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Dienstag, 30. April 2013

Neustart beim Projekt Schweinehund

(c) Frau von Saltkrokan
In den letzten anderthalb Monaten habe ich das Projekt Schweinehund arg schleifen lassen, wegen allgemeiner Faulheit, Masterarbeitsstress und dann dem Urlaub in Berlin. Ab dieser Woche möchte ich aber wieder durchstarten und das eine Spur härter als bisher: Zuvor habe ich nämlich vor allem durch Sport versucht abzunehmen und habe mich beim Essen immer ein bisschen zu sehr herausgeredet. Das soll nun ein Ende haben. Deswegen ist das Kuchengelage in seiner ursprünglichen Form auch erst einmal gestrichen (leider ...). Mein erstes Etappenziel, bis Juni fünf Kilo zu verlieren, werde ich wohl nicht mehr erreichen, aber die Hauptsache ist, dass ich weitermache. Ich habe mir fest vorgenommen, wieder dreimal die Woche zu sporteln und auch wieder mehr schwimmen zu gehen; immerhin habe ich noch eine Zehnerkarte, die genutzt werden will bevor wir nach Berlin ziehen! 
Ihr werdet in Zukunft also wieder etwas mehr von diesem Projekt lesen und die dazugehörige Seite werde ich auch wieder auf dem aktuellen Stand halten.
Schonfrist habe ich erst mal noch zwei Wochen, damit ich mich in die härtere Gangart einfinden kann und zwei in dieser Zeit zwei Geburtstagsfeiern anstehen - gefährlich fürs Hüftgold ...

Meine liebste Wienerin hat mich passend dazu vor ein paar Tagen mit einem Blogeintrag nachdenklich gestimmt. Ich bin ins Grübeln gekommen und habe mich gefragt: Ist das eigentliche Projekt, dem ich mich widmen sollte, nicht vielmehr die Akzeptanz meiner selbst, so wie ich bin? Und wenn ich abnehmen möchte, wieso, weil ich mich unwohl fühle oder weil ich unbewusst einem Ideal hinterher renne? Die erste Frage kann ich ganz vehement mit einem "ja" beantworten, denn das ist das Wichtigste, aber gleichzeitig auch das Schwerste. Sich selbst anzunehmen ist - so kommt es mir jedenfalls oft vor - vor allem für Frauen schwierig, weil wir so oft mit Idealbildern konfrontiert werden (Darüber hatte ich bereits vor zwei Tagen geschrieben).
Bei der zweiten Frage bin ich mir unsicher. Jede/r hat mal Tage, an denen er/sie sich unwohl fühlt, aber allzu oft ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich schlankere Frauen beneide. Aber was bringt das schon? Nichts außer schlechten Gefühlen! Schlanker und fitter möchte ich aber auch für mich werden, weil das Einkaufen dann wieder mehr Spaß macht und das Zur-Bahn-Rennen leichter wird, weil ich dann keine Spiegel mehr meide und beim Anblick meiner selbst auf einem Foto nicht das Grausen bekomme.

Montag, 31. Dezember 2012

Jahresrückblick 2012 in 33 Fragen

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Die erste Hälfte: 3. Die zweite Hälfte: 7. Die letzten zwei Monate: 10.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Ziemlich gleich geblieben.

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Viel kürzer!

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich fürchte, kurzsichtiger. Das Alter, das Alter ...

5. Mehr Kohle oder weniger?
Wieder ein bisschen mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Da überhaupt ein Nebenjob, auf jeden Fall besser! Anfang des Jahres musste ich leider lange vergebens suchen bis ich etwas Neues hatte ...

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Gefühlt weniger, real betrachtet wahrscheinlich mehr ...

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Viele Erkenntnisse und wieder mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Und das Allerschönste: Neue Freundinnen und Freunde und eine neue Liebe.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Genauso wenig wie sonst auch ... Mist ...

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Eine oder zwei leichte Erkältungen. Im Januar Kreislaufzusammenbruch. Ansonsten ging es mir sehr gut.

11. Davon war für Dich die schlimmste?
-

12. Der hirnrissigste Plan?
Hirnrissige Pläne sind nicht gerade das, für das ich bekannt bin ...

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Auch gefährliche Unternehmungen sind nicht meine Spezialität - wäre doch aber mal eine Sache für das kommende Jahr.

14. Die teuerste Anschaffung?
Eindeutig der Kindle!

15. Das leckerste Essen?
Apple Crumble im "Sattgrün". Veggie-Ente im "Jade Imbiss". Kartoffel-Spinat-Gratin von meinem Freund. Weihnachtsessen von Mama.

16. Das beeindruckendste Buch?
"Still" von Susan Cain.

17. Der ergreifendste Film?
"Merida", "Almanya - Willkommen in Deutschland" und "Der Hobbit".

18. Die beste CD?
"Eat Me, Drink Me" von Marilyn Manson, weil sie wie eine Therapie für mich war. [Wie für Manson selbst übrigens auch.]. Dicht gefolgt von "Rock 'n' Roll Realschule" von den Ärzten, DER Soundtrack der letzten Wochen.

19. Das schönste Konzert?
Da gab es nur eins und selbst wenn es viele gegeben hätte, wäre dieses das schönste: Die Toten Hosen in Düsseldorf, zusammen mit Papa :-)

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mir, meinen Gedanken und all dem Rest. Und meinem Freund.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Freund und den wundervollen Frauen in meinem Leben <3

22. Zum ersten Mal getan?
Mich getrennt. Matcha getrunken. Eine Mütze gestrickt. Meinen Kopf ausgeschaltet.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Eine Grundschulfreundin getroffen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Tränen und die schwierige Zeit im April/Mai.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Äh ...

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Mein Vertrauen und das Überwinden meines Stolzes.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Spontanbesuch meiner Mama, als ich sie wirklich brauchte.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es waren drei. Der eine hat mich vollkommen überrascht: "Ich wäre gerne so stark wie du". Der andere wurde mir nicht gesagt, sondern geschrieben und kam in einer Situation, in der ich nichts besseres hätte lesen können: "Du bist eine tolle, mutige, kluge, tiefgründige, reflektierte, attraktive und starke Frau."
Der dritte kam von mehreren Freundinnen: "Ich freue mich so für dich!"

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
"Danke, dass du für mich da bist." und "Du bist wundervoll."

30. Dein Wort des Jahres?
"Axt" (Bevorzugt mit einem "verdammte" davor).

31. Dein Unwort des Jahres?
"Getrennt".

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres
Wie jedes Jahr der von Nessy.

33. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!
Da gibt es leider noch keine.


Ich möchte gerne noch einen 34. Punkt hinzufügen:

34. Worauf freust du dich 2013?
Meinen Uniabschluss, einen Umzug, Berlin wiedersehen, die Hochzeit einer lieben Freundin und ein "Ärzte"-Konzert.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wochenrückblick 24.12.-30.12.

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] "Mulan" und "Pocahontas".
[GEHÖRT] Florence And The Machine.
[GELESEN] "Unsere schönste Trennung", ein Weihnachtsgeschenk.
[GEGESSEN] Raclette und an Heiligabend leckeren Nussbraten.
[GETRUNKEN] Matcha Latte.
[GEDACHT] Blödes Internet. Blödes französisches Netz.
[GEFREUT] über tolle Geschenke, u.a. eine Starbucks-Tasse von meiner Heimatstadt :)
[GEÄRGERT] Immer noch krank ...
[GELERNT] Ich bremse auch für Tauben.
[GEWÜNSCHT] dass endlich der 6. Januar ist ...
[GEPLANT] Ein Wiedersehen.
[GEKAUFT] Einiges an Klamotten.
[GEKLICKT] Die Amazon eBook-Gratis-Tage.

Freitag, 28. Dezember 2012

Mein Jahr 2012.

2012 neigt sich dem Ende zu, nur noch vier Tage und dann bricht das neue Jahr an. Da ich in den nächsten Tagen oft unterwegs sein werde, möchte ich meinen Jahresrückblick schon heute mit euch teilen.

Mein Jahr 2012 war sehr turbulent. Ich fühle mich so, als läge die erste Hälfte Lichtjahre entfernt, als sei das ein komplett anderes Leben gewesen. Als wäre ich jetzt ein anderer Mensch als noch im Januar. Das erste halbe Jahr war eine schreckliche Zeit, in der ich um so vieles kämpfen musste, was ich eigentlich schon längst verloren hatte und auch um einen Teil meiner selbst kämpfen wollte, der gar nicht mehr zu mir gehörte und der mir nicht mehr gut tat. Aber dafür habe ich auch etwas gewonnen. In den letzten Monaten und Wochen dieses Jahres ging es mir wieder besser, ich habe zu mir selbst zurückgefunden und mich - ganz neu in meinem Leben - so gemocht wie ich bin. Mit meinen Macken und Fehlern, mit meinen Spleens. Eben all dem, was mich ausmacht und was ich nie mehr missen oder leugnen mag. Statt das zu tun, schreibe ich mir all das, was ich bin, nun groß auf die Fahnen und trage es vor mir her statt es in mir zu verschließen. Und das Wichtigste von allem ist, dass ich mich wegen meiner selbst nicht mehr schuldig und schlecht fühle, weil ich nicht mehr versuche, Erwartungen zu erfüllen, die ich nicht erfüllen kann. Inzwischen habe ich sogar jemanden an meiner Seite, der mit meinen Macken und Fehlern zurechtkommt, jemand, der mich verstünde, wenn ich meine Ruhe bräuchte, jemand, der Geduld mit mir hat, wenn die alten Wunden aufreißen. Jemand, mit dem ich zu dem Zeitpunkt gar nicht gerechnet hatte, als er in mein Leben trat. Und es stimmt tatsächlich: Wenn man nicht nach der Liebe sucht, findet sie einen - und dann muss man einfach mal auf sein Herz hören, wenn man fühlt, dass es so schon ganz richtig ist, und zu seinem Kopf sagen, dass er die Klappe halten soll ...

Ich habe Zelte abgebrochen und werde im neuen Jahr andere aufbauen. Das Team meiner Literaturseite Legimus habe ich beispielsweise verlassen, weil es mich zu neuen Ufern zog - und deswegen werdet ihr im neuen Jahr wieder mehr Literarisches hier zu lesen bekommen.
Vielleicht hat das auch etwas mit dem Älterwerden zu tun (ja, das sage ich mit Mitte zwanzig): Dass man kompromissloser wird, weil man merkt, dass es nichts bringt, sich zu verbiegen und als jemand zu leben, der man gar nicht ist. Dass es nichts bringt, Dinge zu tun, die man nur noch aus nostalgischen oder Pflichtgefühlen beibehält. Manchmal muss man zwischen dem einfachen und dem richtigen Weg unterscheiden und kompromisslos man selbst zu sein und sein "Ding" zu machen, ist manchmal nicht leicht ...

Zwar ging auch schon viel früher eine Veränderung mit mir durch, doch in diesem Jahr habe ich sie noch massiver gespürt als schon zuvor. Mir sind viele Dinge, die mir früher wichtig waren, unwichtiger denn je. Je älter ich werde desto bedeutungsloser werden materielle Dinge für mich, desto mehr belasten sie mich sogar. Deswegen habe ich beispielsweise meinen Fernseher abgeschafft, weil er mich in seiner nutzlosen Platzrauberei nur belastet hat. Deswegen habe ich nur noch gut die Hälfte der Bücher, die ich früher mal hatte. Deswegen würde ich kein Auto haben wollen, selbst wenn ich es mir leisten könnte. Deswegen habe ich kaum noch Dekonippes; und ich fühle mich damit viel wohler. Ich möchte lieber in Erinnerungen und Erlebnisse investieren, also beispielsweise Reisen, statt in materielle Dinge, die nur herumstehen und einstauben.

Das Schönste in diesem Jahr waren die Menschen, die mir gezeigt haben, wie wichtig ich ihnen bin und ich kann ihnen nicht oft genug danken und versuchen, ein wenig von dem, was sie mir geschenkt haben, zurück zu geben. Um seiner selbst willen gemocht und gar geliebt zu werden, ist das Beste, was einem passieren kann. Es ist wirklich so, dass man erst in harten Zeiten merkt, wer die wahren Freunde sind, und das erste - harte - halbe Jahr hat mich gelehrt, dass ich diese wahren Freunde umso mehr schätzen sollte, was ich auch tue.

Meine Vorsätze-Liste für das Jahr 2012 habe ich zu einer Zeit geschrieben, in der ich noch andere "Probleme" hatte als jetzt, weswegen ich vieles nicht davon geschafft habe, aber ich werde die Liste nicht für 2013 übertragen. Im kommenden Jahr wartet nämlich eines auf mich, man kann es nicht weniger pathetisch sagen: Das Leben. Deswegen wird es für dieses Jahr auch keine neue Liste geben. Denn wer weiß, was da noch alles auf mich zukommt und das alles zu bewältigen wird aufregend genug sein. Ich habe mir nur für mich persönlich das eine oder andere vorgenommen und ein paar wichtige Stationen, die im kommenden Jahr auf mich zukommen, im Geiste notiert: Ich werde meinen Master machen, ich werde - hoffentlich - einen Job finden, vielleicht lebe ich in ein paar Monaten woanders, wer weiß, ganz sicherlich aber in einer anderen Wohnung als jetzt. Es wird eine schreckliche Zeit und es wird eine tolle Zeit. Anders als nach dem Abitur stehe ich jetzt vor einem Abgrund, von dem ich nicht weiß, was an seinem Boden lauert und ich muss den Mut haben zu springen. Und das Schöne ist: Im Gegensatz zu der Zeit noch vor drei Monaten muss ich das jetzt nicht mehr alleine tun.

Auf dass die "13" eine Glückszahl für mich wird!