Sonntag, 15. Juli 2012

Wochenrückblick KW 28

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Einen lustigen deutschen Film: "Sommer in Orange".
[GEHÖRT] Harry, immer wieder Harry.
[GELESEN] "On se left you see se Siegessäule".
[GEGESSEN] Pfannkuchen <3
[GETRUNKEN] Heiße Schokolade nach Feierabend am Samstag.
[GEDACHT] Wieso nur hab ich so viel Kram?!
[GEFREUT] Auf das nächste Wochenende, wenn meine beste Freundin zu Besuch kommt.
[GEÄRGERT] über ungeduldige Kunden.
[GELERNT] dass sich auch in einer kleinen Wohnung so einiges ansammeln kann.
[GEWÜNSCHT] Weniger Zeug.
[GEPLANT] Arzttermine.
[GEKAUFT] Einen Chai Tea Latte Frappuccino bei Starbucks. Yummy!
[GEKLICKT] Amazon Trade-In.

Samstag, 14. Juli 2012

Filmprojekt 02: Mona Lisas Lächeln

(c) Frau von Saltkrokan

Ich mag Julia Roberts nicht. Ich finde, sie ist als Schauspielerin maßlos überschätzt und ihre Rollen sind selten das, was ich mir gerne ansehe. Sieht man von "Mona Lisas Lächeln" ab ... Ich liebe liebe liebe diesen Film, er erzählt von einer Zeit, von der ich jedes Mal denke, dass ich froh bin, nicht in sie hinein geboren zu sein. Die spießigen 50er. Julia Roberts spielt die Hochschullehrerin Katherine Watson, die aus Kalifornien ans Wellesley-College nach New England kommt. Dort geht es sehr konservativ zu, sie empfindet das College als Wartestation für zukünftige Ehefrauen und Mütter. Bald gilt sie dort als Feindbild, als jemand, der die Studentinnen aufwiegelt. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht, ihren Studentinnen ein Leben jenseits von Kochtopf und Babyfläschchen vorzuleben.
Neben Julia Roberts spielen zwei meiner Lieblingsschauspielerinnen, Kirsten Dunst und Julia Stiles, und Maggie Gyllenhaal ist auch sehr wundervoll. "Mona Lisas Lächeln" ist ein Film, den ich eher seltener sehe, auf den ich aber regelmäßig Lust bekomme, so dass ich denke, dass ich ihn behalten werde.

Freitag, 13. Juli 2012

Aprikosenrahmkuchen

(c) Frau von Saltkrokan


Als mich letzten Sonntag eine liebe Freundin besucht hat, hieß es natürlich Kuchen backen! Da ich noch eine Dose Aprikosen auf Halde hatte, suchte ich im Goldenen Backen! nach einem Rezept und wurde fündig. Falls ihr mal ein bisschen Geld übrig habt und gerne backt, holt euch dieses Backbuch, ich kann es wirklich nur empfehlen!
Meine Wahl fiel auf den Aprikosenrahmkuchen (Seite 202), der dann auch wirklich sehr lecker war. Nur leider habe ich den Rahmguss nicht so locker hinbekommen wie ich es gerne gehabt hätte (Oder geht das vielleicht gar nicht so locker?)

Für eine große Springform braucht ihr:
1 Dose Aprikosen (480g)
2 Eier
125 g Zucker (ich habe "nur" 100 g genommen)
100 ml Öl
150 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
-
2 Eier
3 Päckchen Vanillinzucker
300 g Schmand
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

Die Aprikosen in einem Sieb abtropfen lassen, vom Saft 100 ml auffangen.
Die ersten beiden Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, das Öl und den Aprikosensaft dazugeben. Das Mehl und das Backpulver dazugeben und verrühren. Den Teig in die gefettete Form füllen und bei ca. 200 Grad eine knappe Viertelstunde goldbraun backen.
Für den Rahmguss zwei Eier mit dem Vanillinzucker schaumig schlagen, den Schmand und das Vanillepuddingpulver unterrühren.
Die Aprikosenhälften mit der Wölbung nach unten auf dem Boden verteilen und den Rahmguss darübergeben. Im Ofen eine knappe halbe Stunde fertig backen.

Im Rezept stand noch, dass man den Kuchen mit Puderzucker bestäuben kann/soll, das habe ich mir gespart.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Filmprojekt 01: Die wilden Hühner

(c) Frau von Saltkrokan

Teil 1 meines Filmprojekts widmet sich direkt dreien meiner Lieblingsfilme: "Die wilden Hühner", "Die wilden Hühner und die Liebe" und "Die wilden Hühner und das Leben". Und ich stehe dazu. So. Ich bin seit Anfang an ein wildes Huhn, ich habe die Bücher verschlungen und als Erwachsene noch mal gelesen - und eben auch die Filme gesehen. Vor ein paar Tagen habe ich mir die ersten beiden Teile noch mal angesehen und wieder einmal gedacht: Wieso habe ich den dritten Teil eigentlich nicht? Ich finde den zwar nicht so gut wie die beiden ersten, aber dennoch denke ich oftmals, dass ich ihn jetzt gerne auch noch schauen würde. Und prompt habe ich ihn beim Onlineversand meines Vertrauens bestellt.
Meine Lieblingshühner sind übrigens Frieda und Trude. Am wenigsten mag ich Wilma und Melanie (weil erstere so kindisch ist und immer den Bandentagen hinterhertrauert und letztere, weil sie meist nicht mehr als die hübsche Zicke ist). Sprotte mag ich mal, mal mag ich sie nicht so. Aber auf jeden Fall werden meine Kinder später auch wilde Hühner, das ist fest beschlossen!
Ihr könnt euch also denken, dass diese Filme nicht das Aussortier-Schicksal erleiden. Sie dürfen bleiben.

Übrigens wäre ich immer schwer dafür gewesen, dass "Die wilden Hühner und das Glück der Erde" auch verfilmt und nicht nur kurz erwähnt wird. Die wilden Hühner auf dem Reiterhof - mein liebstes Buch der ganzen Reihe!

Sonntag, 8. Juli 2012

Wochenrückblick KW 27

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Viel zu oft die Unibibliothek von innen.
[GEHÖRT] Die Stimmen von lieben Menschen - leider nur - am Telefon.
[GELESEN] "Rollende Steine" von Terry Pratchett.
[GEGESSEN] Johannisbeeren! Yummy!
[GETRUNKEN] Selbstgemachte Zitronenlimonade.
[GEDACHT] dass es jetzt bitte sofort Ende Juli sein soll.
[GEFREUT] Endlich bin ich die vermaledeite Seminararbeit los!
[GEÄRGERT] über Albträume Samstagnacht.
[GELERNT] wie man Gyokuro aufbrüht.
[GEWÜNSCHT] Sportlichere Beine.
[GEPLANT] Was ich alles während des Heimaturlaubs machen will.
[GEKAUFT] Einen Kalender für 2013 - für weniger als die Hälfte des Originalpreises!
[GEKLICKT] Diese wundervolle Seite: Bookfessions.

Samstag, 7. Juli 2012

Music was my first love?

Noch nie habe ich in meinem Blog über Musik geschrieben (oder?). Dabei war sie früher einmal sehr wichtig für mich und ist es irgendwie auch heute noch, obwohl nicht mehr so wichtig wie zum Beispiel Literatur.
Als Teenager war ich verrückt nach Musik. Ich habe alle möglichen Phasen durchlaufen, in denen ich alles, aber auch wirklich alles von einer bestimmten Band gehört habe, das ich in die Finger bekommen habe. Als ich noch keinen CD-Player hatte (zum mitnehmen), geschweige denn einen MP3-Player (jaaaa, Kinder, so alt ist die Oma schon!), habe ich Tage damit verbracht, CDs auf Kassetten zu überspielen. Ich hatte eine Beatles-Phase, genauso wie eine Rolling-Stones-Phase (und bin bei den Stones geblieben), habe Platten meiner Eltern gehört, hatte MTV praktisch rund um die Uhr an, jedes Jahr die "Night with Nirvana" geschaut. Mit meinem Vater habe ich Stunden in der CD-Abteilung eines bekannten Elektronikladens verbracht. Ich wurde in der Abizeit von meinem damals besten Kumpel regelmäßig mit zig Gigabytes an neuem Stoff versorgt ("Die musst du unbedingt hören! Und die auch noch! Und die erst!"), meist mit abgedrehtem Zeug, das niemand kannte und das keiner von unseren Klassenkameraden gehört hätte. Schon als Kind habe ich im Familienauto gesessen und laut "Die Zehn Gebote" von den Toten Hosen mitgesungen (und bis heute kann ich die biblischen Zehn Gebote dank dieses Liedes aufzählen). Genetisch vorbelastet durch meinen Vater, der früher im Jugendheim Platten aufgelegt hat und später in mein Zimmer rief: "Klingt gut, was du da hörst!" - musikalische Rebellion war also nahezu unmöglich ... Nur bei den Nine Inch Nails und Marilyn Manson und so "abgedrehten" Sachen wie Sigur Rós hat er nicht mitgemacht. Aber bis heute ist er mir der liebste Begleiter für Konzerte. Runterkommen kann ich am besten mit Metal oder anderer Musik, die "wütend" klingt - sogenannte "Entspannungsmusik" macht mich ganz kribbelig. Wenn ich ein neues Album gekauft hatte, hörte ich es tagelang hoch und runter, bis es mir auf die Nerven ging. Erst die Lieder, an denen ich hängen blieb, immer wieder, dann das ganze Album.

Und heute?
Heute höre ich am liebsten "meine" Bands, die immer funktionieren, die ich immer hören kann. Die Toten Hosen, die Stones, Kent (eine wunder-wunder-volle Band aus Schweden!), Queen. Fernab dessen gibt es Bands und Künstler, die ich nicht immer hören kann, die aber dennoch einen festen Platz in der Riege meiner Lieblingsbands haben: Marilyn Manson, Nirvana, Nine Inch Nails, Gossip, Johnny Cash (ja!), Subway to Sally, Genesis, Pink Floyd, Depeche Mode, Placebo.
Ihr merkt, wo ich so unterwegs bin: Rock, mit viel Gitarren. Manchmal auch gerne etwas härter. Dieses ganze HipHop-/Blackbeat-Zeug käme mir nie auf die Festplatte, ebenso Elektro. Was Musik angeht bin ich sehr sehr intolerant. Obwohl ich, wenn ich in Stimmung bin, auch gerne mal Edith Piaf höre (die meine Mutter ebenso liebt), Adele oder Loreena McKennitt. Und auch Herbert Grönemeyer. 
Es muss aber "echte" Musik sein, handgemacht, mit guten Texten. Nichts Plattes, das zum tausendsten Mal die gleichen Worte benutzt, zum tausendsten Mal die Liebe und den Herzschmerz besingt und bei dem ich das Gefühl habe, dass der/diejenige, der/die es singt, es von einem Songwriter vorgesetzt bekam. "Partymusik" à la "Ballermann Hits" würde wahrscheinlich in meiner Version der Hölle gespielt werden ...

Manchmal frage ich mich, wieso das alles nachgelassen hat, wieso ich nur noch so wenig Musik höre, mich nur noch selten auf unbekanntes Terrain einlasse. Manchmal fehlt es mir auch so ein bisschen ...
Vielleicht schreibe ich ab jetzt auch mal ab und an über Musik. Denn bevor ich lesen lernte, bevor ich Zugang zur Literatur fand, war die Musik schon da und sie wird immer wichtig sein. Pathos Ende.

Dienstag, 3. Juli 2012

Die Immer-schon-Mal-Liste

(c) Frau von Saltkrokan

Gerade lesen irgendwie mal wieder mehrere Blogger/innen das gleiche Buch: "Sachen machen" von Isabel Bogdan. Erst dachte ich, es sei ein ähnliches Buch wie "Hab ich selbst gemacht" von Susanne Klingner, aber es geht wohl eher in die Teilnehmen-Ecke, also solche Sachen wie Yoga, Boot fahren etc. Die Auswahl fand ich anhand des Inhaltsverzeichnisses einigermaßen unspektakulär. Dennoch fiel mir wieder etwas ein: Eine liebe Freundin von mir (meine liebste Wienerin) hat mal mit einer Freundin eine "Before 30"-Liste erstellt, mit allen möglichen Sachen, die sie machen wollen, bevor sie dreißig werden. Das Zweite, was mir in den Sinn kam, war Mirkas "101 Dinge in 1001 Tagen"-Liste (von der ich auch ein paar Punkte übernommen habe).
Und dann dachte ich: Das wollte ich auch schon immer mal, aber ich war immer zu feige. Das wäre dann so etwas, das mich eines Tages daran erinnert, was ich alles nicht gemacht habe (Ihr erinnert euch, das halb leere Glas?). Da aber einige Veränderungen hinter mir und einige vor mir liegen, will ich es wagen und mir jetzt auch so eine Liste machen. Die einzelnen Punkte müssen nicht realistisch sein und ich muss auch nicht alles stumpf abarbeiten. Diese Liste soll mich auch an meine Herzenswünsche erinnern. An jene Sachen, die mir mal durch den Kopf gegangen sind, die mich nicht mehr los lassen. 
Diese Liste werde ich auch ins Menü stellen und ständig überarbeiten und erweitern.

01. Einmal im Leben nach Neuseeland, Japan, Schweden und Island.
02. Wieder mit dem Reiten anfangen.
03. Eine Bibliothek besitzen.
04. Eine Rundreise mit dem Auto oder Motorrad machen.
05. Auf dem Flohmarkt Sachen verkaufen.
06. Silvester in Paris feiern.
07. Einen Pullover stricken.
08. Aus der Kirche austreten.
09. Einen eigenen Garten haben.
10. Oder Gemüse auf dem Balkon anpflanzen.
11. Hühner halten.
12. Einen Tag lang im Café sitzen.
13. Pilates und Yoga ausprobieren.
14. Endlich ein Tattoo stechen lassen.
15. Eine krasse Typveränderung.
16. Abnehmen.
17. In Berlin leben.
18. Die Bibel lesen.
19. Selbst Marmelade kochen.
20. Einen eBook-Reader anschaffen.
21. Für längere Zeit vegan leben.
22. Ferien am Meer machen.
23. Zum Pferderennen gehen und wetten.
24. In die Oper und/oder ins Ballett gehen.
25. Einen ganzen Tag im Museum verbringen.
26. Tauchen.
27. In einen Tabledance-Club gehen.
28. Selbst vegane Würstchen machen.
29. Alle Romane von John Irving lesen (3/13).
30. Per Interrail reisen.
31. Eine Katze haben.
32. Und/oder einen Hund.
33. Türkisch/Polnisch/Niederländisch/Japanisch/Isländisch lernen.
34. An einem Auto oder Motorrad schrauben.
35. Eine Schiffsreise unternehmen.

...


Samstag, 30. Juni 2012

Twitter. Und Ende.

Nach meinem kurzen Ausflug in die Twitter-Welt, der gerade mal vier Wochen gedauert hat, habe ich eben meinen Account wieder deaktiviert. In einer Kurzschlussreaktion, zugegeben, aber seit Tagen habe ich mich gefragt: Kann man seine Zeit nicht sinnvoller verbringen? Und: Hab ich denn überhaupt etwas interessantes zu erzählen? Letzten Endes bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich lieber mehr meinen Blog pflegen und bei Facebook meinen Freunden etwas mitteilen möchte als in die Welt hinaus zu schreiben. Oder mal wieder mehr lesen, so auf Papier, ganz altmodisch.
Twitter ist zwar praktisch, wenn es um Nachrichten geht, aber ganz ehrlich: Meistens habe ich nur herumgescrollt statt wirklich zu lesen und bald wurde mir Twitter zu schnelllebig. Heute auf dem Nachhauseweg habe ich es wieder gemerkt - ich war den ganzen Tag arbeiten und habe mehr verpasst als alles andere. Bei meinem Job kann ich nicht die ganze Zeit aufs Smartphone schauen, wenn viel los ist. So bescheuert es sich auch anhört, etwas zu verpassen verursacht Stress und immerhin bin ich schon bei genug Kram angemeldet, den ich verfolge. Ich lese Blogs, online Nachrichten, bin bei Facebook, mit dem Smartphone bei Instagram. Man muss es ja nicht übertreiben, aber das Ganze mal auszuprobieren, war keine schlechte Idee - heutzutage sind das ja Berufsqualifikationen, wenn man mit Social Media umgehen kann. Ob man das nun gutheißt oder nicht ...

Donnerstag, 28. Juni 2012

Filmprojekt

Für die nächsten Wochen habe ich mir ein Projekt ausgedacht: Ich möchte alle meine DVDs anschauen. Das klingt vielleicht nicht so außergewöhnlich oder originell, aber wie das oft so ist: Die DVDs liegen meist nur (so wie bei mir) in Kästen herum, nur bestimmte (die in den Regalen) schaue ich immer wieder. Ansonsten leihe ich neue aus oder kaufe sie und vergesse die alten. Dabei habe ich viele tolle Filme! Manche habe ich mal spontan gekauft, aber die meisten sind sozusagen "Lieblingsfilme", je nachdem ältere oder neuere.
Ich hatte schon einmal mehrere aussortiert, aber dennoch sind noch viele übrig. Filme, die ich jetzt schaue und bei denen ich merke, dass ich sie nicht mehr so mag, will ich aussortieren - endgültig. Daran will ich euch auch teilhaben lassen und euch jeden Film vorstellen und euch erzählen, ob er bleiben darf oder gehen muss.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Vom Glück, keinen Fernseher zu haben

Ich habe keinen Fernseher. 
Die frühesten Erinnerungen ans Fernsehen kennen viele von euch sicherlich selbst: Sandmännchen, Sesamstraße, Die Sendung mit der Maus. Aber auch Wissenssendungen wie "Es war einmal ...". Meine Mutter hatte immer ein Auge darauf, was ich schaute, aber eine strenge Regelung, wie oft und wie lange ich gucken durfte, gab es, glaube ich, nicht (falls doch, verzeih mir, Mama, dass ich mal wieder Unwahrheiten verbreite).
Meinen ersten eigenen Fernseher bekam ich bereits in der dritten Klasse - viel zu früh, wie ich heute, als Erwachsene, finde. Als Teenager saß ich stunden- und tagelang vor dem Kasten. Samstags schaltete ich morgens den Fernseher ein und abends wieder ab, wenn ich daheim war. Damals liefen alle meine Lieblingsserien noch, zum Beispiel "Dawson's Creek" oder abends "Buffy". MTV war noch ein wirklicher Musiksender, den man als Quasi-Radio nebenbei laufen lassen konnte. Ich habe viele schöne Erinnerungen ans Fernsehschauen, aber seit ich eine eigene Wohnung habe, hatte ich den Fernseher immer seltener angeschaltet, manchmal wochenlang nicht. Er diente eigentlich hauptsächlich nur noch als "Bildschirm" für den DVD-Player. Dann habe ich angefangen, DVDs auf dem Notebook zu schauen und das normale Fernsehprogramm interessierte mich ja eh schon lange nicht mehr. Denn sind wir mal ehrlich: Meist dient der Fernseher sowieso nur zur Berieselung und berieseln lassen kann ich mich auch von meinen Lieblingsserien auf DVD oder von einem Hörbuch. Oder vom Radioprogramm. Manchmal gucke ich in der ZDF Mediathek "Markus Lanz" oder ZDF History. Aber sonst? Ich bin sehr glücklich seit der Fernseher weg ist, ich habe einen weiteren Schritt in mein eigenes Leben gemacht. Das hört sich vielleicht etwas pathetisch an, aber weshalb soll ich einen Fernseher haben, nur weil man eben einen hat? Jetzt habe ich mehr Platz in dieser Ecke, in der sonst dieser Riesenklotz stand (ich hatte noch einen Röhrengerät). Nun steht dort mein Strickkorb. Und es sind weniger Kabel da. Ich mag mein fernseherloses Leben.


Wie ist das bei euch und dem Fernsehen? Schaut ihr oft? Oder habt ihr - wie ich - überhaupt keinen Fernseher?

Montag, 25. Juni 2012

Wochenrückblick KW 25

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Buchseiten über Buchseiten. Blockseminar nun mal.
[GEHÖRT] "Gimme Shelter" von den Stones.
[GELESEN] Theorietexte und zwei Bücher fürs Blockseminar.
[GEGESSEN]  Den weltbesten Nudelsalat.
[GETRUNKEN] Jasmintee.
[GEDACHT] dass ich mal soooo gerne eine Katze hätte ...
[GEFREUT] über eine fernseherlose Wohnung. Viel mehr Platz!
[GEÄRGERT] dass Amazon jetzt mit Hermes verschickt. Blöd.
[GELERNT] Allerlei über Anthropophagie.
[GEWÜNSCHT] Ein bisschen besseres Wetter ...
[GEPLANT] Was alles so ansteht in der Uni.
[GEKAUFT] Das erste Glätteisen meines Lebens.
[GEKLICKT] Google, auf der Suche nach guten Sprüchen.

Montag, 18. Juni 2012

Auf der Suche nach dem perfekten Kalender

(c) Frau von Saltkrokan

Ich bin ein sehr organisierter Mensch. Ich korrigiere, ich war ein sehr organisierter Mensch. Dann begann ich zu studieren und ich wurde etwas schusselig. Prokrastination (umgangssprachlich auch Aufschieberitis) wurde mein zweiter Vorname. Da ich in den letzten Wochen einiges an Chaos erlebt habe, möchte ich nun wieder mehr Ordnung in mein Leben bringen, denn - nennt mich von mir aus spießig - ich mag es ordentlich und organisiert. Bis ins kleinste Detail. Mit Überraschungen kann ich gar nicht gut.
Momentan ist mein Leben in meinem Smartphone strukturiert. Mit Kalender, To-do-Listen und virtuellen Post-its. Das finde ich schön und es macht Spaß, aber gleichzeitig habe ich Angst, dass das Smartphone mal abstürzt oder sonst eine technische Katastrophe passiert - und was mache ich dann?! Deswegen erinnerte ich mich daran, dass ich mir im letzten Sommer einen Kalender gekauft hatte, einen, den ich eigentlich abgöttisch liebe, weil er meinen Bedürfnissen so gut entspricht. Er umfasst 18 Monate, hat eine tolle Aufteilung und überhaupt. Ich kramte ihn also hervor, trug meine Termine der letzten und nächsten Wochen ein (die letzten Einträge fanden sich im Januar) und nahm mir fest vor, ihn ab sofort auch zu gebrauchen.
Wie gesagt, der Kalender ist nahezu perfekt, aber ein Manko hat er: Er ist eigentlich ein Schülerkalender. Nichts zu buntes, kindisches, nein, aber darin sind Bildchen und lustige Anekdoten und lauter anderes unnötiges Zeug, das typisch für solche Kalender ist. Seit Jahren schleiche ich daher um die berühmten Moleskine herum, die sind viel schlichter und "erwachsener", aber auch sauteuer. Hallo - fünfzehn Euro für einen A6-Kalender, dem noch dazu die deutschen Feiertage fehlen?! Zum Glück fand ich vor zwei, drei Jahren eine (etwas) günstigere Alternative von Leuchtturm - und schleiche seitdem um diese herum. Billig sind die immer noch nicht, aber ein guter Kalender ist für mich eine wichtige Investition, die ich gerne tätige. Ab diesem Jahr erscheinen sie sogar in einer deutschen Edition, sprich: Mit deutschen Ferienterminen, Feiertagen etc. 
Am tollsten finde ich die Variante mit Notizseiten, denn Termine habe ich an sich nicht so viele, aber Notizen machen, dafür brauche ich immer viel Platz.
Achso, wieso ich bisher nur um die Kalender herumschleiche und sie nicht kaufe? Weil ich ein verdammtes Gewohnheitstier bin, das sich schwer tut mit Veränderungen und deswegen habe ich seit Jahren den gleichen Kalender. Aber ich denke, jetzt, wo ich bald erwachsen werde (haha), muss ich endlich mal auch einen Erwachsenenkalender haben ...

Welche Kalender benutzt ihr so? Wieso mögt ihr sie? Habt ihr auch seit Jahren den gleichen? Habt ihr mehrere? Oder geht ihr vielleicht vollkommen ohne Kalender durchs Leben?

Sonntag, 17. Juni 2012

Wochenrückblick KW 24

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Das Chinafest (siehe Foto).
[GEHÖRT] Das hier.
[GELESEN] Die letzten Seiten von "Imperium", endlich.
[GEGESSEN]  Aprikosen - yummie!
[GETRUNKEN] Milky Oolong ... Der Himmel auf Erden!
[GEDACHT] Wann nur finde ich mal die Muse für fremdsprachige Bücher?
[GEFREUT] Ein Strickprojekt beendet.
[GEÄRGERT] über den verhunzten Sommer.
[GELERNT] Regen führt zu einer ausgestorbenen Altstadt.
[GEWÜNSCHT] dass der Tag ein paar Stunden mehr hat.
[GEPLANT] Zu Weihnachten stricke ich mir einen Gryffindor-Schal!
[GEKAUFT] Chai-Tee.
[GEKLICKT] Nichts besonderes.

Samstag, 9. Juni 2012

Wochenrückblick KW 23

(c) Frau von Saltkrokan

Diesmal nicht in der üblichen Form, sondern in kurzen Worten, und auch nicht am Sonntag, sondern schon am Samstag.
Meine Woche war zwar nicht ganz so stressig, aber dennoch furchtbar anstrengend, mehr erfahrt ihr zu gegebener Zeit, noch möchte ich nicht in die Welt hinausschreiben, was sich in meinem Privatleben so tut. An der Seminararbeit bin ich immer noch dran, so langsam brennt mir auch der Hintern. So gern ich auch immer studiert habe, es ist an der Zeit, etwas Neues anzufangen und zu arbeiten. Aber das wird noch ein wenig dauern. Der Job ist dafür nicht mehr ganz so anstrengend, die Schichten haben sich jetzt eingependelt und es tut mir gut, bisschen unter Leute zu kommen.
Über den Feiertag war meine Mama zu Besuch bei mir - und wieder kam mir der Gedanke, dass wir uns wirklich viel zu selten sehen.
Glaubt mir, so langsam freue ich mich wirklich auf Urlaub ...

Sonntag, 27. Mai 2012

Wochenrückblick KW 21

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Die ersten Folgen von "Lost". 
[GEHÖRT] Den ersten Teil von "Die Bibel nach Biff" - herrlich komisch!
[GELESEN] Die ersten Seiten von "Imperium".
[GEGESSEN] Viel zu viele Nudeln ...
[GETRUNKEN] Bubble Tea.
[GEDACHT] dass der Sommer mal wieder zu früh dran ist.
[GEFREUT] Endlich habe ich wieder einen Job!
[GEÄRGERT] Manche Leute bekommen einfach nicht den Mund auf ...
[GELERNT] Mhm ...
[GEWÜNSCHT] Meine Lieben öfters zu sehen.
[GEPLANT] Einen Freibadbesuch.
[GEKAUFT] Die aktuelle ZEIT Geschichte.
[GEKLICKT] Twitter. [Ja, ich jetzt auch.]

Sonntag, 20. Mai 2012

Wochenrückblick KW 20

(c) Frau von Saltkrokan
[GESEHEN] Die schlimme Gilmore-Girls-Staffel, die sechste.
[GEHÖRT] Das neue Album der Toten Hosen.
[GELESEN] Asterix- und Tim-und-Struppi-Comics. Keine Nerven für Bücher.
[GEGESSEN] "Verheiratete". Heimatessen.
[GETRUNKEN] Altbier mit Papa :-)
[GEDACHT] dass ich es mir manchmal selbst schwer mache.
[GEFREUT] Über Besuch von Papa zu Vatertag. So soll das!
[GEÄRGERT] Über meinen Pessimismus.
[GELERNT] Viel über mich selbst.
[GEWÜNSCHT] dass sich die Seminararbeit von alleine schreibt ...
[GEPLANT]  Zufriedener sein.
[GEKAUFT] Nichts besonderes.
[GEKLICKT] Verlagsprogramme.

Freitag, 11. Mai 2012

SUB-Leichen lesen: "Eric" von Terry Pratchett

Erinnert ihr euch noch an die SUB-Leichen-Challenge? Endlich habe ich es mal geschafft, mir eines der beiden Bücher zu schnappen, das ich im Rahmen der Challenge lesen wollte: "Eric" von Terry Pratchett. Und was soll ich sagen? Da ich momentan im Unistress bin, freue ich mich darauf, Pratchett streichelt nämlich die Seele. Und ich habe sogar die illustrierte Ausgabe! Eine Schande, dass es so lange ungelesen herumliegt. Vielleicht lese ich direkt im Anschluss noch "Rollende Steine", das dümpelt auch schon seit Ewigkeiten im Regal vor sich hin und kann durchaus als "SUB-Leiche" bezeichnet werden ...

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich auch in eine Blogpause, wegen besagtem Unistress. Ihr werdet vielleicht die Wochenrückblicke lesen können, ansonsten tauche ich für unbestimmte Zeit ab.

Montag, 7. Mai 2012

Mein liebster Teehändler

Tee ist für mich sehr wichtig, viel wichtiger als Kaffee, auf den ich gut verzichten kann (und den ich sowieso nur als Latte Macchiatto oder sonstiges trinke). Obwohl mein Budget es seltener zulässt, kaufe ich am liebsten im Teeladen meinen Tee. Manche Sorten kann man gut im Beutel trinken, besonders Biosorten sind da meine Favoriten, außerdem die vom ortsansässigen Teehersteller. Zum Kalttrinken (ich habe immer zwei Teekannen im Wechsel in Gebrauch) darf es ruhig auch mal billiger Tee sein.
Streng genommen bin ich eigentlich gar kein richtiger Teetrinker, weil ich am liebsten Früchte- und Kräutertees trinke. Ab und zu verirre ich mich zum Jasmintee, von schwarzem Tee bekomme ich Kopfschmerzen (seltsam, aber wahr). Rotbusch kommt nur im Winter in die Kanne und sowieso trinke ich den milderen Honeybush viel lieber.
Nun ist es gar nicht so leicht, einen Teehändler zu finden, der dem entspricht, was man so gerne hat. Bin ich sonst eine recht selbstständige Kundin, die wenig Hilfe braucht, nehme ich diese in Sachen Tee sehr gerne in Anspruch. Ich lasse mich hier auch gerne mal verführen und liebe es, Sorten empfohlen zu bekommen, auf die ich alleine nicht gekommen wäre. In meiner Wahlheimatstadt habe ich bisher nur den Teehändler mit dem großen G. und einen, der leider recht teuer ist, gefunden (wie gesagt, das Budget). Auch in meiner Heimatstadt gab es früher nur das große G. als einzige Möglichkeit, mal etwas Gescheites zu bekommen. Leider haben die in meinen Augen schwer nachgelassen was Service und Auswahl angeht. Immer nur das Gleiche und Zeit nimmt sich da auch nur noch selten jemand. Franchise ist eben nicht immer das Wahre ...
Glücklicherweise hat vor zwei Jahren (?) in meiner Heimatstadt ein großes Einkaufszentrum und mit ihm mein liebster Teehändler aufgemacht. Die Homepage ist leider wenig aussagekräftig, aber das Schönste ist ja sowieso, dort vor Ort einzukaufen. Der Händler hat eine tolle Auswahl, vor allem auch mal mit nicht so gängigen Teesorten. Inzwischen habe ich dort meine Lieblingssorten, aber jedes Mal gehe ich auch mit einer neuen Sorte raus. Toll ist auch, dass man sich irgendeine Probe mitnehmen darf, also nicht wie bei G. eine vorgepackte, wo man sich aus einer Handvoll Sorten etwas aussuchen kann (und selbst das nicht immer, je nachdem wer einen gerade bedient). Hier wird der Tee meiner Wahl frisch für mich in ein kleines Tütchen gepackt. Letztes Mal habe ich erfahren, dass der Besitzer Tees von neun verschiedenen Firmen kauft und sich - so seine Worte - "die Rosinen rauspickt". Für mich ist auch wunderbar, dass ich von Früchtetees auch nur mal 50g mitnehmen kann statt direkt 100, so wie bei der Konkurrenz G. Dort behauptet man nämlich, das sei nicht möglich, weil man ja schon fast 50g für eine Kanne bräuchte - vollkommener Quatsch und schlicht nur Profitgier in meinen Augen.
Meine Mutter weiß vom Besitzer, dass er aus eben diesen Gründen seinen G.-Laden, den er mal hatte, aufgegeben und seinen eigenen Laden aufgemacht hat. Weil er mit diesem Diktat von "oben" nicht einverstanden war. Sehr sympathisch und auch wenn ich noch gerne bei G. kaufe, kann ich verstehen, was er meint. Manchmal wirkt Tee G. nämlich ein bisschen unpersönlich - wobei es natürlich auf den einzelnen Laden ankommt.

Sonntag, 6. Mai 2012

Wochenrückblick KW 18

(c) Frau von Saltkrokan
[GESEHEN] Den Kölner Bahnhof am späten Abend.
[GEHÖRT] Das Rauschen von Regen - leider.
[GELESEN] "Die Stadtbienen" von Erika Mayr.
[GEGESSEN] leckere vegane Minzspaghettilinguine bei der Faserpiratin.
[GETRUNKEN] Viel Tee, sowohl kalt als auch warm.
[GEDACHT] dass das blöde Geld viel zu wichtig im Leben ist.
[GEFREUT] Die Faserpiratin besucht und den ganzen Tag gequatscht!
[GEÄRGERT] über ein Vorstellungsgespräch von zwei Minuten Länge.
[GELERNT] dass nicht überall ständig Züge fahren.
[GEWÜNSCHT] Noch einen zusätzlichen Monat für die Hausarbeit.
[GEPLANT] Endlich mit der Hausarbeit anfangen ...
[GEKAUFT] Kidneybohnen, um vegane Frikadellen zu machen.
[GEKLICKT] www.stadtbienenhonig.com

Samstag, 5. Mai 2012

Voll lang!

Heute saß ich im Bus, neben mir zwei Jungs, vielleicht zehn Jahre alt. Während ich meine Nase in mein Buch steckte, schnappte ich "Harry Potter" auf und wurde hellhörig.

Der eine Junge: "Du musst erst den dritten und vierten lesen, sonst bringt das nichts!"
Der andere Junge: "Das sind voll die dicken Bücher ..."
Der eine Junge: "Ja, aber meine Mutter hat die in fünf Tagen gelesen. Sie und ihr Freund haben da einen Wettbewerb daraus gemacht. Die gibt es ja schon voll lang."
Der andere Junge: "Ach, Quatsch."
Der eine Junge: "Doch, die Bücher gibt es schon ewig, voll lang."

In diesem Moment schwankte ich zwischen Wehmut und Erheiterung. Ich habe schon "Harry Potter" gelesen, als die beiden noch nicht einmal geboren waren ... Das ist schon voll lang her ... Und gleichzeitig finde ich es schön, dass auch weitere Generationen die Bücher lesen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Rucolafladen mit Tomate und Mozzarella


Wieder einmal habe ich zum Goldenen GU "Vegetarisch!" gegriffen und mich inspirieren lassen. Alle, die das Kochbuch besitzen, können Seite 167 aufschlagen und sich das Originalrezept anschauen, für alle anderen gibt es hier meine Variante:

Für einen Fladen (ca. halbes Backblech):
75 g Weizenmehl
100 g Vollkornweizenmehl
1/2 TL Trockenhefe
150 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Salz, 1 Prise Zucker

2 gute Hände Rucola
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
1 Kugel Mozzarella
Salz, Pfeffer
ein Schuss Olivenöl zum Anbraten

Mit Mehl, Hefe, Wasser, Salz und Zucker einen Hefeteig kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.
Den Rucola waschen und mit dem klein gewürfelten Knoblauch anbraten bis der Rucola zusammengefallen ist. Die Tomate und den Mozzarella in Scheiben schneiden.
Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zu einem Fladen ausrollen. Den gebratenen Salat auf dem Fladen verteilen, Tomate darauflegen, zum Schluss den Mozzarella. Im Ofen bei ca. 200°C backen bis der Mozzarella verlaufen und goldgelb geworden ist.


Da ich zwei Portionen gebacken habe (der Herzallerliebste bekam seine Portion in einer anderen Variante), kann die Angabe für das Mehl ein bisschen zu tief gegriffen sein, ne nachdem ob man den Fladen dünner/dicker oder größer/kleiner mag. Einfach mal ausprobieren! Vegan geht das Ganze auch, den Mozzarella kann man ja einfach weglassen und/oder auf vegane Alternativen zurückgreifen. Auch wer es nicht so käsig mag, kann nur eine halbe Kugel nehmen Mozzarella. Im Originalrezept waren noch Pinienkerne mit dabei, das stelle ich mir auch sehr lecker vor.
Das Rezept ist vor allem etwas für Leute, die Spinat mögen, denn von der Konsistenz schmeckt der Rucola so wie Spinat, nur sehr viel nussiger und aromatischer. Wie Rucola eben ;-)
Der Fladen ist für mich sofort zum Soul Food aufgestiegen, besonders der Knoblauch gab dem Ganzen den richtigen Pfiff.

Sonntag, 29. April 2012

Wochenrückblick KW 17


[GESEHEN] Die Sonne! Ja, sogar sehr oft!
[GEHÖRT] "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes".
[GELESEN] Auf einen Sitz: "Das geheime Buch der Frida Kahlo".
[GEGESSEN] Gaaanz viele Erdbeeren.
[GETRUNKEN] "Grüner Tee Zitrone" von Alnatura (Tetrapak!).
[GEDACHT] dass ich endlich mal in die Pötte kommen sollte.
[GEFREUT] Die Blumen blühen! Die Bäume sind grün!
[GEÄRGERT] über die deutsche Bürokratie.
[GELERNT] dass man auch mit veganem Essen nicht automatisch abnimmt.
[GEWÜNSCHT] mehr Motivation.
[GEPLANT] Fahrradtouren. Und einen Friseurbesuch.
[GEKAUFT] veganen Aufstrich.
[GEKLICKT] Verlagsseiten, auf der Lauer nach den Vorschauen.

Samstag, 28. April 2012

Soul Food: Makkaroni mit roten Linsen in Zitronen(soja)sahne


Pasta fernab der Standardsaucen wie Tomatensauce finde ich immer sehr spannend. Ich liebe Pasta, sie ist wahres Soul Food für mich. Dieses Rezept habe ich in der aktuellen "Lecker" entdeckt und ich wusste sofort, dass ich es mal ausprobieren muss. Natürlich habe ich es mal wieder ein bisschen verändert, so dass es sogar vegan war. Wird garantiert wieder gekocht!

Für eine Person braucht man Pi mal Daumen:
100 g Makkaroni
1 Schalotte
40 g Linsen
Olivenöl
75 ml Sojamilch
100 ml Sojasahne
1 unbehandelte Zitrone
2 EL TK-Kräutermischung
Salz, Pfeffer

Die Zitronenschale grob abreiben, die Zitrone auspressen. Die Schalotte schälen und klein hacken. Die Makkaroni in Salzwasser kochen, abgießen und zur Seite stellen.
Im selben Topf einen Schuss Olivenöl erhitzen, die Schalotte anschwitzen. Die Linsen dazugeben und kurz mitdünsten. Mit der Sojamilch und der Sojasahne ablöschen und ein paar Minuten lang köcheln lassen. Den Zitronenabrieb und -saft dazugeben, ebenso die Kräuter. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Im Originalrezept kommen "normale" Milch und Sahne rein, außerdem eine "normale" Zwiebel und statt der Tiefkühl-Kräuter Zitronenmelisse, die man meiner Meinung nach aber getrost weglassen kann. Man muss die Zitrone (die im Original mit einem Zestenschäler abgezogen wird) auch nicht abreiben, der Saft reicht schon aus, damit die Sauce zitronig wird.
Man kann auch nur Sojamilch nehmen, wenn man gerade keine Sahne da hat. Die Linsen nehmen sehr viel Flüssigkeit auf und die Sauce wird automatisch sämig.
 

Freitag, 27. April 2012

Ein Herz für Omnivoren

- oder: Ich hab dich trotz des Schnitzels lieb.

Diesen Beitrag hatte ich schon vor Monaten geplant, da er aber sehr lang und schwierig werden würde, hatte ich ihn immer wieder aufgeschoben. Als ich heute aber eine lange Diskussion auf der Alnatura-Facebook-Seite zu den neuen Mini Dinkel-Butterkeksen gelesen habe, war mir klar: Ich muss endlich zu diesem Thema etwas schreiben.
Ich lebe  jetzt seit über einem Jahr ohne Fleisch, als Vegetarierin bezeichne ich mich nicht und lehne diese Bezeichnung auch von anderen ab, weil ich ab und an noch Fisch esse (der offizielle Ausdruck für mich ist "Pescetarierin" oder "Pesco-Vegetarierin", aber das überfordert selbst mich ...). Anfangs war es nicht leicht, diese Veränderung in meiner näheren Umgebung durchzusetzen und eine Akzeptanz zu erreichen, zumal es ja kein schleichender Prozess war. Noch heute ärgert es mich, wenn man mich nicht ernst nimmt und dass man die Tatsache, dass ich kein Fleisch esse nicht einfach so hinnimmt wie bei anderen Menschen, die zum Beispiel keine Tomaten essen. Es ist aber besser geworden und inzwischen hat auch mein Herzallerliebster seinen Fleischkonsum radikal zurückgefahren. Nun kommen wir zum eigentlichen Thema: Ich liebe ihn aber trotz des Schnitzels! Auch die uneinsichtigere Verwandtschaft habe ich nicht weniger lieb, nur weil sie das alles nicht verstehen und schon gar nicht für sich übernehmen können. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, in meiner Umgebung groß etwas bewirkt zu haben, sieht man von meinem Freund und meiner Mutter ab (die toll findet, dass ich mir Gedanken mache und seitdem selbst öfters mal vegetarisch kocht), aber das war ja auch nicht mein vorrangiges Ziel, wenn es auch eine tolle Nebenerscheinung ist.

Das größte Problem sehe ich in der Kommunikation zwischen den verschiedenen Ernährungsformen. Die Veganer finden, die Vegetarier betreiben das Ganze halbherzig, weil sie noch Milch trinken, Eier essen etc.. Die "richtigen" Vegetarier schauen missbilligend auf Leute wie mich herab, die manchmal noch Fisch essen - von Fleischessern ganz zu schweigen. Omnivoren halten Vegetarier und Veganer für spinnert und es fallen Sprüche wie "Du isst meinem Essen das Essen weg!". Da werden dann in Diskussionen Ausdrücke wie "totes Tier" oder "Qualprodukte" ausgepackt. Man trägt T-Shirts mit fetzigen Sprüchen, die meiner Meinung mehr der Selbstbeweihräucherung dienen denn der Ausklärung und die Omnivoren als grausam hinstellen. Sicherlich, es gibt auch andere, ich spreche hier nur von den extremeren Beispielen. Auch ich bin nicht begeistert, wenn in der Mensa neben mir jemand sitzt und ins Schnitzel reinhaut. Oder wenn jemand vor mir an der Supermarktkasse kiloweise Fleisch aufs Band legt. Ich würde dann auch manchmal am liebsten ausrasten und etwas vom "toten Tier" erzählen (was ich manchmal auch bei meinen Liebsten mache), meist halte ich mich - inzwischen jedenfalls - zurück und besinne mich. Denn statt diese Menschen als uninformiert zu sehen und sich vor Augen zu halten, dass sie vielleicht nur "verhinderte" Vegetarier sind, dass sie nur die Augen verschließen und vor allem nicht böse oder grausam sind, werden diese Menschen von vielen Veganern und Vegetariern abgestraft.
Es nützt nichts, Unternehmen wie Alnatura anzugreifen, weil sie Butter in ihre Kekse tun. Man kann darauf hinweisen, nach veganen Alternativen fragen. Aber man muss auch sehen, dass es sich hierbei um ein Wirtschaftsunternehmen handelt und nicht die alle glücklich machende Wohlfahrt, hier geht es immer noch auch um Profit (so traurig es auch ist, aber das sei ein anderes Thema ...).
Es geht doch auch darum, wie man selbst behandelt und akzeptiert werden möchte! Bei manchen Leuten hat man den Eindruck, sie selbst wollen bedingungslos akzeptiert werden, an anderen dürfen sie aber so rummeckern wie es ihnen passt. Das ist - egal von welcher Seite - nicht in Ordnung! Besonders sollte man darauf achten, wie man miteinander redet, denn eine aggressive Haltung verschlimmert die Situation statt sie besser zu machen.

Bei meinem Umgang mit Omnivoren habe ich festgestellt, dass es immer wieder durchkommt, dass man mich für moralisch überlegen hält. Das findet entweder Ausdruck in Entschuldigungen oder offensiven Gegenschlägen. Entweder man sagt mir "Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber wegen blabla und blibli kann ich das einfach nicht!" oder "Wir kaufen ja auch nur Biofleisch!". Dann gibt es noch die dummen Witzchen oder Pseudoweisheiten wie "Der Mensch braucht Fleisch!" oder "Ich esse nur etwas, das mal ein Gesicht hatte!". Seltener sind direkte Angriffe, mit denen ich persönlich glücklicherweise noch nicht zu tun hatte. 
Das Schlimmste ist übrigens, wenn man mich bedauert, weil ich kein Fleisch mehr esse - weil es doch so lecker ist. Bei so etwas (das eher von der älteren Generation kommt) versuche ich gar nicht groß zu erklären, wieso ich Fleisch nicht mehr esse, das ist verlorene Liebesmüh. Seltsamerweise wird mein "nicht Fleisch essen" weniger oder schwerer akzeptiert als wenn ich mindestens zehn andere Sachen aufzählen würde, die ich nicht esse - wieso nur? 
Meiner Ansicht nach finden sich aber in vielen dieser Äußerungen auch Einsichten. Die Menschen haben nur nicht den Mut, all dieses Geschwätz über Bord zu werfen und das zu machen, was ich mache. Sei es, weil sie für ihre nähere Umgebung keine Belastung sein wollen oder weil sie sich wirklich einbilden, ohne Fleisch nicht leben zu können. Auch ich ärgere mich dann mal über Ausflüchte, aber mein Ärger macht es nicht besser und vor allem macht es die Situation nicht besser, wenn ich jemanden angreife - denn dann machen die Menschen einen Schritt zurück, weg von mir, die sich aufschwingt, es besser wissen zu wollen. Wut auf jemand anderen, den man vielleicht mag oder sogar liebt, nur weil der/diejenige (noch) Fleisch ist, macht den Umgang miteinander schwerer.
Aber ich schweife ab ... Mein Hauptanliegen ist die Akzeptanz und Toleranz. Vor allem im Hinblick darauf, dass man andere nicht verteufelt, nur weil sie nicht so essen wie man selbst. Tierprodukte sind zum Reizthema geworden, man sucht nach Schubladen, um die Leute einordnen zu können. Eine Veganerin, die Lederschuhe trägt? Eine Vegetarierin, die Fisch isst? Ein Fleischesser, der sich für Tierrechte stark macht? Alles Heuchler? Doch so einfach ist es nicht, gerade in unserer ach so toleranten und modernen Gesellschaft sollte individuelle Lebensführung kein Problem sein, egal ob mit Fleisch, Milch, Eiern, Honig, Leder oder sonst was. Es sollte so gut wie niemandem schaden, das ja, aber man kann nun mal nicht alle dazu "verdonnern", dass sie von heute auf morgen vegan leben, so schön und idealistisch so eine Zukunftsvorstellung auch sein mag. Vielleicht wird es eines Tages dorthin gehen, ich sehe schon den Ansatz dazu.
Und ja, inzwischen halte ich Veganer für die besseren Esser, aber die besseren Menschen sind sie nicht automatisch! Omnivoren sind umgekehrt nicht sofort schlechte Menschen. Die meisten von "uns" waren früher auch einmal Omnivoren, doch viele scheinen das vergessen zu haben! Und statt anzufeinden, sollte man den Menschen, die man beeinflussen kann, auf den Weg dorthin helfen, den man selbst schon gegangen ist und sie bis dahin als "in Wartestellung" sehen. Und wenn wir alle ehrlich sind: Wir hätten das Schnitzel wohl auch nicht stehen lassen, wenn uns jemand erzählt hätte, dass das "Qualfleisch" ist und wir ganz böse, weil wir es essen (ich zumindest nicht). Indem man vorlebt und Alternativen zeigt, indem man sanft aufklärt und die Leute dort packt, wo es sie trifft, geht das viel besser als durch Predigten und moralische Keulen. Ich habe nämlich schon oft festgestellt, dass die Leute auf meine Gemüsestäbchen sehr neugierig waren und das Fleisch völlig vergessen haben, das noch auf ihrem Teller lag
Und wenn alles scheiert, einfach mal dezent "Tiere essen" auf dem Nachttisch liegen lassen ... ;-)


Montag, 23. April 2012

Sushi!

Endlich habe ich mich herangewagt. Inspiriert durch die Faserpiratin habe ich mir einen Ruck gegeben und es versucht. Optisch noch verbesserungswürdig, haben die Rollen gut geschmeckt und ich werde sie nun sicherlich öfters machen. Besonders das Schneiden muss ich noch üben, dabei gehen die Rollen etwas kaputt.
Hier ist ein Rezept für Maki mit Gurke, das ich grob befolgt habe. Die Füllung kann man ja variieren, je nach Geschmack. Meine bestanden aus Gurke und Karottenstreifen und aus Mandel-Nuss-Tofu (Alnatura) und Frühlingszwiebeln. Nächstes Mal will ich auch ein bisschen großzügiger mit der Füllung sein ;-)
Leider gehen die Rollen noch ziemlich schnell und leicht auf, das abschließende Stückchen des Noriblattes pappt nicht so fest wie es sollte. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister! Seltsamerweise stört es mich bei Sushi nicht, dass das Nori feucht wird und nicht mehr kross ist, bei Onigiri finde ich das nicht sehr lecker ...


Sonntag, 22. April 2012

Wochenrückblick KW 16

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] "Monsieur Lazhar" im Programmkino - viel schöner als die großen Kinopaläste!
[GEHÖRT] "Harry Potter und der Halbblutprinz"
[GELESEN] Zum Vergnügen gar nichts ... Leseflaute. Dafür für die Uni umso mehr.
[GEGESSEN] Spargel :-) Bericht folgt!
[GETRUNKEN] Hausgemachte Limonade im Stammcafé.
[GEDACHT] an vieles, das wichtig ist.
[GEFREUT] über den Besuch einer Freundin.
[GEÄRGERT] über unzuverlässigen Wetterbericht.
[GELERNT] dass ich ein Kontrollmensch bin und bleibe.
[GEWÜNSCHT] dass die Bücherei endlich die erste Staffel von "Dr. House" hat.
[GEPLANT] einen Besuch des Wildparks - wenn es mal länger als drei Stunden nicht regnet.
[GEKAUFT] Nudeln mit grünem Tee - auch hier: Bericht folgt!
[GEKLICKT] chefkoch hoch und runter.

Samstag, 21. April 2012

Film: "Dreiviertelmond"

Spätestens seit "Hanami - Kirschblüten" mag ich Elmar Wepper sehr gern. Als ich nun vor ein paar Wochen gesehen hatte, dass es einen neuen Film mit ihm gab und es noch dazu ein Film mit einem tollen Plot ist, habe ich auf die DVD gelauert. In der Bücherei hier gibt es zum Glück ganz neue DVDs, aber man muss manchmal auch bisschen warten.
"Dreiviertelmond" handelt von Taxifahrer Hartmut, frisch von seiner Frau getrennt, der eines Tages plötzlich die kleine Hayat im Taxi sitzen hat - mutterseelenallein und ohne Deutschkenntnisse. Ihre Mutter ist ständig unterwegs und ihre Oma, die sich um sie kümmern sollte, ist jetzt im Krankenhaus. Hartmut nimmt sich der Kleinen notgedrungen und mit Murren an. Die Kommunikation ist oftmals sehr schwierig, aber irgendwann verstehen die Beiden sich dennoch sehr gut und Hayat wächst Hartmut richtiggehend ans Herz.

Ich mag solche Filme oder allgemein das Thema des Kulturencrashs ja sehr gerne, so lange nicht zu sehr die Klischeekeule ausgepackt wird. Hier ist das Ganze sehr abgeflacht, weil Hartmut nur am Rande etwas von der türkischen Kultur mitbekommt - sieht man vom Döneressen ab. Auch die Klischees sind sehr im Zaum gehalten, es geht viel mehr um das Zwischenmenschliche. Viel interessanter ist, dass Hartmut irgendwann eine Sache lernt: Dass die andere Kultur gar nicht so anders ist, dass auch Hayat die gleichen Bedürfnisse und Ängste hat. Der Film ist oft sehr lustig, hat aber auch viel Herz. Wie gesagt mag ich Elmar Wepper gerne, aber auch das Mädchen, das Hayat spielt, ist super gecastet worden. Sowieso leben solche Filme ja meist durch die Figuren und weniger von der Story an sich, weil sie die Story sozusagen gestalten und lenken.

Mittwoch, 18. April 2012

Das halb leere Glas

Ich bin Realistin. Manche mögen mich auch als Pessimistin sehen, vielleicht bin ich das sogar. Für mich ist das Glas halb leer und nicht halb voll. Wenn ich mich gedanklich auf etwas vorbereite, gehe ich immer erst einmal vom schlimmsten aus - wenn es dann wirklich so kommt, falle ich nicht so unsanft auf die Schnauze als wenn ich vom Positiven ausgegangen wäre. Kommt es besser, habe ich umso mehr Freude. Wenn ich etwas Neues kaufe, zähle ich erst einmal auf, was mich daran stört statt mich an dem zu erfreuen, was toll daran ist (so war es auch beim neuen Fahrrad ...). Hinzukommt, dass ich auch noch sehr selbstkritisch bin - ich lasse selten ein gutes Haar an mir und kritisiere viel an mir herum.
Ihr denkt, dass so ein Leben anstrengend ist? Ja, das ist es und inzwischen stört mich das auch. Aber weil ich Realistin bin, gehe ich davon aus, dass ich nie der optimistische Typ sein werde. Optimistischer, ja, das geht in jedem Fall. Ist an sich ja auch nicht so schwierig, wenn man so eine Schwarzseherin ist wie ich ... 

Auf der Buchmesse vor ein paar Jahren konnte man sich von jemandem chinesische Schriftzeichen auf Papier malen lassen. Ich hatte mich damals spontan für die Zeichen für "das Glück schätzen" entschieden. Das ist nun drei Jahre her und das Bild steht gerahmt auf dem Regal - aber ich erinnere mich viel zu selten daran. Oft wirkt es, als sei ich zutiefst unglücklich oder ich muss meinen Mitmenschen ziemlich auf die Nerven gehen mit meinem Gemecker und meiner Krittelei (manchmal fühle ich mich ja selbst wie eine mürrische alte Frau). Ich bewundere Menschen, die selbstzufrieden sind, die sich am Leben erfreuen - mir muss nur eine klitzekleine Laus über die Leber laufen, schon ist der Tag für mich gelaufen. Wenn mir ein Unglück passiert (zum Beispiel, wenn mir ein Kuchen misslingt oder mir etwas hinfällt), lache ich nicht darüber, sondern ärgere mich stundenlang. Am Ende eines Tages erinnere ich mich an das Schlechte und nicht an das Gute, das passiert ist und das Schlimmste daran ist, dass ich das selbst sehr sehr schade finde und es mich sogar belastet.

Es ist zwar nicht sehr einfach, mich jetzt darin zu üben, zufrieden zu sein, weil ich dieses Jahr schon so vieles anderes ändern möchte, aber ich denke, das ist viel wichtiger als alle meine anderen Vorsätze. Deswegen führe ich jetzt ein Glückstagebuch und möchte auch wieder mehr die Wochenrückblicke pflegen, um mich daran zu erinnern, dass ich es ja doch gar nicht so schlecht habe. Albern? Lächerlich? Traurig? So mögen es manche sehen, für mich ist es der erste Schritt in die richtige Richtung - hin zum halb vollen Glas.

Dienstag, 17. April 2012

Bärlauchpesto ♥


Am Wochenende wollte ich eigentlich Bärlauchrisotto machen. Da ich aber einen faulen Tag hatte, gab es Notfallpasta - mit Bärlauchpesto. Ich liebe Pesto, aber ich habe es noch nie selbst gemacht, dabei ist es so einfach. Deswegen gibt es diesmal auch kein Rezept, weil ich sowieso nur nach Gefühl alles zusammengeworfen hatte. Da ich keine Pinienkerne hatte, habe ich eine Nussmischung genommen (in der auch vereinzelt Pinienkerne waren). Meistens sind die mir auch zu teuer - habt ihr einen Tipp, welche Nüsse man noch nehmen kann? Muss man Nüsse dazu tun?

Das Pesto war sehr intensiv, aber auch sehr lecker. Durch das viele Öl ist Pesto an sich ja keine sonderlich gesunde Angelegenheit, aber ab und an darf das auch mal sein ;-)

Sonntag, 15. April 2012

Wochenrückblick KW 15

(c) Frau von Saltkrokan

[GESEHEN] Tolle Filme fernab des Mainstreams und viel Markus Lanz (nachgeholt).
[GEHÖRT] "Harry Potter und der Orden des Phönix".
[GELESEN] "Schwesterherz" von Anna Licht.
[GEGESSEN]  Selbstgemachten Erdbeerkuchen - mit Saaahne :)
[GETRUNKEN] Neue Teesorten vom weltbesten Teedealer.
[GEDACHT] Dass ich viel zu viel Nippes angesammelt habe ...
[GEFREUT] Zweimal Eis mit dem Herzallerliebsten gegessen.
[GEÄRGERT] Über den Regen am Samstag ...
[GELERNT] Dass Alan Rickmans Stimme auf "The Bell" zu hören ist!
[GEWÜNSCHT] Dass ich bessere Food-Bilder machen kann.
[GEPLANT] Kino mit einer Kommilitonin.
[GEKAUFT] Fahrradsatteltaschen - super Erfindung, sch*** auf den blöden Korb!
[GEKLICKT] ZDF Mediathek.

Mittwoch, 11. April 2012

Mein Fahrrad und ich auf Tour I

Mein Fahrrad und ich sind heute wieder ausgefahren. Nachdem es ja gestern den halben Tag geregnet hat, war es heute richtig schön und da haben wir die Gelegenheit genutzt und sind zur Bücherei und anschließend zum Rhein runter. Dort haben wir uns auch noch mit dem Herzallerliebsten (und seinem Fahrrad) getroffen und dann gab es ein leckeres Eis (Krokant mit Rum - leeecker!).
Leider hatte ich übers Wochenende leichte Schmerzen im Oberschenkel, deswegen hab ich es langsam angehen lassen - aber was soll ich sagen? Die Schmerzen sind wie weggeblasen! Jetzt muss nur endlich noch der neue (breitere und weichere) Sattel drauf und ich nehme längere Touren in Angriff =)






Heeeefezopf, ich hab nen Heeeeefezopf!


Hefezopf, so ein Osterding, das ich aber das ganze Jahr über essen kann. Ich finde, ein guter Hefezopf braucht eigentlich sonst nichts, man kann ihn wie Kuchen essen. Höchstens bisschen Margarine (ich esse ja keine Butter) drauf und ich bin im siebten Himmel. Da brauche ich dann auch keinen Kuchen oder sonst was.

Das Rezept habe ich aus der "köstlich vegetarisch" (Ausgabe 2/2012), habe aber nur die gute Hälfte von den Zutaten genommen, Pi mal Daumen:
200 g Weizenvollkornmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
ca. 150 ml lauwarme Milch
ca. 50 g Margarine
2 Eier
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz

für die Glasur:
1 Eigelb
1 Prise Zucker
2 EL Hagelzucker

Das Mehl in eine Schüsselgeben, die Hefe dazu und mit der lauwarmen Milch verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Margarine, Eier, Zucker, Vanillinzucker, Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. 
Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat. 

Für die Glasur 1 Eigelb mit einer Prise Salz und dem Zucker verquirlen. 
Den Teig noch mal gut durchkneten und in drei gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einer Rolle formen und die drei Rollen zu einem Zopf flechten. Die Enden gut zusammendrücken. (Das nochmalige Gehenlassen hatte ich vergessen - und es hat trotzdem gut geklappt). Auf das mit Backpapier belegte Backblech legen, mit dem Eigelb bestreichen und den Hagelzucker drüberstreuen. 
Goldbraun backen und genießen!

Donnerstag, 5. April 2012

Ostern offline

(c) Frau von Saltkrokan

Ostern werde ich offline verbringen, Heimaturlaub im Schnelldurchlauf. Zwar habe ich mein Smartphone dabei, aber da kann ich nur nachlesen, was sich Neues tut, und nichts bloggen. Es ist einfach schön, manchmal den Stecker zu ziehen.

Edith will auch noch etwas sagen:
Schön und erholsam war es und kaum bin ich wieder daheim, ist der Stecker wieder drin ;-)

Dienstag, 3. April 2012

Harry Potter und ich

Nachdem die Faserpiratin mal auf dem Legimus Blog einen Beitrag zu "Harry Potter Fanfiction" geschrieben hatte und dazu kurz von ihrem Verhältnis zu "Harry Potter", habe ich selbst vor ein paar Tagen darüber nachgedacht.
Es ist seltsam: Immer wieder komme ich auf "Harry Potter" zurück. Entweder schaue ich die Filme oder ich höre zum tausendsten Mal die Hörbücher. Auf Englisch habe ich die Bücher noch vor mir und das ist ganz fest beschlossen, sie stehen schon alle im Regal. Und es wird niemals langweilig, nie denke ich mir die Geschichte zu sehr voraus, so dass es keinen Sinn hätte, sie wieder und wieder zu erleben. Für jede Stimmung gibt es einen passenden Band, wobei ich bevorzugt ab dem dritten Band einsteige, die ersten beiden sind mir manchmal zu kindlich.
Dabei hatte ich zunächst gar nicht das Bedürfnis, Bekanntschaft mit dem Zauberschüler zu machen. Die ersten drei Bücher waren schon erschienen, als ich sie mir dann endlich mal von meiner besten Freundin auslieh. Ich habe nämlich von Haus aus eine Abneigung gegen Bücher, die so gehypt werden. So nach dem Motto "Wenn alle die toll finden, kann das ja nichts sein" - ist vielleicht auch blöd, aber so bin ich nun mal ... ;-)
Als ich dann aber die ersten drei Bücher gelesen hatte (fragt mich nicht, wie alt ich damals war), es muss kurz vor Erscheinen des vierten Bandes gewesen sein, war ich Feuer und Flamme. Auch meine Mutter hat sich dann immer sofort den aktuellen Band geschnappt, gekauft haben wir erst den siebten, ansonsten haben wir die Bände immer nur geliehen. Erst las meine Freundin das Buch, dann ihre Mutter und ihr Bruder, dann bekamen wir ihn - also mit einer gewissen Verzögerung, die die Vorfreude aber immer mehr schürte. Ab dem fünften Band habe ich dann auch immer bei der Abstimmung über das Cover teilgenommen. Die anfängliche Skepsis war also vollständig verflogen. Vom letzten Band war ich zunächst etwas enttäuscht, aber so im Nachhinein finde ich auch ihn toll. Das mag wohl Nostalgie sein oder so etwas.

Es gibt auch so viele Charaktere, die ich mag: Hermine, Ginny, Sirius, Lupin, McGonagall, Luna, Dumbledore (Wollsocken!), Mr. Weasley ("Ich sammel Stecker!"), Oliver Wood, die Weasley-Zwillinge ... Harry selbst mag ich manchmal, manchmal nicht. Ron nervt mich ab und an, weil er so schwer von Begriff ist und sein Gefühlsleben auf einen Teelöffel passt. Snape mag ich auch immer noch nicht viel lieber - obwohl ich ihn sehr mutig finde. Da ich auch bei allem immer zu den Guten tendiere und zu ihnen halte, haben die Bösewichte kaum eine Chance bei mir. Aber Bellatrix ist schon cool ... ;-)
Faszinierend ist auch, wie viel mehr sich Rowling rund um die Zaubererwelt ausgedacht hat. Da wäre es schade, wenn dieses Fantasiegespinst verloren ginge, ohne dass es schriftlich festgehalten wird. Wer mal Langeweile hat, dem empfehle ich die Harry Potter-Wiki, sehr interessant und super zum Stöbern.

Eine Freundin hat mal bei Facebook etwas gepostet, von dem ich leider nicht weiß, wo sie es her hat, aber ich fand es sehr passend und kann es so unterschreiben:
The Weasleys taught me that family is important.
James Potter taught me that people can change.
Lily Potter taught me that no one loves you more than your mother.
Sirius Black taught me that your family does not define who you are.
Remus Lupin taught me to judge people by who they are, not by what they are.
Fred and George taught me to smile when the world becomes dark.
Luna Lovegood taught me to see the world with an open mind– you never know what you might discover.
Neville Longbottom taught me that hard work and determination will lead to success.
Ginny Weasley taught me that size is no guarantee of power.
Severus Snape taught me that love is the most powerful magic.
Albus Dumbledore taught me to look past prejudices.
Hermione Granger taught me to fight for equality and that people will love you for being you, no matter what.
Ron Weasley taught me that overcoming your fears is easy when you're doing it for a friend.
Harry Potter taught me to do what is right instead of what is easy.

And finally... they all taught me to cherish friendship because it's the closest thing we have to magic in this world.

Sonntag, 1. April 2012

Vom Glück, Fahrrad zu fahren

Viele von euch werden mich vielleicht - wieder einmal - für weltfremd halten, aber ich war nie die große Fahrradfahrerin. Als Kind bin ich leidenschaftlich gerne bei uns im Viertel durch die Gegend gekurvt, aber dann sind wir umgezogen und da konnte man nicht mehr gut fahren. Also stand das Rad seit Jahren im Keller. Bei meinem Auszug habe ich das Rad mitgenommen (Ich muss dazu sagen, dass ich als knapp 10jährige, als ich das Rad bekommen habe, fast so groß war wie heute und "schon" ein 26-Zoll-Fahrrad hatte). Gerüchteweise hatte ich über die Großstadt gehört, dass da alle mit dem Fahrrad fahren ;-)
Anfangs, als ich mein Studententicket noch nicht hatte, war das Fahrrad auch praktisch, aber eben schon sehr alt und zu klein, längere Fahrten waren da nicht gerade angenehm. Um die ganze Geschichte abzukürzen: Seit dieser Woche habe ich wieder ein Fahrrad, das zu mir passt und total toll ist. Als der Herzallerliebste und ich es abgeholt haben, tat mir alles weh nach der Fahrt: die Beine und vor allem der Allerwerteste ... Man muss dazu auch sagen, dass der Herzallerliebste passionierter Radfahrer und dadurch wesentlich trainierter ist als ich - wenn er langsam fährt, ist das für mich schon schnell und ich fange an zu hecheln ...
Heute war ich auf eine kleine Tour in die Stadt, an den Rhein runter, ungefähr zehn Kilometer hin und zurück. Und es war so wundervoll! Die ganze Zeit hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht, ich hab gepfiffen und bin fröhlich vor mich hin geradelt. Mir tat kein Po weh, dafür hab ich in den Oberschenkeln Muskeln gespürt, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie habe. Aber es waren schöne "Schmerzen", bei denen ich das Leben in mir gespürt habe - so schmalzig sich das auch anhört. Ich liebe mein Fahrrad ♥