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Sonntag, 13. Oktober 2013

Wochenrückblick 7.10.-13.10.

(c) Frau von Saltkrokan
Einen verdammt miesen Tag gehabt. Nach Mitte gefahren. Bei Barcomi's Deli einen Mokka Cappuccino getrunken und über eine neue Kategorie im Blog nachgedacht. "Chill mal, Frau Freitag" gelesen und versucht, lautstarkes Lachen zu unterdrücken (Die Leute gucken sonst immer so komisch ...). Viele Fotos geschossen. In der Bücherei einiges ausgeliehen (u.a. dies hier und das da) und über die verlängerte Ausleihzeit aufgrund von Renovierungen gefreut. Agartine für Kuchen gekauft. Und weil ich nicht widerstehen konnte, Wackelpudding (Die Instantversion ist vegetarisch). Mit Muttern am Handy telefoniert. Matcha aus dem Briefkasten gefischt und wie Bolle darauf gefreut. "Desperate Housewives" weiter geschaut. Einen Matcha Latte zum Frühstück getrunken. Den Besuch von J. abgemacht. Nach Fernbus-Angeboten geschaut. Gnocchi mit Belugalinsen gegessen. Gelesen. Bei der BVG angerufen. Mit S. telefoniert und gemeinsam von saarländischem Essen geschwärmt. Zusammen mit M. nach Friedrichshain gefahren. Veganen Döner gegessen. Im "Veganz" gewesen. Auf dem türkischen Markt am Maybachufer eingekauft. Hingefallen. Mit dickem Knie nach Hause geschleppt. Bein hochgelegt und Knie gekühlt. Überweisungen erledigt. Eine Fahrt nach Leipzig geplant. Nach "Berlin leuchtet" geschaut. "Gute Besserung" ausgerichtet. Einen veganen Apfelkuchen à la Nicole Just gebacken. Termine in den neuen Kalender eingetragen. Berge an Geschirr gespült. Mit M. spazieren gegangen. Urleckere Schokolade in einem Café um die Ecke getrunken.

Sonntag, 29. September 2013

Wochenrückblick 23.9.-29.9.

(c) Frau von Saltkrokan
Bammel gehabt. Den aktuellen "Spiegel" wegen des Nachrufs auf Reich-Ranicki gekauft. Gute Neuigkeiten erhalten. Dreimal bei der Blutabnahme gepiekt worden. In der Bücherei gewesen. Farben für das neue Hobby ausgesucht und zu einem Spottpreis bekommen. Dumm-Fernsehen geschaut und gewusst: Es ist gut, dass ich für mich persönlich Fernsehen abgeschafft hatte. Aufgescheucht worden. Mit dem Bemalen meiner Hochelfen angefangen. Nass geworden. Umsonst gelaufen. Zusammen mit M. Figuren bemalt. "Biographie des Hungers" von Amélie Nothomb zu Ende gelesen. Leckere Kräuterbutter mit Baguette gegessen. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" aufgelegt. Mit "Krampus" von Brom angefangen (Rezension kommt!). Pinsel gekauft. M. von der Uni abgeholt. Über die Spatzen auf der Straße gefreut. Beim Inder um die Ecke zu Mittag gegessen. Nach Lehnitz gefahren. Holz getragen und gestapelt. Hund gestreichelt. Von C. für meine Malkünste gelobt worden (Hachja). Den neuen Kalender für 2014 bestückt. Bei Alex am Sony Center Café au lait aus einer badewannengroßen Tasse getrunken (So soll das!). Nach Klamotten geguckt. Ein veganes Backbuch vom Verlag bekommen (Rezension kommt!). Tee bestellt. Gespannt gewesen. Den dritten Schwertmeister bemalt. "Krampus" weitergelesen. Von M. mit "Fringe" infiziert worden. Veganes Gulasch gegessen (Rezept folgt!).

Freitag, 27. September 2013

[Lesestoff] "Biographie des Hungers" von Amélie Nothomb

(c) Frau von Saltkrokan
Amélie Nothomb ist eine der wenigen Autorinnen, die ich sehr schätze, die mich aber genauso oftmals ratlos und manchmal sogar verstört zurück lässt. Bisher habe ich "Mit Staunen und Zittern", "Der japanische Verlobte" und die neueren "Winterreise", "Den Vater töten" und "So etwas wie ein Leben" gelesen. Leider muss ich sagen, dass die neueren Romane nicht mehr so meinen Geschmack getroffen haben wie die älteren, die wesentlich mehr von Nothombs Biographie geprägt sind.
"Biographie des Hungers" ist so ein Roman, der zwischen Autobiographie und Fiktion changiert. Nothomb erzählt von ihrer Kindheit, die bestimmt ist vom Beruf ihres Vaters, der als Diplomat alle paar Jahre in ein anderes Land geschickt wird - und mit ihm seine Familie. Ihre ersten Lebensjahre verbringt sie in Japan, dem für sie gelobten Land, in dem sie aber auch Opfer ihres ewigen Hungers ist. Nicht nur dem physischen Hunger, sondern auch dem psychischen, dem Hunger nach Liebe, Zuneigung, Leben. Ständig ist sie damit beschäftigt, die Dinge, nach denen sie hungert, heranzuschaffen. "Biographie des Hungers" offenbahrt den Blick auf ein seltsames junges Mädchen, das ebenso gut eine Romanfigur sein könnte und es zu einem guten Teil auch ist. 
Der Roman erzählt aber nicht nur vom Hunger, sondern auch von der Heimatlosigkeit und den Versuchen Amélies, eine Heimat zu finden. Nach der "Verbannung" aus ihrem "Paradies" Japan wird der Vater ins kommunistische China geschickt, das die Familie drei Jahre später nur zu gerne wieder verlässt, um anschließend in New York dem Exzess zu verfallen - allen voran Amélie.

Wie auch in "Mit Staunen und Zittern" weiß man auch hier nie so wirklich, wie weit man Nothomb als Erzählerin trauen kann und wann das Fabulieren beginnt. Vom Ton her ist "Biographie des Hungers" allerdings wesentlich ernster und nachdenklicher und nimmt sich nicht so viel Zeit. Im Schnelldurchlauf erfährt man von Nothombs Leben bis zu ihrem einundzwanzigstem Lebensjahr, als sie wieder nach Japan zurückkehrt.


«Mein Land war ein Land des Wassers, in China herrschte Dürre. Die Luft war so trocken, dass das Atmen weh tat. [...] In der Fremde leben ist ein Atemleiden.» (S. 62) 



Diogenes. Taschenbuch. 207 Seiten. ISBN: 978-3257240429. 9,90 €

Sonntag, 5. Mai 2013

Wochenrückblick 29.4.-5.5.

(c) Frau von Saltkrokan
DVDs in der Bücherei abgegeben und ein Buch für 50 Cent erstanden (und zwar dieses hier). Ein gigantisches Paket für die Nachbarn angenommen. Im Baumarkt gewesen und den Lack dann doch stehen lassen. Verzweifelt das Carsharing-Auto gesucht und nicht gefunden (GRRR). Den "Spiegel" probeabonniert und M. den USB-Tischventilator mitbestellt (aye). Zwei Ladungen Wäsche gewaschen. Lecker Spargel gegessen. M.s und meinen Berlin-Blog gestartet. Die Ablage entmistet. Beltane daheim verbracht. Festgestellt, dass ich viel zu wenig lese. Den Billy-Planer von Ikea zu Rate gezogen. Die erste Staffel von "Desperate Housewives" geschaut und beschlossen, die restlichen sieben Staffeln auch nach und nach zu kaufen. Lange lange Zeit mit der Gastherme und dem Installateur verbracht. Spargelsuppe gegessen. Die "Rollnacht" verflucht. Das Navigationssystem verwirrt. Mit Lachkrämpfen im Auto durch die Nacht vergefahren. Verwandte von M. kennen gelernt. Telepathisch kommuniziert. Im feinen Zwirn den achtzigsten Geburtstag von M.s Omi begangen und kugelnderweise nach einem tollen Essen nach Hause gerollt. Um M.s Bart getrauert. Mit Mutti telefoniert. Nach Wohnungen gesucht. Kirsch-Sojaghurt gegessen. Ausgeschlafen. Ein schönes Sonntagsessen zubereitet und gegessen. Mit dem Fahrrad zum Rhein gefahren und einen Becher Eis gegönnt. Die erste vegane Woche geplant. Filme geguckt.

Donnerstag, 25. April 2013

[Lesestoff] "Vier Arten, die Liebe zu vergessen" von Thommie Bayer

(c) Frau von Saltkrokan

Eigentlich wollte ich ja "The Perks of Being a Wallflower" auf dem Kindle lesen, doch dann entdeckte ich zufällig den neuen Roman von Thommie Bayer in der Bücherei, den ich schon seit Erscheinen auf der To-Read-Liste stehen habe. Der Roman handelt von den Freunden Michael, Thomas, Bernd und Wagner, die früher einmal zu Schul- und Unizeiten eine Band waren und sich dann nach der Bandauflösung aus den Augen verloren. Bei der Beerdigung ihrer geliebten Lehrerin Emmi treffen sie wieder aufeinander. Erzählt wird aus der Sicht von allen Vieren, allerdings steht Michael im Vordergrund und scheint bisher auch der Einzige zu sein, der sich fragt, wieso sich die Freunde aus den Augen verloren haben. Wie bereits auch schon "Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin" liest sich "Vier Arten, die Liebe zu vergessen" sehr gut und ich bin gespannt, wie es mit den vier, sich fremd gewordenen Freunden weitergeht!
«Schon beim Einsteigen in den Wagen nahm sich Michael diese spontane Einladung übel. Er brauchte keinen Besuch. Schon gar nicht diese drei Herren, die einander so offenkundig nichts mehr zu sagen hatten und womöglich bei der ersten Gelegenheit Streit bekämen. Was hatte er mit denen zu schaffen?» (S. 45)

Piper Verlag. Hardcover. 281 Seiten. 19,99 € (Kindle: 15,99 €)

Donnerstag, 4. April 2013

Bücher - Immer noch meine erste und letzte Liebe?

Es ist seltsam. Schon öfters habe ich hier darüber geschrieben, wie sich mein Verhältnis zu Besitz in den letzten Jahren geändert hat und immer mehr stelle ich fest, dass sich dies auch auf Bücher ausweitet. Früher hätte ich niemals ein Buch weggeben können, nicht mal eins, das ich nicht mochte. Es ging einfach nicht. Mit ein paar bestimmten Büchern ist das immer noch so. Die Kinderbücher zum Beispiel. Oder die "Dark Tower"-Saga. Oder die "Chronik der Vampire". Eben Bücher, mit denen ich Erinnerungen verbinde, die mich an ein Gefühl oder eine Zeit in meinem Leben erinnern oder daran, wie wichtig sie mir einmal gewesen sind. Aber Bücher, die neu in meinen Besitz gelangen, werden immer "weggebbarer", bleiben immer kürzer im Regal stehen. Vor ein paar Tagen erwischte ich mich sogar bei dem Gedanken daran, dass Bücher kaufen doch unnötig ist, wenn man sie leihen kann. Für manch überzeugten Bücherei-Nutzer ist diese Erkenntnis lachhaft, aber auch wenn ich bisher gerne Bücher ausgeliehen habe, war mir der Besitz von Büchern immer wichtiger. Inzwischen finde ich es lächerlich, mehrere Hundert oder Tausend Bücher zu besitzen, selbst wenn der sogenannte "SUB" (= Stapel ungelesener Bücher) gering sein sollte. Ich selbst besitze inzwischen nur noch etwa dreihundert Bücher, es waren einmal doppelt so viele, und es werden sicher auch mal weniger werden. Welche Bücher noch bei mir einziehen dürfen, wähle ich ganz genau aus und besonders aus finanzieller Sicht lohnt sich dieses Auswählen ganz besonders. Früher hatte ich ein ganzes Billy-Regal mit ungelesenen Büchern, heute sind es nur noch drei Regalreihen.
Heute stand ich in einer tollen Buchhandlung, mit einem Buch einer Autorin in der Hand, deren erstes Buch ich schon mochte. Und ich habe es wieder weggelegt, weil es mir zu teuer war. Angesichts des Umfangs, der mir gerade mal einen oder zwei Tage Lesespaß garantiert hätte. Angesichts der Möglichkeit, es leihen zu können. Angesichts der ungelesenen Bücher in meinem Regal. Und ich war mir selbst unheimlich, aber ich war auch sehr stolz auf mich. Bücher sind immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens, meines Ichs, aber sie bestimmen mein Leben nicht mehr so sehr. Vielleicht, weil da jetzt gerade zu viel Leben ist, dem ich mich widme.
Ich träume zwar immer noch von einem Bücherzimmer oder zumindest einer Bücherwand, aber gleichzeitig finde ich es auch schön, nicht mehr so viele Bücher mitschleppen zu müssen bei einem eventuellen Umzug oder geistig, weil noch viel zu viele ungelesen im Regal stehen. M. wird es freuen, hat er mir doch eine 300-Bücher-Grenze auferlegt, die ich auch mit Freuden einhalten werde - mit leichtem Spielraum nach oben ...

Freitag, 29. März 2013

[Lesestoff] "Kuckucksmädchen" von Eva Lohmann

(c) Frau von Saltkrokan

Kurz vor Abreise aus der Bücherei mitgenommen und wie bereits vom Debütroman der Autorin sehr begeistert. Ideal für einen Feiertag wie heute, an dem man das Buch locker runterlesen kann.
Es geht um Wanda, 30, die kurz davor steht, mit ihrem Freund Jonathan ernst zu machen, zusammen zu ziehen, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Doch Wandas Herz meldet sich mit Zweifeln - ist Jonathan wirklich der Richtige? Das will sie überprüfen, indem sie sich die Leben ihrer Exfreunde ansieht. Waren Phillip, Max oder Ilya vielleicht die Richtigen, ohne dass sie es wusste? Während sie die Wohnung ihrer verstorbenen Großeltern ausräumt, denkt sie darüber nach, ob der Nestbau das Richtige für sie ist oder ob sie etwas mehr vom Leben will als Spießigkeit.
«Das sonntägliche 'Das-Wochenende-ist-vorbei-Gefühl', das sich während des Tatorts einstellt, muss ich wohl niemandem mehr beschreiben. Und während wir so nebeneinandersitzen, beschleicht uns still und heimlich das schlechte Gewissen, weil wir schon wieder nicht gevögelt haben, obwohl wir theoretisch das ganze Wochenende dazu Zeit gehabt hätten.» (S. 33)

Donnerstag, 16. Februar 2012

Ein Lob auf die Stadtbüchereien

Was wäre mein Leben nur ohne die Stadtbüchereien, die ich bisher besucht habe! Und weil ich so dankbar bin, dass es eine solche Institution gibt, will ich ihr mal einen Beitrag widmen.
Meine Liebe zu Büchereien begann schon in der Grundschule, als einmal im Monat der Bücherbus in den Ort kam, in dem meine Grundschule war. Der Bücherbus war toll, wir durften, wenn er kam, sogar während des Unterrichts nach unten gehen und dort stöbern. Einmal fragte mich die Dame an der Ausleihe mal, ob ich mir sicher sei, dass ich die ganzen Bücher denn auch bis zum nächsten Mal lesen könne - was ich, schwankend unter dem Bücherstapel, mit einem lauten und empörten "ja!" beantwortete. Die Jungs liehen sich übrigens meistens Sachbücher der "Was ist was"-Reihe aus, die mich dann erst später interessierten. Mein Jagdgebiet waren die "Romane".
Irgendwann wurde mir der Bücherbus aber zu klein, die Auswahl war eben doch recht begrenzt. Also meldete ich mich in dem Ort, in dem ich aufs Gymnasium ging, in der Bücherei an. Die Bücherei war nicht gerade groß und leider auch nicht so gut ausgestattet - aus finanziellen Gründen, wie immer ... Aber dort entdeckte ich die "Wilden Hühner" und später Anne Rice für mich. Ein Highlight war, als die Bücherei endlich mal eine umfangreichere Musikabteilung bekam und man sich CDs ausleihen konnte - ihr könnt euch also vorstellen, dass mir auch diese Bücherei bald nicht mehr viel zu bieten hatte. Zum Glück hatte ich noch eine weitere Möglichkeit, mich zu "vergrößeren": Die Bücherei der Landeshauptstadt (aber die des kleinsten Bundeslandes, also erwartet nicht zu viel ;-) ). Dorthin musste ich dann entweder den Bus nehmen oder jemand fuhr mich. In dieser Bücherei habe ich dann auch meinen ersten Pratchett ausgeliehen, ständig lief ich dort meinem Kunstlehrer über den Weg, habe die komplette "Oh! my Goddess"-Mangareihe von dort gelesen, war auf einer Lesung von Christoph Marzi und war die gefühlt tausendste Vormerkerin für den neuesten Harry Potter. DVDs kosteten leider noch zwei Euro extra, weswegen man sich das dann stark überlegt hatte, zumal die Auswahl eher schlecht war und sich auf ältere Filme beschränkte. Deswegen meldete ich mich bald in der Videothek neben meiner Schule an (hundert Meter Luftlinie) und ging auch immer weniger zur Bücherei. Sicherlich, eine Bücherei ist nicht für Filme da, aber auch die Bücher, die ich lesen wollte, hatten sie oft nicht oder man musste ewig darauf warten, weil es nur wenige Exemplare gab (wie bei "Harry Potter") und Erwerbsvorschläge kannte man dort noch nicht - die lernte ich erst hier, wo ich jetzt lebe, kennen ...

Eines der ersten Dinge, die ich tat, als ich in meine Unistadt (und die Heimatstadt des Herzallerliebsten) zog, war, mich bei der Stadtbücherei anzumelden (gleich nach dem Einwohnermeldeamt und Strom/Gas anmelden). Der Herzallerliebste nahm mich mal mit zu "seiner" Bücherei, die bei ihm um die Ecke ist. Als ich sie betrat, war ich maßlos enttäuscht. Ich dachte: "DAS soll eine Bücherei sein?". Es ist nur ein Raum von vielleicht sechzig Quadratmetern und ich konnte nicht glauben, dass das alles sein sollte. Aber dann sagte mir der Herzallerliebste, dass dies nur eine Zweigstelle war und es in der Stadt - neben der Zentralbücherei am Hauptbahnhof - noch (damals) dreizehn andere Zweigstellen gab. Irgendwann kam eine vierzehnte dazu und mit der Zeit habe ich fast alle von ihnen kennen gelernt. Toll ist auch, dass man sich Sachen aus den Zweigstellen zu seiner Stammbücherei kommen lassen kann und dafür im Gegensatz zu einer Vormerkung nichts bezahlen muss. Der Service hier ist wirklich sehr toll und auch Erwerbsvorschläge werden oft angenommen.
Anfangs brauchte ich sehr lange, um mich an die neue Büchereien zu gewöhnen, ich fand sie erst einmal sogar blöd, weil sie so anders waren als die in meiner Heimatstadt und ich ein extremes Gewohnheitstier bin ... Inzwischen finde ich sie toll und meine Mama beneidet mich regelmäßig, weil "meine" Stadtbücherei viel besser ausgestattet ist und es hier die neuesten Bücher meist sofort gibt.
In den Zweigstellen gibt es mittlerweile Selbstausleih- und rückgabeautomaten, in der Zentrale wird noch daran gebaut und die Nutzerzahlen sind wohl sehr gut. Man merkt: Hier wird Geld reingesteckt und nicht immer mehr gestrichen. Nur was die Mitarbeiter angeht, bin ich noch skeptisch, denn ich stehe diesen ganzen Selbstbedienautomaten immer sehr kritisch gegenüber, weil in den meisten Fällen doch nur Stellen dadurch abgebaut werden ...
Letztes Jahr wurde der Mitgliedsbeitrag von 12 auf 16 Euro erhöht (für Studenten gibt es übrigens keine Ermäßigung), aber das finde ich immer noch in Ordnung. DVDs kann man nämlich kostenlos ausleihen und das nutzen wir mehr als dankbar. Es gibt die neuesten Filme und dank der Bücherei kann ich diese dann auch sehen, ansonsten müsste ich viel Geld ausgeben. Meine Mitgliedschaft in der Videothek habe ich kein einziges Mal genutzt ...
Einmal in der Woche bin ich mindestens in der Bücherei und man kann sagen, dass sie fast zu meinem zweiten Wohnsitz geworden ist ... Und wenn es mich mal woanders hinverschlagen sollte, muss es da eine gescheite Stadtbücherei geben, sonst ziehe ich nicht dorthin ;-)


Habt ihr auch eine Bücherei, die ihr so innig liebt wie ich meine? Wie ist es dort so?