicht gestoßen, meine Lieblingsmenschen sind eh inzwischen einiges an Verrücktheiten von mir gewohnt und auf viele Fremde bin ich nicht gestoßen (Sieht man von der Geburtstagsparty eines Kumpels von M. ab und da hatte ich mein eigenes Essen sozusagen dabei und fiel wegen des Buffets nicht groß auf). Interessant war die Erkenntnis, dass sich viele Menschen immer noch nicht mit dem befassen, was sie essen und oftmals nicht wissen, welche Lebensmittel was enthalten (dass z.B. Mayonnaise Eier enthält und damit nicht vegan ist). Das finde ich insofern erschreckend als dass es für wirklich alle Menschen von Interesse ist - egal ob sie sich nun vegan, vegetarisch, omnivor oder koscher ernähren. Ein wenig Hilflosigkeit begegnete mir bei M.s Mutter, der Schwiegermama in spe, die sich Gedanken machte wie sie mich denn nun satt kriegen sollte und nachfragte, ob sie Sojamilch und Artverwandtes besorgen sollte, wo mir Umstände bereiten doch immer so unangenehm ist ... Allerdings war auch sie sehr neugierig und fragte nach statt mich für verrückt zu halten, was solche Experimente immer sehr viel leichter macht.

Nun aber zum interessanten Teil des Blogposts, den Bildern von meinem Essen. Ich habe nicht sämtliches festgehalten, sondern nur die jeweilige warme Hauptmahlzeit, da ich mich am Ende doch dagegen entschied, jeden Tag darüber zu bloggen - vielleicht mache ich das, falls Interesse besteht, in der zweiten Woche ausführlicher.

(c) Frau von Saltkrokan
Am ersten Tag ging es ganz und gar nicht vorbildlich zu, weil ich keine Lust hatte groß zu kochen, weswegen halbfertiges auf den Tisch kam: Marokkanische Gemüseburger von Alnatura, Basmatireis und indisches Curry (auch von Alnatura). Die Burger kann ich, wie die normalen Gemüseburger von Alnatura, empfehlen, vor allem für den schnellen faulen Hunger. Die Currysauce war ganz nett, aber etwas zu schwach auf der Brust und vor allem etwas zu teuer im Verhältnis gesehen.
(c) Frau von Saltkrokan
Dienstag ging es dann fast genauso weiter, etwas fertiger als wir es gewöhnt sind: Rahmspinat mit Kartoffelstampf und Gemüsestäbchen (bzw. für M. Fischstäbchen).

M. meinte, den Unterschied zur normalen Sahne im Spinat und zur normalen Milch im Stampf habe er nicht bemerkt - yiha! Dass die Gemüsestäbchen von Iglo vegan sein könnten hätte ich mir nie vorstellen können, bis J. mich darauf hinwies und ein Blick auf die Packung bewies: Tatsächlich, die sind vegan! Hallelujah!
So vorbildlich mein Start in die veganen Wochen war, so jäh endete er am Mittwoch, als wir beim Japaner essen waren. Leider ging ich davon aus, dass vegetarisch beim Japaner gleich auch vegan ist, dachte nicht daran, dass in den gebratenen Nudeln üblicherweise Ei ist und verdrängte ein wenig, dass der Sushiessig eventuell auch nicht vegan sein könnte. Meine Lektion an diesem Tag war dann auch, dass man bei solchen Aktionen vorher nachfragen sollte statt sich auf etwas zu verlassen - wieder etwas dazu gelernt ... Das schlechte Gewissen haben wir dann aber bei einem kalten Getränk bei Starbucks wieder beruhigt. Und was ich so beim Japaner gegessen habe? Unter anderem dies hier:

(c) Frau von Saltkrokan
Inside-out-rolls mit Avocado (obwohl ich Avocado sonst nichts abgewinnen kann, finde ich sie in den Sushis extrem lecker) und Inari, das sind frittierte, etwas süßlich schmeckende Tofutaschen, die mit Reis gefüllt werden.

Donnerstags wollten wir abends zu M.s Mutter fahren, da wir freitags auf einem Geburtstag in seiner Heimatstadt eingeladen waren. Daher gab es nur ein schnelles Pastagericht, mit viel Gemüse (und Parmesan für M.):
(c) Frau von Saltkrokan
Vereinfacht gesagt ist es eine Art Ratatouille auf Spaghetti. Einfach Zwiebeln, Knoblauch, Aubergine, Paprika und Frühlingszwiebeln anbraten und Tomatenmark dazu, glatt rühren und kräftig würzen. Sehr lecker und sehr glücklich machend. Den Parmesan habe ich nur ein wenig vermisst, durch die Gewürze wurde der wieder wettgemacht. Ganz besonders, da ich gerne dazu neige, die Pastasauce mit dem Parmesan so zuzukleistern bis ich nichts mehr von der Sauce schmecke, was ja eigentlich schade ist ...
Nachmittags gab es dann selbstgemachtes Rhabarberkompott von M.s Mama, mit Sojaghurt, den ich mit Vanilleextrakt verfeinert hatte.
Für die Geburtstagsparty eines Kumpels von M. hatte ich dann Couscoussalat gemacht und Rhabarbermuffins mit Streuseln gebacken. In der Eile habe ich allerdings weder von dem einen noch von dem anderen Bilder gemacht, kann aber stolz vermelden, dass der Salat in aller Munde war (im doppelten Wortsinn) und die Muffins auch sehr gut ankamen. Mir stellt sich nur die Frage, ob das auch der Fall gewesen wäre, wenn die Gäste vorher gewusst hätten, dass die Sachen vegan sind, da mit diesem Wort ja leider viel zu oft negatives verbunden wird. Dass viele Salate beispielsweise eh vegan sind, darauf kommt ja eh nie einer ...
Vor der Party hatte M. mir noch eine Portion Tortellini (von Rossmann) zubereitet (all'arrabbiata) - ich wusste ja nicht, wie groß die Auswahl auf dem Geburtstag sein würde und die ganze Zeit meinen eigenen Salat essen wollte ich auch nicht.

(c) Frau von Saltkrokan
Am Samstag gab es - herrje, schon wieder - Vollkorn-Fussili mit "Bolognese"-Sauce. Für die zweite Woche nehme ich mir daher fest vor, weniger Nudeln zu machen ... Das wird ja sonst eintönig und etwas zu leicht macht man es sich damit auch ...

Sonntag war Schlemmertag: Morgens ein zünftiges Kaiser-Frühstück mit Pancakes nach dem Rezept von Björn Moschinski, das ich schon einmal gepostet hatte.
(c) Frau von Saltkrokan
Mittags sollte es eigentlich ein Linsengericht à la Attila Hildmann geben, aber ich hatte vergessen, die Linsen einzuweichen, so dass wir schnell improvisieren mussten. Also gab es Frikadellen für M. (das letzte Fleisch für die nächsten drei Wochen im Übrigen, mehr dazu demnächst auf seinem Blog), für mich Veggie-Würstchen und Ofenkartoffeln. Außerdem habe ich mich das erste Mal an veganer Mayonnaise versucht und es klappte wunderbar und war sehr sehr lecker, das Rezept folgt demnächst!
Zum Nachtisch gab es abends Rhabarber-Apfel-Crumble, da wir noch zwei Stangen Rhabarber von den Muffins übrig hatten - und ab dieser Woche gibt es ja nicht mehr allzu viele Schlemmereien, weil wir nun Kalorien zählen.

Ich bin schon gespannt, wie die zweite Woche so werden wird und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich wieder auf ein Stück Käse freue. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass Pasta auch ohne einen Berg von Parmesan schmeckt ...

Sonntag, 17. März 2013

Wochenrückblick 11.3.-17.3.

(c) Frau von Saltkrokan

Den Fuß an der scharfen Badewannenkante aufgeschnitten. Das Training gecancelt. Pläne für den Endspurt gemacht. Die Papstwahl im Live-Ticker verfolgt. Ein Kapitel der Masterarbeit beendet, das mir schwer im Magen lag. Hörbücher ausgeliehen (u.a. das und das) - für das Post-Masterarbeitsleben. Über das Wetter geärgert. Einen Termin beim Friseur gemacht. Neues Lieblingsbier konsumiert. Nach Harry Potter-Merchandise geschaut. Alte Fotos (aus)sortiert. "Wachen! Wachen!" angelesen. Noch warmen Apfel-Karamell-Streuselkuchen probiert. Korrekturvorschläge angenommen. Dauernd nach meiner Bibel gefragt und irritierte Blicke geerntet. Fußnoten gesetzt. Über Huren, Schnitter und Schlachthöfe geschrieben. Enchiladas Verdura gegessen. Berliner Adressen notiert. Bücher gewälzt. Das dreckige Geschirr stehen lassen und stattdessen gearbeitet. Suppe aufgetaut. Ins Endspurt-Exil gegangen.

Sonntag, 10. März 2013

Wochenrückblick 04.03.-10.03.

(c) Frau von Saltkrokan

Zum ersten Mal mit dem neuen Trainingsplan trainiert. Mini-Scones gebacken. M. für den neuen Trainingsplan verflucht (wegen des Muskelkaters). Die ersten Sonnenstrahlen genossen. Eine liebe Freundin am Bahnhof getroffen und ihr M. vorgestellt. Die Waage gehasst. Albträume gehabt und schlecht geschlafen. Über den Umzug und die neue Wohnung gesprochen. Den rechten Ringfinger geprellt. Die ersten Osterglocken sprießen sehen. Den zweiten Wohnsitz in der Bibliothek bezogen. Ein Kaninchen am Campus über die Wiese hoppeln sehen und wie ein kleines Kind darüber gefreut. Salat in der Mensa gegessen. Gespürt: Hier gehöre ich nicht mehr hin. Eine lange Email geschrieben. Einen Plan aufgestellt. Zwanzig Minuten Stillstand in der Straßenbahn ertragen. Endlich mal wieder ins Erinnerungsbuch geschrieben. Den besten Zwiebelkuchen der Welt gegessen. Voran gekommen. Einen Strauß Tulpen gekauft. Über Preise von Marken-Handtaschen entsetzt gewesen. Nach Armbanduhren geschaut (die oder die?), die ich vom ersten Gehalt kaufen möchte. Den Kopf geschüttelt. Gelacht, weil es nicht zum Weinen reichte. "Harry Potter and the Order of the Phoenix" im Original geschaut, während M. Spätschicht hatte. Pancakes zum Frühstück gehabt. Aufgeräumt und geputzt. Kanelbullar aufgebacken. Farin Urlaub gehört. Von einer Freundin besucht worden und Kaffeeklatsch gehalten.

Dienstag, 19. Februar 2013

[Kuchengelage] Notfallmuffins mit Äpfeln, Marzipan und Zimt

(c) Frau von Saltkrokan

Diese Woche war ich mit Backen für das Kuchengelage an der Reihe [Der Bericht vom ersten Rezept folgt übrigens noch] und nachdem ich die Quarkbällchen, die ich dafür geplant hatte, vollkommen verhunzt hatte, wollte ich einen Hefezopf machen. Da ich durch die Masterarbeit momentan aber vollkommen verkopft und durch den Wind bin, hatte ich am Samstag keine Nerven dafür. Und was backe ich, wenn ich nicht groß denken mag? Muffins. Denn die gehen immer, auch ohne Rezept. Am Ende wurden es die typischen Rum-Fort-Muffins: Alles was so herumlag und weg musste, kam rein (naja, nicht alles, ihr wisst schon, wie ich das meine ...). Da ich ohne irgendein Rezept oder irgendwelche Mengenangaben gebacken habe, hier die Pi mal Daumen-Version:

Für 12 Muffins braucht ihr:
3 Eier
Zucker nach Belieben
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Päckchen Backpulver
ungefähr 200 g Mehl Pi mal Daumen
Milch, genügend zum Glattrühren
vier Müssen-weg-Äpfel
1 Päckchen Marzipanrohmasse
Zimt nach Belieben
Puderzucker zum Verzieren

Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillinzucker schaumig rühren. Die Marzipanrohmasse in Stückchen dazugeben und so gut es geht glatt rühren. Dann das Backpulver und das Mehl dazu, mit der Milch glatt rühren. Die Äpfel schälen und in möglichst kleine Stücke schneiden und mit dem Teig verühren. Mit dem Zimt nach Belieben abschmecken. In eine Muffinform Papier- oder Silikonförmchen geben und mit dem Teig befüllen. Pi mal Daumen im Ofen backen bis die Muffins goldbraun und gar sind (Stäbchenprobe!). Nach Belieben mit Puderzucker und/oder Zimt verzieren.

Sonntag, 17. Februar 2013

Wochenrückblick 11.02.-17.02.

(c) Frau von Saltkrokan

Einen kleinen Nervenzusammenbruch und einen schlechten Tag gehabt. Vor Karneval geflohen. Selbstgemachte Pralinen genossen. Pizza gebacken. Die ersten Masterarbeit-Schreib-Wortfindungsschwierigkeiten gehabt. Großzügig Textmarker benutzt. Einen neuen Berlin-Reiseführer bestellt. Einen Hass auf Fremdworte bekommen. Ein langes Gespräch geführt. Gugelhupfförmchen gekauft. Eine Rose verschenkt und eine geschenkt bekommen. "Stirb langsam 5" im Kino angesehen. Urlaubspläne geschmiedet. Mit zwei lieben Freundinnen telefoniert. Koch- und Backbücher ausgeliehen. Quarkbällchen verhunzt. Viel zu wenig Sport getrieben und deswegen am Samstag aufgerafft. Marilyn Manson beim Sport gehört - yeah! Die Nebenkostenabrechnung bekommen und gefreut. Den M. mit Graupensuppe bekocht. Mit Muttern telefoniert. Notfallmuffins gebacken, weil keine Nerven und Muße für Hefeteig.

Dienstag, 12. Februar 2013

Sesam-Leinsamen-Brot - oder: Mein erstes selbstgebackenes Brot

(c) Frau von Saltkrokan
Natürlich habe ich schon mal Brot selbst gebacken, aber bisher beschränkten sich meine Ausflüge in diese Selbstmach-Gefilde auf Fertigbackmischungen, von denen ich jetzt weiß: Kann man machen, ist aber letzten Endes genauso widernatürlich wie diese Fertig-Nudel-Beutel, die man nur noch fünf Minuten mit Wasser aufkochen muss.
Aber so richtiges Brot selbst backen, das wollte ich schon immer mal, aber es erschien mir immer so mühsam und langwierig. Das richtige Rezept für dieses Vorhaben habe ich dann aber drüben bei Arne gefunden, den ich sehr gerne lese und der immer tolle Rezepte bloggt.
Unter Zuhilfenahme starker Männerarme habe ich nicht mal eine Küchenmaschine gebraucht (An dieser Stelle gebe ich offen zu: Ich hätte es auch selbst gekonnt, habe aber liebend gerne Hilfe angenommen, weil der Muskelkater mir immer noch die Arme schwer machte). 
Langwierig ist das Brotbacken aber auch mit diesem tollen Rezept, insgesamt hat man praktisch den ganzen Tag damit zu tun. Für die Wartezeiten kann ich eine heiß geliebte Serie auf DVD empfehlen, in unserem Falle die zweite Staffel von "True Blood".

(c) Frau von Saltkrokan
Für zwei kleine Brote à ca. 440 g braucht ihr:
Für den Vorteig: 
100 g Weizenmehl (ich hatte nur Type 405 da, ging prima)
65 g Wasser
2 g frische Hefe
2 g Salz

Für den Teig:
445 g Weizenmehl
310 g Wasser
9 g Salz
4 g frische Hefe
5 g Agavendicksaft
den Vorteig (aka Pâte Fermentée)
25 g Sesam
25 g Leinsamen





Die Zutaten für den Vorteig gut miteinander vermischen und abgedeckt für eine Stunde stehen lassen. Anschließend ca. acht Stunden ab damit in den Kühlschrank (Da ich das Brot für Sonntagmorgen fertig backen wollte, kam der Vorteig über Tag in den Kühlschrank, über Nacht bietet sich ansonsten natürlich an).
Für den "Hauptteig" Mehl und Wasser verkneten und ca. eine Viertelstunde stehen lassen. Hefe, Agavendicksaft, Salz und den Vorteig dazugeben und mit der Küchenmaschine vom Mann ein paar Minuten lang durchkneten lassen.
Zum Schluss nach und nach Sesam und Leinsamen in den Teig einkneten. Den Teig abgedeckt für eine Dreiviertelstunde an einem warmen Ort gehen lassen, dann einmal falten (Dazu den Teig erst flach drücken und zusammenfalten), und anschließend wieder eine Dreiviertelstunde gehen lassen.
Teig in zwei Teile teilen, in die gewünschte Form formen und eine Viertelstunde ruhen lassen. Die Oberfläche mit etwas Wasser befeuchten und mit Sesam und Leinsam bestreuen. Noch mal für eine Stunde gehen lassen. (Hier fällt mir auf: Das habe ich mir gespart, weil ich es überlesen hatte, das Brot schmeckt dennoch wunderbar).
Ofen auf 220°C vorheizen und die Brote vierzig Minuten lang backen und dabei den Duft genießen - herrlich!

Sonntag, 3. Februar 2013

Wochenrückblick 28.1.-3.2.

(c) Frau von Saltkrokan
Schiller besucht. Mit "Grüß Gott!" begrüßt worden (---). Über das Leben auf dem Dorf geärgert und beschlossen, nie wieder außerhalb der Stadt zu leben. Das liebste Bier in einem schwäbischen Supermarkt entdeckt. Mein Bibliophilenherz beim Betreten der Bibliothek schlagen gespürt. Bücher über Bücher gewälzt. Alfred Döblins Schrift zu entziffern versucht. Eine Original Berliner Tram-Karte von 1928 in Händen gehalten. Mehrere "sic!"s gesetzt. Die Metal-Playlist bei Spotify überarbeitet und voller gepackt. Mehrere Einheiten Crunches und Push-ups absolviert. Das erste Mal seit zehn Jahren Heimweh und noch dazu Rückenschmerzen von einem durchgelegenen Bett bekommen. Die Bibel von Döblin, die älter als meine Omi ist, in Händen gehalten und voooorsichtig (!) durchgeblättert. Heimlich Fotos in der Bibliothek gemacht. Einen Kakao für fünfzig Cent in der Archiv-Cafeteria getrunken. Eine schlechte Nachricht erhalten. Beruhigt worden und einen Notfallplan zurecht gelegt. Bis in den späten Abend mit dem M. telefoniert. Original-Manuskripte und Nachlässe von Autoren bestaunt. Ein letztes Mal in der Bibliothek des Literaturarchivs geackert. Hass auf Buchstaben bekommen. Von Schiller verabschiedet. Mit dem Zug nach Hause gefahren. Überschwänglich begrüßt worden. Über das Leben in der Großstadt gefreut. Dem M. ein Quarkbällchen gekauft. Big Kahuna Burger gegessen. Den ersten Kuchen für das Kuchengelage gebacken. Eine Küche auseinandergeschraubt und transportiert. Getröstet worden. Geputzt. Kaffee-Kapseln sortiert. Kleingeld eingetütet. Emails geschrieben.

Montag, 28. Januar 2013

Das Kuchengelage - oder: "Dann sollen sie eben Kuchen essen!"

(c) Frau von Saltkrokan
Der M. und ich, wir haben dem Schweinehund ja den Krieg erklärt. Allerdings wollen wir nicht den Weg des Hardcore-Fastens einschlagen, dafür sind wir beide viel zu sehr Genussmenschen und noch dazu Süßmäuler. Als mein Blick am Samstag, als wir wartenderweise im Bahnhofsbuch/zeitschriftenhandel herumwanderten, an der neuen "Lecker Bakery" kleben blieb und wir kurz durchblätterten, war es um uns geschehen: Die Zeitschrift musste mit! Irgendwann kam die Idee auf, uns - analog zum Bekochen - gegenseitig mit diesen leckeren Todsünde-Rezepten zu "bebacken" und das Gerangel um die Rezepte ging los. Doch wir konnten uns einigen und die grünen Post-its sind nun die seinen, die pinkfarbenen die meinen. 

Wie das zum Projekt Schweinehund passt? Nun, ich hatte angeregt, dass man doch eventuell Süßes nun selbst zubereiten könne statt es zu kaufen. Erstens kommen wir damit wieder mehr zum backen und zweitens hat man eine gewisse Mühe und schätzt das Süße wieder mehr wert. Wir werden also ab sofort wöchentlich (? Die Regelmäßigkeit wird noch diskutiert) abwechselnd backen was das Zeug hält. Zur Auswahl stehen neunzehn Rezepte; das ungerade überhängende hat einen pinkfarbenen Post-it bekommen. Zwischendrin werden sicherlich auch mal altbekannte und heiß geliebte Rezepte oder ganz andere neue zum Zuge kommen, aber das Kuchengelage, das erhält seinen Input aus der Zeitschrift. Und nun, ganz nach (nicht) Marie Antoinette: "Dann sollen sie eben Kuchen essen!"