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Mittwoch, 5. März 2014

Lebenszeichen. Oder: Kochbücher über Kochbücher.

(c) Frau von Saltkrokan
Nachdem ich nun schon gut anderthalb Wochen nichts von mir habe hören lassen, hier ein kleines Lebenszeichen in Form einer Vorschau. Da ich zu meinem Geburtstag drei wundervolle Kochbücher geschenkt bekommen habe, wird es in nächster Zeit öfters wieder Rezepte hier auf dem Blog geben. 
Außerdem haben M. und ich gestern das Projekt "Gesünder leben und abnehmen" gestartet. Dabei halten wir uns zu großen Teilen an Attila Hildmanns 30-Tage-Challenge aus "Vegan for Fit", mit kleinen Abweichungen - Ich kann eben die anderen Kochbücher nicht einen vollen Monat lang unberührt und unbenutzt im Regal stehen lassen!

Schaut doch einfach mal rein; ich hoffe, ich schaffe es, wieder mehr zu bloggen.

Montag, 10. Februar 2014

Wochenrückblick 3.2.-9.2.

(c) Frau von Saltkrokan
Der Geruch von frischem Hefekuchen. Tolles Wetter mit viel Sonne. Vorfreude auf einen Kurztrip in die alte Wahlheimat (Altbier! Und Sattgrün mit J.! Und M.s Familie!). Mein neues Lieblingsgetränk: Leitungswasser mit zwei Scheibchen Zitrone. Ein Stapel Bücher neben dem Bett, aus dem ich die aktuelle Lektüre auswählen kann. Selbstgemachte Rote Bete Chips! The Big Bang Theory. Das Ende der sechsten Staffel von How I Met Your Mother (Grausamer Cliffhanger!). Und noch mal The Big Bang Theory. M.s Schal weitergestrickt. Noch warmer, saftiger Schokokuchen. Überschäumende Vorfreude auf Brötchen von Hinkel. Liebäugeln mit dem neuen Murakami. Artgerecht ist nur die Freiheit zu Ende gelesen. Avocado-Sushi. Mit J. telefoniert. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mango! Mit S. telefoniert. Pizza mit Knoblauchöl.

Dienstag, 7. Januar 2014

[Rezension] "Weihnachten! Das Goldene von GU"

(c) Frau von Saltkrokan
Ja, Weihnachten ist schon lange vorbei und ja, leider habe ich die Rezension nicht zum geplanten Zeitpunkt fertig geschrieben, Vorweihnachtsstress sei Dank. Da ich das Koch-/Backbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, aber wirklich gut finde, vergesse ich mal kurz, dass Weihnachten gerade erst war und schwelge in Rezepten mit Zimt, Nelken und Zuckerguss.

Zuerst einmal sei festgehalten, dass ich das Buch bekam, als ich noch Vegetarierin war, denn eines ist es ganz sicher nicht: Vegan. Es finden sich sogar einige Fleischgerichte darin, was mich aber nicht stört, schließlich gibt es noch genug andere tolle Kapitel, wegen derer ich nach dem Buch geschielt habe. Aber der Reihe nach ...

Das Koch-/Backbuch ist unterteilt in fünf Kapitel:
  • "Alles für den Plätzchenteller" versammelt Rezepte für Süßes, das mit einem Haps im Mund verschwunden ist
  • "Feines zum Adventskaffee"; wenn es etwas mehr als nur Plätzchen sein darf, besonders mehr Hüftgold!
  • "Weihnachtsgeschenke zum Vernaschen" vereint alles mögliche, das man zu Weihnachten (oder auch wann anders!) verschenken kann: Von süßen Leckereien über Flüssiges bis hin zu Eingelegtem
  • "Glühwein, Schokomilch & Apfelpunsch" umfasst alle erdenklichen Getränke, die in die Weihnachtszeit passen
  • "Festliche Weihnachtsmenüs" stellt Rezepte für die Festtage vor, von Vorspeise über Hauptgang bis zum Dessert, ob mit Fleisch, mit Fisch oder vegetarisch
Die Rezepte sind auch hier wie in den anderen "Das Goldene"-Büchern alle mit einem Bild ausgestattet und bei den Zutatenlisten ist angegeben, für welche Menge das Rezept ausgelegt ist, die Zubereitungszeit und die Kalorienzahl. Bei manchen Rezepten gibt es als kleine Dreingabe "Profi-Tipps", in denen Hinweise zur Zubereitung gegeben werden, "Aroma-Tipps", in denen man erfährt, wie lange das Zubereitete haltbar ist, und "Styling-Tipps" für Dekoration und Co.. Der Hinweis "Das schmeckt dazu" gibt Tipps, welche Getränke beispielsweise zum Gebäck passen.
Am Anfang eines jeden Kapitels fasst die "Küchenpraxis" praktische Tipps und Tricks zusammen. Das Register am Ende des Buchs listet alphabetisch die Zutaten auf, unter denen man die einzelnen Rezepte findet.

Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Klassikern und Außergewöhnlicherem. Außerdem haben die Rezepte einen unterschiedlichen Anspruch, so dass sich Anfänger über einfachere Rezepte an die schwierigeren herantasten können.
Da nicht nur der klassische Inhalt eines Weihnachtskochbuchs mit hinein genommen wurde, sondern auch kulinarische Geschenke und Getränke in einer breiten Bandbreite ihren Platz gefunden haben, hebt "Weihnachten" sich außerdem von den üblichen Koch- und Backbüchern ab, die sonst vielleicht nur eines der fünf Kapitel thematisieren.

Ein bisschen was zu meckern habe ich zum Schluss aber doch: Der Buchrücken ist nicht wie bei den anderen "Das Goldene"-Büchern (Ich besitze "Vegetarisch!" und "Backen!") goldfarben so wie das Cover, sondern gelb. Das schmerzt das Bibliophilenherz ein wenig, immerhin sähe ein goldener Buchrücken neben den anderen schöner aus.

Was mich sehr ärgert: Durch den ganzen Weihnachtsstress bin ich nicht dazu gekommen, das Kochbuch selbst auf Herz und Nieren zu testen, was ich aber sicherlich in diesem Jahr nachholen werde - veganisiert natürlich! Ich kann euch also nur bedingt etwas zum Thema Schwierigkeitsgrad und Durchführbarkeit sagen, da aber so viele sehr unterschiedliche Rezepte in dem Buch sind, unterscheidet sich dieser natürlich. Immerhin ist ein Gänsebraten schwieriger als eine Marmelade.
Markiert habe ich sicherlich dreißig oder vierzig Rezepte - ich habe also viel vor!



"Weihnachten! Das Goldene von GU" ist eine schöne Sammlung von Rezepten, mit denen man sich prima auf Weihnachten einstimmen kann. Der Preis von fünfzehn Euro ist unschlagbar, denn in diesem Buch wird wohl Jede/r Rezepte finden, die sie/ihn ansprechen. Ein Koch- und Backbuch, das das Zeug zu einem Standardwerk hat!



GU. Hardcover. 352 Seiten. ISBN: 9783833833120. 15,00 €.
Ich danke dem GU Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar!

Montag, 7. Oktober 2013

Wochenrückblick 30.9.-6.10.

(c) Frau von Saltkrokan
Kürbisse nach Hause getragen und auf die Suppe gefreut, die ich daraus machen werde. Nach Potsdam gefahren. Einen vegetarischen Hot Dog gegessen. Klamotten anprobiert. Die leckerste Trinkschokolade der Welt getrunken. Einen Zuckerschock gehabt und gekichert. Bilder von herbstlich angehauchten Bäumen gemacht. Kastanien gesammelt und zuhause auf allen Tischen verteilt. Eine wunderschöne Postkarte gekauft. Meine Lieblingsstiefeletten zum Schuhmacher gebracht und gebetet, dass er sie wieder hinkriegt. Bei Alnatura gewesen. Zeit tot geschlagen. Die Lieblingsstiefeletten in sehr schönem Zustand abgeholt. Tortellini mit Koriander gegessen. Ein tolles Buch aus dem Briefkasten gefischt. Angefangen den vierten Schwertmeister zu bemalen. Brot gebacken. Am Feiertag "Ab heute vegan" auf einen Sitz gelesen. Buchteln mit Zwetschgenfüllung gemacht und verdrückt. Eine Rezension geschrieben. Veganes Mett gemacht. Unterwegs gewesen. Geärgert. Den vierten Schwertmeister fertig bemalt. Tipps für das Akzentuieren bekommen. Lange geschlafen. Gespannt gewesen. Den Kopf geschüttelt. Mörderschokoladige Cookies gebacken. Nach Lock&Lock-Dosen geschaut. Und gegessen! "Krampus" weitergelesen. Mit S. telefoniert. Pizza gebacken und mit unendlich leckerem Knoblauch-Kräuteröl verputzt.

Sonntag, 15. September 2013

Wochenrückblick 9.9.-15.9.

(c) Frau von Saltkrokan
Meinen neuen Hausarzt kennen gelernt. Gelacht. Eine Zeitung probeabonniert. Mit einer Freundin "von früher" gechattet. Ein Abo bei der BVG abgeschlossen. Berlinerin geworden. Bei der Stadtbücherei angemeldet. Mit Muttern telefoniert. Aus der Kirche ausgetreten (endlich, nach elf Jahren des Nachdenkens!). Bei Denn's eingekauft und die aktuelle "Schrot & Korn" mitgenommen. Kuchen gebacken und fast verhunzt. Einen Schal für M. angeschlagen. Heißhunger auf Pellkartoffeln gehabt. Einen Umschlag von Lovefilm aus dem Briefkasten gefischt. Spazieren gegangen und durchgeatmet. Fotografiert. Über Vegansein nachgedacht. Mit M. Kakao getrunken und Kuchen gegessen. Gelesen. U-Bahn gefahren. "Meine" Bücherei gefunden und enttäuscht festgestellt, dass sie bald für längere Zeit aufgrund von Baumaßnahmen schließt ... Kürbissuppe gekocht. Baguette in die Suppe gestippt. Den Rest Kürbissuppe eingefroren. Das Haushaltsbuch bestückt. Tee getrunken. "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" zu Ende gelesen. Einen faulen Sonntag gehabt.

Sonntag, 7. Juli 2013

Wochenrückblick 1.7.-7.7.

(c) Frau von Saltkrokan

Einen unglaublich miesen Montag gehabt. Mini Cabrio gefahren. Fremde Menschen in der Wohnung herumführen lassen. Geärgert. Eine bittersüße Email geschrieben. Vollkorn-Shortbread gebacken und festgestellt: Manchmal muss es eben das ungesunde Weißmehl sein. Nach Strom-, Gas- und Telefon/Internet-Anbietern in Berlin recherchiert. Bewerbungen getippt. Linsen-Lasagne gegessen. "Gilmore Girls" auf Englisch gesehen und mehr verstanden als je zuvor. Blöd verhalten. Nach Wohnungen gesehen. Diskutiert. Nach Möbeln geguckt. Geschwitzt (Wieso ist das plötzlich wieder so heiß?!). Fotos ausgedruckt. Eis gegessen. Gemüse geschnibbelt und Süßkartoffeln gebacken. Wäsche gewaschen. Bewerbungen getippt. Lebenslauf überarbeitet. Im Park auf der Wiese gefläzt. Gelesen. Die neue Kamera getestet. Rückenschmerzen gehabt. Bekocht worden <3

Dienstag, 11. Juni 2013

Spinatstrudel à la liebste Wienerin

(c) Frau von Saltkrokan
Die liebste Wienerin hat vor einigen Wochen ein Rezept auf ihrem Blog gepostet, das wir unbedingt nachkochen wollten: Spinatstrudel! M. und ich sind begeisterte Spinat-Esser, von Kindesbeinen an (Soll ja gerüchteweise nicht so üblich sein bei Kindern) und da war das Rezept Pflicht.

Wir haben das Rezept - natürlich - mal wieder etwas umgeändert. Für einen großen Strudel für zwei gute ausgehungerte Esser braucht ihr:

1 Rolle Blätterteig (oder Filoteig)
500g TK-Blattspinat
200g Feta
3 Tomaten
2-3 Zehen Knoblauch (je nachdem, ob man noch das Haus verlässt)
1 halbe Zwiebel
2 Handvoll Pinienkerne
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer
Olivenöl

Den Spinat auftauen (Oder so wie ich, weil ich das mal wieder vergessen hatte, in der Mikrowelle im Schnellverfahren). Den Knoblauch und die halbe Zwiebel hacken und mit dem Olivenöl kurz anbraten. Die gewürfelten und entkernten Tomaten dazugeben und kurz mitbraten. Beiseite stellen.
Den Spinat gut ausdrücken, damit er trocken genug ist und den Feta zerbröselt dazu geben und beides miteinander vermengen. Mit den Tomaten vermischen und kräftig mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel (nur eine Prise) und Cayennepfeffer abschmecken).
(Die liebste Wienerin gibt noch Eier dazu, die ich schlicht vergessen hatte, und ohne die es auch super funktioniert).
Die Pinienkerne können nun entweder direkt in die Masse rein oder auf dem Blätterteig verteilt werden, klappt beides gut.
Die Masse auf den Blätterteig geben und den Blätterteig einschlagen/rollen. Kann dann sofort in den Ofen (so wie bei mir) oder noch mit Olivenöl und Ei bestrichen werden (so wie im Originalrezept).
Ab in den vorgeheizten Ofen und bei 180-200 Grad goldbraun backen (Dauerte in meinem Ultralangsam-Ofen ca. zwanzig Minuten/eine halbe Stunde)

Mittwoch, 22. Mai 2013

[Vegan Wednesday] 22. Mai 2013



Heute war für mich zum zweiten Mal vegan Wednesday angesagt, einer von vielen in den nächsten Wochen und Monaten. Die Beiträge sammelt diesmal Cara.

Zum Frühstück gab es eine frisch aufgebackene Brezel, den neuen Sojajoghurt von Alpro (Erdbeer-Rhabarber) und einen Soja-Cappuccino.

(c) Frau von Saltkrokan

Nachmittags eine Handvoll Cashewkerne, Trockenpflaumen und Heidelbeeren (ohne Bild).
Das Abendessen war heute ein kleines Experiment. M. wollte eigentlich Sojahacksteaks machen, ich schlug aber vor, die Masse aus Sojahack als Hackbraten zu zubereiten. Dazu gab es Ofenkartoffeln und Salat. Und als Nachtisch ein kleines Stück Zartbitterschokolade.

(c) Frau von Saltkrokan

Montag, 20. Mai 2013

[Immer schon mal] Vegan leben - die zweite Woche

Meine Lieben, heute ist nun auch die zweite Woche meines Experiments, vegan zu leben, vorbei. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Experiment wird nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern hat seine Spuren hinterlassen. Letztes Jahr hatte ich ja einmal beim Vegan Wednesday mitgemacht und ab dieser Woche möchte ich das nun regelmäßig machen; Mittwoch wird also mein veganer Tag in der Woche!
Aber auch sonst habe ich einiges mitgenommen für mich selbst: Wirklich schmerzlich vermisst habe ich nicht viel oder nicht wirklich etwas. Irgendwann stellte ich fest, dass Parmesan in Massen die Pastasauce eher verhunzt, dass Scheibenkäse nicht das höchste der käsigen Genüsse ist und dass eine Pizza auch ohne dicke Käseschicht auskommen kann. Die Pfannkuchen klappen mit Sojamehl genauso gut wie mit Eiern, so dass wir hier wohl auch in Zukunft öfters zur pflanzlichen Alternative greifen werden. Allerdings habe ich nach M.s Milch/Schokocreme (ihr wisst schon, die gestrudelte) gegiert, ebenso vermisse ich sein Rührei (er macht ein gigantisch leckeres Rührei) und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich jetzt doch ein wenig auf ein Stück Camembert freue (das französische Blut in mir giert danach).
Doch die zwei kurzen Wochen haben mich sensibilisiert und ich werde versuchen, in Zukunft vor allem unveganen Fertigprodukten aus dem Weg zu gehen. Das bringt es mit sich, dass ich auch Kalorien einspare, wenn ich nicht einfach mal so im Vorbeigehen irgendwo etwas zu essen kaufen kann. Und es macht mich gesünder, weil ich weniger Zusatzstoffe zu mir nehmen werde/möchte. Abgenommen habe ich auch schon ein bisschen - ob das nun allerdings am Kalorienzählen oder am Vegansein liegt, keine Ahnung!

Nun aber möchte ich Bilder sprechen lassen:
(c) Frau von Saltkrokan
Montags gab es endlich das Linsengemüse, das eigentlich schon für die Woche davor geplant gewesen war. Inspiriert von Attila Hildmanns "Vegan for Fit" und außerdem eine gute Gelegenheit, endlich die Tellerlinsen zu verkochen, die noch vom Winter im Vorratsregal vor sich hin dümpelten.
(c) Frau von Saltkrokan
Dienstag war mein Highlight der Woche: Es gab die Soja-Rinderfilets, die wir in Berlin im "Veganz" gekauft hatten. M. zauberte noch eine Sauce dazu, als Beilage gab es Reis. Ich kann die Filets nur empfehlen, allerdings muss ich Leuten, die Fleisch nicht mögen oder Ersatzprodukten skeptisch gegenüberstehen, vehement davon abraten, da es wirklich sehr fleischig schmeckt. Das nächste Mal müssen wir es nur länger marinieren, damit es würziger wird. Ein absolutes Nachkaufprodukt!
(c) Frau von Saltkrokan
Die Tomatensuppe am Mittwoch rief dann weniger Begeisterung hervor. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich sie nun gut oder schlecht fand, sagen wir, sie ist so lala. Sie erinnerte mich eher an flüssige Tomatensauce denn an Suppe. Vielleicht fehlten einfach ein paar Gewürze und das Tomatenmark, das wir leider nicht mehr da hatten. Das Rezept hatte ich aus "Ab jetzt vegan!", ein tolles Kochbuch, das sicher noch öfters zum Einsatz kommen wird. Die Focaccia, die ich dazu buk und die von einem Rezept aus der neuen  "Deli" inspiriert war, wird allerdings auf jeden Fall noch einmal nachgebacken.
(c) Frau von Saltkrokan
Ein zweites Highlight gab es am Donnerstag: Vegane Pizza (bzw. in M.s Falle vegetarisch, mit Mozzarella). Inspiriert mal wieder von Attila Hildmann, allerdings sparte ich mir die Cashew-Creme obendrauf. Die Pizza war urlecker, auch ohne Käse, und ich kann sie mir außerdem sehr gut noch mit (halb)getrockneten Tomaten vorstellen. Da wir noch Tiefkühlspinat da hatten, kam der zum Einsatz, mit frischem Spinat ist das sicherlich noch einmal ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Von der Sauce (in die wir übrigens fünf Knoblauchzehen hauten) machten wir direkt zu viel, damit wir am nächsten Tag eine schnelle Pasta mit Gemüseresten (Champignons und Zucchini) zaubern konnten. 
(c) Frau von Saltkrokan
Samstags gab es etwas, das viele von euch in der Form sicherlich nicht kennen: Schnittlauch-Pfannkuchen mit Kopfsalat. In meiner Familie essen wir die Pfannkuchen mit dem Salat gefüllt und aufgerollt. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, ist aber sehr sehr lecker und besonders im Sommer ein tolles, schnelles Gericht, das mit wenigen Zutaten auskommt. Die zwei Eier in den Pfannkuchen ersetzte ich durch Sojamehl, das im Verhältnis 1:2 mit kaltem Wasser angerührt wird. Zum ersten Mal schaffte ich es auch, die richtige Konsistenz zu erreichen, die Masse muss nämlich schön cremig sein, zu wässrig schadet sie dem Teig mehr. Dem Pfannkuchenteig hat man weder vom Geschmack her noch vom Backverhalten her angemerkt, dass die Eier "fehlen" und da Sojamehl länger und unkomplizierter haltbar und im Vergleich zu Eiern viel billiger ist, werden wir beim Backen nun auch öfters Sojamehl benutzen - M. fand das Ganze nämlich auch super.
(c) Frau von Saltkrokan
Ausgerechnet sonntags, am großen Finaltag, habe ich kein Bild vom Essen gemacht, aber es gab auch nichts Besonderes: Schnelles Wokgemüse mit Reis und Erdnusssauce.
Abends eine große Schüssel Salat und zum Nachtisch Himbeersorbet, das wir fix aus Tiefkühlhimbeeren, etwas Zucker (und in meinem Fall noch Agavendicksaft) herstellten.

Über die ganze Woche verteilt gab es außerdem veganes Mett aufs Brot, um die Fleischgelüste meines Omnivoren zu befriedigen, der seltsamerweise bisher eben solche Gelüste noch nicht hat und den es vielmehr nach Sushi gelüstet (mit Fisch natürlich, weswegen er mein selbstgemachtes veganes Sushi bisher verschmäht).
Was sonst noch aufs Brot kam? Alsan, vegetarischer Aufstrich von Alnatura, Erdnussbutter, Marmelade und Pflaumenaufstrich.

Montag, 13. Mai 2013

[Immer schon mal] Vegan leben: Die erste Woche

Da es in der letzten Woche etwas drunter und drüber ging, konnte ich euch gar nicht so auf dem Laufenden halten wie ich es gerne getan hätte (und deswegen gibt es auch keinen normalen Wochenrückblick). Daher kommt meine erste (von zweien) vegane Woche hier kompakt und in aller Schnelle zusammengefasst:
Das Wichtigste für alle besorgten Verwandten und Freunde zuerst: Ich lebe noch und bin nicht an Mangelerscheinungen gestorben. Manchmal rumpelt es ganz schön im Magen, das mag durch die nun ausschließlich pflanzliche Kost so sein oder auch durch den Stress, weiß der Himmel. Vermissen tue ich bisher auch noch nichts, obwohl ich am Samstagmorgen neben M. saß und ihm sehnsüchtig beim Rührei-Verspeisen zusah. Da ich mich im letzten Sommer eh schon mit großen Schritten in Richtung vegane Ernährung bewegt hatte, sind mir auch noch keine großen neuen Erkenntnisse gekommen, allerdings war das Brotkaufen etwas ernüchternd. M. und ich standen bei Real und wollten abgepacktes Brot bzw. Toast kaufen, weil das auch einfacher zum Kalorienzählen ist. In den ersten drei Sorten war direkt schon mal Natriumstearoyl-2-lactylat, das - man kann es sich wegen des "lactylat" denken - nicht vegan ist. Sehr schön. Dann erfuhr ich auch noch im Nachhinein, dass einer meiner Lieblingstoasts nicht einmal zu hundert Prozent vegetarisch ist (wegen des Emulgators E471), wodurch es mir nachträglich fast hochkam.
Auf große Ablehnung oder Irritiertheit bin ich bisher nicht gestoßen, meine Lieblingsmenschen sind eh inzwischen einiges an Verrücktheiten von mir gewohnt und auf viele Fremde bin ich nicht gestoßen (Sieht man von der Geburtstagsparty eines Kumpels von M. ab und da hatte ich mein eigenes Essen sozusagen dabei und fiel wegen des Buffets nicht groß auf). Interessant war die Erkenntnis, dass sich viele Menschen immer noch nicht mit dem befassen, was sie essen und oftmals nicht wissen, welche Lebensmittel was enthalten (dass z.B. Mayonnaise Eier enthält und damit nicht vegan ist). Das finde ich insofern erschreckend als dass es für wirklich alle Menschen von Interesse ist - egal ob sie sich nun vegan, vegetarisch, omnivor oder koscher ernähren. Ein wenig Hilflosigkeit begegnete mir bei M.s Mutter, der Schwiegermama in spe, die sich Gedanken machte wie sie mich denn nun satt kriegen sollte und nachfragte, ob sie Sojamilch und Artverwandtes besorgen sollte, wo mir Umstände bereiten doch immer so unangenehm ist ... Allerdings war auch sie sehr neugierig und fragte nach statt mich für verrückt zu halten, was solche Experimente immer sehr viel leichter macht.

Nun aber zum interessanten Teil des Blogposts, den Bildern von meinem Essen. Ich habe nicht sämtliches festgehalten, sondern nur die jeweilige warme Hauptmahlzeit, da ich mich am Ende doch dagegen entschied, jeden Tag darüber zu bloggen - vielleicht mache ich das, falls Interesse besteht, in der zweiten Woche ausführlicher.

(c) Frau von Saltkrokan
Am ersten Tag ging es ganz und gar nicht vorbildlich zu, weil ich keine Lust hatte groß zu kochen, weswegen halbfertiges auf den Tisch kam: Marokkanische Gemüseburger von Alnatura, Basmatireis und indisches Curry (auch von Alnatura). Die Burger kann ich, wie die normalen Gemüseburger von Alnatura, empfehlen, vor allem für den schnellen faulen Hunger. Die Currysauce war ganz nett, aber etwas zu schwach auf der Brust und vor allem etwas zu teuer im Verhältnis gesehen.
(c) Frau von Saltkrokan
Dienstag ging es dann fast genauso weiter, etwas fertiger als wir es gewöhnt sind: Rahmspinat mit Kartoffelstampf und Gemüsestäbchen (bzw. für M. Fischstäbchen).

M. meinte, den Unterschied zur normalen Sahne im Spinat und zur normalen Milch im Stampf habe er nicht bemerkt - yiha! Dass die Gemüsestäbchen von Iglo vegan sein könnten hätte ich mir nie vorstellen können, bis J. mich darauf hinwies und ein Blick auf die Packung bewies: Tatsächlich, die sind vegan! Hallelujah!
So vorbildlich mein Start in die veganen Wochen war, so jäh endete er am Mittwoch, als wir beim Japaner essen waren. Leider ging ich davon aus, dass vegetarisch beim Japaner gleich auch vegan ist, dachte nicht daran, dass in den gebratenen Nudeln üblicherweise Ei ist und verdrängte ein wenig, dass der Sushiessig eventuell auch nicht vegan sein könnte. Meine Lektion an diesem Tag war dann auch, dass man bei solchen Aktionen vorher nachfragen sollte statt sich auf etwas zu verlassen - wieder etwas dazu gelernt ... Das schlechte Gewissen haben wir dann aber bei einem kalten Getränk bei Starbucks wieder beruhigt. Und was ich so beim Japaner gegessen habe? Unter anderem dies hier:

(c) Frau von Saltkrokan
Inside-out-rolls mit Avocado (obwohl ich Avocado sonst nichts abgewinnen kann, finde ich sie in den Sushis extrem lecker) und Inari, das sind frittierte, etwas süßlich schmeckende Tofutaschen, die mit Reis gefüllt werden.

Donnerstags wollten wir abends zu M.s Mutter fahren, da wir freitags auf einem Geburtstag in seiner Heimatstadt eingeladen waren. Daher gab es nur ein schnelles Pastagericht, mit viel Gemüse (und Parmesan für M.):
(c) Frau von Saltkrokan
Vereinfacht gesagt ist es eine Art Ratatouille auf Spaghetti. Einfach Zwiebeln, Knoblauch, Aubergine, Paprika und Frühlingszwiebeln anbraten und Tomatenmark dazu, glatt rühren und kräftig würzen. Sehr lecker und sehr glücklich machend. Den Parmesan habe ich nur ein wenig vermisst, durch die Gewürze wurde der wieder wettgemacht. Ganz besonders, da ich gerne dazu neige, die Pastasauce mit dem Parmesan so zuzukleistern bis ich nichts mehr von der Sauce schmecke, was ja eigentlich schade ist ...
Nachmittags gab es dann selbstgemachtes Rhabarberkompott von M.s Mama, mit Sojaghurt, den ich mit Vanilleextrakt verfeinert hatte.
Für die Geburtstagsparty eines Kumpels von M. hatte ich dann Couscoussalat gemacht und Rhabarbermuffins mit Streuseln gebacken. In der Eile habe ich allerdings weder von dem einen noch von dem anderen Bilder gemacht, kann aber stolz vermelden, dass der Salat in aller Munde war (im doppelten Wortsinn) und die Muffins auch sehr gut ankamen. Mir stellt sich nur die Frage, ob das auch der Fall gewesen wäre, wenn die Gäste vorher gewusst hätten, dass die Sachen vegan sind, da mit diesem Wort ja leider viel zu oft negatives verbunden wird. Dass viele Salate beispielsweise eh vegan sind, darauf kommt ja eh nie einer ...
Vor der Party hatte M. mir noch eine Portion Tortellini (von Rossmann) zubereitet (all'arrabbiata) - ich wusste ja nicht, wie groß die Auswahl auf dem Geburtstag sein würde und die ganze Zeit meinen eigenen Salat essen wollte ich auch nicht.

(c) Frau von Saltkrokan
Am Samstag gab es - herrje, schon wieder - Vollkorn-Fussili mit "Bolognese"-Sauce. Für die zweite Woche nehme ich mir daher fest vor, weniger Nudeln zu machen ... Das wird ja sonst eintönig und etwas zu leicht macht man es sich damit auch ...

Sonntag war Schlemmertag: Morgens ein zünftiges Kaiser-Frühstück mit Pancakes nach dem Rezept von Björn Moschinski, das ich schon einmal gepostet hatte.
(c) Frau von Saltkrokan
Mittags sollte es eigentlich ein Linsengericht à la Attila Hildmann geben, aber ich hatte vergessen, die Linsen einzuweichen, so dass wir schnell improvisieren mussten. Also gab es Frikadellen für M. (das letzte Fleisch für die nächsten drei Wochen im Übrigen, mehr dazu demnächst auf seinem Blog), für mich Veggie-Würstchen und Ofenkartoffeln. Außerdem habe ich mich das erste Mal an veganer Mayonnaise versucht und es klappte wunderbar und war sehr sehr lecker, das Rezept folgt demnächst!
Zum Nachtisch gab es abends Rhabarber-Apfel-Crumble, da wir noch zwei Stangen Rhabarber von den Muffins übrig hatten - und ab dieser Woche gibt es ja nicht mehr allzu viele Schlemmereien, weil wir nun Kalorien zählen.

Ich bin schon gespannt, wie die zweite Woche so werden wird und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich wieder auf ein Stück Käse freue. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass Pasta auch ohne einen Berg von Parmesan schmeckt ...

Sonntag, 5. Mai 2013

Wochenrückblick 29.4.-5.5.

(c) Frau von Saltkrokan
DVDs in der Bücherei abgegeben und ein Buch für 50 Cent erstanden (und zwar dieses hier). Ein gigantisches Paket für die Nachbarn angenommen. Im Baumarkt gewesen und den Lack dann doch stehen lassen. Verzweifelt das Carsharing-Auto gesucht und nicht gefunden (GRRR). Den "Spiegel" probeabonniert und M. den USB-Tischventilator mitbestellt (aye). Zwei Ladungen Wäsche gewaschen. Lecker Spargel gegessen. M.s und meinen Berlin-Blog gestartet. Die Ablage entmistet. Beltane daheim verbracht. Festgestellt, dass ich viel zu wenig lese. Den Billy-Planer von Ikea zu Rate gezogen. Die erste Staffel von "Desperate Housewives" geschaut und beschlossen, die restlichen sieben Staffeln auch nach und nach zu kaufen. Lange lange Zeit mit der Gastherme und dem Installateur verbracht. Spargelsuppe gegessen. Die "Rollnacht" verflucht. Das Navigationssystem verwirrt. Mit Lachkrämpfen im Auto durch die Nacht vergefahren. Verwandte von M. kennen gelernt. Telepathisch kommuniziert. Im feinen Zwirn den achtzigsten Geburtstag von M.s Omi begangen und kugelnderweise nach einem tollen Essen nach Hause gerollt. Um M.s Bart getrauert. Mit Mutti telefoniert. Nach Wohnungen gesucht. Kirsch-Sojaghurt gegessen. Ausgeschlafen. Ein schönes Sonntagsessen zubereitet und gegessen. Mit dem Fahrrad zum Rhein gefahren und einen Becher Eis gegönnt. Die erste vegane Woche geplant. Filme geguckt.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Oh, heiß geliebter Spargel!

(c) Frau von Saltkrokan
Als Kind mochte ich Spargel nicht, er war mir immer viel zu holzig und wurde dann mehr und mehr im Mund (Kennt ihr das Gefühl?). Mein Vater hingegen ist großer Spargel-Fan und irgendwann tastete ich mich heran, indem ich ihm die Spargelköpfe klaute, die sind ja sehr viel zarter als die Endstücke.
Letztes Jahr habe ich dann zum ersten Mal Spargel selbst gemacht, allerdings grünen, den ich auch jetzt wo ich Spargel mag, dem weißen vorziehe. Gestern haben M. und ich dann Spargel im Ofen gebacken und mit Semmelbrösel-Butter (nach dem Rezept seiner Familie) und Kartoffeln gegessen.

Den Spargel macht ihr so, mal wieder alles sehr ungefähr:
Pro Person 500 g Spargel schälen und die Enden großzügig abschneiden (Den grünen muss man nicht so extrem schälen, je nachdem, sogar gar nicht).
Dann in Auflaufformen legen, mit einer guten Prise Salz und einem Teelöffel braunem Zucker bestreuen und ein paar Butterflocken darauf geben. Etwas Wasser in die Formen geben und die Formen mit Alufolie abdecken. Bei ca. 200 Grad so lange backen lassen bis der Spargel weich ist.

Für die Semmelbrösel-Butter etwas Butter Pi mal Daumen in einer Pfanne zerlassen und ca. zwei bis drei Semmelbrösel dazugeben, damit die Masse etwas dickflüssig wird.

Die Butter über den Spargel geben und schmecken lassen!

Sonntag, 7. April 2013

Wochenrückblick 1.-7.4.

(c) Frau von Saltkrokan
Eine Berlin-Starbucks-Tasse gekauft. Das Holocaust-Mahnmal besucht. Einen Touri-Tag verbracht. In das Nikolai-Viertel verliebt. Viel zu oft den Fernsehturm fotografiert. Eine Berliner Weiße mit Himbeergeschmack getrunken. Bei Medimops umme Ecke für wenig Geld die FSK 18-Versionen von "Blade II" und "Fight Club" erstanden (Hrhr). Krank geworden (:-/) und einen Tag zwangsweise auf der Couch verbracht. Schlecht geschlafen. Einen Babyelefanten gesehen. Und Giraffen. Und Pinguine. Und Tiger! Und Shetland-Ponys gestreichelt. (Ja, wir waren im Zoo). Leckere Bonbons gekauft. In einer sooooo tollen Buchhandlung gestöbert. Das Langenscheidt-Schwedisch-Wörterbuch für 12,95 € statt 32,99 € ergattert (Bäm!). In einem schönen Spielzeugladen gewesen. Himalaya-Salz gekauft. Tiefkühl-Spinat-Pizza mit von M. angesetztem Kräuter-Knoblauch-Öl gepimpt und süchtig danach geworden. Emails von der Uni mit Absagen zu zwei Sprachkursen bekommen (aber wenigstens zum Neugriechisch-Kurs zugelassen worden). Die ZEIT probeabonniert. Pläne für die letzten beiden Tage in Berlin gemacht. Den türkischen Markt am Maybachufer besucht und Baklava mitgenommen. Im Yellow Sunshine urleckere Veggie-Burger gegessen (auch hier: Bericht folgt!). Die dritte Staffel von "How I Met Your Mother" weitergeguckt. Die Erkältung und ihr Timing verflucht. Zum Husten auf die Couch geflüchtet. Das jüdische Museum mit einer tollen Sonderausstellung besucht. Die Ferienwohnung aufgeräumt und Koffer gepackt. Zurück ins Rheinland gefahren. Gewusst: Bald sind wir wieder da. Höchstinteressante Gespräche von Mitreisenden belauscht. Pläne für den Countdown bis zum Umzug gemacht. Das Blogdesign verändert. Einen Zweitblog eingerichtet (bisher strenggeheim, aber mehr ganz bald!).

Sonntag, 10. März 2013

Wochenrückblick 04.03.-10.03.

(c) Frau von Saltkrokan

Zum ersten Mal mit dem neuen Trainingsplan trainiert. Mini-Scones gebacken. M. für den neuen Trainingsplan verflucht (wegen des Muskelkaters). Die ersten Sonnenstrahlen genossen. Eine liebe Freundin am Bahnhof getroffen und ihr M. vorgestellt. Die Waage gehasst. Albträume gehabt und schlecht geschlafen. Über den Umzug und die neue Wohnung gesprochen. Den rechten Ringfinger geprellt. Die ersten Osterglocken sprießen sehen. Den zweiten Wohnsitz in der Bibliothek bezogen. Ein Kaninchen am Campus über die Wiese hoppeln sehen und wie ein kleines Kind darüber gefreut. Salat in der Mensa gegessen. Gespürt: Hier gehöre ich nicht mehr hin. Eine lange Email geschrieben. Einen Plan aufgestellt. Zwanzig Minuten Stillstand in der Straßenbahn ertragen. Endlich mal wieder ins Erinnerungsbuch geschrieben. Den besten Zwiebelkuchen der Welt gegessen. Voran gekommen. Einen Strauß Tulpen gekauft. Über Preise von Marken-Handtaschen entsetzt gewesen. Nach Armbanduhren geschaut (die oder die?), die ich vom ersten Gehalt kaufen möchte. Den Kopf geschüttelt. Gelacht, weil es nicht zum Weinen reichte. "Harry Potter and the Order of the Phoenix" im Original geschaut, während M. Spätschicht hatte. Pancakes zum Frühstück gehabt. Aufgeräumt und geputzt. Kanelbullar aufgebacken. Farin Urlaub gehört. Von einer Freundin besucht worden und Kaffeeklatsch gehalten.

Sonntag, 3. März 2013

Wochenrückblick 25.02.-03.03.

Sündig tiefroten Nagellack gekauft. Ein Leistungstief beim Training durchlitten und doch durchgebissen. Bücher abgegeben. Hülsenfrüchteeintopf gegessen. Mini Cooper Cabrio gefahren. Einen Großeinkauf getätigt. "Jazz ist anders" hoch und runter gehört. Wäsche gewaschen. Aufgeräumt. Post von einer lieben Freundin bekommen. Prokrastiniert und dann doch aufgerafft. Ehrgeiz entwickelt. Mehr Gewicht beim Training aufgelegt. Geburtstagspost bekommen. Einen ersten Erfolg beim Projekt Schweinehund gefeiert. Das Vierteljahrhundert vollendet und nach zwölf Uhr nachts Geburtstagstorte gegessen. Zum Japaner eingeladen worden. Den ersten Tequila Gold meines Lebens getrunken. Sake probiert und den Rest M. hingeschoben. Jemandem gesagt, wie sehr ich ihn mag. Offene Worte geschrieben. Brunchen gewesen. Bewerbungen geschrieben.

Sonntag, 17. Februar 2013

Wochenrückblick 11.02.-17.02.

(c) Frau von Saltkrokan

Einen kleinen Nervenzusammenbruch und einen schlechten Tag gehabt. Vor Karneval geflohen. Selbstgemachte Pralinen genossen. Pizza gebacken. Die ersten Masterarbeit-Schreib-Wortfindungsschwierigkeiten gehabt. Großzügig Textmarker benutzt. Einen neuen Berlin-Reiseführer bestellt. Einen Hass auf Fremdworte bekommen. Ein langes Gespräch geführt. Gugelhupfförmchen gekauft. Eine Rose verschenkt und eine geschenkt bekommen. "Stirb langsam 5" im Kino angesehen. Urlaubspläne geschmiedet. Mit zwei lieben Freundinnen telefoniert. Koch- und Backbücher ausgeliehen. Quarkbällchen verhunzt. Viel zu wenig Sport getrieben und deswegen am Samstag aufgerafft. Marilyn Manson beim Sport gehört - yeah! Die Nebenkostenabrechnung bekommen und gefreut. Den M. mit Graupensuppe bekocht. Mit Muttern telefoniert. Notfallmuffins gebacken, weil keine Nerven und Muße für Hefeteig.

Sonntag, 3. Februar 2013

Wochenrückblick 28.1.-3.2.

(c) Frau von Saltkrokan
Schiller besucht. Mit "Grüß Gott!" begrüßt worden (---). Über das Leben auf dem Dorf geärgert und beschlossen, nie wieder außerhalb der Stadt zu leben. Das liebste Bier in einem schwäbischen Supermarkt entdeckt. Mein Bibliophilenherz beim Betreten der Bibliothek schlagen gespürt. Bücher über Bücher gewälzt. Alfred Döblins Schrift zu entziffern versucht. Eine Original Berliner Tram-Karte von 1928 in Händen gehalten. Mehrere "sic!"s gesetzt. Die Metal-Playlist bei Spotify überarbeitet und voller gepackt. Mehrere Einheiten Crunches und Push-ups absolviert. Das erste Mal seit zehn Jahren Heimweh und noch dazu Rückenschmerzen von einem durchgelegenen Bett bekommen. Die Bibel von Döblin, die älter als meine Omi ist, in Händen gehalten und voooorsichtig (!) durchgeblättert. Heimlich Fotos in der Bibliothek gemacht. Einen Kakao für fünfzig Cent in der Archiv-Cafeteria getrunken. Eine schlechte Nachricht erhalten. Beruhigt worden und einen Notfallplan zurecht gelegt. Bis in den späten Abend mit dem M. telefoniert. Original-Manuskripte und Nachlässe von Autoren bestaunt. Ein letztes Mal in der Bibliothek des Literaturarchivs geackert. Hass auf Buchstaben bekommen. Von Schiller verabschiedet. Mit dem Zug nach Hause gefahren. Überschwänglich begrüßt worden. Über das Leben in der Großstadt gefreut. Dem M. ein Quarkbällchen gekauft. Big Kahuna Burger gegessen. Den ersten Kuchen für das Kuchengelage gebacken. Eine Küche auseinandergeschraubt und transportiert. Getröstet worden. Geputzt. Kaffee-Kapseln sortiert. Kleingeld eingetütet. Emails geschrieben.

Samstag, 2. Februar 2013

Om Om Veggie-Burger

(c) Frau von Saltkrokan

Wer Tarantino-Filme mag, kennt auch den "Big Kahuna"-Burger. Bei chefkoch.de hat sich jemand die Mühe gemacht und diesen Burger nachgemacht. Das wollten wir dann auch, aber leider hatte ich Volldepp beim Einkauf die Ananas vergessen, so dass wir (Nachdem ich auch kurzerhand die dazugehörige Sauce als zu kalorienlastig erklärt hatte) einfach nur Burger ohne "Big Kahuna" gemacht haben. Für mich natürlich in der Veggie-Variante mit Gemüseburgern vom Discounter. Dazu gab es selbstgemachte Pommes.

Für zwei mordsgroße Burger braucht ihr: 
zwei Burgerbrötchen 
eine Packung Gemüseburger
eine Tomate
zwei Blätter Salat nach Belieben
ein paar Scheiben Zwiebeln
zwei Scheiben Schmelzkäse (in unserem Fall Cheddar)
Senf, Ketchup und/oder BBQ-Sauce

Die Gemüseburger nach Packungsanleitung zubereiten (zu Burgern formen, die so groß sind wie die Burgerbrötchen). Wenn die Burger fertig sind, jeweils eine Scheibe Käse darauf legen.
Die Burgerbrötchen, wenn man möchte, im Ofen angrillen, und dann die eine Hälfte mit Senf und BBQ-Sauce und die andere mit Ketchup bestreichen. Auf die untere Hälfte ein Blatt Salat und die Zwiebeln darauf legen, dann den Gemüseburger, die Tomaten und die obere Brötchenhälfte - voilà, der Big Kahuna Om Om Veggie-Burger ist fertig!

Falls euch noch interessiert, wie wir die Pommes gemacht haben:
Kartoffeln schälen und in schmale Streifen schneiden (Breite je nach Geschmack, unsere waren etwas breiter). Zum Würzen habe ich vom Gewürzehändler meines Vertrauens eine Pommes-Gewürzmischung genommen, aber ihr könnt auch etwas edelsüßes Paprikapulver, Salz und Pfeffer miteinander mischen, mit einem bis zwei Esslöffel Olivenöl glatt rühren, über die Pommes geben und diese gut durchmengen. Auf einem Backblech verteilen und bei ca. 200 °C für ca. eine halbe Stunde im Ofen backen.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Somen-Nudeln mit Aubergine, Paprika und Mango mit Tofuschnitten

(c) Frau von Saltkrokan
Das ursprüngliche Rezept zu diesem Gericht verfolgt mich schon seit Gourmande es im letzten September auf ihrem Blog gepostet hatte. Letztens begegnete es mir wieder auf einem anderen Veggie-Kochblog und ich wusste: Jetzt ist seine Zeit gekommen. Eigentlich ist - zugegeben - weder die Zeit für Paprika noch für Auberginen, aber da war ich dann doch mal sehr Nicht-Ökotussi.
In Ermangelung von Reisessig habe ich das "Dressing" in Eigenkreation komplett umgewandelt und die Nudeln gab es auch nicht als Salat, sondern als warmes Pfannengericht dazu. Bevor ihr euch jedoch um die Nudeln kümmert, kommt der Tofu an die Reihe; hier habe ich mich ziemlich genau an das Rezept gehalten:

Für zwei Portionen à vier Scheiben braucht ihr:
einen Block Tofu, natur (250 g)
3 EL salzige Sojasauce
2 EL süße Sojasauce ("Ketjap Manis")
2 EL süß-saure Chilisauce
1 TL Senf, mittelscharf
3 Knoblauchzehen (ich habe sie gepresst)
Mehl zum "panieren"
Öl zum Braten

Den Tofu in acht Scheiben schneiden (Am besten geht das, indem ihr ihn halbiert und dann in Scheiben schneidet, sonst werden die einzelnen Scheiben zu dünn und zu groß). Die restlichen Zutaten bis auf das Mehl und das Öl vermischen, den Tofu darin wenden und über Nacht einlegen (Geht prima in einer Plastiktüte).
Vor der Zubereitung im Mehl wenden und mit dem Öl braten. Die übrig gebliebene Marinade kommt vor dem Servieren darüber - also nicht wegwerfen!

Für die Nudelpfanne (ich nenne sie jetzt einfach mal so) werden eigentlich Soba-Nudeln verwendet. Da ich aber noch ein Paket Somen da hatte, kamen diese zum Einsatz. Geschmacklich tut sich da nicht viel, finde ich, meine Somen waren allerdings aus Weizenmehl und nicht als Buchweizenmehl (Fragt mich nicht, was für einen Unterschied das macht, da bin ich keine Expertin). Für alle Veganer: Die Nudeln sind vegan, so wie das gesamte Essen. Weil ich die Somen endlich weghaben wollte, habe ich das ganze Päckchen gekocht und den Rest, den wir nicht gegessen haben, als Uni-Lunchpaket in den Kühlschrank gestellt. Die Mengenangaben, die ich euch hier mache, sind also alle sehr Pi mal Daumen.
Die Sauce habe ich nach Vorbild der Marinade kreiert.

Für zwei bis drei Portionen zum Sattessen braucht ihr:
ca. 150 bis 200 g Somen
1 Aubergine
1 rote und 1 gelbe Paprika
2 bis 3 Frühlingszwiebeln
1/2 Mango
1 Knoblauchzehe
2 getrocknete Chilischoten
2 TL Zucker
ein paar Blätter Basilikum
Olivenöl

Für die Sauce:
3 EL salzige Sojasauce
3 EL süße Sojasauce
2 EL süß-saure Chilisauce

Für die Sauce die drei Grundsaucen miteinander vermengen.
Die Aubergine, die Paprika und die halbe Mango in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln in Röllchen schneiden. Den Knoblauch und die Chilischoten hacken.
Die Aubergine in Olivenöl anbraten (Achtung, Auberginen "saugen" sehr viel Öl auf; wer es also leichter mag, muss hier aufpassen, dass die Aubergine nicht anbrennt!) bis sie goldgelb und weich ist. Dann den Knoblauch, die Chilischoten und die Frühlingszwiebeln dazugeben und kurz mitbraten. In einer Schüssel beiseite stellen. Inzwischen die Somen kochen (Nochmal Achtung: Somen sind wirklich sehr schnell fertig, in drei bis vier Minuten, und werden auch schnell pampig) und beiseite stellen.
Die Paprikawürfel in Öl anbraten und wenn sie beginnen braun zu werden, den Zucker darüberstreuen und karamellisieren lassen. Anschließend mit dem Auberginengemüse, den Somen und der Sauce vermengen. Die Mangowürfel und den Basilikum gehackt darüber geben. 


Wer es mag, dem würde ich empfehlen, die Mango zwischendrin mitzubraten, sonst ist sie - logischerweise - als einzige Zutat kalt; ich werde es nächstes Mal sicherlich auch so machen. Die Paprika muss man nicht karamellisieren, normal mitbraten tut es genauso.
Uns haben die Nudeln sehr gut geschmeckt und nächstes Mal würde ich sie wieder warm servieren, besonders mit meinem abgewandelten "Dressing" schmeckt das besser. Den Tofu fand ich ganz lecker, besonders die Marinade. Meinen Omnivoren konnte ich damit leider nicht bekehren - nobody is perfect ;-)

Sonntag, 20. Januar 2013

Wochenrückblick 14.01.-20.01.

(c) Frau von Saltkrokan

Umsorgt worden. Chucks gekauft. Auf seltsame Menschen getroffen. Zum ersten Mal auf Automatik fahren wollen und erbärmlich gescheitert. Im Schnee versunken und fast ausgerutscht. Rotkohlsalat gemacht. Mit einer lieben Freundin telefoniert. Den Trailer zu "Stirb langsam 5" gesehen und ein Date für den Valentinstag ausgemacht. Den neuen Tarantino gesehen und in Gedanken schon die Blu-ray vorbestellt. Bei "Game of Thrones" eingeschlafen (Asche auf mein Haupt ...). Von meinen Plänen für den Sommer erzählt. Gefroren. Meine Masterarbeit vor dem hohen Gericht vorgestellt. Wunderbar bekocht worden. Mal wieder festgestellt, dass ich kichernde, kreischende Weiber einfach nicht ausstehen kann. Den Keller entrümpelt. Chucks umgetauscht (doch eine halbe Nummer zu klein). Gefroren, während ich auf die verspätete Bahn warten musste. Mangolassi selbst gemacht. Ein Ärzte-Konzert auf DVD angeschaut. Den Mann à la Jamie Oliver bekocht und nach ewiger Zeit mal wieder Pudding gegessen. Den Abend mit Sookie und Bill verbracht <3. Den inneren Schweinehund bekämpft und schwimmen gewesen. Über den frisch gefallenen Schnee gefreut. Entsetzt über die Kalorienzahl eines Caffe Latte bei Starbucks gewesen. Den Montag durchgeplant. Gedanken über die Recherchereise gemacht.