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Mittwoch, 5. März 2014

Lebenszeichen. Oder: Kochbücher über Kochbücher.

(c) Frau von Saltkrokan
Nachdem ich nun schon gut anderthalb Wochen nichts von mir habe hören lassen, hier ein kleines Lebenszeichen in Form einer Vorschau. Da ich zu meinem Geburtstag drei wundervolle Kochbücher geschenkt bekommen habe, wird es in nächster Zeit öfters wieder Rezepte hier auf dem Blog geben. 
Außerdem haben M. und ich gestern das Projekt "Gesünder leben und abnehmen" gestartet. Dabei halten wir uns zu großen Teilen an Attila Hildmanns 30-Tage-Challenge aus "Vegan for Fit", mit kleinen Abweichungen - Ich kann eben die anderen Kochbücher nicht einen vollen Monat lang unberührt und unbenutzt im Regal stehen lassen!

Schaut doch einfach mal rein; ich hoffe, ich schaffe es, wieder mehr zu bloggen.

Sonntag, 12. Januar 2014

Vom Leben mit einem Omnivoren Karnisten*

"Ich will deinen Geist befreien, Neo, aber ich kann dir nur die Tür zeigen. Durchgehen musst du ganz allein."
- Morpheus 

Heute kam mir der Gedanke, dass ich schon oft von M. geschrieben habe, ebenso wie vom Leben als Vegetarierin und Veganerin, aber noch nie vom Zusammenleben mit ihm. Davon, wie es ist, mit einem "Fleischesser" zu leben, ihn zu lieben und seine Entscheidung zu akzeptieren.

Als ich M. kennen lernte, war ich bereits auf dem Weg in Richtung eines veganen Lebens. Ich verzichtete mehr und mehr auf Milch, Joghurt, Sahne und Quark, aber nicht auf Eier. Fleisch aß ich sowieso seit fast zwei Jahren nicht mehr, Fisch seit ein paar Monaten. M. schloss von meinen Facebook-Posts darauf, dass ich Vegetarierin bin und ich bejahte seine Frage danach. Nicht mehr, Details sparte ich aus, und er fragte selbst nach: Wieso? Seit wann? Ich fand sein Interesse spannend und fand heraus, dass ich es zwar mit einem leidenschaftlichen Fleischesser zu tun hatte, dieser aber durchaus vernünftig war und die allgemeine hemmungslose Gier nach möglichst billigem Fleisch nicht teilte. Für ihn war es eine regelrechte Herausforderung, mich zu bekochen und er war froh, dass ich keine Vegetarierin bin/war, die ihm sein Schnitzel madig macht, indem sie ihm stundenlang von den armen Schweinen und ihrem Leid erzählt.
Als wir zusammen zogen, musste er selbst für sein Fleisch sorgen, ansonsten gab es vegetarisch - was sowohl für ihn als auch für mich kein Problem darstellte. Ich wurde wieder etwas toleranter, konsumierte wieder deutlich mehr tierische Produkte und es machte mir weniger aus, wenn M. neben mir saß und Fleisch aß. Bis ich im Spätsommer letzten Jahres wieder damit begann, mich zu informieren. Ich spürte, dass in mir drin etwas unruhig war, dass ich "meinen Weg" verlassen hatte. Ab und an kaufte ich sogar Fleisch für M. - etwas, das ich nie wieder hatte tun wollen, das hatte ich mir geschworen. Und nun kam ich mir vor, als wenn ich Verrat an mir selbst und meinen Idealen begangen hätte. Es nagte an mir, ließ mich unruhiger schlafen, ganz besonders, als ich wieder mehr zu dem Thema las und mir eines klar wurde: Vegetarisch ist nicht die Lösung, nicht für mich, nicht auf Dauer. Ich fühlte mich getrieben  und ging schwanger mit Gedanken an ein Leben als Veganerin - aber ich zögerte. Konnte ich das M. "antun"? Immerhin kochen wir viel und essen gerne zusammen und wir würden einiges anders machen müssen. Nie mehr vegetarische Spaghetti Carbonara à la M., würde er mir das übel nehmen? Schließlich ist er so stolz auf das Rezept und ich liebe es, wenn er mich damit bekocht.
Glücklicherweise ist M. schon ein bisschen was von mir gewöhnt und weil er sehr verständnisvoll ist, hörte er mir zu. So lange ich Prinzipien habe, die wirklich durchdacht sind, nimmt er mich ernst. Deswegen hat ihn mein Vegetarischsein auch nicht abgeschreckt, weil er merkte, dass das Ganze bei mir Substanz hat und ich meine Ansichten vertrete. Menschen mit Prinzipien sind ihm wesentlich lieber als welche, die einem Trend hinterher rennen ...

Natürlich habe ich auch mal Momente, in denen ich M. gerne packen und schütteln würde. Aber nicht, weil er Fleisch isst, sondern weil ich weiß, dass er es eigentlich besser weiß. Weil er sich in der gleichen Situation befindet wie ich vor drei Jahren, nachdem ich "Tiere essen" gelesen und vor dem endgültigen Schritt gezögert hatte - aus Angst, "anders" zu sein und auf das Unverständnis anderer zu treffen. Als ich das Buch von Melanie Joy las, war ich sogar einmal regelrecht wütend auf ihn. Über all das spreche ich aber mit ihm statt meine Gefühle zu verschweigen, und er findet es "okay", dass ich auch mal wütend deswegen auf ihn bin.
Ob ich mir wünsche, dass er Vegetarier wird? Wenn ich das leugnen würde, müsste ich lügen, aber gleichzeitig fände ich es genauso okay, wenn er Fleischesser bliebe. Wie Morpheus Neo die Tür nur gezeigt hat, habe ich ihm auch nur die Tür zeigen können - ob er hindurchgeht, bleibt seine eigene Entscheidung und die werde ich akzeptieren. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich mir lediglich wirklich sehr wünschen würde, wenn er das billige Fleisch nicht mehr essen würde, also keine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt oder keinen Döner mehr, und stattdessen zuhause Biofleisch isst - was er selbst gut findet, denn er isst inzwischen keine Wurst mehr und Fleisch isst er nur noch zwei-, dreimal die Woche, wenn überhaupt so oft. Ein- oder zweimal war ich etwas zu forsch, was er mir dann aber auch sagte; das waren die Male, in denen ich zu wenig Geduld mit ihm aufbrachte. Inzwischen sehe ich ihn als das, was er meiner Meinung nach auch wirklich ist: Ein Vegetarier im Herzen. Einer von denen, die nicht wollen, dass Tiere für sie leiden müssen, obwohl er sie noch isst. Einer von denen, die es schöner und besser finden, wenn das Schwein glücklich über die Wiese gelaufen ist und sich im Schlamm gesuhlt hat und die dafür auch gerne das doppelte oder dreifache bezahlen. Einer wie Jamie Oliver, Tim Mälzer oder Sarah Wiener, die zwar alle noch Fleisch essen, die sich aber auch dafür einsetzen, dass mit den Tieren gut umgegangen wird. Einer von denen, die nicht verleugnen, was da auf ihrem Teller liegt: Ein Tier, das einmal gelebt, gefühlt und geatmet hat.



--


*Karnismus, ein Begriff, den Melanie Joy mit ihrem Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" prägte. Er bezeichnet das System, in dem wir leben, und das es uns möglich macht, bestimmte Tiere zu essen, während wir andere z.B. als Haustiere halten. Das Essen von Tieren wird als normal, natürlich und notwendig angesehen, was es den Menschen ermöglicht, sich von dem Fleisch, das sie essen, zu distanzieren und kein Mitgefühl für das Tier, das für sie gestorben ist, zu empfinden.
Ich sehe M. zwar nicht mehr als Karnisten an, weil er sich durch seine Recherche und mich schon außerhalb dieses Systems befindet (zumindest mehr als die meisten anderen), aber er selbst bezeichnet sich so - lieber denn als Omnivoren - weil er noch nicht vollständig aus dem System ausgebrochen ist.

Montag, 18. November 2013

[Gedanken] "Cut out the crap" oder: Muss ich jetzt meine Beziehung beenden, PETA?

"Cut out the crap", ein beliebter Slogan der veganen Szene. Das "etari" aus "veg(etari)an" herausschneiden und die wohl aus PETAs Sicht einzige konsequente und tolerierbare Lebensweise annehmen: Die vegane. Vor ein paar Wochen postete PETA Deutschland diesen Slogan in Form eines Bildes auf ihrer Facebook-Seite. Eine Userin kommentierte "Ist man jetzt nicht mal mehr als Vegetarier bei euch willkommen?" - und ich klickte auf "gefällt mir".
Spätestens seit J.s Besuch am Wochenende trage ich mich wieder mit dem Gedanken schwanger, vegan zu werden. Doch ich weiß auch: Das kann ich nicht von heute auf morgen, vielleicht auch nie, vor allem nicht in aller Konsequenz. Ich trage Lederschuhe, die ich auch noch weiter tragen und nicht wegwerfen würde, und Wollschals, die ich ebenfalls trage und über alles liebe, weil Muttern sie mir gestrickt hat. Ich muss Medikamente nehmen, die vielleicht nicht vegan sind (und leider vielleicht auch an Tieren getestet wurden, was mir eh schon zuwider ist). Und ich lebe mit einem flexitarischen Omnivoren zusammen, der wirklich nicht vollständig ohne Fleisch kann, weil er dann schlapp und antriebslos ist; ich habe das schon öfters erlebt. Soll ich nun meine Beziehung beenden, PETA?
Statt auf denjenigen herumzuhacken, die nicht ganz konsequent sein können oder wollen, sollte sich eine Organisation wie PETA lieber dafür einsetzen, dass alle ihr Möglichstes tun. da ist mir der VeBu auch wesentlich sympathischer, der sich u.a. auch für einen gemäßigten Fleischkonsum einsetzt statt von allen eine vegetarische Lebensweise einfordert. 
M. würde mich unterstützen, auch wenn ich den "Mist" herausschneiden und vegan werden würde. Obwohl er Fleisch isst, sieht er den massiven Fleischkonsum des Großteils der Bevölkerung sehr kritisch und in manchen Ansichten ist er durchaus mehr Vegetarier als das zunächst den Anschein hat. Und so wie er mich akzeptiert, muss ich ihn auch akzeptieren, das hat er nur verdient - immerhin hat er es sogar versucht, das mit dem Vegetarischsein. Er verurteilt mich nicht, er würde es im Gegenteil seltsam finden, wenn ich plötzlich wieder Fleisch auf meinen Speiseplan setzte. Vielleicht, weil er mich als Vegetarierin kennen gelernt hat, aber ganz sicher auch, weil er es schätzt, wenn Menschen Überzeugungen und Standpunkte haben und diese vertreten.
Diskussionen führen wir allerdings darüber, wie das Ganze dann aussieht, wenn wir mal Nachwuchs bekommen. Ich würde meine Kinder ja sogar gerne vegan ernähren, bei dem ganzen Negativen, dass ich über tierliche Nahrungsmittel in diesem Zusammenhang gelesen habe. Seine Argumente für eine flexitarische Erziehung nehme ich aber auch ernst und so sehe ich es inzwischen so: Unsere Kinder werden durch uns alles kennen lernen, alle Möglichkeiten. Ohne Etikett und Schublade. Wir werden sie aufklären und ihnen Werte vermitteln, aber was sie essen, müssen sie irgendwann auch selbst entscheiden können und dürfen. Und sie werden wohl flexitarisch mit veganen Einflüssen aufwachsen. Wenn sie denn Fleisch mögen und essen wollen. Was ich irgendwie in einem kleinen Eckchen meines Selbst dann doch nicht hoffe, da bin ich ehrlich ...

Dienstag, 3. September 2013

Warhammer Fantasy - Die blutigen Anfänge

(c) Frau von Saltkrokan

Seit Jahren lief ich regelmäßig bei Games Workshop in Düsseldorf vorbei. Ich dachte mir nichts dabei, es sah zwar interessant aus, weil es kein Geschäft unter vielen war, aber weiteres Interesse keimte dennoch nicht auf. Aus meinen Rollenspiel-Zeiten wusste ich auch dunkel, worum es sich bei Warhammer handelte, aber - muss ich ehrlich gestehen - es war eben nur ein nerdiges Hobby. 
Als M. und ich dann vor ein paar Wochen auf der Suche nach einem guten Brettspiel waren, schlug er dann auch Tabletop vor. Da ich inzwischen die Erkenntnis hatte, dass ich (wenn auch in anderer Form) einfach ein Nerd bin und dazu stehen will, war ich der Idee nicht abgeneigt. Wir erkundigten uns also. Es stellte sich bei unseren Recherchen auch heraus, dass S. und C. Warhammer Fantasy spielen und wir verbrachten viel Zeit damit, auf der Homepage von Games Workshop eine Armee für uns zu suchen. Nach einem langen Hin und Her, das ich hier nicht im Detail rekonstruieren will, landete ich bei den Hochelfen und M. bei den Kriegern des Chaos. Zum Abschluss schenkten mir M.s Mutter und Oma dann die Blutinsel-Box und M. bekam zum Geburtstag eine Armeebox.
Seitdem verbringt M. lange Stunden damit, seine Krieger zusammen zu bauen, zu grundieren und zu bemalen. Meine Begeisterung hält sich zur Zeit noch in Grenzen, ich taste mich im Zeitlupentempo heran und habe meine Einheiten bisher nur zusammengebaut und grundiert. Das Bemalen nötigt mir noch einigermaßen Respekt ab, weil ich keine ruhige Hand habe, sowohl physisch als auch psychisch. Aber ich nehme meine Figuren auch beim ersten Umzug nach Berlin schon mit und werde loslegen, wenn die Zeit gekommen ist.
Ihr werdet hier also sicherlich öfters von Warhammer lesen, es dauert nicht mehr lange!

Samstag, 24. August 2013

Vorfreude auf den Herbst

(c) Frau von Saltkrokan
Haltet mich für verrückt, aber ich spüre jetzt schon, wie der Sommer langsam, aber sicher stirbt und dem Herbst Platz macht. Und obwohl ich inzwischen durchaus die Vorzüge sämtlicher Jahreszeiten zu schätzen weiß, ist mir der Herbst immer noch die liebste Jahreszeit. Wenn es etwas kälter wird, aber die Sonne immer noch ein bisschen wärmt. Wenn es abends früher dunkel wird als in den letzten Wochen und man vielleicht auch schon Kerzen anzündet, um es gemütlich zu haben. Im Herbst bestehe ich jeden Tag auf meiner Kanne heißem Tee, genauso wie auf die selbstgestrickten Socken an den Füßen. Und obwohl der Herbst manchmal rau und ungemütlich sein kann, fühle ich mich zu dieser Jahreszeit am wohlsten - wesentlich wohler auf jeden Fall als im Sommer!

Der Herbst im letzten Jahr war schon anders als seine Vorgänger, aber dieses Jahr ist alles vollkommen anders. Im letzten Herbst trat M. in mein Leben, dieses Jahr ziehen wir gemeinsam nach Berlin. Hatte ich die Jahre zuvor den Vorlesungsbeginn als festen Termin im Kalender, steht nun nichts auf den Seiten Anfang Oktober - alles ist ein leeres Blatt, das darauf wartet, von mir beschrieben zu werden. Die nächsten Monate werden nicht leicht, aber ich freue mich umso mehr auf sie. Weil sie den Anfang meines Erwachsenenlebens und eines Neuanfangs markieren. Ich nehme mir deswegen dieses Jahr nichts vor, sondern versuche alles auf mich zukommen zu lassen und geduldig zu sein. Aber mit einem könnt ihr ganz fest rechnen: Zahlreichen Bildern vom herbstlichen Berlin!

Sonntag, 18. August 2013

Wochenrückblick 12.8.-18.8.

(c) Frau von Saltkrokan
Lange unterwegs gewesen. Pustefix gekauft. Vom tollsten Buchhändler aller Zeiten (Metaler!) beraten worden. M. den "Zombie Survival Guide" geschenkt und den ersten Band von "Das Lied von Eis und Feuer" geschenkt bekommen. Im Baumarkt Farbmuster mitgenommen. Seifenblasen gemacht. Pancakes gebacken. Zusammengebrochen. Hilfe angenommen. Eine Überraschung verschickt. Eine lange Email geschrieben. Ein klärendes Gespräch geführt. Bedankt. Dinge durchgerechnet. Versucht, vernünftig zu sein. Ruhiger geworden. In Berlin angerufen und zum ersten Mal gefühlt: Bald bin ich da. Meine Hochelfen zusammengebaut, schön gefeilt und grundiert. Einen Brief geschrieben. Zweimal meine Krieger umgestoßen ... Ein Bahnticket gebucht. Von M. gebackenen Kirschstreusel gegessen. Bücher rausgesucht.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Worauf ich mich in Berlin freue

(c) Frau von Saltkrokan
So langsam stecken wir bis über beide Ohren in Umzugsvorbereitungen und alles wird konkreter. Die Möbel, die wir nicht mitnehmen wollen, sind bei eBay eingestellt, die Wohnung ist ab September weitervermietet, ein Termin beim Sperrmüll ist gemacht und die ersten Anfragen wegen einer Wohnung in Berlin abgeschickt. Die Angst steigt proportional zur Vorfreude und so dachte ich mir, wird es Zeit für den passenden Blogeintrag, der mir vor Augen führen soll, dass der ganze Stress sich auch wirklich lohnt und dass ich zwar einiges hier zurücklassen werde, aber auch viel Neues dazu gewinne.

Die gemeinsame - größere - Wohnung mit M. Das Beste natürlich. Endlich eine Küche haben, in der man sich zu zweit bewegen kann und in der man alle Schubladen komplett aufmachen kann. Nicht mehr vier Meter neben dem Kühlschrank schlafen und wenigstens zwei Zimmer haben, in denen man auch mal die Tür hinter sich zumachen kann. M. und ich meistern das Abenteuer "Wie überlebt man zu zweit in einer 26qm-Wohnung ohne sich umzubringen" zwar sehr gut, aber dennoch wäre mehr Platz schön. Dann kann ich auch endlich meine gesamten Bücher zu mir holen - ein Teil steht noch in meinem Elternhaus. Und endlich können wir uns so richtig als Erwachsene fühlen. In der Einraumwohnung fühlt man sich eben doch als ewiger Student ...
Ich freue mich aber nicht nur auf den Platz, sondern auch darauf, die Wohnung einzurichten und zu gestalten. Wir trauen uns auch durchaus zu, Böden zu verlegen und zu streichen, handwerklich haben wir beide glücklicherweise ja einigermaßen Talent.
Unsere gemeinsame Wohnung soll zudem Anlaufstelle für alle unsere Freunde sein, die uns jederzeit besuchen dürfen und sollen. Und bisher scheint Berlin auch wesentlich attraktiver für besagte Freunde zu sein als Düsseldorf ...

Das bessere ÖPNV-Netz. Als ich nach Düsseldorf zog, waren die Straßenbahnen, die alle zehn Minuten kommen (an Werktagen), eine regelrechte Offenbarung. Ich wohne hier auch an einem regelrechten Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel - sowohl mehrere S-Bahn-Linien als auch zwei Straßenbahnlinien fahren fast direkt vor meiner Tür. Im Vergleich zu Berlin stinkt Düsseldorf aber immer noch ab, besonders durch den Bau der Wehrhahnlinie, der für einiges Chaos sorgt und da die Straßenbahnen auf den Straßen fahren, kommt es gerne mal zum Stillstand der Bahn, wenn beispielsweise mal wieder jemand auf den Schienen geparkt hat. In Berlin ist das U-Bahn-Netz unschlagbar und dort kommt im Schnitt alle fünf Minuten eine U-Bahn. Wir hoffen auch auf eine Wohnung in der Nähe einer S- oder U-Bahn-Station, da wir auch weiterhin kein eigenes Auto haben werden (was in Berlin eh verkehrstechnischer Selbstmord wäre).

Die Bioläden. Jaaa, die Bioläden. Ich bin eben doch eine verkappte Ökotussi und Bioläden sind mein Mekka. In Düsseldorf gibt es zwei größere Bio-Supermärkte und einen kleinen rein veganen Laden - seit letztem Jahr. In Berlin gibt es gefühlt alle Bioläden, die es sonst in ganz Deutschland gibt: Denn's, Alnatura, Basic Bio etc. Und das Veganz, das Vegan-Paradies schlechthin, in doppelter Ausführung. Haltet mich für verrückt, aber ich finde so etwas eben wichtig und freue mich darauf, nicht mehr in eine andere Stadt fahren zu müssen (hier z.B. Bonn), um bei Alnatura einzukaufen.

Die Museen, die Theater. Und all den anderen intellektuellen Kram. Wie auch beim ÖPNV war der Umzug nach Düsseldorf eine regelrechte kulturelle Offenbarung, denn man kann es nicht leugnen: Saarbrücken hat eben nicht viel zu bieten was das angeht. Für Konzerte mussten wir meist sonst wohin fahren (Mannheim, Stuttgart) und es gibt zwar das ein oder andere Fest und Großveranstaltungen, aber in Sachen Kultur hat das Saarland eben noch einiges aufzuholen.
Doch auch in Düsseldorf kommt es ab und an vor, dass man eine Stadt weiterfahren muss und in Berlin habe ich zumindest das Gefühl, ist alles geballt auf einem Haufen [Vielleicht ist das auch mal wieder das Bullerbü-Syndrom: Weil man so begeistert von etwas ist, idealisiert man es auch gerne ...].

Die Nähe zur Ostsee. Ich war noch nie an der Ostsee. So, nun ist es raus. Überhaupt habe ich den Osten Deutschlands kaum bereist. Das würde ich gerne nachholen, auch mal Leipzig und Dresden besuchen. Und von der Ostsee wird einem ständig von allen Seiten vorgeschwärmt - wenn man das so oft hört, muss ja irgendetwas dran sein. Dank C. haben wir auch ein paar "connections" dorthin - äußerst praktisch.

Darauf, neu anzufangen. Das ist jetzt ganz schwammig, aber nach fast sechs Jahren in Düsseldorf habe ich das Gefühl, dass ich mit der Stadt fertig bin. Nicht, weil ich jede Ecke kenne, aber die Stadt mich auch nicht mehr überrascht und sie mir manchmal auch etwas zu spießig und klein vorkommt. Düsseldorf und ich, das ist keine bedingungslose Liebe, wir beide haben auch durchaus unsere negativen Momente. Zudem geht jetzt auch ein Lebensabschnitt zu Ende, der seinen Niedergang schon im letzten Jahr begonnen hat, und da ist ein Ortswechsel ein zusätzlicher Schlussstrich.

Samstag, 15. Juni 2013

Nussecken - oder: Sünde mit Butter und Zucker

(c) Frau von Saltkrokan
Vor ein paar Wochen gelüstete es M. nach Nussecken und ich kaufte ihm eine beim Bäcker. Die hat die Gelüste zwar einigermaßen gestillt, aber wirklich glücklich gemacht hat sie nicht. Sie hat kaum nach Nuss geschmeckt, was ja schon an sich absurd ist und war auch nicht so groß wie man es sich erwartet (Ich kann es bezeugen, ich habe nämlich auch probiert). Die zweite Nussecke von einem anderen Bäcker war nicht zufriedenstellender. Also blieb nur noch eins: Selbst backen! Habe ich noch nie gemacht und selbst gegessen hatte ich Nussecken auch schon seit Jahren nicht mehr (wegen oben im Titel genannter Butter-Zucker-Sünde-Kombination), aber bei chefkoch.de machte ich mich auf die Suche nach einem guten Rezept.
Die meisten hatten endlos lange Zutatenlisten und oftmals so etwas wie "Aprikosenkonfitüre" dabei stehen ... Okaaaaay ... Nein ... Muss nicht ... Dann fand ich aber ein Rezept, das nach ausgiebiger Kostprobe bestanden hat und deswegen bedenkenlos mit euch geteilt werden kann.

Für ein Blech benötigt ihr:

Für den Boden

270g Mehl
80g gemahlene Haselnüsse
70g Zucker
1 Ei
165 g weiche Butter
4 EL Sahne (zum Bestreichen des Bodens)

Für den Belag

165g Zucker
4 EL Honig
135g Butter
100g gehackte Mandeln
200g gehackte Haselnüsse
1 Päckchen Zartbitterkuvertüre

Die Zutaten (abgesehen von der Sahne) für den Boden miteinander vermischen und zu einem Knetteig verarbeiten. Ungefähr eine halbe Stunde kalt stellen (Geht bei der Hitze momentan und Südseite nur nicht so gut ...).
Den Teig auf einem eingefetteten Backblech oder in einer eckigen Springform ausrollen und mit der Sahne bestreichen.

Für den Belag den Zucker, den Honig und die Butter in einem Topf erwärmen bis alles geschmolzen und eine zähe Masse entstanden ist. Die Nüsse unterrühren und die Masse auf dem Boden verteilen. Bei ca. 200 Grad eine Viertelstunde/zwanzig Minuten backen.
Den "Kuchen" in Dreiecke schneiden, wenn er noch warm ist und die Kanten nach dem Erkalten mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen.

Im Sommer bewahrt man die Nussecken am besten im Kühlschrank auf, weil die Kuvertüre sonst wieder schmilzt.

Sonntag, 9. Juni 2013

Wochenrückblick 3.6.-9.6.

(c) Frau von Saltkrokan

To Do-Listen abgehakt. Stifte gekauft. Von M. mit "Nenya" überrascht worden. Die Note von der Masterarbeit per Post bekommen (1,3!) und vor Freude geweint. Zur Belohnung "Die Kunst der Scheibenwelt" bestellt. Mit dem Makler telefoniert. Schick für K.s Hochzeit gemacht und seit Jahren mal wieder ein Kleid getragen. Geschwitzt. K. als Braut bewundert. Eine Trauung auf Altgriechisch miterlebt. Etwas Wunderschönes gesagt bekommen. Leider nicht auf K.s Hochzeit getanzt, aber dafür leckeres Tiramisu gegessen. Die Füße wund gelaufen. Die liebste Wienerin, meine Freundin H., nach zwei viel zu langen Jahren wieder getroffen und ihr M. vorgestellt. Viel gelacht und gelästert. Den M. geärgert. Einen riesigen Berg Salat vertilgt. Viel zu viel Kaffee getrunken. Zotterschoki und Lesezeichen geschenkt bekommen <3 Nach Wien eingeladen worden. H. zum Bahnhof zurückgebracht und verabschiedet - auf hoffentlich ganz bald! Enttäuscht und verletzt gewesen. Die zweite Staffel "Game of Thrones" geschaut. Frust-Nudeln gegessen.

Sonntag, 2. Juni 2013

Wochenrückblick 27.5.-2.6.

(c) Frau von Saltkrokan
Den Wocheneinkauf nach Hause geschleppt. M.s Mutti zu Besuch gehabt. Lecker Spargel-Flammkuchen gegessen. Die ersten Espressobohnen meines Lebens gekauft. Die Bohnen gemahlen. Espresso im Espressokocher gekocht. Einen Extra Shot Espresso im Kaffee geordert. Mit dem ICE nach Amsterdam gefahren. Katze in einem Souvenirshop gestreichelt. Fast vierhundert Fotos gemacht. Im Rotlichtviertel Amsterdams leichte Mädchen geguckt. Katze in einem Café gerubbelt und geknuddelt. Im "Seks Museum" gewesen. Bei einer Grachtenfahrt mitgemacht und den Wind um die Nase wehen lassen. Eine Starbucks-Tasse von Amsterdam gekauft. Mit dem ICE nach Hause gefahren und noch eine Portion gebratene Nudeln vom Hauptbahnhof mitgenommen. Vor den Regenwolken ins Haus geflüchtet. Muffins gebacken. Eis selbst gemacht (Ja, das Projekt Schweinehund ist kurzzeitig ausgesetzt ...). Einen neuen Drucker bestellt. Bücher ausgeliehen. Mit J. und ihrer Schwester getroffen und Theaterkarten gekauft. Das Ben&Jerry's-Kochbuch aus dem Briefkasten gefischt. Mit Muttern telefoniert. Prokrastiniert. Pancakes gebacken. Die Sonne bestaunt. Die Woche geplant. Nicht mehr prokrastiniert. Ein Eis gegessen. M. ins Kino geschickt, damit er einen Horrorfilm gucken kann (:D).

Donnerstag, 30. Mai 2013

Ein spontaner Trip nach Amsterdam


Da M. diese Woche direkt drei Tage hintereinander frei hatte (sonst sind es höchstens zwei), haben wir uns spontan dazu entschlossen, für einen Tag nach Amsterdam zu fahren. Für mich war es der zweite Trip, nach dem Abi war ich für zwei Tage mit meiner Mutter dort. 
Mit dem Zug ging es morgens früh um Viertel nach sieben los - nach einem Heißgetränk mit extra Espresso-Shot. Der Zug brauchte auch nur gute zweieinhalb Stunden und mit dem ICE fahren ist ja sowieso immer ein Vergnügen. Die Mitreisenden bestanden hauptsächlich aus Geschäftsleuten, von denen manche dann auch besonders laut und offensiv telefonierten (man muss ja auch sichergehen, dass wirklich jeder im näheren Umkreis mitbekommt, wie wichtig man ist ...). Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag unglaubliches Glück. Hatte es ja in den letzten Tagen meistens geregnet, schien am Dienstag die Sonne, kaum Wolken waren am Himmel und wir konnten sogar im T-Shirt die Stadt erkunden.
Wir waren am Bloemenmarkt, wo wir in der Nähe Pommes aßen. Im Viertel De Walletjes, dem Rotlichtviertel Amsterdams, warfen wir verstohlene Blicke auf die leichten Mädchen in ihren Schaufenstern und liefen durch die vielen kleinen Gassen, an den Grachten vorbei. In einem Souvenirshop lief eine Katze herum, die sofort gestreichelt wurde und in einem Café, in dem wir eine Cola-Pause einlegten, hockte sich eine andere Katze schnurrend auf meinen Schoß. Der krönende Abschluss war eine Grachtenfahrt, bei der wir noch eine zusätzliche Stunde bis zur Abfahrt totschlagen und uns den Wind um die Nase wehen lassen konnten.








Copyright Fotos (c) Frau von Saltkrokan

Sonntag, 26. Mai 2013

Wochenrückblick 20.5.-26.5.

(c) Frau von Saltkrokan
Zweieinhalb Kilo weniger auf der Waage gehabt. Brötchen aufgebacken. Eine Tasche von der besten Schwiegermama der Welt genäht bekommen. Ein riesiges urleckeres Schoko-Spaghettieis (und damit die abgenommenen Kilos wieder an-)gegessen. Pläne geschmiedet. Den Mann an den Kasematten mit Fisch versorgt. Verwöhnt worden. Viel geredet. Eine Bestellung aufgegeben. Online Tee geguckt. Roten Lipgloss gekauft - passend zur roten Stola, für K.s Hochzeit. Mit Spaghetti Veggienara bekocht worden und glückselig gekugelt. In der Bücherei tolle Filme ausgeliehen. Vergessen, ein Paket bei der Post abzuholen. Chai Latte getrunken. Die Amazon-Wunschliste um alle auf Deutsch erschienenen "Game of Thrones"-Bände erweitert. Soja-Hackbraten gegessen. Leuchtstoffröhren aus der Rückenlage angestarrt. Blut abgenommen bekommen. Über das Wetter geschimpft. Beim Zahnarzt gewesen. Stifte gekauft. Prokrastiniert. Ein Hochzeitsgeschenk und ein Geburtstagsgeschenk bestellt. Veganen russischen Zupfkuchen gebacken (um elf Uhr abends). Auf dem Japantag durch Menschenmassen bewegt. Bei Games Workshop gewesen. Sojasauce gekauft. Onigiri gegessen. Armeen angesehen. Gemerkt: Irgendwie bin ich doch ein Nerd ... Mango gegessen. Über das altersschwache Bett geärgert. Den Tag in Amsterdam geplant.

Montag, 20. Mai 2013

[Immer schon mal] Vegan leben - die zweite Woche

Meine Lieben, heute ist nun auch die zweite Woche meines Experiments, vegan zu leben, vorbei. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Experiment wird nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern hat seine Spuren hinterlassen. Letztes Jahr hatte ich ja einmal beim Vegan Wednesday mitgemacht und ab dieser Woche möchte ich das nun regelmäßig machen; Mittwoch wird also mein veganer Tag in der Woche!
Aber auch sonst habe ich einiges mitgenommen für mich selbst: Wirklich schmerzlich vermisst habe ich nicht viel oder nicht wirklich etwas. Irgendwann stellte ich fest, dass Parmesan in Massen die Pastasauce eher verhunzt, dass Scheibenkäse nicht das höchste der käsigen Genüsse ist und dass eine Pizza auch ohne dicke Käseschicht auskommen kann. Die Pfannkuchen klappen mit Sojamehl genauso gut wie mit Eiern, so dass wir hier wohl auch in Zukunft öfters zur pflanzlichen Alternative greifen werden. Allerdings habe ich nach M.s Milch/Schokocreme (ihr wisst schon, die gestrudelte) gegiert, ebenso vermisse ich sein Rührei (er macht ein gigantisch leckeres Rührei) und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich jetzt doch ein wenig auf ein Stück Camembert freue (das französische Blut in mir giert danach).
Doch die zwei kurzen Wochen haben mich sensibilisiert und ich werde versuchen, in Zukunft vor allem unveganen Fertigprodukten aus dem Weg zu gehen. Das bringt es mit sich, dass ich auch Kalorien einspare, wenn ich nicht einfach mal so im Vorbeigehen irgendwo etwas zu essen kaufen kann. Und es macht mich gesünder, weil ich weniger Zusatzstoffe zu mir nehmen werde/möchte. Abgenommen habe ich auch schon ein bisschen - ob das nun allerdings am Kalorienzählen oder am Vegansein liegt, keine Ahnung!

Nun aber möchte ich Bilder sprechen lassen:
(c) Frau von Saltkrokan
Montags gab es endlich das Linsengemüse, das eigentlich schon für die Woche davor geplant gewesen war. Inspiriert von Attila Hildmanns "Vegan for Fit" und außerdem eine gute Gelegenheit, endlich die Tellerlinsen zu verkochen, die noch vom Winter im Vorratsregal vor sich hin dümpelten.
(c) Frau von Saltkrokan
Dienstag war mein Highlight der Woche: Es gab die Soja-Rinderfilets, die wir in Berlin im "Veganz" gekauft hatten. M. zauberte noch eine Sauce dazu, als Beilage gab es Reis. Ich kann die Filets nur empfehlen, allerdings muss ich Leuten, die Fleisch nicht mögen oder Ersatzprodukten skeptisch gegenüberstehen, vehement davon abraten, da es wirklich sehr fleischig schmeckt. Das nächste Mal müssen wir es nur länger marinieren, damit es würziger wird. Ein absolutes Nachkaufprodukt!
(c) Frau von Saltkrokan
Die Tomatensuppe am Mittwoch rief dann weniger Begeisterung hervor. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich sie nun gut oder schlecht fand, sagen wir, sie ist so lala. Sie erinnerte mich eher an flüssige Tomatensauce denn an Suppe. Vielleicht fehlten einfach ein paar Gewürze und das Tomatenmark, das wir leider nicht mehr da hatten. Das Rezept hatte ich aus "Ab jetzt vegan!", ein tolles Kochbuch, das sicher noch öfters zum Einsatz kommen wird. Die Focaccia, die ich dazu buk und die von einem Rezept aus der neuen  "Deli" inspiriert war, wird allerdings auf jeden Fall noch einmal nachgebacken.
(c) Frau von Saltkrokan
Ein zweites Highlight gab es am Donnerstag: Vegane Pizza (bzw. in M.s Falle vegetarisch, mit Mozzarella). Inspiriert mal wieder von Attila Hildmann, allerdings sparte ich mir die Cashew-Creme obendrauf. Die Pizza war urlecker, auch ohne Käse, und ich kann sie mir außerdem sehr gut noch mit (halb)getrockneten Tomaten vorstellen. Da wir noch Tiefkühlspinat da hatten, kam der zum Einsatz, mit frischem Spinat ist das sicherlich noch einmal ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Von der Sauce (in die wir übrigens fünf Knoblauchzehen hauten) machten wir direkt zu viel, damit wir am nächsten Tag eine schnelle Pasta mit Gemüseresten (Champignons und Zucchini) zaubern konnten. 
(c) Frau von Saltkrokan
Samstags gab es etwas, das viele von euch in der Form sicherlich nicht kennen: Schnittlauch-Pfannkuchen mit Kopfsalat. In meiner Familie essen wir die Pfannkuchen mit dem Salat gefüllt und aufgerollt. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, ist aber sehr sehr lecker und besonders im Sommer ein tolles, schnelles Gericht, das mit wenigen Zutaten auskommt. Die zwei Eier in den Pfannkuchen ersetzte ich durch Sojamehl, das im Verhältnis 1:2 mit kaltem Wasser angerührt wird. Zum ersten Mal schaffte ich es auch, die richtige Konsistenz zu erreichen, die Masse muss nämlich schön cremig sein, zu wässrig schadet sie dem Teig mehr. Dem Pfannkuchenteig hat man weder vom Geschmack her noch vom Backverhalten her angemerkt, dass die Eier "fehlen" und da Sojamehl länger und unkomplizierter haltbar und im Vergleich zu Eiern viel billiger ist, werden wir beim Backen nun auch öfters Sojamehl benutzen - M. fand das Ganze nämlich auch super.
(c) Frau von Saltkrokan
Ausgerechnet sonntags, am großen Finaltag, habe ich kein Bild vom Essen gemacht, aber es gab auch nichts Besonderes: Schnelles Wokgemüse mit Reis und Erdnusssauce.
Abends eine große Schüssel Salat und zum Nachtisch Himbeersorbet, das wir fix aus Tiefkühlhimbeeren, etwas Zucker (und in meinem Fall noch Agavendicksaft) herstellten.

Über die ganze Woche verteilt gab es außerdem veganes Mett aufs Brot, um die Fleischgelüste meines Omnivoren zu befriedigen, der seltsamerweise bisher eben solche Gelüste noch nicht hat und den es vielmehr nach Sushi gelüstet (mit Fisch natürlich, weswegen er mein selbstgemachtes veganes Sushi bisher verschmäht).
Was sonst noch aufs Brot kam? Alsan, vegetarischer Aufstrich von Alnatura, Erdnussbutter, Marmelade und Pflaumenaufstrich.

Sonntag, 14. April 2013

Wochenrückblick 8.-14.4.

(c) Frau von Saltkrokan
Vom Föhn hinterhältig angegriffen worden (Er fiel vom Schrank und auf meinen Fuß, autsch. Hatte ein bisschen was von diesem hier). Aus Versehen Tomaten aus Marokko gekauft - argh. Zum ersten Mal mit Sonnenbrille aus dem Haus. Mit M., der Schwiegermama und Schwiegeroma bei Heinemann dinniert und urleckere Torte gegessen. Bei Hinkel Brot gekauft. Ein neues Hardcover für 2,99 € ergattert, weil es das letzte Exemplar bei "Jokers" war (Yeah!). Gefühlt die halbe Stadtbücherei ausgeliehen. Die Koffer ausgepackt und aufgeräumt. Ein paar Tage bei M.s Mutter verbracht. Einen tollen Outlet der Mayerschen Buchhandlung besucht - und einen Stapel Bücher für einen Spottpreis gekauft. Lecker gekocht. Zum Neugriechisch-Kurs gegangen und griechische Buchstaben gemalt. Mit einer lieben Freundin gequatscht. Vormerkungen aus der Stadtbücherei abgeholt (Nun bin ich die nächsten Wochen über versorgt). Mit Muttern telefoniert. Ein Kino-Date verabredet. "Die Sims 2" gespielt. Mit einer Freundin verabredet. "Nachtzug nach Lissabon" im Kino gesehen.

Mittwoch, 10. April 2013

Ein halbes Jahr Kindle - eine Bilanz

(c) Frau von Saltkrokan

Im November letzten Jahres habe ich mir meinen Kindle gekauft. Was ist bis heute aus ihm geworden? Leider liegt er die meiste Zeit in einer Schublade und gelesen habe ich auf ihm bisher nur zwei Bücher. Das hat mehrere Gründe, erstens werde ich mich wohl nie wirklich damit anfreunden können, dass ich kein Buch zum Blättern in der Hand halte. Zweitens bin ich immer noch zu geizig, mir Bücher herunterzuladen, wenn sie fast so viel kosten wie die Buchausgabe. Mein Buchkaufverhalten hat sich außerdem geändert bzw. ich kaufe immer weniger Bücher, meist leihe ich sie mir aus oder wenn ich sie dann doch kaufe, zu reduzierten Preisen oder gebraucht. Das geht mit den eBooks leider nicht. 
Verkaufen werde ich den Kindle dennoch nicht, obwohl ich M.s Kindle mitnutzen könnte für die wenigen Male, die ich ihn doch mal gebrauchen möchte. Für meine Version bekomme ich wahrscheinlich eh nicht mehr viel Geld und da ich mir fest vorgenommen habe, mehr englische Bücher zu lesen, ist er mir dafür noch von Nutzen. Englische Bücher lese ich unter anderem nämlich auch so selten, weil ich das Papier schrecklich finde und bei englischen eBooks lohnt sich der Preisunterschied zur Printausgabe wesentlich mehr als bei den deutschen. Nur selten ist mir bisher ein Buch in der deutschen Ausgabe untergekommen, bei dem es sich gelohnt hätte, wenn ich mich für die eBook-Ausgabe entschieden hätte. Selten sind es mehr als ein, zwei Euro, die man spart - und ganz ehrlich? Dann habe ich doch lieber ein schönes Buch im Regal stehen als eine Datei auf dem Kindle. Ich finde, was das angeht, müssen die deutschen Verlage noch einiges tun, um attraktiver für die Leser zu werden.

Sonntag, 7. April 2013

Wochenrückblick 1.-7.4.

(c) Frau von Saltkrokan
Eine Berlin-Starbucks-Tasse gekauft. Das Holocaust-Mahnmal besucht. Einen Touri-Tag verbracht. In das Nikolai-Viertel verliebt. Viel zu oft den Fernsehturm fotografiert. Eine Berliner Weiße mit Himbeergeschmack getrunken. Bei Medimops umme Ecke für wenig Geld die FSK 18-Versionen von "Blade II" und "Fight Club" erstanden (Hrhr). Krank geworden (:-/) und einen Tag zwangsweise auf der Couch verbracht. Schlecht geschlafen. Einen Babyelefanten gesehen. Und Giraffen. Und Pinguine. Und Tiger! Und Shetland-Ponys gestreichelt. (Ja, wir waren im Zoo). Leckere Bonbons gekauft. In einer sooooo tollen Buchhandlung gestöbert. Das Langenscheidt-Schwedisch-Wörterbuch für 12,95 € statt 32,99 € ergattert (Bäm!). In einem schönen Spielzeugladen gewesen. Himalaya-Salz gekauft. Tiefkühl-Spinat-Pizza mit von M. angesetztem Kräuter-Knoblauch-Öl gepimpt und süchtig danach geworden. Emails von der Uni mit Absagen zu zwei Sprachkursen bekommen (aber wenigstens zum Neugriechisch-Kurs zugelassen worden). Die ZEIT probeabonniert. Pläne für die letzten beiden Tage in Berlin gemacht. Den türkischen Markt am Maybachufer besucht und Baklava mitgenommen. Im Yellow Sunshine urleckere Veggie-Burger gegessen (auch hier: Bericht folgt!). Die dritte Staffel von "How I Met Your Mother" weitergeguckt. Die Erkältung und ihr Timing verflucht. Zum Husten auf die Couch geflüchtet. Das jüdische Museum mit einer tollen Sonderausstellung besucht. Die Ferienwohnung aufgeräumt und Koffer gepackt. Zurück ins Rheinland gefahren. Gewusst: Bald sind wir wieder da. Höchstinteressante Gespräche von Mitreisenden belauscht. Pläne für den Countdown bis zum Umzug gemacht. Das Blogdesign verändert. Einen Zweitblog eingerichtet (bisher strenggeheim, aber mehr ganz bald!).

Mittwoch, 3. April 2013

Die neue Heimat

(c) Frau von Saltkrokan

Der "Urlaub" in Berlin fühlt sich seltsam an, so gar nicht wie Urlaub und schon gar nicht wie ein Städtetrip. Da sowohl M. als auch ich ziemlich fertig nach dem ganzen Masterarbeitsstress waren, gönnten wir uns am ersten Tag seliges Nichtstun, das längst überfällig war. Aber auch danach kam bisher kein Stress auf, so wie ich ihn sonst von Städtetrips kenne. Wenn man in den zwei bis vier Tagen so viel wie möglich sehen und erleben will. Von einem Ort zum anderen hetzt, dauernd fotografiert und alles festhält. Hier in Berlin fühlt sich alles schon so nach Heimat an. In dem Bewusstsein, dass wir bald hierher ziehen, legen wir gerne mal die Füße hoch und lassen die typischen Touristenziele aus (Sieht man vom Ostermontag ab, an dem ich unbedingt das Holocaust-Mahnmal sehen wollte). Hinzu kam heute, dass mich in der Nacht eine Erkältung packte und niederwarf. Tolles Timing ... Wo geduldig sein doch gerade jetzt nicht meine Stärke ist, denn etwas sehen will ich ja dennoch, auch wenn ich weiß, dass ich alle Zeit der Welt habe, Berlin zu entdecken. Krank sein kann ich auch daheim. Und da ist es wieder, dieses Wort: daheim, zuhause, Heimat. Wo ist das jetzt noch? "Home is where the heart is"? Und wenn das Herz an mehreren Orten schlägt, fühlt es sich dann bald zerrissen?

Es ist ein seltsamer Zwischenzustand, kein normaler Tourist zu sein, aber auch noch nicht hier zu wohnen. Wohin es uns wohntechnisch verschlagen wird, wissen wir noch nicht, wahrscheinlich werden wir froh sein, wenn wir etwas finden, egal wo. Hauptsache Berlin. Kreuzberg könnte ich mir vorstellen, aber auch Charlottenburg. Eine Altbauwohnung hätte was, gleichzeitig hat sie auch wiederum Nachteile. Zu Plattenbauten wurde uns geraten, weil günstig. Doch ist das das, was wir wollen für die nächsten drei bis fünf Jahre? Fragen über Fragen stellen sich gerade und ich fühle mich nervös tänzelnd in den Startlöchern, in der rheinischen Heimat alles vorzubereiten für den Umzug, das neue Leben an der Spree.

Sonntag, 31. März 2013

Wochenrückblick 25.3.-31.3.

(c) Frau von Saltkrokan
Berge von Büchern in die Unibibliothek zurückgebracht. Die Masterarbeit beim Prüfungsamt abgegeben (Yeah! Bäm!). Koffer gepackt. Mit dem Zug gerreist und über Mitreisende amüsiert. Den Berliner Hauptbahnhof bestaunt. Mit der S- und U-Bahn gefahren. Koffer geschleppt. Die Ferienwohnung bezogen und erst mal ein Nickerchen gehalten. Einkaufen gewesen. Spaghetti Veggienera gekocht und gegessen. Lange ausgeschlafen. Pläne für die nächsten Tage gemacht. Einen neuen Hoodie gekauft. Im KaDeWe in der Feinkostabteilung geschwelgt und in der Süßigkeitenabteilung der Versuchung erlegen. Den Alex besucht (jetzt endlich "in echt"). K.o. gewesen. M.s Tante kennen gelernt. Hund zu streicheln versucht. Indisch gegessen. Berliner Weiße mit Waldmeister probiert. Über die Zukunft geredet. Einen Tisch im Knofel reserviert. Vom Bett aus den Schneeflocken zugesehen. Den Finger eingeklemmt. Das neue Veganz am Eröffnungstag besucht (Bericht folgt!). Einer lieben vegan lebenden Freundin eine kulinarische Überraschung mitgenommen. Bei Lush Badezeugs geschenkt bekommen. Veggie-Döner gegessen. An der Havel spazieren gegangen. Einen geruhsamen Ostersonntag verlebt und lecker gegessen. Scrabble gespielt. "Rapunzel - Neu verföhnt" gesehen. Hefeteig angesetzt.

Mittwoch, 27. März 2013

Berlin, du bist so wunderbar, Berlin

(c) Frau von Saltkrokan

Direkt nach der Masterarbeit ging es nach Berlin. Ich war bisher nur einmal da, vor unglaublichen neun Jahren auf Klassenfahrt. M. schon öfters wegen Mischpoke und so. Großzügigerweise sind wir bei seiner Tante unterkommen, die inzwischen vor den Toren Berlins lebt und die Wohnung in der Stadt als Büro nutzt. Und obwohl die meisten, die hier mitlesen, es sowieso schon wissen: Diese Reise ist nicht nur eine touristische Weiterbildungsmaßnahme, sondern ein Vorabtasten der neuen Heimat, denn wir werden im Sommer hochziehen und dem Rheinland Lebewohl sagen. Neu anfangen, ganz von vorne.
Mit manchen Städten ist es ja so, dass man sich dort gleich wohlfühlt, wenn man zum ersten Mal dort ist. Bei mir war das bisher bei Paris, Wien - und Berlin so. Schon im letzten Sommer, als ich wieder Single war, reifte in mir der Gedanke, dass ich einmal dort leben wollen würde. Und wenn es nur für eine kurze Zeit wäre, für ein Praktikum beispielsweise. Einfach weil Berlin so viel von dem vereint, was mir hier nur mehrere Städte auf einmal bieten. Nun wird es ernster und ich freue mich darauf, vorerst aber nur mal "Urlaub" dort.

In Berlin hatte ich mich sofort verliebt. Auf der Klassenfahrt war Berlin so aufregend, so vielversprechend. Es gab so viel zu sehen, Berlin war so viel mehr als die beschauliche Heimat. Vielleicht habe ich dort zum ersten Mal wirklich die Großstadtluft geschnuppert, die mir so köstlich erschien, dass ich sie immer haben wollte, Tag für Tag. Vielleicht lag es auch daran, dass wir auf dieser Klassenfahrt viele Freiheiten genießen durften, beispielsweise mit einem Gruppenticket überall hinfahren zu können wo es uns beliebte. Wenn man eine Stadt auf eigene Faust erkundet und nicht wie eine Gänseschar von A nach B gescheucht wird, sieht man sie mit ganz anderen Augen. Seit der Klassenfahrt wollte ich immer mal wieder nach Berlin, einfach weil sich in der Zwischenzeit so viel dort getan hatte. 2004 war der Hauptbahnhof erst noch im Aufbau, das Holocaust-Mahnmal noch nicht eröffnet. Deswegen musste auch ein neuer Reiseführer her - nach fast einem ganzen Jahrzehnt (Herrje, was bin ich alt!).

Ich freue mich auf jeden Fall auf zwei Wochen Vorgeschmack auf das neue Leben im "home an der Spree" und werde euch regelmäßig auf dem Laufenden halten!

Sonntag, 24. März 2013

Wochenrückblick 18.3.-24.3.

(c) Frau von Saltkrokan
Zum Einsiedlerkrebs mutiert. Das erste Mal seit drei Monaten beim Friseur gewesen. Pfannkuchen gegessen. Auf Berlin und damit das Ende des Masterarbeits-Marathons gefreut. Festgestellt: Alleine schlafen ist ein Arschloch. Im Endspurt-Exil wie verrückt geackert. Über das Prüfungsamt geärgert. Vergeblich auf den Frühling gehofft. Pizza bestellt statt gekocht. Ein Paket von Muttern erhalten - und einen Überraschungs-Lindt-Häschen vorgefunden. Bücher ausgepackt. Das Lindt-Häschen geschlachtet. Auf Berlin gefreut. M. zwischendrin Korrektur lesen lassen. Wiedersehen gefeiert. Ostergeschenke ausgepackt und unheimlich gefreut. Eier tanzen lassen und ein Häschen ins Regal gesetzt. Tränen der Rührung in den Augen gehabt. Auf den letzten Drücker noch ein Buch ausgeliehen. Mit einem geliehenen Auto nach Hause gefahren. Indisch gegessen. M. ein Geburtstagspaket zur Post bringen lassen. Tausende Worte getippt. Einer lieben Freundin zum Geburtstag gratuliert. Vollkommen erschöpft gewesen. Pancakes gegessen. Bekocht worden. Die Masterarbeit zu Ende geschrieben und ausgedruckt, damit sie am Montag zum Binden und zum Prüfungsamt kann (Yiha!). Auf Berlin gefreut.