Montag, 16. Januar 2012

Challenge: Entstaub deine SUB-Leichen!

Hier also wie versprochen mein Beitrag zur Entstaubungs-Challenge ;-)
Überraschenderweise habe ich gar nicht mehr so viele Staubfänger, die länger als ein oder zwei Jahre vor sich hinstauben. Gut ... Auch ein Buch, das ein oder zwei Jahre rumliegt, hat das sicherlich nicht verdient, aber früher war es noch schlimmer bei mir: Da hatte ich viele Bücher, die ich vor ewigen Zeiten herangeschafft und nie gelesen hatte. Von denen hatte ich mich dann irgendwann getrennt, weil ich eingesehen habe, dass ich sie eh niemals mehr lesen werde. Übrig geblieben sind aber diese beiden Bücher:

"Bis ich dich finde" von John Irving. Dieses Buch habe ich seit es erschienen ist, also seit 2006. Da wir inzwischen schon 2012 haben, liegt es also ganze sechs Jahre rum! Ich hatte es zwar schon mal angefangen zu lesen, aber ich bin irgendwo im ersten Drittel stecken geblieben. Damals war ich einfach noch nicht soweit für Irving, ich fand es zwar ansprechend, aber es war mir auch viel zu langatmig. Dieses Jahr will ich das Buch jetzt endlich lesen. "Bis ich dich finde" ist übrigens über 1.000 Seiten dick - einen meiner Vorsätze würde ich damit auch erfüllen.

"Eric" von Terry Pratchett habe ich sicherlich auch schon seit fünf, sechs Jahren. Ich überlege gerade, wann ich meinen ersten Pratchett gelesen habe. 2005? 2004? Irgendwann in dem Dreh und irgendwann dann muss ich auch "Eric" gekauft haben. Leider habe ich bisher nicht den Zugang zu dem Buch gefunden, vielleicht, weil es mit Rincewind ist (den mag ich am allerwenigsten von allen Figuren Pratchetts). Dabei ist es schade drum, weil ich nämlich noch die schöne illustrierte Ausgabe habe.

Andere Staubfänger habe ich mir auch mal angeschaut, vielleicht werde ich die aber eher aussortieren, denn ich will keine Bücher mehr hier rumstehen haben, auf die ich nicht wirklich Lust habe und die mich belasten statt mir Freude zu bereiten ...

Sonntag, 15. Januar 2012

Legimus - der Blog

So eben ist ein neues Projekt von mir und meinen Freunden vom Legimus-Team offiziell an den Start gegangen: Legimus - der Blog. Auf der eigentlichen Legimus-Homepage werden weiterhin Rezensionen, Interviews und Gewinnspiele online gehen, der Blog ist hierzu aber eine Ergänzung. Hier können wir ein bisschen mehr "frei Schnauze" schreiben, über Literaturverfilmungen, allgemeine Themen aus der Buchwelt, Gedanken und und und. Ich freue mich schon sehr darauf, mich dort austoben zu können und vor allem hoffe ich auf viele viele Kommentare - also schaut mal rein!

Zum Blog-Start haben wir uns auch gleich eine Challenge ausgedacht: "Entstaub deine SUB-Leichen". Da die meisten von uns immer viel zu viele Bücher auf ihren SUBs rumliegen haben und manche auch viel zu lange schon rumliegen, wollen wir hier dazu aufrufen, den Leichen auf dem SUB zu Leibe zu rücken und sie endlich zu lesen. Wie das funktioniert und abläuft, könnt ihr unter dem Link nachlesen. Ich werde sicherlich auch bald etwas dazu beitragen, zur Zeit muss ich aber erst mal die letzten Wochen der Vorlesungszeit hinter mich bringen ;-)

Samstag, 14. Januar 2012

[02/52] Trinkschokolade mit Espresso

Diese Woche habe ich ein Rezept ausprobiert, das nichts wirklich aufregendes ist, aber dennoch ungewöhnlich: Trinkschokolade mit Espresso. Das Originalrezept stammt von diesem Blog, den ich regelmäßig lese. 






Man braucht dazu:
300 g Schokolade (in meinem Fall war es ein Schokobärchen von Lindt - von Weihnachten übrig)
5 EL Kakao
4 TL Vanillezucker
4 TL löslichen Espresso
etwas Muskat

Die Trinkschokolade ist sehr lecker und der Espresso gibt ein schön herbes Aroma. Was auch sehr wichtig für mich ist in Sachen Trinkschokolade: Diese hier löst sich super auf, die Milch muss nur eben sehr heiß sein.

Montag, 9. Januar 2012

Fremdsprachige Bücher

Wie gerne würde ich bei der "I'm in English"-Challenge von Nina und Kathrin mitmachen, aber das Pensum ist wohl doch einfach zu hoch für mich. Ein englisches Buch pro Monat hört sich nicht viel an, aber für mich wäre das schon eine große Herausforderung neben all den anderen Büchern, die ich lesen will und muss. Und die ganzen Strafbücher, die hinzukämen, würden das Ganze dann doch zu sehr sprengen ... In meinen Vorsätzen steht, dass ich zwei fremdsprachige Bücher lesen will. Diesen Vorsatz werde ich ganz sicher erfüllen, denn nach "The Witches" habe ich Blut geleckt und festgestellt, dass es sogar Spaß machen kann, fremdsprachige Bücher zu lesen. Bisher verband ich damit nur Quälerei und Fragezeichen in meinem Kopf, wenn ich mal etwas nicht verstand. Durch meinen Perfektionismus habe ich leider einen viel zu hohen Anspruch an mich selbst und will Fremdsprachen immer auf dem gleichen Niveau wie meine Muttersprache sprechen können - falls nicht, halte ich lieber die Klappe, um ja nichts falsches zu sagen. Dass dieses Verhalten unsinnig ist, weiß ich selbst, aber manchmal kann man eben nicht aus seiner Haut ... Und so sind dann auch viele englische Bücher liegen geblieben, die ich gerne mal gelesen hätte: beim ersten unbekannten Wort oder dem ersten Absatz, bei dem ich kaum etwas verstand, habe ich aufgegeben. Das soll sich nun dieses Jahr ändern, ich will mir hier kein höheres Pensum als zwei Bücher auferlegen, aber öfters mal zu einem fremdsprachigen Buch greifen. Das wird wohl jedes Mal in Englisch sein, weil mein Französisch miserabel ist und mein Schwedisch noch nicht für Bücher reicht, aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es in der Weihnachtszeit, "Tomtemaskinen" zu lesen? Das ist nämlich "Morgen, Findus, wird's was geben" von Sven Nordqvist im Original, das ich mir von meiner Schwedischlehrerin kopiert hatte. Und vielleicht schaffe ich es ja sogar eines Tages, den "kleinen Nick" auf Französisch zu lesen, denn im Original sind Bücher meistens einfach noch mal besser.
Übrigens: Seltsamerweise greife ich bei englischen Büchern durchaus auch mal zu Genres, die ich in der Übersetzung niemals lesen würde, Chick-Lit zum Beispiel, aber auch Thriller oder Krimis, die ich nur sehr selten lese, habe ich mir mal angeschaut. Für den Anfang werden es aber erst mal Kinderbücher sein, man soll ja klein anfangen ;-)

Sonntag, 8. Januar 2012

[01/52] Kartoffel-Blumenkohl-Curry


Mein erster Beitrag zur 52/52-Aktion: Kartoffel-Blumenkohl-Curry aus dem GU-"Vegetarisch!"-Kochbuch, das ich mir von einem Gutschein zu Weihnachten gegönnt habe. Schon oft hatte ich es mir ausgeliehen und bin im Buchladen drumherum geschlichen, weil zwanzig Euro ja doch viel Geld für ein Buch sind, aber nun konnte ich nicht anders ;-) Neu an diesem Gericht war die Kokosnussmilch. Ich habe vor zwei, drei Jahren schon einmal mit Kokosnussmilch gekocht, aber das Gericht war damals so eklig, dass ich es nicht essen konnte. Und weil es schon so lange her ist, zählt dieser zweite Versuch also fast als ein erster ;-) Das Curry ist sehr sehr lecker gewesen, ich hätte mich fast dumm und dämlich daran essen können ...

Hier ist das Rezept für gute zwei Portionen:
400 g festkochende Kartoffeln
250 g Blumenkohl
1 Knoblauchzehe [Im Original Ingwer, den ich aber nicht mehr hatte]
1 EL neutrales Pflanzenöl
2 TL Currypulver [Hier habe ich etwas kräftiger zugelangt]
2 TL Tomatenmark
200 ml Kokosmilch
200 ml Gemüsefond
Salz, Pfeffer

Im Originalrezept wird noch mit Zitronensaft abgeschmeckt und mit hellem Saucenbinder abgeschmeckt, das habe ich mir gespart. Dafür habe ich noch ein bisschen Lauch dazugegeben, den ich noch hatte. Abgeschmeckt habe ich ohne Salz, dafür mit etwas Chiliflocken.

Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, den Blumenkohl waschen und die Röschen zerteilen. Den gewürfelten Knoblauch mit dem Öl anbraten, Currypulver darüberstäuben, dann das Tomatenmark einrühren. Die Kartoffeln, den Blumenkohl und den Lauch dazugeben. Die Kokosmilch und den Gemüsefond angießen und alles zum Kochen bringen. Das Ganze ungefähr zwanzig Minuten kocen, zum Schluss mit Gewürzen nach Belieben abschmecken.

Freitag, 6. Januar 2012

Das goldene M

Heute möchte ich mich einem Thema widmen, zu dem wohl die meisten unserer Generation einiges zu sagen haben: Fast Food und im ganz speziellen die allseits bekannte Kette mit dem goldenen M. Im Heimaturlaub habe ich etwas für mich ganz persönlich getan, das ich zunächst auch mit mir selbst ausmachen wollte, aber dann wurde mir klar, dass mir so viele Gedanken dazu durch den Kopf gehen, dass ich sie aufschreiben will. 

Nachdem ich vom Besuch einer Freundin abends nach Hause fuhr, bekam ich Lust auf etwas zu essen - und wo fährt man um halb zehn Uhr abends hin? Natürlich ... Allerdings war es diesmal anders. Als Vegetarier hat man eh nicht so seine Freude an den üblichen Fast Food-Ketten, aber in diesem Moment beschloss ich: Das ist mein letztes Mal hier, dieser Konzern soll keinen Cent mehr von mir bekommen. Auch nicht für "Ist ja nur ein Eis" oder "Aber das Café ist ja eigentlich nicht das gleiche wie der Fast Food-Laden". Ich ging also rein, bestellte mir zwei Burger (die es zum Glück ja inzwischen auch vegetarisch gibt), ein Eis und eine heiße Obsttasche. Ich war etwas entsetzt angesichts des Preises, den ich dafür bezahlte, setzte mich aber hin und aß. Ich sah mich um, ich wollte wissen, wer noch so alles mitten in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester um halb zehn Uhr abends im amerikanischen "Restaurant" saß. Es waren - ohne abfällig klingen zu wollen - eher armselige Gestalten. Ein Vater mit seinen beiden halbstarken Söhnen, ein paar frotzelnde Jugendliche, ein Paar, das figürlich gesehen besser einen Salat bestellt hätte. Ich packte meinen zweiten Burger aus und ich fand ihn nicht mal schlecht. Erinnerungen wurden in mir wach: In dieser Filiale war ich auch in meiner Kindheit schon. Hier ging mein Vater (der eigentlich diesem ganzen Fast Food nie etwas abgewinnen konnte) ab und an mit mir hin, meistens nach dem Kino, das wir als ich klein war, oft besuchten. Fast Food gab es bei uns vielleicht alle zwei Monate mal, eher seltener. Ich aß als Kind nie Burger, nur die Hühnchenteile, immer mit süßsaurer Sauce. Damals hatte das Kindermenü noch einen deutschen Namen (Gott, was bin ich alt!), inzwischen ist es "hip" und pseudoenglisch, so wie alles. Da war dann Spielzeug drin, oftmals gerade passend zu dem Film, in dem wir gewesen waren: Schöne und das Biest, Der König der Löwen, Pocahontas. Was mein Vater sich alles ansehen musste ;-)
Jetzt war das Eis an der Reihe: mit Schokosauce. Cremig-weich und wirklich lecker. Es war schon ein bisschen angeschmolzen, weil ich ja erst die beiden Burger gegessen hatte. Kaltes Fast Food ist nämlich mehr als eklig. Ich kam gerade in die Pubertät, als das andere - noch bekanntere - Eis eingeführt wurde: Mit allen möglichen Toppings dazu. Freunde der Familie wohnten eine Straße weiter, als sie dort hinzogen und noch renovierten, liefen meine Freundin und ich oft zum Goldenen M und holten uns ein Eis oder einen Burger.
Als ich das erste Mal in Paris war, hatte ich vorher über ein Jahr lang nicht mehr beim Goldenen M gespeist. Weil ich nach der langen Fahrt ein Loch im Magen hatte, gingen meine Eltern und ich ein paar Straßen weiter, um zu gucken, ob es dort etwas gibt, wo man etwas essen kann. Und dann das Goldene M. Ich holte mir einen Burger und biss hinein und in diesem Moment war es das tollste, was ich hätte essen können.
In der Abiturzeit dann, als irgendwer immer ein Auto hatte, fuhren wir oft in Freistunden dorthin.  Unsere Schule war im selben Ort, der Aufenthaltsraum in der Schule selbst war von den jüngeren Schülern belagert. Nach meiner letzten schriftlichen Abiturprüfung (Englisch) fuhr ich mit einer Freundin dorthin. Irgendwann zu der Zeit machten dann auch die Cafés auf, die stilvoll wirken mit dem dunklen Holz und den loungigen Sesseln.
Zum Schluss die Obsttasche. Früher gab es die ja mit Kirschen, die hatte ich geliebt als Kind. Irgendwann haben sie dann Äpfel reingetan - und ich hab meinen Kirschen hinterhergetrauert. Aber in der Not frisst der Teufel ja Fliegen ... Meistens aß ich die Obsttasche auf dem Heimweg im Auto. "Sei vorsichtig, die ist heiß!" hieß es dann oft. Ich beiße rein, es knuspert, es ist heiß und süß. Könnte man ja auch mal irgendwie selbst machen, denke ich, und in diesem Moment wird mir klar: Ich bin nicht mehr dieselbe wie noch vor zwei Jahren. Ich schaue mich ein letztes Mal um, fast wird mir wehmütig zumute. Als ich fertig bin, stelle ich mein Tablett an der Rückgabestation ab und gehe hinaus zum Auto. Es regnet leicht, es ist schon seit Stunden dunkel.

Auf dem Heimweg bin ich sehr nachdenklich. Ich esse kaum noch beim Goldenen M, aber manchmal erliege ich der Versuchung. Zum Beispiel, wenn ich auf dem Weg zu meinen Eltern Zwischenstation habe, bevor es in einer Dreiviertelstunde weitergeht mit dem nächsten Zug. Da ist es bequem und geht schnell. Oder im Sommer, wenn ich im Einkaufszentrum bin, da verspüre ich Lust auf ein Eis mit einem leckeren Topping. Doch jedes Mal danach habe ich ein schlechtes Gewissen. Weil es ungesund und schlecht für die Figur ist, das schon seit Jahren. Aber seit neuestem auch, weil ich nicht mehr gedankenlos konsumieren kann. Ich denke an all das, was hinter so einem Burger oder einem Eis steht. Und da kann mir die Werbung noch so oft vorlügen, dass die Kühe, die auf dem Burger landen, glücklich über die Wiese gelaufen sind. Und dann hat auch noch der Schuhbeck Werbung für das Goldene M gemacht - ausgerechnet der! Der verkauft sich auch wirklich für alles ... Aber dem Kunden wird damit eine Qualität vorgeheuchelt, die gar nicht existiert. All diese negativen Seiten kenne ich inzwischen, jetzt wo ich erwachsen bin und mir Gedanken um meine Art zu leben mache und damit ist Fast Food und diese riesigen Konzerne nicht mehr vereinbar. Ich will nicht behaupten, dass ich niemals mehr ein solches "Restaurant" betreten werde, doch so lange es geht, will ich dort nicht mehr hin. In meinem Alter macht man sich ja auch durchaus schon Gedanken, was man machen wird, wenn man Kinder hat und dieser Gedanke macht mich irgendwie traurig. Denn so wie meine Eltern verfahren sind in Sachen Fast Food, finde ich es ideal: Sie haben mich nicht davon fern gehalten (was es ja immer umso reizvoller macht), sondern als etwas besonderes, das man alle paar Monate mal essen kann. Doch will ich eine Welt für meine - vielleicht mal - Kinder, in der man so wenig Wert auf Essen legt, dass es nur noch schnell und einfach gehen muss? In der man sich keine Gedanken darum macht, wie das Essen produziert wird, das vor einem auf dem Tablett liegt? Könnte ich meinen Kindern ruhigen Gewissens solches Essen geben, auch wenn es nur selten ist?
Neben all diesen negativen Gefühlen jedoch stürzten diese Erinnerungen auf mich ein: das Besondere in der Kindheit, der Geschmack der Obsttasche, das Zusammensitzen mit Freunden. Ich konnte mich sogar daran erinnern, was ich einmal gegessen hatte, als ich mit einer Handvoll Freundinnen in der Stadt unterwegs war.

Auf dem Heimweg, im Auto, habe ich zum ersten Mal wirklich mit dem Herzen begriffen, was Jonathan Safran Foer in "Tiere essen" meint, als er schreibt, dass die Leute Angst haben, Traditionen aufgeben zu müssen, wenn sie auf Fleisch verzichten würden. Mit dem Goldenen M verbinde ich auch Erinnerungen und wenn man so will "Traditionen". Doch wenn man hauptsächlich nur noch das Negative sieht, sollte man sich auch von Traditionen verabschieden und stattdessen neue begründen! Und so verabschiedete ich mich vom Goldenen M, als die Ampel an der Ecke auf Grün sprang und ich davonfuhr. 

Donnerstag, 5. Januar 2012

Amazon Trade-In

Gemäß meinen Vorsätzen, bin ich gerade mal wieder dabei, Bücher auszumisten. Bei Tauschticket stehen natürlich welche drin, aber jetzt habe ich auch mal etwas Neues ausprobiert: Amazon Trade-In. Ich weiß gar nicht, wie neu das Ganze ist, aber der Herzallerliebste hat mir letzte Woche davon erzählt. Dort kann man seine Bücher, Spiele und Hörbücher einschicken und bekommt dann dafür einen Amazon-Gutschein. Die Bedingungen für eingeschickte Bücher sind recht streng, im Grunde müssen sie nahezu neuwertig sein. Der Versand ist kostenlos, man muss ein vorfrankiertes Etikett ausdrucken und auf das Päckchen kleben. Wenn man es wünscht, wird einem der Artikel, falls er nicht den Anforderungen entspricht, auch zurückgeschickt. Vom finanziellen her lohnt es sich nur für Bücher, die aktuell sind oder viel gekostet haben, meist bewegt sich der Betrag ca. um die Hälfte des Originalpreises. Für "Das Labyrinth der träumenden Bücher" bekäme man beispielsweise immerhin noch knapp 19 Euro, für die gebundene Ausgabe von Dan Browns "Das verlorene Symbol" hingegen nur noch 40 Cent! Das liegt wohl auch an der Verfügbarkeit der Bücher. Taschenbücher lohnen sich übrigens - wie zu erwarten - kaum, außer es sind welche, die seltener sind. Wenn ihr ein Buch, das sehr aktuell ist, sofort bei eBay einstellt, bekommt ihr sicherlich genauso viel oder sogar mehr - aber wirklich nur, wenn es noch aktuell und begehrt ist und Glück muss man natürlich bei eBay auch immer ein bisschen haben.
Das Gute bei Amazon Trade-In ist, dass man für den Versand nichts bezahlen muss und mit einem Gutschein bezahlt wird, den man ja immer gebrauchen kann ;-) Letztlich ist es auch weniger Aufwand als eBay, besonders, weil man den Käufern nicht hinterherlaufen muss, wenn sie ihre Sachen nicht bezahlen. 

Ich habe jetzt mal zwei Bücher und ein Hörbuch eingetauscht und bin gespannt, ob sie angenommen werden.

Mittwoch, 4. Januar 2012

[WIP] Perlmuster-Stirnband und Pläne

Bei meinen Eltern war ich in Sachen Stricken recht produktiv - auch wenn ich doppelte Hilfe bekommen habe, jeweils von meiner Mutter und meiner Oma. Da musste ich mein Strickzeug durchaus auch mal wieder an mich reißen ;-) Dieses Stirnband im Perlmuster habe ich aber selbst gestrickt, nur zusammengenäht habe ich es nicht. Es ist aus der gleichen Wolle, die meine Mutter auch für einen Loop und Stulpen für mich benutzt hatte, jetzt habe ich ein komplettes Set. Leider habe ich von dem fertigen Stirnband kein schönes Bild machen können, aber es ist wie gesagt nur etwas gerafft zusammengenäht. Von der Länge her hätte ich es sogar ein bisschen kürzer stricken können, es ist doch recht großzügig bemessen ...
Neben dem Stirnband habe ich noch einen Schal fertig gestrickt, der allerdings noch geheim bleiben muss (so ist das leider, wenn man mehr für andere strickt als für sich selbst ...).
Gestern habe ich dann noch den Schal für des Herzallerliebsten Oma angeschlagen - die Wolle ist babyrosa, genau ihre Farbe ;-) Wenn ich ein Stück gestrickt habe (wieder Perlmuster, ich find das einfach super!), werdet ihr ihn hier natürlich zu sehen kriegen. Ansonsten plane ich noch einen Schal für den Herzallerliebsten selbst und einen für mich in Überlänge, beide in falschem Patent-Muster. Danach werden die Stricknadeln wohl erst mal ruhen ...

Sonntag, 1. Januar 2012

Kurzzeit Challenge Endstand und neue Challenge

Leider konnte ich die 2000-Seiten-Marke bei der Kurzzeit Challenge nicht knacken, eine dicke Erkältung kam mir dazwischen und bei Erkältungen ist mir selten nach Lesen. Hätte ich mein aktuelles Buch "Die Frau mit dem roten Tuch" von Jostein Gaarder gestern (wie geplant) noch gelesen, hätte es geklappt. Hätte, hätte ... So sind es "nur" 1784 Seiten, mit denen ich aber auch schon sehr zufrieden bin.


Bei der nächsten Kurzzeit Challenge bin ich übrigens auch dabei, diesmal müssen wir Buchtürme bauen und dann messen, wie hoch diese sind. Turmbau zu Babel im Kleinen :D Da ich ja meist eher dünnere Bücher lese, bin ich mal gespannt, was dabei rum kommt!

Freitag, 30. Dezember 2011

Meine Fastenzeit oder: Kampf dem Schweinehund

Wie oft habe ich hier auf dem Blog davon geschrieben, endlich etwas zu tun - im Hinblick aufs Abnehmen, Sporttreiben, gesünder essen und so. Wenigstens einmal, auch in meinen Vorsätzen steht etwas davon.  Gedacht habe ich es in den letzten Wochen mindestens einmal am Tag und nun will ich endlich auch etwas tun und nicht nur denken oder reden. Jetzt ist gerade Zeit der Vorsätze, der positiven Erwartungen ans neue Jahr, denn da wird bekanntlich alles besser. Ich mache mir keine Illusionen, denn mein Schweinehund ist kein niedliches Hündchen mit Schweinenase, sondern eine geifernde, furchterregende Bestie, die knurrt und sabbert und ihr Recht einfordert - und die ich meistens auch mit dem füttere, was sie will. Es kann aber nicht so weitergehen und es ist nicht normal, dass ich denke "Das ist ungesund, das isst du für eine halbe Minute und es wandelt sich sofort in Hüftgold um - lass es liegen!" und mir dann doch das ungesunde Zuckerzeug in den Mund schiebe. Manchen von euch wird es sicherlich auch nicht viel anders gehen und falls nicht, bewundere ich euch, das tue ich inzwischen nämlich bei jedem disziplinierten Menschen. Auf ein Leben ohne Spaß und Freud am Essen habe ich allerdings auch keine Lust und seien wir mal ehrlich, ein rohkostknabberndes Weibchen mit Kleidergröße 36 werde ich sowieso nie werden. Dafür hab ich viel zu schwere Knochen ... :D
Zuerst hatte ich mir gedacht: Machst du doch einfach eine verlängerte Fastenzeit und fängst schon im Januar damit an, keine Diät, sondern kontrolliertes, bewusstes Essen und Verzicht auf Süßes, Fettes und alles, was glücklich, aber speckig macht. Leider habe ich zwei Blockseminare im Januar und das bedeutet Stress und unregelmäßiges Essen. Ja, eine Ausrede, aber ich brauche nun mal meine Ruhe für solche Aktionen. Also beginne ich in der ersten Woche der vorlesungsfreien Zeit und ende in der letzten Woche eben dieser. Im Klartext: 6. Februar bis 1. April 2012. Eine lange Fastenzeit. Während dieser Zeit stehen vier Geburtstage an (u.a. mein eigener), was eine harte Probe wird. Dieses Fasten bedeutet keinen vollkommenen Verzicht auf alles, an meinem Geburtstag werde ich sicherlich einen Kuchen backen, aber das ist ja auch in Ordnung, wenn man nicht die ganze Zeit über eh ungesund lebt. Besonders die Chance des Frühjahrs könnte mir bei meinem Plan helfen. Und weil ich jetzt gerade feststelle, dass ich wieder nur labere, höre ich nun auf und starte am 6. Februar durch. Ihr werdet hier sicherlich noch davon hören und an alle, die es nicht interessiert, schon jetzt ein großes Sorry, wenn ich euch damit nerv, aber nach diesen paar Wochen wird es weitergehen, ist schon mit einer Freundin abgemacht ;-)

Sonntag, 25. Dezember 2011

Buch-Challenges 2012

Na, habt ihr Heiligabend gut überstanden? Gab es genug Lametta? ;-) Bei meinen Eltern gab es ein sehr leckeres Essen (für mich Wirsingroulade mit Dinkelfüllung - omomom!). Von ein paar Geschenken, die ich bekommen habe, werde ich hier auch noch berichten. Allzu oft bin ich aber gerade nicht online, weil ich es so genieße, auf der Couch zu liegen und zu lesen oder zu stricken und meinen Augen Pause vom Bildschirm zu gönnen. Trotzdem hab ich jeden Abend in die verschiedenen Blogs reingelesen und weil ja bald das neue Jahr anfängt, habe ich mich auch auf die Suche nach Challenges gemacht. 
Eigentlich hatte ich mir geschworen, an keinen Aktionen in Sachen Buch mehr teilzunehmen, weil ich eh meistens scheitere und dann deprimiert bin, weil es wieder mal nicht geklappt hat. Jetzt habe ich aber zwei Aktionen entdeckt, die ich richtig toll fand und die beide etwas auf "freiwilligerer" Basis sind und nicht mit großen Strafen arbeiten. 

Die Aktion Spar-Buch fand ich sehr interessant, weil sie eigentlich auch paradox ist: Für jedes angeschaffte Buch wird ein Euro beiseite gelegt. Damit überlege ich mir vielleicht noch mal dreifach, ob ich ein Buch wirklich brauche, aber wenn ich schon Bücher anschaffe, spare ich auch noch nebenbei etwas an. Paradox eben, aber irgendwie auch super. Die variable Regel werde ich mir auch noch für mich selbst überlegen, vielleicht zusätzlich fünfzig Cent für jedes gekaufte Buch, das nicht für die Uni ist.


Klassiker will ich sowieso immer mehr als ich dann tatsächlich lese, deswegen ist die Klassiker-Aktion von Lynesque ideal dafür. Anfangs fand ich es blöd, dass man mir eine Liste vorsetzt, von der ich dann auswählen muss. Ich finde auch, dass man den persönlichen Geschmack der Initiatorin merkt, aber glücklicherweise finden sich auf der Liste auch viele Bücher, die ich noch ungelesen daheim liegen habe. Dann hab ich auch keine Ausrede, mir neue Bücher anzuschaffen für die Challenge ;-)


Vielleicht kommen noch andere Challenges dazu, falls ja, werde ich euch hier davon berichten. Den aktuellen Stand werde ich auf einer eigenen Seite festhalten.


Montag, 19. Dezember 2011

Buchsaiten Blogparade: Jahresabschluss 2011


Katrin von Saiten hat zum Jahresabschluss in Sachen Bücher aufgerufen und auch ich stelle mich den fünf Fragen:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)
"Der Hals der Giraffe". Gerade zu Ende gelesen und sehr positiv überrascht. Die Story versprach nicht sehr viel, aber sprachlich hat das Buch was. Es geht um eine Biologielehrerin in der ehemaligen DDR, an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Die Lehrerin ist so biestig und so kaltschnäuzig, dass sie schon wieder sympathisch ist. Wird direkt einer Freundin weiterempfohlen (und das ist immer die höchste Auszeichnung für ein Buch!).

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)
"Das Labyrinth der träumenden Bücher". Alle haben immer so von "Die Stadt der träumenden Bücher" geschwärmt, aber leider bin ich vor Erscheinen des Nachfolgers nicht mehr dazu gekommen, es zu lesen. Versprochen habe ich mir einiges vom "Labyrinth", aber es hat mich einfach nur zu Tode gelangweilt und auch wenn ich eine gewisse Genialität dahinter erkannt habe, konnte ich nichts damit anfangen.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Eindeutig Amélie Nothomb! Eine wunderbare Autorin, die mit Ideen aufwartet, die man nicht überall findet. Ihre Japanaffinität macht das Rundumpaket perfekt ;-)

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Wenn ich denn eines aussuchen müsste, dann wäre es wohl das Cover von "Sieben Minuten nach Mitternacht". Inzwischen greife ich zwar immer noch zur hübscheren Ausgabe ein und des selben Buches, aber eine Kaufentscheidung ist das Cover schon lange nicht mehr. Das Cover von "Sieben Minuten nach Mitternacht" ist aber sehr stimmungsvoll und trifft das, worauf es in der Geschichte ankommt, sehr gut.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2012 lesen und warum?
Bisher kenne ich ja nur die Vorschauen fürs Frühjahr 2012, deswegen kann da für die zweite Jahreshälfte (bzw. ab September/Oktober) ja noch eine Menge kommen. Fürs Erste freue ich mich aber sehr auf den fünften Band der "Eine für vier"-Reihe von Ann Brashares. Ich habe die ersten vier Bände bereits verschlungen und bin sehr gespannt, wie es mit Lena, Tibby, Bridget und Carmen weitergeht, nachdem sie die Uni beendet haben.

Ein Klassiker, den ich unbedingt lesen will, ist "Der Proceß" von Kafka. Mein Herzallerliebster ist großer Kafka-Fan, aber ich konnte dem guten Franz bisher nicht viel abgewinnen. Nun hat "Der Proceß" als Stück im März Premiere hier am Theater, also muss ich es nun endlich doch mal lesen ... Und zugegeben, der erste Satz ist schon sehr genial: "Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."

Freitag, 16. Dezember 2011

Lesestoff: "The Witches"

Es ist unglaublich, aber ich werde sehr wahrscheinlich doch noch ein fremdsprachiges Buch dieses Jahr gelesen kriegen. Das war nämlich einer meiner Vorsätze und wie das mit Vorsätzen so ist, wisst ihr ja ... Meistens sind sie für die Katz. Umso mehr wundert es mich, dass es jetzt doch noch etwas wird. Eigentlich sollte ich anderes lesen, besonders ein Buch für die Uni, aber irgendwie ist mir das zur Zeit zuwider. Das Buch liest sich gut, aber ich kann mich einfach nicht darauf konzentrieren. Darum habe ich zu einem englischen Buch gegriffen: "The Witches" von Roald Dahl und ich frage mich, wieso ich es so lange unangetastet ließ. Es liest sich ganz leicht und die Story ist auch sehr nett. Nur bei einzelnen Worten habe ich ab und an Verständnisprobleme, aber oftmals erschließt sich die Bedeutung aus dem Kontext oder es ist nicht so wichtig, dass ich das Wort nicht kenne (das ärgert mich nämlich immer am meisten bei fremdsprachigen Texten). Jetzt werde ich sicherlich mal öfters ein englisches Buch lesen, ganz besonders von Roald Dahl und Kinderbücher im Allgemeinen =)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

[WIP] Schwiegermutterns Schal ist fertig

Am Samstag habe ich den Schal für meine Schwiegermutter verschenkt und das Geburtstagskind hat sich sehr darüber gefreut - was mich wiederum gefreut hat :) Fertig gestellt hatte ich den Schal schon am Mittwoch. Eigentlich hätte ich ihn noch ein bisschen länger stricken können, aber irgendwie hatte ich auch keine große Lust mehr, weil das Muster auf Dauer doch recht langweilig zu stricken ist. Zufrieden bin ich nur teilweise, aber an diesem Schal habe ich bisher am meisten gelernt, vor allem, wie ich die unterschiedlichen Seiten erkennen kann, damit ich keine Fehler reinstricke.
Das Abketten machte mir keine Schwierigkeiten, aber mit der letzten Masche stehe ich noch ein wenig auf dem Kriegsfuß. Da vergesse ich manchmal, dass sich das Gestrickte ja wieder aufzieht, wenn ich da einfach nur die Nadel rausziehe ;-)



Mittwoch, 14. Dezember 2011

Vorsätze


Kennt ihr das? "Im neuen Jahr wird alles besser", "Im neuen Jahr treibe ich mehr Sport", "Im neuen Jahr ernähre ich mich gesünder" und so weiter ... Obwohl ich nicht gerade jemand bin, der in Jahren lebt (oftmals hat man ja den Eindruck, dass die Leute das alte Jahr vergessen sobald das neue angefangen hat ...), aber dennoch habe ich mir eine Liste mit Vorsätzen für das neue Jahr gemacht und sie wird lang und länger. Wenn es soweit ist, werdet ihr sie hier auch lesen können. Einen Vorsatz setze ich bereits jetzt um: Eine To-Do-Liste führen. Und dafür habe ich mir ein herrliches Notizbuch gekauft: Aus grauem Filz, super schön, so dass ich mich jetzt schon darauf freue, es zu befüllen.

Tee-Wanderpaket bei Faserpiratin

Faserpiratin hat auf ihrem Blog ein Tee-Wanderpaket gestartet. Es sind noch fünf Plätze frei, wer also noch mitmachen möchte, sollte sich fix anmelden! Eine ideale Aktion für Teeliebhaber, die neugierig auf neue Sorten sind.
Wie das Ganze funktioniert? Es wird ein Paket rumgeschickt, in das man Tee reinpackt und Tee, der gefällt, dafür herausnimmt - also getauscht wird. Möglichst gleichwertig und keinen uralten Tee, den man zufällig hinterm Regal gefunden hat ;-). Das Paket sollte nicht länger als eine Woche verweilen. Getauscht werden kann jeder Tee, Beutel oder lose, letzterer sollte dann aber gut verpackt und mit Infozettelchen versehen werden. Könnt ihr aber alles noch mal bei Faserpiratin nachlesen!

Montag, 12. Dezember 2011

Kurze Haare - kleine Sorgen, lange Haare - große Sorgen?

Normalerweise bin ich nicht der Typ Bloggerin, der über Kosmetik, Styling oder weiß der Geier was bloggt. Darum mache ich mir auch im Allgemeinen nicht so arg viel Gedanken, obwohl ich mich schminke und mehr als nur Kernseife zum Waschen benutze ;-) Ein Thema beschäftigt mich allerdings schon - im wahrsten Sinne des Wortes - seit längerem: Meine Haare. Ich habe fast alle Haarlängen durch, die man sich denken kann, bis auf komplett Kurzhaarschnitt. Als Kind reichten mir die Haare bis zum Po, da gab es dann Geschrei beim Kämmen und wenn die Haare nass waren, bekam ich Nackenschmerzen. Mit den Jahren wurden die Haare dann irgendwie immer kürzer, bis ich sie so kurz hatte, dass ich keine Haargummis mehr brauchte (aber wie gesagt: dennoch kein Kurzhaarschnitt, damit sähe ich vermutlich auch dämlich aus ...). Mein größtes Problem in Sachen Haare ist, dass ich den Friseurbesuch so sehr hasse wie andere Leute den Zahnarztbesuch. Ich kann dabei nicht entspannen und glücklich bin ich selten, wenn die Damen und Herren mit mir fertig sind. Seit einem Desaster mit einem Friseur, der mir die Haare total versaut hatte, lasse ich sowieso keinen Mann mehr an meine Haare ... Mir ist es auch inzwischen zuwider, Unmengen an Geld in Friseurläden zu lassen. Das meiste waren mal siebzig/achtzig Euro für Schneiden und Tönung plus dreißig Strähnchen. Meist gehe ich aber mit knapp zwanzig Euro raus. Lange Rede, kurzer Sinn: Seit ich im letzten Winter eine Katie-Holmes-Frisur haben wollte und die Friseurin mich wieder heimschickte mit den Worten: "Dafür hast du viel zu viele Haare, länger würde dir besser stehen" war ich nun mehr zweimal beim Friseur, zum Spitzenschneiden. Seitdem lasse ich gnadenlos wachsen und so lang waren meine Haare (und vor allem mein Pony!) nicht mehr seit ich vierzehn war. Mit dem Pony habe ich es aufgegeben, weil mein Traum-Maxi-Pony à la Liv Tyler sowieso nie Wirklichkeit wurde.
Ich lasse meine Haare auch wachsen, weil ich nicht mehr so oft zum Friseur will - bei langen Haaren muss man mal die Spitzen nachschneiden lassen, bei kürzeren wächst ja dauernd der Schnitt raus. Hatte ich aber bei kürzeren Haaren eher mal das Problem, dass sie in alle Himmelsrichtungen standen, verknoten die Haare jetzt bei Schulterlänge dauernd, ich kann gar nicht locker mit den Fingern durchgehen ohne auf Widerstand zu stoßen ... :-(  Leider klemmen mir die Haare auch oft zwischen den Schultern und dem Rucksackgurten fest - auch nicht gut. Um sie zu flechten sind sie noch nicht lang genug, da würden noch zu viele Haare rausfallen. Aber ich will durchhalten und sie auf eine Länge kriegen. Da ich aber auch eher die Shampoo-und-Spülung-Fraktion bin und das war es, muss ich wohl noch viel lernen was Haarpflege angeht (so paradox das auch klingt). 

Habt ihr Tipps für die Pflege langer Haare? Was macht ihr, damit eure Haare nicht verknoten? Wie oft geht ihr zum Friseur, wie lang sind eure Haare? und und und ... Ich bin gespannt auf eure Berichte!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Brokkolicremesuppe mit "Würstchen" und Backerbsen

Eine unserer Lieblingssuppen ist die Brokkolicremesuppe. Sie ist fast narrensicher, weil sie sich praktisch von allein kocht. Am letzten Freitag habe ich noch die Rostbräterle von Taifun dazugegeben (natürlich angebraten) und Backerbsen. Die Suppe war wirklich sehr sehr lecker und durch die "Wurst" und die Backerbsen hatte man auch noch zwei unterschiedliche Konsistenzen zu kauen. 
Hier das Rezept:
Für drei Portionen braucht man ca. ein Kilo Brokkoli. Wenn man mag, kann man noch eine oder zwei Kartoffeln dazugeben, dann wird die Suppe etwas sämiger, ich hab diesmal darauf verzichtet. Den Brokkoli putzen, klein schneiden und mit Wasser übergießen, so dass er zu 3/4 bedeckt ist und mit Gemüsebrühe würzen (ich habe zwei Würfel genommen). Eventuell muss man am Ende etwas Wasser abschütten. Dann weich kochen (wenn die Stämmchen sich mit dem Kochlöffel zerdrücken lassen, ist er gut) und pürieren. Mit Muskat, Pfeffer, Salz und (Soja)Sahne abschmecken; ich hab "Reiscuisine" genommen, weil ich keine Sojasahne mehr da hatte.
Dazu dann die gebratenen und in Stücke geschnittenen Würstchen geben und kurz vor dem Servieren auch die Backerbsen.

Die Rostbräterle von Taifun sind bisher meine Favoriten in Sachen Grill"würstchen". Sie schmecken sehr würzig und wenn man es nicht wüsste, würde man auf Anhieb auch nicht bemerken, dass es gar kein Fleisch ist, das man da ist. Normalerweise halte ich nicht viel von Fleischersatzprodukten, vor allem nicht, wenn es zu sehr in die Richtung geht, die natürliche Form vom Fleisch nachzubilden (z.B. ein ganzes Hähnchen oder so), aber so Würstchen ab und an muss halt doch mal sein, vor allem, wenn sie so lecker sind ;-)

Montag, 5. Dezember 2011

Likörverkostung

Eigentlich hatte ich den Karamelllikör ja für meine Schwiegereltern angedacht ... Aber weil es ja auch noch so lange hin ist bis Weihnachten (und der Likör doch nicht so lange ziehen muss wie im Rezept beschrieben), konnten der Herzallerliebste und ich nicht wiederstehen. Außerdem muss man doch mal vorkosten, was man da so verschenkt, oder? ;-)
Alkoholisches wie Eierlikör oder anderer Cremelikör gilt ja gerne als Alte-Weiber-Stoff, aber ich find cremigen Sahnelikör (egal mit was, aber cremig muss er sein!) sehr lecker (und der Herzallerliebste auch), weswegen ich beschlossen habe, mal öfters Likör selbst zu machen, vor allem jetzt im Winter. Es ist wirklich nicht kompliziert, relativ günstig und sehr sehr lecker. Wir sind beide nicht so die Alkoholtrinker, aber so ein Gläschen Likör zum Genuss, dazu sagen wir beide nicht nein ;-) Am liebsten hätten wir den Likör ja sogar ohne Alkohol - weiß jemand, ob und wie man das bewerkstelligen könnte?!
Der "Muh-Muh"-Likör ist sehr lecker, aber als ich ihn probiert hatte, war er noch sehr stark. Die Sahnetoffees lösen sich übrigens super auf, man muss allerdings öfters mal schütteln, sonst kleben sie an der Flasche fest! Das Weggetrunkene haben wir dann mit Sahne aufgefüllt, dadurch wurde er wesentlich milder. Da ich ja sowieso fast gar nichts mehr vertrage, weil ich so wenig und so selten etwas trinke, finde ich Likör wohl prinzipiell zu stark. Nach zwei Gläschen musste ich dann auch wieder zu Tee wechseln ... ;-) Nachdem ich noch mal etwas Sahne dazugekippt habe (inzwischen muss er eigentlich nur aus Sahne bestehen ... O.o), ist er perfekt. Sehr cremig, mild im Geschmack und urlecker - und fast leer getrunken!

Müsst ihr eigentlich auch niesen, wenn ihr Likör trinkt? ;-)

Sonntag, 4. Dezember 2011

[0.4 + 0.5/52] Zweimal Chinakohl

Diese Woche Dienstag habe ich ein Experiment gestartet: Chinakohlsalat. Haltet mich für weltfremd, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, aus Chinakohl Salat zu machen. Dabei liegt es so nah, macht man doch aus Rot- und Weißkohl auch Salate, die ich auch sehr lecker finde. Für den Salat habe ich dieses Rezept benutzt, aber mein eigenes Dressing dazu gemacht, nämlich mein heiß geliebtes Honig-Senf-Dressing, das es sonst zu Romanasalat gibt.
Dazu müsst ihr:
gute zwei Esslöffel Frischkäse mit
einem guten Esslöffel Senf und
einem guten Esslöffel Honig
und ein bisschen Wasser glatt rühren.
Dann den Chinakohl klein schneiden und mit den Mandarinen in eine Schüssel geben - Dressing drüber, fertig! Ich habe diesmal allerdings Dosenmandarinen genommen, weil diese ja enthäutet sind, was mir ein bisschen kaufreundlicher erschien. Es hat super geschmeckt, der Chinakohl erinnert ein wenig an Eisbergsalat, wenn man ihn so roh isst. Die Mandarinen hatte ich allerdings schnell über. Beim nächsten Mal mache ich den Chinakohl wohl pur als Salat.

Am Donnerstag gab es dann den restlichen Chinakohl (den größten Teil, für den Salat hatte ich nur ein paar Blätter gebraucht) als Auflauf mit Kartoffeln. Zur Inspiration diente mir dieses Rezept, allerdings hab ich als Sauce eine Mehlschwitze gemacht statt der Sahne - erschien mir wenigstens ein wenig figurfreundlicher. Der Auflauf war so lecker, dass es ihn demnächst sicherlich noch mal geben wird. Ich hätte mich dumm und dämlich daran essen können ;-) Leider haben Aufläufe es ja so an sich, nicht gerade gut für die Figur zu sein und deswegen suche ich jetzt auch noch andere Chinakohl-Rezepte in einer leichteren Variante.
Entschuldigt übrigens das nicht sehr ästhetische Bild - Aufläufe sehen selten ästhetisch aus und ich hatte diesmal fast vergessen, ein Bild zu machen.

Den Chinakohl habe ich übrigens von der Verkaufsstelle eines Obsthofes hier in der Nähe. Der Laden ist direkt bei mir um die Ecke und ich bereue es bis heute, dass ich mich nicht früher reingetraut habe und erst zwei Jahre hier leben musste ... Die haben nämlich die leckersten Äpfel der Welt und auch günstig Gemüse, der Chinakohl hat zum Beispiel nur 1,50 € das Stück gekostet und ich habe zweimal sehr reichlich davon essen können! Dort habe ich übrigens auch den Rotkohl gekauft - für einen Euro! Natürlich, beim Essen allzu sehr sparen ist nicht gut, aber weil es regional angebaut ist, macht das Schnäppchen umso mehr Spaß.

Samstag, 3. Dezember 2011

Kurzzeit Challenge Dezember



Auf lesen beflügelt wurde zur monatlichen Kurzzeit-Challenge aufgerufen und diesmal bin ich mit dabei. Da ich ja sowieso lese, muss ich hier nichts besonderes tun, außer vielleicht besonders viel lesen ;-)
Mann kann sich noch bis heute Abend um 20 Uhr anmelden - also hopp, hopp, macht doch auch noch mit!

Mittwoch, 30. November 2011

Über das Vergnügen, Plätzchen zu backen (und sofort aufzuessen)

Kein einziges Mal habe ich, seit ich von Zuhause ausgezogen bin, Plätzchen gebacken. Woran das lag, kann ich gar nicht sagen. Meist war viel zu plötzlich Weihnachten, glaube ich (Ihr kennt das sicher, dieses "Wo ist nur die Zeit hin?"). Außerdem hat Muttern mir ja welche geschickt - und Mutti macht eh die besten Plätzchen, wozu also die Arbeit machen? Dabei liebte ich als Kind nichts mehr als das gemeinsame Plätzchenbacken mit meiner Mutter. Ich durfte schon als kleiner Knirps den FleischPlätzchenwolf drehen und fand das ganz herrlich. Sogar als ich schon erwachsen war, habe ich heimlich vom Teig genascht. Meine Mutter meinte mal: Das musst du doch nicht heimlich machen - Doch, Mama, sonst schmeckt es nicht so gut! ;-)
Dieses Jahr war ich allerdings ehrgeizig: Ich wollte endlich selbst Plätzchen backen. Leider bin ich mit keiner großen Küche gesegnet und das machte dieses Vorhaben nicht gerade einfach. Letzten Endes war es bis auf einiges Schüsselchaos aber halb so schlimm und es hat ganz gut geklappt. Ich habe insgesamt drei Sorten gebacken: Kokosmakronen, sogenannte "Zimbällchen" und ausgestochene Butterplätzchen. Die Kokosmakronen und die "Zimtbällchen" sind für Leute mit kleiner Küche ideal, weil man den Teig nur anrühren muss und dann mit dem Löffel aufs Blech setzt. Bei den Kokosmakronen habe ich auf die Oblaten verzichtet und bei den Zimtbällchen ist mir der Eischnee leider gar nicht gelungen ... Schmecken tun sie dennoch beide ganz wunderbar. Vor allem die Zimtbällchen, die innen drin noch saftig-weich sind. Auf dem Bild seht ihr vorne die Kokosmakronen, in der Mitte die Zimtbällchen und hinten die Zimtwaffeln von meiner Mutti - denn die kann ich mangels Eisen nicht selbst machen, so dass sie mir die schicken "durfte" ;-)
Von den Butterplätzchen habe ich leider gar keine Bilder gemacht ... Ich habe sie nach diesem Rezept gebacken, aber mit Dinkelmehl und zusätzlich Buttervanille-Aroma; nach dem Rezept meiner Mutter kam Eigelb drauf statt Zuckerguss (den mag ich nicht so sehr). Mit dem Backen gab es hier keine großen Probleme, sie sind nur ziemlich auseinandergelaufen, so dass manchmal die ausgestochene Form nicht mehr ganz so erkennbar war (ein Herz sah eher aus wie ein Kreis usw.).

Die Dose, die ihr hier gut gefüllt seht, ist inzwischen fast leer und ich werde vielleicht eine zweite Runde Plätzchen backen, damit wir im Dezember noch welche haben. Sie waren aber auch zu köstlich, so abends beim Filmgucken mit einer Tasse Tee ;-)

Montag, 28. November 2011

Bücherfasten: die letzten drei Tage

Nur noch drei Tage (bzw. sogar nur zwei, wenn man heute nicht mitzählt), dann ist das Bücherfasten vorbei. Bisher habe ich mich wirklich gut geschlagen für meine Verhältnisse: Drei Bücher habe ich für die Uni gekauft, ein Buch letzte Woche bei booklooker bestellt und heute drei Bücher angefordert, weil die ja eh erst kommen, wenn das Bücherfasten vorbei ist ;-)
Allzu viel gelesen habe ich leider nicht, vielleicht schaffe ich es noch, mein aktuelles Buch zu beenden. Sehr positiv war aber schon mal, dass ich dieses Mal fast gar nicht das Bedürfnis hatte, neue Bücher heranzuschaffen. das ermutigt mich, im neuen Jahr wieder öfters zu fasten, denn für den SUB ist es immer wieder eine gute Sache.

Samstag, 26. November 2011

[0.3/52] Kürbissuppe mit Mais und Ahornsirup

Gestern gab es eine Premiere in meiner Küche: Kürbissuppe. Nachdem ich mich letzten Herbst das erste Mal überhaupt an Kürbis herangetraut hatte, habe ich vor kurzem festgestellt, dass ich nur noch nie Suppe daraus gemacht habe. Ehrlich gesagt bin ich nicht der große Kürbisfan, ich mag ihn zwar recht gern, aber es ist ein Gemüse, von dem ich schnell genug habe. Dennoch wollte ich es wagen und Suppe daraus kochen. Das Rezept habe ich wieder einmal bei Gourmande gefunden. Allerdings hatte ich nur noch "Kürbis, Mais und Ahornsirup" im Kopf und habe somit weder Karotten noch Knoblauch oder Zwiebeln drin. Ich habe den Hokkaido-Kürbis mit Gemüsebrühe gekocht (Mengenangaben kann ich leider nicht machen, weil ich immer auf gut Dünken koche), ein wenig mit Dinkelcreme verfeinert, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und dann mit Mais und zwei Löffeln Ahornsirup pro Portion garniert/verfeinert. Am tollsten fand ich die Kombination Kürbis/Mais. Vom Ahornsirup habe ich leider nicht allzu viel bemerkt - vielleicht doch eher drei Esslöffel?
Die Suppe war ganz lecker, aber irgendwie hat mir da das gewisse Etwas gefehlt. Ich muss mich mal auf die Suche nach weiteren Rezepten für Kürbissuppe machen, vielleicht finde ich ja irgendwann mal das richtige für mich.

Sonntag, 20. November 2011

Diese Woche nichts für 52/52

Diese Woche habe ich mich zwar wieder etwas ausprobiert und nicht nur die berüchtigten Spaghetti mit Tomatensauce gegessen, aber irgendwie hat mir nichts so zugesagt, dass ich es hier vorstellen wollte. Von meinen Okonomiyaki, die ich gemacht habe, hatte ich leider vergessen, ein Bild zu machen - und sie sahen auch nicht so wirklich "ästhetisch" aus ... Damit ich mein "Pensum" dennoch erfülle, werde ich nächste Woche zwei Rezepte posten - Ehrenwort!

Freitag, 18. November 2011

Lesestoff: "Kitchen"

Obwohl in der Seitenleiste immer noch der Pratchett als aktueller Lesestoff angegeben ist, habe ich zwischendrin zu einem anderen Buch gegriffen, zu dem mich mit einem Mal die Lust überkam: "Kitchen" von Banana Yoshimoto. Ich dachte immer, "Kitchen" sei ein Roman, aber genau genommen sind es zwei Geschichten, die zusammenhängen und zusätzlich im Buch veröffentlicht ist noch eine dritte Geschichte, "Moonlight Shadow", ihre Abschlussarbeit an der Universität, für die Yoshimoto auch einen Preis erhielt. Gerade bin ich bei der zweiten Geschichte, "Vollmond (Kitchen 2)". Ich hatte vielleicht ein wenig mehr Kurioses erwartet, bin aber ansonsten ganz zufrieden. Man muss solche Geschichten mögen, aber dann lohnt es sich wirklich, "Kitchen" mal zu lesen.

Samstag, 12. November 2011

Lesemonat adé

Gerade habe ich auf einem Blog, den ich sehr gerne lese, gesehen, dass die Bloggerin ab sofort keine Lesestatistiken mehr führen möchte. Und wie das bei mir so ist, habe ich auch darüber nachgedacht, was mir meine eigenen Lesestatistiken, meine "Lesemonate" bringen und wenn ich ehrlich sein soll: Herzlich wenig. Momentan schreibe ich relativ wenig zu Büchern etwas und das sollte wieder etwas mehr werden statt jeden Monat eine Statistik hinzuknallen. Meine gelesenen und gehörten Bücher halte ich sowieso in einem Notizbuch fest, das geht also nicht verloren. Wie viele Neuzugänge ich im Monat habe sehe ich anhand meines Bücherverwaltungsprogramm und selbst wenn ich keinen so genauen Überblick darüber haben sollte - ja und? Mit dem Abschaffen des SUBs habe ich mir schon einiges an Druck genommen, wieso nicht auch dieses Gefühl, dass ich schon wieder zu viele Bücher herangeschafft habe? In meinen literarischen Vorsätzen hatte ich "Höchstens zehn neue Bücher pro Monat" - das kann ich ja auch weiterhin beibehalten so als grobe Richtlinie, um mich etwas zu bremsen, aber da ich eh nicht Berge von Büchern heranschaffe, muss ich das doch auch nicht so eng sehen? Diese ganze Statistik-Manie schränkt mich nur immer mehr ein, deswegen will ich auch mal versuchen, keine Monatsstatistik mehr zu führen. Lieber berichte ich euch wieder häufiger von meinem Lesestoff und verlinke Rezensionen auf Legimus.
In diesem Sinne also: Lesemonat adé!

[0.2/52] Vegane Apfelbrötchen

Mein Beitrag zur 52/52-Aktion ist diesmal etwas langweiliger, weil es "nur" ein Rezept ist, das ich noch nie gekocht bzw. in diesem Falle gebacken habe. Bei chefkoch.de gefunden, hab ich das Rezept wie immer etwas abgewandelt. Geschmeckt haben die Brötchen super, wenn sie auch nicht so "fluffig" geworden sind wie die auf den Bildern von chefkoch.de - das lag wohl am Dinkelvollkornmehl, das die Brötchen dafür umso vollmundiger gemacht hat; ich liebe dieses Mehl einfach, besonders zu Äpfel passt es sehr gut!

Für sechs Brötchen habe ich genommen:
3 kleine Elstaräpfel
70 g Margarine
50 g Zucker
1 TL Sojamehl + 2 EL Wasser (als Eiersatz)
100 ml Sojamilch
200 g Dinkelvollkornmehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 TL Zimt + 20 g Zucker

Die Äpfel schälen, vierteln und in Stückchen schneiden (im Rezept sind es Spalten, aber Stückchen sind kompakter).
Die Margarine schmelzen und abkühlen lassen. Das angerührte Sojamehl mit dem Zucker cremig schlagen. Das Mehl, Backpulver, Sojamilch und die Margarine dazugeben und gut verühren. Die Äpfel unterheben und die Masse in sechs Häufchen (oder acht, wenn die Brötchen nicht so groß werden sollen) auf ein mit Backpapier (in meinem Fall aus Silikon) ausgelegtes Backblech geben. Mit Zimt/Zucker bestreuen und goldbraun backen. Bei mir waren sie ca. 30 Minuten drin, aber ich hab auch einen Weichei-Ofen, der ewig braucht. Ihr kennt euren Ofen ja am besten, da muss man je nachdem bisschen anpassen.

Leider hatte ich den Fehler gemacht, die Zimt/Zucker-Mischung nach dem Backen auf die Brötchen zu geben, so dass sie natürlich nicht mehr wirklich gehalten hat. Lecker waren die Brötchen trotzdem - vor allem, als sie noch warm waren :) Am nächsten Tag kamen sie mit in die Butterbrotsdose und haben auch kalt super geschmeckt.

Freitag, 11. November 2011

Stirb, Weihnachten, stirb!

Ich bin der Grinch. Am liebsten würde ich Weihnachten stehlen. Doch von Anfang an: Ich mag Weihnachten und ganz besonders den Advent. Die Stimmung im Winter, wenn in der ganzen Wohnung Kerzen brennen, es nach Tannen duftet. Meinen Teeadventskalender, Weihnachtsmärkte, heiße Maronen, Weihnachtskarten verschicken und gemütliches Weihnachtsessen mit der Familie (damals noch mit Braten für mich).
Die Realität sah in den letzten zwei Jahren eher so aus: Rumgehetze in den Geschäften, fieberhaftes Überlegen, was man wem schenkt, Schneematsch auf den Straßen, Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt - und nach einer gefühlten Woche war dann plötzlich Weihnachten. All das will ich nicht mehr ... Gut, den Schneematsch wird man nicht wegzaubern können, genauso wenig das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt, aber die Stimmung - die kann man doch verändern! Es nervt mich ("ankotzen" sollte man ja vielleicht nicht auf einem einigermaßen seriösen Blog schreiben ...), dass es sich bei Weihnachten nur noch um die Geschenke dreht. 
Weihnachten setzen die meisten Leute heutzutage nur noch mit Geschenken gleich und das schlimmste daran ist für mich, dass sie diese Geschenke eigentlich gar nicht verdient haben, weil es doch "nur" ein Feiertag wie jeder andere ist und nichts mit den Menschen zu tun hat (außer man hat ausgerechnet an Weihnachten Geburtstag). 
Eigentlich beschenke ich Leute, die ich gern hab, sehr gern, aber dann doch bitte an deren Geburtstag, wenn sie selbst gefeiert werden und nicht der Geburtstag eines anderen ... Für mich hat Weihnachten sowieso kaum eine religiöse Bedeutung, auch wenn ich um seinen Ursprung weiß (was auf die meisten Kinder heutzutage wohl kaum mehr zutreffen dürfte). Es ist für mich einfach eine Zeit der Besinnlichkeit, während der man etwas zur Ruhe kommen kann und sich eben nicht verrückt machen sollte wegen irgendwelchen Geschenken! Großen Stress direkt vor Weihnachten habe ich kaum, weil ich zur Fraktion der Frühkäufer gehöre, die durchaus auch schon Geschenke im August kaufen. Doch allein schon das Nachdenken darüber nervt mich, der seelische Stress, den man sich macht und dieses ständige: "Oh Gott, ich hab für meinen Vetter fünften Grades noch kein Geschenk!" - das ist doch lächerlich. Man sollte das auch bleiben lassen dürfen. Wenn einem nichts einfällt, hat das wahrscheinlich seinen Grund und bevor man einen unnötigen Mist kauft, der entweder umgetauscht wird oder in der Mülltonne landet, schenkt man lieber nichts.
Inzwischen gibt es eh nur noch eine Handvoll Leute, denen ich etwas schenke: meine Eltern, mein Herzallerliebster, zwei Freundinnen und den Schwiegereltern. Da mein Schwager in spe an Weihnachten Geburtstag hat (der Arme), fällt das bei ihm zusammen. Die Schwiegereltern und die beiden Freundinnen bekommen nur was kleines, was man so nett "kleine Aufmerksamkeit" nennt und das dieses Jahr etwas selbstgemachtes sein wird. Mit dem Herzallerliebsten versuche ich, kleine Weihnachten zu etablieren und hoffe insgeheim darauf, die Schenkerei irgendwann ganz zu streichen. Lieber koche ich uns lecker etwas oder wir gehen essen. Für meine Eltern fällt mir schon seit Jahren nichts gescheites mehr ein ... Aber da juckt ja das schlechte Gewissen, weil ich ja immer noch "das Kind" bin, krieg ich ja Geschenke, die, weil ich Alleinerbin bin, sogar recht üppig ausfallen (und angesichts meines fortgeschrittenen Alters nach meinem Geschmack ruhig etwas weniger üppig ausfallen könnten). Da will man sich ja auch revanchieren (obwohl das Muttertier schon seit Jahren sagt, das müsse man nicht), was ich ja auch gerne mache. Dennoch will ich es immer mehr reduzieren, soweit es eben geht. Denn wie das eben so ist: Wenn man etwas geschenkt bekommt, will man auch etwas schenken (übrigens auch ein Paradoxon, das es nur an Weihnachten gibt, denn an seinem Geburtstag schenkt niemand auch noch den Gästen was).

Samstag, 5. November 2011

[0.1/52] Rotkohlsalat mit Birne, Orange und Feta

In die erste Woche meiner "52 Wochen - 52 Rezepte"-Aktion schicke ich einen Salat: Rotkohlsalat mit Birne, Orange und Feta (à la gourmandises végétariennes). Mit Rotkohl habe ich noch nie gekocht, auch wenn ich - selbst jetzt wo ich kein Fleisch mehr esse - Rotkraut mit dick Sauce furchtbar gerne esse und mich da auch immer drauf stürze, wenn ich bei meiner Schwiegermutter oder Schwiegeromi esse. Kohl im allgemeinen hat mich immer abgeschreckt, weil so ein Kohl doch schon nicht wenig ist und für einen Ein-Personen-Haushalt einfach viel zu viel ist. Auch für den Salat habe ich nicht den ganzen Kohl (der einer der kleinsten war) gebraucht, das wäre einfach viel zu viel geworden. Vielleicht mache ich noch mal eine Portion oder suche mir ein Rezept, um ihn warm zu machen.
Ich habe mich 1:1 an das Rezept von gourmande gehalten, habe den Rotkohl aber "nur" vier Stunden ziehen lassen. Er ist noch sehr aldente, mal sehen, wie der Salat wird, wenn er über Nacht noch weiter durchzieht. Schmecken tut er auf jeden Fall sehr gut und es wird auf jeden Fall in nächster Zeit öfters Kohl in allen Variantionen bei mir geben. Die Birne kann man ruhig weglassen, aber mit der Orange zusammen ist der Rotkohl noch mal doppelt so gut.

Dienstag, 1. November 2011

52 Wochen - 52 Rezepte: Vorrunde

Eigentlich wollte ich mir dieses Projekt als einen Vorsatz für das kommende Jahr aufheben, aber da ich die Idee so toll finde, fange ich jetzt schon damit an bzw. probiere mich für die letzten zwei Monate dieses Jahres daran, um zu sehen, wie ich damit zurecht komme:
Ich möchte jede Woche ein neues Rezept ausprobieren (deswegen 52, für jede Woche des Jahres ein Rezept). Ein bisschen inspiriert von "Julie & Julia", aber ein wenig heruntergebrochen, denn 365 Rezepte wären mir entschieden zu viel des Guten ... Da lasse ich mir lieber etwas mehr Raum und mache mir keinen Stress.

Jeweils eine dieser beiden Bedingungen muss dabei erfüllt werden: 
  • das Rezept an sich habe ich noch nie gekocht
  • das Rezept enthält eine Zutat, die ich noch nie verwendet habe (das wäre der Idealfall!)
Diese Bedingung muss immer erfüllt werden:
  • es muss frisch gekocht werden
Die erste Bedingung ist natürlich schnell erfüllt, aber ich will mir diese Möglichkeit offen halten, es auch mal etwas lockerer anzugehen. Die Rezepte können sich dabei über "normale" Mahlzeiten bis hin zu Desserts und Kuchen oder Getränke erstrecken, völlig egal.
Läuft die Aktion in den nächsten zwei Monaten gut, starte ich ab Januar so richtig durch =)


---

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass (unabhängig von mir) zwei weitere Bloggerinnen ein solches Projekt gestartet haben:
http://britsknits.wordpress.com/
http://yggdrasil.over-blog.de/

Macht doch auch mit, dann kann man sich austauschen und gegenseitig motivieren! =)

Ein verlängertes Wochenende

Heute ist Feiertag und an Feiertagen lässt man es sich morgens in Sachen Frühstück so richtig gut gehen. Für mich hieß das heute: Zum Bäcker gehen und Brötchen holen. Normalerweise bin ich selten so früh wach und wenn ich es einmal bin, hab ich keine große Lust, mich aus dem Haus zu bequemen. Aber weil meine Mama heute nach Hause gefahren ist (nachdem sie mich übers Wochenende besucht hat), war ich eh schon halb unterwegs. 
Als ich heimkam, lag ein Zettel in meinem Laptop, der mich aufforderte, in meinen Strickkorb zu gucken - wo dann dieses tolle Exemplar drin lag:

 Ich liebe den Sketch von Loriot mit dem Ehepaar und deswegen hatte ich das Frühstücksbrettchen auf meiner Wunschliste. Mama ist eben doch die Beste ♥

Das Wochenende war recht ereignisreich: Wir sind nach Venlo und nach Bonn gefahren und waren beim Japaner essen. Nach Venlo werde ich auf jeden Fall irgendwann mal noch mal fahren, die Niederländer haben wirklich ein paar tolle Lebensmittel und günstig ist es dort auch noch. Wir waren allerdings auch nur in diesem Einkaufszentrum. Venlo wird wohl noch ein bisschen mehr zu bieten haben ;-) Vielleicht werde ich das ein oder andere hier auch noch vorstellen. "Alnatura" in Bonn war hingegen ein wenig enttäuschend. Vielleicht lag es an der Filiale, aber sooooo viel mehr als bei DM haben die von ihrer Eigenmarke nicht und Tofuwurst und andere Wurstersatzprodukte waren mir da gerade eh zu teuer. Vor allem, weil ich auf so etwas sowieso verzichten kann - aber dann doch meistens zu neugierig bin und es probieren will ... Mitgenommen habe ich aber trotzdem ein paar Sachen, u.a. Erdnuss- und Bärlauchtofu. Ich werde darüber berichten, wenn ich ihn verwende!
Und jetzt genieße ich erst mal den Feiertag, bevor morgen wieder der Ernst des Lebens losgeht ;-)

Sonntag, 30. Oktober 2011

Große Enttäuschung: Der neue Moers

Was hatte ich mich auf den neuen Moers gefreut. Bis auf die ersten vierzig/fünfzig Seiten vom "Blaubär" (den ich weggelegt hatte, weil ich ihn so schrecklich fand) hatte ich noch nichts von Moers gelesen, an die "Stadt der träumenden Bücher" habe ich mich lange nicht rangetraut, das ist schließlich so ein beliebtes Kultbuch - was ist, wenn ich es am Ende als Einzige doof finde? Und dann kam "Das Labyrinth der träumenden Bücher" mit der Post und bis ich überhaupt mal "reingekommen" bin in das Buch, vergingen mehrere Tage. Irgendwann lief es dann etwas besser, aber es passierte und passierte einfach nichts! Letzten Endes passierte bis zu den letzten fünf Seiten nichts mehr, was großartig erwähnenswert ist. Ich habe nichts von der viel gerühmten Bücherlust gemerkt, die der "Stadt der träumenden Bücher" eigen sein soll. Dieses Buch ist nichts für Bücherwürmer, sondern für Leute, die gerne ihre Zeit vergeuden ...
Ich bin schwer enttäuscht und frage mich, wieso es Moers nötig hat, sich einer solch dreisten Handlungsarmut hinzugeben. "Die Stadt der träumenden Bücher" werde ich trotzdem irgendwann mal lesen bzw. gerade deswegen. Ob ich allerdings den geplanten (und von Moers im Epilog erwähnten) dritten Band lesen werde, ist fraglich ...
Meine "Begeisterung" könnt ihr auch in meiner Rezension auf Legimus nachlesen.

Montag, 24. Oktober 2011

Bücherfasten: 1. Woche

Heute ist die erste Woche Bücherfasten vorbei und bisher bin ich stark geblieben ;-) Es werden noch ein, zwei Bücher eintrudeln, die ich vor Beginn des Bücherfastens bestellt habe, u.a. "Sieben Minuten nach Mitternacht", das ich nun schon oft bei anderen Bloggern gesehen habe und von dem alle recht angetan sind. Da kam ich nicht drumherum.
Am Donnerstag habe ich außerdem "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von der Post abgeholt, immer wieder ein angenehmer Weg, wenn man weiß, dass ein Buch auf einen wartet! Das Buch will ich auch als nächstes lesen, ich freue mich schon drauf. 
Eine Liste, was ich mir dann noch im Dezember bestellen will, habe ich übrigens auch schon erstellt, ein bisschen Vorfreude muss ja sein ...

Agus: Die Gräfin der Lüfte
Anglada: Die Violine von Auschwitz
Diekmann: Die Mauer
Gaarder: Die Frau mit dem roten Tuch
Lohmann: Acht Wochen verrückt
Némirovsky: Leidenschaft
Pratchett: Schweinsgalopp
Pratchett: Wachen! Wachen!

 

Selbstgemachte Schokocreme

Nussnougatcreme (Markennamen wollen wir hier nicht nennen ;-) ) fand ich schon immer lecker und ich kenne auch kaum jemanden, der sie nicht mag. Das "Original" muss es nicht unbedingt sein, die vom Discounter finde ich genauso gut. Im Gegensatz zu vielen Deutschen überfällt mich aber nur ab und an Heißhunger auf die Creme, jeden Tag würde ich die nicht essen können.

Bei chefkoch.de habe ich nun ein Rezept entdeckt, mit dem man weiße Schokocreme selbst machen kann. Weil ich kein Freund von weißer Schokolade bin, habe ich zur Vollmilchvariante gegriffen und noch ein paar gehackte Mandeln reingeworfen. Weil ich relativ wenig Milch genommen habe, ist die Creme sehr fest geworden, aber trotzdem soooooooo lecker! Wir haben sie sogar gestern schon zum Nachtisch so aus dem Glas gelöffelt. Heute morgen auf dem warmen Toast ist sie geschmolzen - ist eben nicht ganz so "stabil" wie das Industrieprodukt, weil die Emulgatoren undwasweißich fehlen. Angenehm ist auch, dass die Creme nicht so pappig-süß ist wie das Pendant. Anfangs war ich etwas irritiert, dass Vollmilch so herb schmeckt, aber dann kam mir das Wort "Zucker" in den Sinn und mir wurde klar, dass der ja fehlt (sieht man von dem in der Kuvertüre ab).
Demnächst probiere ich sicherlich mal andere Sorten aus: vegane Creme, mit Schuss und anderen Beigaben. Finanziell lohnt es sich nur bedingt, beim Discounter um die Ecke ist das Zeug billiger und man hat keine Arbeit (die übrigens wirklich nicht sehr groß ist!), aber es schmeckt auch nicht so genial. Ich habe übrigens auf das Wasserbad verzichtet und die Kuvertüre und die Butter auf niedrigster Stufe so im Topf geschmolzen.


Freitag, 14. Oktober 2011

Wie schön das Leben ist ...!

... so ohne Hausarbeitenschreiben ;-) Heute Mittag habe ich sie abgegeben und kurz davor gleich mal noch einen Fehler in der Kapitelnummerierung festgestellt - sehr ärgerlich, war aber nicht mehr zu ändern. Schicksal, nimm deinen Lauf ...
Das Wochenende ist nach dem langen Rumgehocke vor dem Rechner, dem Um-Worte-Ringen und Fußnoten-Setzen eine echte Wohltat. Morgen ist in Düsseldorf Japantag, das heißt: Den ganzen Tag unterwegs sein, beim Japaner einkaufen, schlemmen (Onigiri und Takoyaki, ich komme!) und die Seele baumeln lassen. Vielleicht treffen wir uns auch noch mit einer japanverrückten Freundin. Am Sonntag geht es dann nach Frankfurt zur Buchmesse, wieder Freunde treffen (diesmal andere) und gucken, gucken, gucken und Gratiszeug mitnehmen bis die Gratistasche wieder kracht. Vielleicht gibt es danach Bilder hier, mal sehen.

Jetzt genieße ich erst mal meine Freiheit und beseitige das Chaos, das vier Tage Hausarbeitschreiben in der Wohnung hinterlässt.